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Unser Ehrenamt: Das ist Gerd Liesegang
Unser Ehrenamt: Das ist Gerd Liesegang
In der Serie Unser Ehrenamt stellen wir Euch in regelmäßigen Abständen die Personen vor, die das Herzstück unseres Verbandes sind – unsere Ehrenamtlichen.
Gerd Liesegang ist seit 53 Jahren im Ehrenamt aktiv und nicht nur durch seine 20-jährige Amtszeit im Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes bekannt, sondern deutschlandweit für seine Akribie, sein Engagement und seine Integrität. Seit 2022 engagiert sich der Berliner in der Prävention als Antidiskriminierungsbeauftragter im NOFV Ausschuss für Prävention und Sicherheit.
NOFV: Hallo Gerd, wie hast du zu uns gefunden?
Gerd Liesegang: "Ich bin 2022 vom damaligen Geschäftsführer angesprochen worden, ob ich mir diese Aufgabe im Ausschuss Prävention und Sicherheit vorstellen könnte. Diese Aufgabe habe ich übernommen, nachdem ich beim Berliner Fußball-Verband 2020 als Vizepräsident nach 20 Jahren im Präsidium ausgeschieden bin."
NOFV: Eine echte Wunschbesetzung also. Und Berliner Präsidium. Kommst du auch aus Berlin?
Liesegang: "Ich bin in Berlin zuhause und komme aus Kreuzberg, wo ich auch aufgewachsen bin."
NOFV: Kreuzberg ist ja ein Bezirk, der für seine Vielfalt bekannt ist. Ist da eine Schnittstelle zur eigenen Lebenserfahrung und zu deiner Motivation dich im Bereich Prävention bzw. Antidiskriminierung zu engagieren?
Liesegang: "Ich glaube ein wenig Erfahrung in den Themen zu besitzen und hoffe damit die sechs Landesverbände unterstützen zu können und den einen oder anderen "Weg" gemeinsam angehen zu können."
NOFV: Was sind dabei genau deine Aufgaben?
Liesegang: "Ich unterstütze den NOFV in der Präventionsarbeit und helfe ein wenig bei den Sozialen Themen."
NOFV: Welche präventiven Maßnahmen (zB gegen Diskriminierung) gibt es beim und im NOFV?
Liesegang: "Sie sind in erster Linie durch die Sportgerichtsbarkeit abgedeckt. Durch verordnete Auflagen in Sportgerichturteilen besteht immer wieder die Möglichkeit Maßnahmen (zwar durch Druck) umzusetzen. Leider sind komplette freiwillige Maßnahmen in den sechs Landesverbänden grenzüberschreitend noch nicht gegeben. Es ist aber notwendig ein gesundes und festes Netzwerk aufzubauen um aufzuzeigen, wozu der Fußball fähig sein kann oder könnte."
NOFV: Ist es wichtig sich im Fußball mit gesellschaftlichen und sozialen Themen zu befassen?
Liesegang: "Natürlich, wir sehen immer wieder wie sehr der Fußball in diesen Themen richtungsweisend sein kann oder welche Erwartungen durch die Öffentlichkeit gefordert werden. Wir haben die Chance durch Funktionäre, Trainer oder Betreuende auf Gesellschaftliche Ereignisse direkt in der Mannschaft Einfluss zu nehmen. Wenn ich "meine" Sprache vor einem Team kontrolliere und mich selbst auch vorbildlich verhalte, "saugen" dies unsere Jugendlichen auf und es bleibt sicherlich immer etwas hängen"
NOFV: Hast du solche Erfahrungen selber machen können? Was war dein schönstes Erlebnis in Verbindung mit deinem Ehrenamt?
Liesegang: "In 53 Jahren Ehrenamt habe ich so viel Schönes erlebt, das es kaum etwas gibt, was herauszuheben wäre. Aber das Lachen der Kinder, wenn sie zum Fußball kommen ist jedes Ehrenamt wert."
NOFV: Das klingt erfüllend und schön. Was wünschst du dir für die Zukunft im Fußball?
Liesegang: "Wir können nicht alle im großen Fußball mitspielen, aber wir haben die Chance und Möglichkeit unseren Mannschaften die Werte des Fußballes zu vermitteln. Und diese Werte stehen nicht nur für Erfolg, sie bestehen in der Menschlichkeit, Freundschaft, Akzeptanz anderen gegenüber, Toleranz und viele Werte mehr. Wenn wir diese wieder mehr in den Fokus stellen, dann habe ich keine Angst um unseren Sport."
