Herren
Rückblick zur 13. Futsal-Regionalliga 2025/2026
Dem Titelverteidiger ging zum Saisonende die Luft aus +++ Vorrunden-Dritter BSC Eintracht Südring holt sich den 13. NOFV-Titel
Berlin/NOFV/fk – Die NOFV-Futsal-Regionalliga-Saison 2025/26 hatte mit nur fünf Mannschaften die wenigstens Teilnehmer in ihrer 13-jährigen Historie. Und von diesen fünf Mannschaften war mit dem Mitteldeutschen Futsalclub aus Jena ein absoluter Neuling dabei. Von den acht Teams der Saison 2024/25 nahmen somit nur vier Mannschaften auch diese Saison daran teil. Darunter HOT 05 U23, die in der Vorsaison noch als 2. Mannschaft startete.
Neuer Spielmodus
Wegen diesem „Aderlass“ wurde die 13. Saison in einem neuen Modus ausgespielt. Die Saison 25/26 wurde so in einer Punktspielrunde (Hin- und Rückspiele jeder gg. jeden) und einer anschließenden k.o-Runde (Play-off, Halbfinale) mit dem Finale „Best of three“ ausgetragen.
Schloss der Titelverteidiger Blumenstadt United die Punktspielrunde als Erster, dank des besseren Torverhältnisses gegenüber der U23 von HOT 05 Futsal ab, triumphierte der Dritte der Punktspielrunde BSC Eintracht Südring in der k.o.-Phase mit dem ersten Futsal-Meistertitel der NOFV-Regionalliga. Sowohl gegen den Vorrunden-Zweiten HOT U23 als dann auch im Finale gegen den Vorrunden-Ersten Blumenstadt United setzte sich Südring in der zweiten Saisonphase durch.
Halbfinale mit Zuschauer-Saisonrekord
Dabei mussten die Berliner aber einige brenzlige Situation meistern. Im Halbfinale gewann man zwar das Hinspiel in Berlin mi 5:1, der Vorsprung war aber im Rückspiel nach 29 Minuten aufgebraucht. Nach der regulären Spielzeit hieß es diesmal 5:1 für HOT U23. Erst in der Verlängerung gelang den Berlinern der Einzug in die „Best of three“-Serie. Dieses Halbfinalspiel hatte zugleich mit 179 Zuschauern den höchsten Besucherzuspruch in der Saison 2025/26.
In der „Best of three“-Serie verlor Südring das erste von drei Spielen gegen Blumenstadt verdient auch in dieser Höhe mit 2:6. Dann gelang aber in der Finalserie der Turnaround mit dem souveränen 5:0-Heimerfolg, der ein drittes Spiel in Erfurt erzwang. Hier dominierte erneut der Vorrunden-Dritte Südring und gewann nach zwei dritten Plätzen in den Spieljahren zuvor erstmals die Futsal-NOFV-Meisterschaft.
Vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen verzichtete der BSC an den Aufstiegsspielen zur Futsal-Bundesliga. Die Aufstiegsspiele nahm dafür zum zweiten Mal Blumenstadt United war. Nach Platz drei im Vorjahr als NOFV-Meister, belegten die Erfurter diesmal als Vize den zweiten Platz mit zwei Siegen sowie je einem Remis und einer Niederlage, was jedoch erneut nicht zum Aufstieg reichen sollte.
SR-Pool und Bonusprogramm
Erstmals wurde in der abgelaufenen Saison der Schiedsrichter-Pool angewendet, von denen drei Mannschaften mehr oder weniger profitierten. Vom ebenfalls neu eingeführten Bonusprogramm profitierten der NOFV-Meister sowie der fünftplatzierte Mitteldeutscher Futsalclub Jena jeweils mit der maximalen Förderung von 100 Euro. Die anderen die Teams leisteten sich dagegen zu viele Aussetzer. Bei Dresden war es vor allem der geringe Spielerkader zu den jeweiligen Spielen, bei Blumenstadt nahm man es mit der fristgemäßen Bestätigung nach Spielende nicht so genau.
MDFC fairstes Team, Kay Weske erfolgreichster Torschütze
Neuling MDFC Jena holte sich nicht nur 100 Euro aus dem Bonusprogramm, sondern gewann auch die Fairplay-Wertung mit lediglich 12 gelben Karten an acht Spielern in zehn Spielen. Den erfolgreichsten Torschützen stellte der geteilte Meisterschaftsdritte SC Borea Dresden mit Kay Weska. Weska erzielte, wie zwei weitere Spieler 15 Tore, das aber nur in neun Spielen, während die anderen beiden 15er-Torschützen jeweils 12 Spiele dafür benötigten.
Wertvollster Spieler war aber der Jenenser Till Mäurer, der 32% aller MDFC-Tore erzielte. Weska erzielte 30% der Dresdener Tore.
Keine rote Karte!
Während im Schnitt gesehen die gelben Karten sich im Rahmen der Saison 24/25 bewegten und die gelb/roten Karten sowie Fouls im Schnitt pro Spiel sogar zulegten, gab es bei den glatt roten Karten positives zu berichten. Erstmals gab es in 13 Regionalliga-Jahren keine einzige rote Karte. Positiv auch, dass alle Spiele zu den angesetzten Zeiten durchgeführt wurden. So war das Sportgericht in der Saison 2025/26 aus Futsal-Sicht beschäftigungsfrei.
Ein Rückgang an Toren war in der abgelaufenen Saison zu verzeichnen. Bei 27 Spielen weniger sollte man sagen logisch, aber auch auf den Schnitt pro Spiel gerechnet vielen je Spiel drei Treffer weniger. Das wiederum kann aber auch von einer besseren leistungsmäßigen Ausgeglichenheit der Mannschaften untereinander zeugen. Positiv ist auch, dass im Schnitt die Zuschauerzahlen um 20 Besucher pro Spiel gestiegen ist. Einen Hauptanteil daran hatte HOT U23 mit einem Schnitt von 116 Zuschauer pro Spiel. In der Vorsaison als HOT 2 waren es „nur“ 72 im Schnitt. Was 24/25 aber auch schon der zweitbeste Schnitt nach Blumenstadt mit damals 78 im Schnitt (25/26 fast 80 im Schnitt) war. Dagegen fanden sich in Dresden nicht einmal 100 Zuschauer in sechs Heimspielen ein.
Entgegen der Regionalliga-Statistik wurden in dieser Saison 50 Prozent aller Zehn-Meter-Freistöße (DFSKF) verwandelt. In den zurückliegenden Spielserien waren es sonst immer nur um die 20 Prozent.
Zwar stellt Sachsen-Anhalt schon seit mehreren Spielserien kein Team mehr für die NOFV-Futsal-Regionalliga, so kommt der meistangesetzte Futsal-SR mit Benedict Ohrdorf aus Sachsen-Anhalt mit sieben Einsätzen in der Saison 2025/26.
13. NOFV-Futsal-Regionalliga-Saison 2025/26 in Zahlen:
| Statistiken | 2025/2026 | Vergleich 2024/2025 |
| Teilnehmer | 5 | 8 |
| Spiele | 29 | 56 |
| Tore | 250 (Schnitt 8,6) | 623 (Schnitt 11,1) |
| darunter Eigentore | 4 | 15 |
| darunter Strafstoßtore | 2 | 6 |
| Torschützen inkl. Eigentore | 62 | 140 |
| eingesetzte Spieler | 120 | 165 |
| angesetzte Schiedsrichter | 30 (darunter 9 als 3. SR) | 27 (+13) |
| SR-Kosten im Schnitt | 217,97 EUR | 202,13 EUR |
| Zuschauerschnitt | 53,7 | 32,4 |
| Bester Zuschauerbesuch | 179 | 150 |
| Tore | 250 (Schnitt 8,6) | 623 (Schnitt 11,1) |
| gelbe Karten | 90 (Schnitt 3,1 pro Spiel) | Schnitt 3,03 |
| gelb/rote Karten | 9 (Schnitt 0,31 pro Spiel) | Schnitt 0,23 |
| rote Karten | keine | 7 |
| kumulierte Fouls | 293 (Schnitt 10,1 pro Spiel) | Schnitt 6,18 |
| DFSKF | 6 (Schnitt 0,2 pro Spiel) | 9 (Schnitt 0,16 pro Spiel) |
| davon verwandelt | 3 (50 %) | 2 (0,23 %) |
Mit sportlichem Gruß
Frank Krella
Bild Startseite: NOFV/Frank Krella
