Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 36. Spieltag

Mximilian Wolfram (Foto) brachte den FCC in der 12. Minute in Führung; (c) Gettyimages

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 36. Spieltag (Freitag)

Fürstenwalde vertagt Meistertitel für BFC

Der BFC Dynamo hat es am 36. Spieltag in der Regionalliga Nordost verpasst, den Gewinn der Meisterschaft perfekt zu machen. Beim abstiegsbedrohten FSV Union Fürstenwalde kam der Ligaprimus vor 2076 Besucher*innen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Dabei hatte der BFC durch den Treffer von Andor Bolyki (33.) den besseren Start in die Partie erwischt. In der Schlussphase des zweiten Durchgangs war aber Valentin Rode (80.) für die Hausherren zur Stelle und vertagte damit die Meisterfeier der Berliner.

Aufgeschoben ist aber vermutlich nicht aufgehoben. Dem früherer DDR-Rekordmeister reicht jetzt am Samstag, 7. Mai (ab 15.30 Uhr), in einem Stadtduell gegen den Berliner AK vor heimischer Kulisse schon ein Punkt, um auch rechnerisch nicht mehr von Platz eins verdrängt werden zu können und sich damit endgültig für die Playoff-Spiele um den Aufstieg in die 3. Liga gegen den Meister der Regionalliga Nord (28. Mai und 4. Juni) zu qualifizieren.

Als einziger Verein neben dem BFC Dynamo hat nur noch der FC Carl Zeiss Jena eine minimale Chance auf den Titel. Der FCC behielt beim VfB Auerbach 4:1 (2:1) die Oberhand. Für die Tore der Gäste waren Fabian Eisele (7./90.+1), Maximilian Wolfram (12.) und Maximilian Krauß (58.) verantwortlich. Ein Eigentor von FCC-Mittelfeldspieler Leon Bürger (25.) brachte die Gastgeber zwischenzeitlich heran. Die 23. Niederlage in der laufenden Spielzeit konnte der VfB aber nicht abwenden. Der Rückstand auf Spitzenreiter BFC Dynamo beträgt für Jena zwei Spiele vor Schluss sechs Punkte. Außerdem weist der BFC eine um 15 Treffer bessere Tordifferenz aus.

Für Auerbach ist dagegen der Abstieg aus der Regionalliga Nordost besiegelt. Bei noch zwei ausstehenden Begegnungen und einem Rückstand von sieben Punkten auf den ersten möglichen Nichtabstiegsplatz ist der Gang in die NOFV-Oberliga nicht mehr zu vermeiden.

FC Eilenburg holt zweiten Dreier in Folge

Im Kampf um den Klassenverbleib hat der FC Eilenburg seine Ausgangslage weiter verbessert. Der von Nico Knaubel trainierte FCE kam zu einem 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Babelsberg 03. Den einzigen Treffer der Begegnung markierte Philipp Sauer (4.) bereits in der Anfangsphase für die Hausherren. Im besten Fall könnte die aktuelle Platzierung der Eilenburger (Rang 16) schon für den Klassenverbleib ausreichen.

Komfortable vier Punkte Vorsprung weist der ZFC Meuselwitz auf die Gefahrenzone auf. Vom Chemnitzer FC trennten sich die Thüringer 1:1 (1:0). Dabei waren die Hausherren durch Florian Hansch (36.) in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit egalisierte aber Tim Campulka (56.) der Rückstand der "Himmelblauen".

BSG Chemie Leipzig beendet Altglienickes Lauf

Die BSG Chemie Leipzig hat den jüngsten Positivlauf der VSG Altglienicke beendet. Die von Miroslav Jagatic trainierten Leipziger behielten auswärts 3:2 (2:1) die Oberhand. Für die Gäste trugen sich Alexander Bury (19.), Dennis Mast (21., Foulelfmeter) und Florian Kirstein (47.) in die Torschützenliste ein und sorgten dafür, dass die VSG nach zuvor acht Spielen ohne Niederlage (sechs Siege, zwei Unentschieden) erstmals wieder leer ausging. Auf Seiten von Altglienicke hatte Christian Derflinger (25.) zwischenzeitlich ausgeglichen. Ein Eigentor des Leipzigers Paul Horschig (76.) sorgte in der Schlussphase für den Endstand.

Keinen Sieger gab es in der Begegnung zwischen Tennis Borussia Berlin und dem FSV Optik Rathenow. Die Begegnung endete 2:2 (1:2). Dabei hatten die Hausherren durch den Treffer von Tahsin Cakmak (16.) den besseren Start erwischt. Allerdings konnte Rathenow noch in der ersten Halbzeit den Spielstand drehen. Für die Tore waren Thilo Gildenberg (37.) und Kimbyze-Kimby Januario (45.) verantwortlich. Direkt nach dem Wiederbeginn glich aber der Berliner Jeronimo Mattmüller (47.) für seine Mannschaft wieder aus.

Während Tennis Borussia den Klassenverbleib schon länger unter Dach und Fach hat, wird die Luft für den FSV Optik immer dünner. Zwei Spiele vor Schluss beträgt der Rückstand auf einen möglichen Nichtabstiegsplatz drei Zähler. Einen Rang, der unabhängig von Auf- und Abstieg zur 3. Liga den Klassenverbleib bedeuten würde, kann Rathenow schon jetzt nicht mehr erreichen. mspw

 

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 36. Spieltag (Samstag)

Hertha-Doppelschlag ärgert Lok Leipzig

Seit der 1. FC Lokomotive Leipzig keine Chance mehr auf die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost hat, scheint beim Team von Trainer Almedin Civa ein wenig die Luft raus zu sein. Am 36. Spieltag unterlagen die Sachsen der U 23 von Hertha BSC vor eigenem Publikum 0:2 (0:0). Für die Treffer der Berliner vor 2227 Zuschauer*innen im Bruno-Plache-Stadion waren Timur Gayret (64.) und Derry Lionel Scherhant (69.) innerhalb von nur fünf Minuten verantwortlich.

Für die Hausherren war es die zweite Niederlage in Folge. Seit drei Begegnungen hat die "Loksche" nicht mehr gewonnen und verpasste damit den möglichen Sprung auf Rang drei. Der Nachwuchs von Hertha BSC setzte dagegen seinen Positivlauf fort. Seit acht Spielen haben die von Ex-Bundesligaprofi Ante Covic trainierten Hauptstädter nicht mehr verloren (sechs Siege, zwei Unentschieden).

Nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage (drei Siege, zwei Unentschieden) ging der Berliner AK erstmals wieder leer aus. Im Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde kassierte die Mannschaft von BAK-Trainer Benjamin Duda eine 0:2 (0:1)-Heimniederlage. Julius Frederik Schmahl (30.) hatte die Gäste im ersten Durchgang in Führung gebracht. Kurz vor Schluss sorgte Tobias Francisco (88., Foulelfmeter) für die Entscheidung. mspw

 

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 36. Spieltag (Sonntag)

Energie Cottbus baut Erfolgsserie aus

Der FC Energie Cottbus setzte in der Regionalliga Nordost seinen guten Lauf fort. Im Heimspiel vom 36. Spieltag gegen den SV Lichtenberg 47 setzte sich die Mannschaft von Energie-Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz vor 4270 Zuschauer*innen im Stadion der Freundschaft 4:1 (3:1) durch und kletterte auf den dritten Tabellenplatz.

Bereits im ersten Durchgang hatten Erik Engelhardt (17./ 41.) und Janik Mäder (25.) mit ihren Toren für eine komfortable 3:1-Führung gesorgt. Nach der Pause schraubte Nikos Zografakis (47.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Auf Seiten der Gäste hatte Sebastian Reiniger (18.) zwischenzeitlich zum Ausgleich getroffen.

Durch den Dreier gegen Lichtenberg blieben die Lausitzer auch im achten Spiel in Folge unbesiegt. In diesem Zeitraum holte der frühere Bundesligist aus Cottbus 18 von 24 möglichen Zählern. Der SVL hatte den Klassenverbleib bereits seit dem vergangenen Spieltag in trockenen Tüchern.

Einen großen Schritt in Richtung einer weiteren Spielzeit in der Nordost-Staffel machte der VfB Germania Halberstadt, der das bereits als Absteiger feststehende Schlusslicht Tasmania Berlin 3:0 (1:0) bezwang. Tim Heike (15.) brachte die Hausherren früh in Führung. In der zweiten Halbzeit sorgten Stefan Korsch (55.) und der nur wenige Minuten zuvor eingewechselte Altrim Pajaziti (88.) für die Entscheidung.

Mit jetzt 38 Punkten hat Halberstadt zwei Runden vor dem Saisonende fünf Zähler Vorsprung vor einem möglichen Abstiegsplatz. Sollte jedoch Viktoria Berlin in der 3. Liga den Klassenverbleib schaffen oder der Nordost-Meister aufsteigen, dann wäre die Germania schon jetzt in Sicherheit. Ex-Bundesligist Tasmania Berlin hat mittlerweile seit 21 Begegnungen nicht mehr gewonnen (drei Unentschieden, 18 Niederlagen). mspw

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