Endstand · Halbzeit 1:2
<details><summary>Torfolge: Rot-Weiß Erfurt – FSV Zwickau</summary>- 9. · 0:1 — Philipp Harant
- 21. · 1:1 — Dustin Forkel
- 24. · 1:2 — Oliver Fobassam Nawe
- 90.+5 · 2:2 — Til Linus Schwarz
Ein Flugball aus der eigenen Hälfte, ein umkämpftes Derby und Entscheidungen bis in die Nachspielzeit: Der 13. Spieltag lieferte große Gefühle und neue Spannung im Titelrennen. Erfurt rettete gegen Zwickau mit der letzten Aktion das 2:2, Lok Leipzig arbeitete sich gegen Chemie nach einem 0:2 ebenfalls zum Remis zurück. Halle gewann in Aue erst nach Ablauf der regulären Spielzeit, Spitzenreiter Chemnitz antwortete beim BFC Dynamo innerhalb von drei Minuten auf einen Rückstand. Dazu setzte Tasmania mit einem 6:0 gegen Babelsberg ein Ausrufezeichen. Die neun offiziellen Spielberichte verzeichnen 31 Tore und 35.115 Zuschauer.
16.–18. Oktober 2026 · Saison 2026/27

Alle neun Ergebnisse. Eine Begegnung aufklappen, um ihre Torfolge zu lesen.
Endstand · Halbzeit 1:2
<details><summary>Torfolge: Rot-Weiß Erfurt – FSV Zwickau</summary>Endstand · Halbzeit 0:0
<details><summary>Torfolge: Hertha BSC II – RSV Eintracht</summary>Endstand · Halbzeit 4:0
<details><summary>Torfolge: Tasmania Berlin – Babelsberg 03</summary>Endstand · Halbzeit 1:2
<details><summary>Torfolge: Lok Leipzig – Chemie Leipzig</summary>Endstand · Halbzeit 0:2
<details><summary>Torfolge: BFC Preussen – VSG Altglienicke</summary>Endstand · Halbzeit 1:1
<details><summary>Torfolge: Luckenwalde – Carl Zeiss Jena</summary>Endstand · Halbzeit 0:0
<details><summary>Torfolge: Erzgebirge Aue – Hallescher FC</summary>Endstand · Halbzeit 0:0
<details><summary>Torfolge: Magdeburg II – Greifswalder FC</summary>Endstand · Halbzeit 0:0
<details><summary>Torfolge: BFC Dynamo – Chemnitzer FC</summary>Quelle: offizielle NOFV-Spielberichte 109–117. Abgeschlossener 13. Spieltag.
Chemnitz behauptete mit nun 30 Punkten die Tabellenführung. Der Vorsprung auf Halle schrumpfte allerdings auf zwei Zähler; die Saalestädter zogen mit dem Zweiten Rot-Weiß Erfurt gleich. Jena und der BFC folgen mit jeweils 25 Punkten, Altglienicke mit 24. Auch im Tabellenkeller verschoben sich die Gewichte: Tasmania gab den letzten Platz wieder an Luckenwalde ab, der RSV rückte durch seinen Auswärtssieg bis auf einen Punkt an Herthas U23 heran. [1]
Den ersten dramatischen Höhepunkt erlebten am Freitagabend 9738 Zuschauer im Steigerwaldstadion. Beim 2:2 (1:2) zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem FSV Zwickau begann der Gastgeber mit kontrolliertem Aufbau. Die Gäste setzten auf einen engen Block, robuste Zweikämpfe und direkte Wege nach Ballgewinnen. Fabian Gerber hatte seine Startelf auf fünf Positionen verändert. Dass seine Mannschaft nach dem ersten Rückschlag dennoch Sicherheit verlor, wurde später ein zentrales Thema seiner Analyse.
Dieser Rückschlag war außergewöhnlich: Philipp Harant erkannte nach einem Erfurter Ballverlust, wie weit Lorenz Otto vor seinem Tor stand, und zog noch aus der eigenen Hälfte ab. Aus mehr als 50 Metern flog der Ball zum 0:1 ins Netz (9.). Rico Schmitt ordnete den Treffer in die »Kategorie Tor des Monats« ein, auch Gerber würdigte die Qualität. Für Erfurt blieb neben dem Staunen jedoch die Erkenntnis, dass ein unnötiger Ballverlust den Gegner eingeladen hatte. Nach der Führung gewann Zwickau Zugriff und suchte sofort den Raum hinter der letzten Linie.
Ausgerechnet eine eigene Ecke öffnete dem FSV die Hintertür. Erfurt blockte den Abschluss, Stanislav Fehler startete aus der eigenen Hälfte und legte vor Lucas Hiemann für Dustin Forkel quer: 1:1 (21.). Doch die Thüringer stabilisierten sich nicht. Drei Minuten später fand eine Zwickauer Ecke Oliver Fobassam Nawe am langen Pfosten. Der Verteidiger stand frei und köpfte zum 1:2 ein. »Zu naiv verteidigt«, urteilte Gerber. Dominik Becker verhinderte anschließend gegen Tobias Hannemann den nächsten Einschlag, Theo Martens verfehlte vor der Pause aus guter Position das Tor.
Schmitts Plan hatte damit mehr hervorgebracht als einen knappen Vorsprung. Auch Gerber räumte ein, Zwickau sei nach dem Führungstreffer die bessere Mannschaft gewesen. Zur Pause reagierte er mit Gonda und Quiala Tito. Rot-Weiß wurde zielstrebiger und drängte die Gäste zurück, ohne aus den besseren Feldpositionen genügend kontrollierte Abschlüsse zu gewinnen. Hiemann entschärfte einen abgefälschten Versuch Fehlers; auf der Gegenseite parierte Otto einen Harant-Kopfball. Zwickau fehlte nun zunehmend die Entlastung.
Darin lag für Schmitt ein entscheidender Mangel: Seine Mannschaft habe ihre »guten Umschaltmomente nicht zu Ende spielen« können. »Dadurch kam immer wieder auch die neue Welle.« Erfurt musste sich allerdings lange vorwerfen lassen, im letzten Pass und im Abschluss zu unsauber zu bleiben. Erst die letzte Ecke brachte den Ertrag: Til Linus Schwarz, in der 77. Minute eingewechselt, erreichte Fehlers Hereingabe und köpfte in der fünften Nachspielminute zum 2:2 ein. Zwickau verlor den schon greifbaren Sieg, Erfurt verhinderte die zweite Niederlage nacheinander.
Vier Spiele · acht Trainerperspektiven
Eine Partie öffnen: Tore, entscheidende Szenen und die Einschätzungen beider Trainer.
<details class="n13c-focus" open><summary>Rot-Weiß Erfurt – FSV Zwickau 2:2 (Halbzeit 1:2)</summary>»Wir haben eine Riesenmoral bewiesen.«
»Dadurch kam immer wieder auch die neue Welle.«
»Ein 2:2 in dem heutigen Spiel bei dem Spielverlauf ist für uns zu wenig.«
»Ich finde, wir haben den Punkt absolut verdient.«
»Ich glaube nicht, dass man dort eine gelbe Karte geben muss.«
»Ich weiß, welche Qualitäten er hat, die sehe ich Tag für Tag im Training.«
»Wir haben den Tabellenführer vor extreme Probleme gestellt.«
»In der ersten Halbzeit waren wir ganz weit weg von dem, was wir eigentlich können.«
Torzeiten: NOFV. Zitate: bereitgestellte Pressekonferenzen, ohne Fülllaute. Die Trainer bewerten jeweils das gesamte Spiel.
»Wir haben eine Riesenmoral bewiesen«, sagte Gerber. Schmitt haderte mit der Länge der Nachspielzeit, erkannte die Qualität des entscheidenden Standards aber an. Gerber verband seine Erleichterung mit einer Mahnung: »Wir müssen ein bisschen runterkommen wieder von der Erwartungshaltung.« Die bisherige Leistung wollte er nach zwei sieglosen Partien nicht kleinreden lassen: »Wir spielen bis jetzt eine fantastische Saison.« Die Bilanz erklärt seinen Stolz ebenso wie den Korrekturbedarf: 39 Tore bedeuten den stärksten Angriff der Liga, 16 Gegentreffer zeigen die defensive Anfälligkeit.
Tags darauf stand in Leipzig dasselbe Ergebnis, hinter dem sich eine andere Geschichte verbarg. Beim 2:2 (1:2) des 1. FC Lokomotive gegen die BSG Chemie sahen 9711 Zuschauer viel Initiative des Gastgebers und einen zunächst hocheffektiven Gegner. Willi Theodor Reincke traf zum 0:1, nachdem Jonas Wendlinger einen Kopfball von Malick Sanogo noch abgewehrt hatte (22.). Ausgangspunkt war nach Torsten Ziegners Schilderung ein Einwurf. Lok bekam die Situation nicht geklärt, Chemie nutzte den zweiten Ball.
Auch vor dem 0:2 behauptete Sanogo den Ball, diesmal im Bereich des Strafraums. Luis Jakobi zog aus der Distanz ab und traf (39.). Lok hatte mehr Spielanteile, musste gegen den engen Abwehrblock aber Geduld und Präzision verbinden. Jonas Arcalean scheiterte an Marcel Bergmann, Djamal Ziane köpfte ans Außennetz. Erst mit der letzten Aktion vor der Pause gelang der Anschluss: Eren Öztürk bereitete vor, Arcaleans abgefälschter Abschluss schlug in der zweiten Nachspielminute zum 1:2 ein.
Der Zeitpunkt ärgerte Alexander Schmidt besonders. Seine Mannschaft behielt nach der Pause die kompakte Ordnung bei, wurde nun aber dauerhaft in die eigene Hälfte gedrängt. Lok kam über die Außenbahnen wiederholt bis zur Grundlinie, fand im Zentrum jedoch zu selten Abnehmer. Genau hier setzte Ziegners Selbstkritik an: Es fehlten genügend Spieler in der Box und eine passende Staffelung. Der Raumgewinn am Flügel brachte deshalb nicht automatisch Torgefahr. Chemie klärte, Lok musste erneut anlaufen.
Ziegner brachte nach 62 Minuten Ricky Bornschein und Tobias Dombrowa, später Artur Mergel. Der Druck stieg, die letzte Konsequenz fehlte zunächst weiter. Ayodele Adetula verzog, Mergel traf den Ball aus kurzer Entfernung nicht entscheidend. In der 85. Minute nutzte Bornschein schließlich eine ungeordnete Situation nach einem Freistoß: Adetulas Abschluss geriet zur Vorlage, der Joker köpfte zum 2:2 ein. Lok wollte mehr. Bergmann musste in der Nachspielzeit Mergels wuchtigen Versuch entschärfen, um Chemie den Punkt zu sichern.
Über den Wert dieses Punktes waren sich die Trainer uneinig. Schmidt fand ihn »absolut verdient« und lobte die Derby-Tugenden seiner Mannschaft. Ziegner hielt dagegen: Nach Spielanteilen und Torsituationen »hätte es hier heute nur einen Sieger geben dürfen«. Auch Chemies Umschaltspiel ordnete er anders ein als sein Kollege. Die Gegentore seien nach Einwurf und Abstoß gefallen; Restverteidigung und Gegenpressing hätten die erwarteten Konter ansonsten weitgehend unterbunden. Schmidt hob dagegen das Verteidigen hoher Bälle und die Geschlossenheit hervor.
Der dokumentierte Verlauf stützt Ziegners Sicht vor allem nach der Pause: Lok bestimmte das Geschehen, Chemie fand kaum Entlastung, Bergmann verhinderte am Ende die Niederlage. Zugleich musste der Gastgeber die unzureichende Strafraumbesetzung und die vergebenen Möglichkeiten gegen sich gelten lassen. Schmidts Zufriedenheit erklärt sich aus dem Widerstand seiner Elf und dem Auswärtspunkt, trotz verspielter Zwei-Tore-Führung. Ziegner würdigte Charakter und Mentalität der Aufholjagd, blieb mit dem Ergebnis aber unzufrieden. Lok steht mit 17 Punkten auf Rang zehn, Chemie mit zehn Zählern auf Platz 14.
Der Sonntag brachte in Aue eine Entscheidung noch später als im Leipziger Derby. Der Hallesche FC gewann beim FC Erzgebirge mit 1:0 (0:0), Fabrice Hartmann traf in der ersten Nachspielminute. Vor 9176 Zuschauern hatte zunächst eine Partie mit wenig Raum und überschaubarer Chancenfülle stattgefunden. Aue hielt seine defensive Ordnung, Halle suchte über die Flügel nach Zugängen. Julien Damelang setzte Akzente, Martin Männel war bei den Abschlüssen zur Stelle. Zur Pause blieb alles offen.
Robert Schröder lobte später eine »super Auswärtsleistung« und betonte, gegen den Ball fast nichts zugelassen zu haben. Khvicha Shubitidze sah den ersten Durchgang auf Augenhöhe. Beide Einschätzungen passen zu einer Halbzeit, in der Halle Auer Durchbrüche verhinderte, selbst aber ebenfalls nur begrenzt gefährlich wurde. Schröder benannte einen eigenen Ansatzpunkt: Zu selten habe seine Mannschaft verlagert und die Außenspieler in direkte Duelle gebracht. Die spätere Dominanz war vor dem Seitenwechsel noch kein durchgängiges Merkmal.
Danach erhöhte Halle den Druck. Männel hielt einen flachen Schuss von Niclas Stierlin und verhinderte gegen Stanley Ratifo den Rückstand; Osman Atilgan setzte den anschließenden Ball neben das Tor. Dazwischen lag die Szene, die Aues Aufgabe erheblich erschwerte: Der bereits verwarnte Tim Maciejewski traf Max Kulke und sah in der 61. Minute Gelb-Rot. Shubitidze hatte die Aktion noch einmal im Video geprüft und widersprach der Entscheidung: »Ich glaube nicht, dass man dort eine gelbe Karte geben muss.«
Die Hinausstellung vergrößerte Halles Übergewicht, die offensiven Schwierigkeiten der Gastgeber hatten allerdings schon vorher bestanden. In Unterzahl zog sich Aue immer tiefer zurück und fand kaum Entlastung. Schröder ließ geduldig über die Außen spielen und erhöhte die Präsenz vor dem Tor. Atilgan sorgte links für Unruhe, auch wenn sein Trainer bei den letzten Pässen und Abschlüssen Verbesserungspotenzial sah. Männel und die verteidigenden Mitspieler hielten das 0:0 lange fest. Mehrere Hereingaben und Kopfbälle blieben ohne zählbaren Ertrag.
Dann durfte Niklas Landgraf noch einmal von links flanken. Am langen Pfosten stand Hartmann frei und köpfte gegen Männels Laufrichtung zum 0:1 ein (90.+1). Für Schröder war es auch eine persönliche Bestätigung seines Spielers: »Ich weiß, welche Qualitäten er hat, die sehe ich Tag für Tag im Training.« Hartmann belohnte Halles Beharrlichkeit, der HFC verbuchte den fünften Ligasieg nacheinander. Aue kassierte die dritte Liga-Niederlage in Folge. Auf Rang acht und neun Punkte hinter Chemnitz wächst vor dem Derby in Zwickau der Druck, zu punkten. Maciejewski wird dort fehlen.
Fast gleichzeitig bekam es auch der Tabellenführer mit erheblichem Widerstand zu tun. Das 1:1 (0:0) zwischen dem BFC Dynamo und dem Chemnitzer FC war vor 3211 Zuschauern lange von den Berlinern geprägt. Sie störten den gegnerischen Rhythmus, kamen über die Seiten in gefährliche Räume und besaßen die besseren Möglichkeiten. David Richter verhinderte unter anderem gegen Valdemar Sadrifar einen Rückstand, Jan Löhmannsröben bereinigte mehrere brenzlige Situationen. Nach der Pause scheiterte auch Rufat Dadashov am Chemnitzer Schlussmann.
Benjamin Duda suchte anschließend keine Ausflüchte: »In der ersten Halbzeit waren wir ganz weit weg von dem, was wir eigentlich können.« Seine Mannschaft habe schläfrig gewirkt, was er zugleich auf den starken Gegner zurückführte. Für den BFC fand er ein kraftvolles Lob: »Gerade hier zu Hause habt ihr ein Monster erschaffen.« Die Wucht der Berliner und ihre Fähigkeit, Gegner im Sportforum unter Druck zu setzen, hatten Chemnitz erhebliche Probleme bereitet. Duda sah auch nach der Pause eine Steigerung, aber nicht das gewohnte Niveau.
Sven Körner bedauerte vor allem, dass sich seine Mannschaft nicht früher belohnt hatte. Schließlich musste ein spektakulärer Abschluss her: Nach einem kurz ausgeführten Freistoß bekam Tim Windsheimer Platz und schlenzte aus etwa 25 Metern in den Winkel (71.). Körner lobte ausdrücklich die Kreativität seines Co-Trainers bei Standards. Der Höhepunkt beruhte damit auf einer vorbereiteten Variante. Doch die Führung hielt nur drei Minuten. Nach Hereingabe und Ron Berlinskis Weiterleitung schob Maurizio Grimaldi am langen Pfosten zum 1:1 ein (74.). Der in der 67. Minute eingewechselte Angreifer war sofort der erhoffte Faktor. [3]
Körner räumte ein, dass die Strafraumverteidigung beim Ausgleich nicht funktioniert habe, wollte seinen Spielern angesichts der Gesamtleistung aber keinen grundsätzlichen Vorwurf machen. Duda wertete das Remis als »absoluten Punktgewinn«: Sein Team sei schwächer gewesen, habe aber nach dem Rückstand Mentalität gezeigt. Beide Analysen unterstrichen damit die Berliner Leistung und zugleich die Chemnitzer Widerstandskraft. Der BFC bleibt mit fünf Siegen und zwei Remis zu Hause ungeschlagen. Die Chance, den Rückstand zur Spitze auf zwei Punkte zu verkürzen, ließ er liegen; es bleiben fünf.
Abseits der vier Schwerpunktpartien setzte Tasmania das deutlichste Zeichen. Das bisherige Schlusslicht schlug Babelsberg mit 6:0 (4:0). Amar Numic (7.), Kerem Yayla (11.) und Jamilu Collins (15.) stellten die Weichen, Erich Berko erhöhte vor der Pause (42.). Pedro Vitor Cruz Magalhaes (48.) und Shean Mensah (53.) komplettierten den Erfolg. Tasmania beendete mit sechs verschiedenen Torschützen eine Serie von acht Ligaspielen ohne Sieg. Babelsbergs Tobias Hasse sah Rot (45.+4), Tasmanias Karim-Joel Barry ebenfalls (80.). Die deutliche Führung bestand schon vor dem ersten Platzverweis.
Auch der RSV gewann: Joker Endi Jupolli entschied das 1:0 (0:0) bei Hertha BSC II in der ersten Nachspielminute. Thomas Franke hatte ihn nach 71 Minuten gebracht. Der zweite Saisonsieg beendete die Wartezeit seit Anfang August und brachte Eintracht mit neun Punkten bis auf einen Zähler an Hertha heran. Tasmania steht bei acht, Luckenwalde bei sechs. Die Kellerduelle am kommenden Wochenende erhalten dadurch zusätzliches Gewicht: Chemie empfängt Hertha, der RSV erwartet Tasmania.
Luckenwalde hatte beim 1:2 (1:1) gegen Carl Zeiss Jena zunächst durch Phil Butendeich geführt (28.). Moritz Fritz glich per Strafstoß aus (38.), Jannes Werner brachte den Gästen nach der Pause den Sieg (63.). Jena feierte den dritten Ligaerfolg nacheinander. Altglienicke gewann 3:1 (2:0) beim BFC Preussen: Jonas Nietfeld (4.) und Emeka Oduah (22.) trafen früh, Luis Inderwisch verkürzte spät (81.). Tim Rieder stellte schon drei Minuten später den alten Abstand wieder her. Die VSG bleibt Jena und Dynamo dicht auf den Fersen.
Magdeburgs zweite Mannschaft drehte gegen Greifswald nach torloser erster Hälfte einen Rückstand in einen 4:2-Erfolg. Robert Leipertz traf für die Gäste (49.), Elisio Widmann antwortete doppelt (55., 66.). Kevin Manthey (69.) und Luis Trus (76.) erhöhten, Fodelcio Gomes Pereira verkürzte nur noch (85.). Vier Tore zwischen der 55. und 76. Minute entschieden die Partie. Der FCM II hat nun 16 Punkte, Greifswald bleibt mit 22 auf Rang sieben.
Schon die nächste Runde verspricht weitere Standortbestimmungen: Jena empfängt den punktgleichen BFC, Halle trifft auf Lok Leipzig, Zwickau auf Aue. Chemnitz erwartet die Magdeburger Reserve, Erfurt reist nach Greifswald. Wie viel selbst eine späte Aktion verändern kann, haben Schwarz, Bornschein, Hartmann und Grimaldi an diesem Wochenende gezeigt. Drei Remis in den vier großen Duellen und Halles später Auswärtssieg hielten die Spitzengruppe eng zusammen. Gleichzeitig meldeten sich die Aufsteiger im Keller zurück. Nach 13 Spieltagen ist in beiden Tabellenregionen Bewegung – und wenig Gelegenheit, sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen.
Redaktion: Holger Elias