Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 25. Spieltag

Lok – Jena 1:2 / RWE – Chemie 2:2 / ZFC – VSG 4:0 / Hertha 03 – FSV 63 1:1 / HFC – CFC 3:1 / FCM II – FSV 1:2 / GFC – Dynamo 0:1 / Hertha II – Preussen 5:0 / SVB – FCE 2:1

Die Sonntagsspiele (08.03.26) in der Übersicht: Der FC Carl Zeiss Jena hat das Spitzenspiel beim 1. FC Lok Leipzig mit 2:1 gewonnen. Maderer brachte die Gastgeber zunächst in Führung, doch Lankford glich kurz nach der Pause per Freistoß aus. In der Schlussphase erzielte Oduah den entscheidenden Treffer für die Thüringer. - Der FC Rot-Weiß Erfurt und die BSG Chemie Leipzig trennten sich im Steigerwaldstadion mit 2:2. Nach einem frühen Platzverweis gegen Dehl spielte Erfurt fast die gesamte Partie in Unterzahl, ging dank eines Doppelpacks von Caciel dennoch zwischenzeitlich in Führung. Seidel glich für Chemie per Freistoß aus. - Der ZFC Meuselwitz hat die VSG Altglienicke auf der Glaserkuppe deutlich mit 4:0 besiegt. Zwei verwandelte Strafstöße von Hansch und ein Doppelpack von Balde entschieden die Partie. Eine Rote Karte gegen Altglienickes Rieder kurz vor der Pause stellte die Weichen endgültig zugunsten der Gastgeber. - Hertha 03 Zehlendorf und der FSV 63 Luckenwalde trennten sich 1:1. Butendeich brachte die Gäste vor der Pause in Führung, ehe Hasenberg kurz vor Schluss ausglich. Zehlendorf spielte nach der Gelb-Roten Karte gegen Reimann lange in Unterzahl.

Am Sonnabend-Nachmittag (07.03.26) gab es diese Ergebnisse: Der FSV Zwickau hat beim 1. FC Magdeburg II mit 2:1 gewonnen und profitierte dabei von einem frühen Doppelschlag durch Dobruna und Möbius. Nach dem Platzverweis gegen Frenzel spielte Magdeburg lange in Unterzahl, kämpfte sich aber durch einen Elfmeter von Widmann zurück ins Spiel. In der Schlussphase vergab Leipertz die große Chance zum Ausgleich. - Der Hallesche FC hat das Traditionsduell gegen den Chemnitzer FC mit 3:1 gewonnen und damit den sechsten Sieg in Serie gefeiert. Stierlin, Halili und Hartmann sorgten bereits vor der Pause für eine komfortable Führung. Chemnitz verkürzte durch Marx, konnte die Partie jedoch nicht mehr drehen. - Der BFC Dynamo hat beim Greifswalder FC einen späten 1:0-Auswärtssieg gefeiert. In einer lange chancenarmen Partie erzielte John Liebelt in der 86. Minute den entscheidenden Treffer. Greifswald blieb offensiv zu harmlos und musste sich trotz stabiler Defensivleistung geschlagen geben.

Die Freitagabend-Spiele (06.03.26): Hertha BSC II hat das Berliner Stadtduell gegen den BFC Preussen klar für sich entschieden und gewann im Amateurstadion mit 5:0. Matchwinner war Oliver Rölke, der einen Dreierpack erzielte und die Partie nach der Pause endgültig entschied. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel des Jahres ziehen die Herthaner in der Tabelle am Aufsteiger vorbei. - Der SV Babelsberg 03 hat im Karl-Liebknecht-Stadion einen 2:1-Heimsieg gegen den FC Eilenburg gefeiert. Nach der Führung durch Hasse glich Niemitz für die Gäste sehenswert aus, ehe Joker Covic per Kopf den entscheidenden Treffer erzielte. Eilenburg zeigte eine engagierte Leistung, blieb aber erneut ohne Punkte und steckt weiter im Tabellenkeller fest.

Freistoßtor leitet Jenaer Sieg im Topspiel ein

1. FC Lok Leipzig – FC Carl Zeiss Jena 1:2 (1:0)

Das Spitzenspiel der Regionalliga Nordost hielt, was es versprach: Vor 10.181 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion drehte der FC Carl Zeiss Jena eine intensive Partie beim Tabellenführer 1. FC Lok Leipzig und gewann mit 2:1. Lok ging durch Maderer in Führung, doch nach der Pause sorgten ein Freistoßtor von Lankford und der späte Treffer von Oduah für die Wende zugunsten der Thüringer.

Bei besten äußeren Bedingungen entwickelte sich früh ein hochklassiges Regionalligaduell. Beide Teams suchten sofort den Weg nach vorn und setzten auf hohes Tempo. Die erste Gelegenheit gehörte den Gastgebern, als Maderer eine Hereingabe nur knapp am Tor vorbeiköpfte (2.). Doch auch Jena zeigte früh seine Gefährlichkeit im Umschaltspiel: Wähling tauchte nach einem Konter frei vor Lok-Keeper Naumann auf, scheiterte jedoch am Schlussmann (4.).

Die Partie blieb in der Anfangsphase offen. Jena lauerte auf Konter, während Lok zunehmend Ballbesitzphasen aufbaute. Suljic verpasste nach einer scharfen Hereingabe von Oduah nur knapp die Gästeführung (7.). Auf der anderen Seite hätte Arcalean beinahe einen schnellen Gegenstoß vollendet, doch der Schiedsrichter ließ nach einem Zweikampf im Strafraum weiterspielen (9.).

Nach einer kurzen Unterbrechung aufgrund eines medizinischen Notfalls im Fanblock verlor das Spiel kurzzeitig an Rhythmus, gewann jedoch vor der Pause wieder deutlich an Intensität. In der 33. Minute prüfte Abderrahmane Jena-Keeper Liesegang mit einem gefährlichen Freistoß, den dieser spektakulär entschärfte.

Wenig später belohnten sich die Gastgeber für ihre druckvollere Phase. Eine präzise Flanke von der rechten Seite fand Maderer, der sich im Strafraum gegen Fritz durchsetzte und den Ball per Kopf zur 1:0-Führung ins Netz setzte (37.). Der Treffer verlieh Lok zusätzlichen Schwung. Kurz vor der Pause hätte Maderer sogar erhöhen können, setzte den Ball nach Zuspiel von Adetula jedoch knapp neben das Tor (42.).

Zur zweiten Halbzeit reagierte Jena-Trainer Volkan Uluc und brachte mit Prokopenko und Lankford zwei frische Kräfte – ein Wechsel, der sofort Wirkung zeigte. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn trat Lankford einen Freistoß aus dem Halbfeld, der ohne weitere Berührung im langen Eck zum 1:1 einschlug (48.).

Der Ausgleich verlieh den Gästen neuen Auftrieb. Die Partie entwickelte sich nun zu einem intensiven Schlagabtausch. Lok versuchte, sofort zu antworten: Adetula kam nach einer Flanke frei zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp (51.). Auch Öztürk suchte später mit einem Distanzschuss sein Glück (70.), während Liesegang eine gefährliche Hereingabe der Leipziger entschärfte (67.).

Jena blieb jedoch gefährlich und erhöhte in der Schlussphase den Druck. Mehrfach musste Naumann eingreifen – unter anderem bei einem Kopfball von Talabidi nach einer Ecke (71.). Die Thüringer wollten sich offensichtlich nicht mit einem Punkt begnügen.

Sechs Minuten vor dem Ende fiel schließlich die Entscheidung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld konnte Lok den Ball im Strafraum nicht klären. Zunächst parierte Naumann gegen Hessel, anschließend prallte ein Versuch von Talabidi an den Pfosten – doch Oduah reagierte am schnellsten und schob aus kurzer Distanz zum 2:1 ein (84.).

Lok versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, doch klare Chancen blieben aus. Stattdessen hätte Prokopenko beinahe noch das dritte Jenaer Tor erzielt, als er sich mit einem starken Solo durch die Leipziger Defensive dribbelte, jedoch erneut an Naumann scheiterte (90.).

So blieb es beim Auswärtssieg für Carl Zeiss Jena, das im zweiten Durchgang seine größere Durchschlagskraft zeigte und damit im Meisterschaftsrennen ein wichtiges Zeichen setzte. Lok Leipzig musste hingegen nach zuletzt drei Siegen in Serie erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen – trotz einer starken ersten Halbzeit.

Zuschauer: 10181

Spielstätte: Bruno-Plache-Stadion Hauptfeld, Leipzig

Schiedsrichter: Marvin Tennes – Niclas Rose, Florian Strübing

Tore:
1:0 (37.) Maderer, 1:1 (48.) Lankford, 1:2 (83.) Oduah

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Lokomotive Leipzig:
Naumann – Wilton, Abderrahmane, Maderer (46. Ziane), Adetula (80. Verkamp), Siebeck, Arcalean (62. Öztürk), Čevis (80. Maier), Grözinger, von Piechowski, Dombrowa (56. Zimmer)

FC Carl Zeiss Jena:
Liesegang – Reddemann, Oduah (90.+2 Hoppe), Talabidi, Fritz (68. Weihrauch), Schau (60. Hehne), Butzen, Burmeister, Hessel, Suljic (46. Prokopenko), Wähling (46. Lankford)

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Abderrahmane, Zimmer (Lok Leipzig) – Fritz, Schau, Suljic, Liesegang (Jena)

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Caciels Doppelpack reicht nicht: Chemie rettet Punkt

FC Rot-Weiß Erfurt – BSG Chemie Leipzig 2:2 (1:1)

In einer hitzigen und über weite Strecken dramatischen Regionalligapartie trennten sich der FC Rot-Weiß Erfurt und die BSG Chemie Leipzig vor 7.821 Zuschauern im Steigerwaldstadion mit 2:2. Die Gastgeber spielten nach einem frühen Platzverweis gegen Dehl fast die komplette Begegnung in Unterzahl, gingen dank eines Doppelpacks von Caciel dennoch zwischenzeitlich in Führung – ehe Seidel für die Leipziger den verdienten Ausgleich erzielte.

Die Partie begann mit hoher Intensität und einem frühen Wendepunkt. Bereits in der sechsten Minute geriet Erfurt in Unterzahl: Dehl traf Chemie-Kapitän Mäder bei einem Zweikampf hart am Schienbein, Schiedsrichter Sirko Müke zeigte ohne Zögern die Rote Karte. Damit mussten die Thüringer fast die gesamte Spielzeit mit zehn Mann bestreiten.

Die Gäste versuchten unmittelbar, den numerischen Vorteil auszunutzen. Sanin prüfte Erfurts Keeper Otto nach einem Freistoß per Kopf (9.), wenig später enteilte Seidemann seinem Gegenspieler, doch Schwarz klärte im letzten Moment in höchster Not (13.). Trotz Überzahl blieb Chemie zunächst jedoch erstaunlich zurückhaltend und setzte eher auf kontrollierte Ballzirkulation als auf permanentes Pressing.

Erfurt hielt defensiv kompakt dagegen und lauerte auf Umschaltmomente. Ugondu hätte beinahe aus einem Abwehrfehler Kapital geschlagen, doch Chemie-Schlussmann Bergmann reagierte aufmerksam und parierte den Lupfer des Stürmers (29.).

In der 37. Minute schlugen schließlich die Gäste zu – allerdings auf kuriose Weise. Nach einem Einwurf brachte Langner den Ball aus dem Halbfeld in Richtung Strafraum. Ratifo verpasste die Hereingabe, doch die Flanke senkte sich überraschend hinter Otto ins lange Eck zur Leipziger Führung. Der Ex-Erfurter verzichtete beim Jubel demonstrativ.

Doch Erfurt zeigte Moral – und besaß einen Mann für besondere Momente. Kurz vor dem Pausenpfiff fasste sich Caciel aus gut 20 Metern ein Herz und jagte den Ball mit einem wuchtigen Distanzschuss in den Winkel. Ein Traumtor zum 1:1 (45.+1), das die Partie wieder völlig öffnete.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Chemie brachte mit zwei Wechseln frische Kräfte, doch zunächst setzte Erfurt den entscheidenden Akzent. In der 54. Minute erhielt Caciel vor der Strafraumkante erneut zu viel Platz. Hoffmann rutschte beim Versuch der Klärung ins Leere, und der Mittelfeldspieler schlenzte den Ball über den Innenpfosten zur überraschenden 2:1-Führung für die Gastgeber.

Die Leipziger reagierten mit zunehmendem Druck. Trotz Überzahl fehlten zunächst jedoch klare Ideen im letzten Drittel. Erfurt verteidigte geschickt, ließ den Gegner kommen und setzte weiterhin sporadische Nadelstiche.

Der Ausgleich fiel schließlich nach einer Standardsituation. Durakov zerrte im Halbfeld an Lihsek und verursachte einen gefährlichen Freistoß. Seidel trat an und verwandelte den ruhenden Ball sehenswert in den Winkel – Otto streckte sich vergebens (70.).

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Chemie drängte auf den Sieg und kam mehrfach gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Ein Kopfball des eingewechselten Fantozzi verfehlte das Ziel nur knapp (90.+2), während Lihsek einen Distanzschuss deutlich über das Tor setzte (88.).

Erfurt blieb trotz Unterzahl gefährlich. Kurz vor Schluss hätte Ugondu beinahe einen Konter vollendet, doch Bell klärte in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Angreifer (85.).

Die hektische Schlussphase mit mehreren Gelben Karten und einer kurzen Rudelbildung nach dem Abpfiff spiegelte den emotionalen Charakter der Partie wider. Unter dem Strich konnten beide Mannschaften mit dem Punkt leben: Chemie nutzte die lange Überzahl nur teilweise, während Erfurt nach großem Kampf eine zwischenzeitliche Führung nicht über die Zeit retten konnte.

Zuschauer: 7821

Spielstätte: Steigerwaldstadion, Erfurt

Schiedsrichter: Sirko Müke – Christoph Dallmann, Michael Bernowitz

Tore:
0:1 (36.) Langner, 1:1 (45.+1) Caciel, 2:1 (53.) Caciel, 2:2 (70.) Seidel

Mannschaftsaufstellungen:

FC Rot-Weiß Erfurt:
Otto – Moritz, Schwarz, Awoudja, Caciel, Hajrulla (80. Falcao), Wolf (80. Santana Soares), Ugondu, Boboy, Dehl, Durakov (71. Assibey-Mensah)

BSG Chemie Leipzig:
Bergmann – Hollenbach, Mäder (75. Kießling), Langner (87. Hoops), Seidel, Aliji (46. Hoffmann), Seidemann (46. Fantozzi), Sanin (63. Akono), Lihsek, Ratifo, Bell

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Boboy, Durakov (Erfurt) – Aliji, Langner, Hollenbach, Ratifo (Chemie Leipzig)
Rote Karte: Dehl (6., Erfurt)

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Torfestival: Hansch und Balde überragen

ZFC Meuselwitz – VSG Altglienicke 4:0 (2:0)

Der ZFC Meuselwitz hat auf der Glaserkuppe ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und die favorisierte VSG Altglienicke mit 4:0 bezwungen. Zwei verwandelte Strafstöße von Hansch und ein Doppelpack von Balde entschieden eine Partie, die lange Zeit nicht so eindeutig verlief, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Eine Rote Karte gegen Altglienickes Rieder kurz vor der Pause stellte jedoch die Weichen endgültig zugunsten der Thüringer.

Die Berliner begannen zunächst selbstbewusst und übernahmen in der Anfangsphase die Spielkontrolle. Altglienicke ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und versuchte vor allem über Ibrahimi und Tallig Tempo aufzunehmen. Die erste Gelegenheit gehörte folgerichtig den Gästen: Nach einer Flanke kam Nietfeld früh zum Kopfball, setzte die Kugel jedoch neben das Tor (7.). Kurz darauf prüfte Ibrahimi mit einem Distanzschuss ZFC-Keeper Sedlak (13.).

Meuselwitz hatte zunächst Mühe, sich aus der Umklammerung zu lösen, setzte jedoch auf kompakte Defensive und schnelle Gegenstöße. Nach rund zwanzig Minuten fand der ZFC erstmals besser in die Partie – und erhielt wenig später eine entscheidende Gelegenheit. Nach einem Gerangel im Strafraum brachte Kebe Meuselwitz’ Stiller zu Fall, Schiedsrichterin Wildfeuer entschied auf Strafstoß. Hansch übernahm die Verantwortung und verwandelte flach zur 1:0-Führung (24.).

Altglienicke reagierte zwar mit wütenden Angriffen, doch Meuselwitz blieb effizient. Tallig setzte einen Distanzschuss nur knapp neben den Pfosten (29.), ehe die Partie kurz vor der Pause endgültig kippte. Nach einer Ecke konnte die VSG zunächst klären, doch im zweiten Versuch kam der Ball erneut in den Strafraum. Rieder brachte einen Gegenspieler zu Fall – oder spielte den Ball mit der Hand –, in jedem Fall entschied die Unparteiische erneut auf Strafstoß und zeigte dem Berliner Verteidiger die Rote Karte (31.).

Wieder trat Hansch an und blieb ebenso souverän wie beim ersten Versuch. Diesmal verlud er Keeper Klatte in die andere Ecke und erhöhte auf 2:0 (33.). Trotz Unterzahl blieb Altglienicke bemüht und kam kurz vor der Pause sogar zu einer guten Möglichkeit, als Kizildemir nach feinem Zuspiel von Ibrahimi den Ball über Sedlak heben wollte, doch der ZFC-Keeper lenkte die Kugel über das Tor (43.).

Nach dem Seitenwechsel versuchte die VSG zunächst, mit mutigem Offensivspiel zurück in die Begegnung zu finden. Ein Distanzschuss von Qenaj (51.) und ein Dribbling von Sylla nach einer Ecke (54.) brachten jedoch keine ernsthafte Gefahr. Mit zunehmender Spieldauer machten sich die Kräfteverhältnisse bemerkbar: In Unterzahl öffneten sich bei den Gästen immer größere Räume.

Der ZFC nutzte diese konsequent. In der 65. Minute gewann Meuselwitz nach einem Abstoß das Kopfballduell im Mittelfeld, Pauling leitete den Angriff weiter und legte quer auf Balde, der überlegt zum 3:0 einschob. Spätestens dieser Treffer entschied die Partie.

Altglienicke wirkte nun zunehmend ausgelaugt, während Meuselwitz mit wachsendem Selbstvertrauen kombinierte. Zehn Minuten vor dem Ende setzte Balde den Schlusspunkt: Der Flügelspieler zog nach einem Solo in den Strafraum, ließ mehrere Gegenspieler aussteigen und schlenzte den Ball präzise in die lange Ecke zum 4:0 (75.).

Die Schlussphase verlief ohne größere Höhepunkte. Meuselwitz verwaltete den Vorsprung souverän, während Altglienicke trotz vereinzelter Vorstöße keine Mittel mehr fand, um das Ergebnis zu korrigieren.

So feierte der ZFC Meuselwitz einen überraschend klaren Heimsieg und verschaffte sich im Kampf um den Klassenerhalt wichtige Luft. Die VSG Altglienicke hingegen musste trotz guter Anfangsphase eine deutliche Niederlage hinnehmen – vor allem die Szene um den zweiten Strafstoß und die anschließende Unterzahl erwies sich als entscheidender Wendepunkt der Partie.

Zuschauer: 396

Spielstätte: Hauptplatz bluechip Arena, Meuselwitz

Schiedsrichter: Franziska Wildfeuer – Johannes Schipke, Max Goroncy

Tore:
1:0 (24.) Hansch, 2:0 (33.) Hansch, 3:0 (65.) Balde, 4:0 (76.) Balde

Mannschaftsaufstellungen:

ZFC Meuselwitz:
Sedlak – Rehder, Stiller (81. Bürger), Oke (90. Seidemann), Wurr, Pauling (89. Burghold), Balde (81. Pilger), Hansch, Fischer, Eckardt (90. Teßmer), Schmökel

VSG Altglienicke Berlin:
Klatte – Kebe, Kizildemir, Nietfeld (46. Kardam), Kapp, Türpitz, Rieder, Sylla (85. Schickersinsky), Tallig (76. Friedrich), Weik (46. Qenaj), Ibrahimi (57. Saliger)

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Stiller, Oke (Meuselwitz) – Qenaj, Kardam (Altglienicke)
Rote Karte: Rieder (32., Altglienicke)

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Hasenberg rettet Zehlendorf spät den Punkt

May versucht den Luckenwalder Gollnack zu stellen. Foto: Kerstin Kellner

Hertha 03 Zehlendorf – FSV 63 Luckenwalde 1:1 (0:1)

Hertha 03 Zehlendorf hat im Heimspiel gegen den FSV 63 Luckenwalde trotz langer Unterzahl einen Punkt erkämpft. Vor 283 Zuschauern im Ernst-Reuter-Stadion glich Joker Jules Hasenberg kurz vor Schluss zum 1:1 aus, nachdem Butendeich die Gäste kurz vor der Pause in Führung gebracht hatte.

Die Partie begann ausgeglichen, wobei Luckenwalde früh über Standardsituationen Druck entwickelte. Zehlendorf hielt zunächst dagegen und kam ebenfalls zu vereinzelten Offensivaktionen. Kurz vor dem Seitenwechsel nutzten die Gäste jedoch eine ihrer Möglichkeiten: Butendeich traf in der 43. Minute zur Führung für den FSV.

Nach dem Seitenwechsel drängte Zehlendorf auf den Ausgleich und kam durch Reimann per Kopf zu einer guten Gelegenheit (50.), doch Palmowski reagierte stark. Die Aufholjagd der Gastgeber erlitt wenig später einen Rückschlag: Reimann sah in der 59. Minute die Gelb-Rote Karte, sodass Zehlendorf mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl spielen musste.

Trotzdem blieb die Heimelf engagiert und suchte weiterhin den Weg nach vorn. Trainerwechsel brachten frische Impulse, und Zehlendorf erhöhte in der Schlussphase den Druck. Der Einsatz wurde schließlich belohnt: Nach einer Ecke in der 86. Minute stand der eingewechselte Hasenberg richtig und traf zum umjubelten Ausgleich.

Luckenwalde versuchte in der Nachspielzeit noch einmal, den Siegtreffer zu erzwingen, doch die Defensive der Gastgeber hielt stand. So blieb es beim Remis, das sich Zehlendorf aufgrund der kämpferischen Leistung in Unterzahl verdiente.

Zuschauer: 283

Spielstätte: Ernst-Reuter-Sportfeld NR1, Berlin

Schiedsrichter: Patrick Kluge – Max Kluge, Jennifer Steingräber

Tore:
0:1 (43.) Butendeich, 1:1 (86.) Hasenberg

Mannschaftsaufstellungen:

FC Hertha 03 Zehlendorf:
Dedidis – Smailovic, Wilton (73. Wicht), Günay (63. May), Yamada (46. Jones), Schulz, Keller (64. Hasenberg), Reimann, Doll (64. Yoldas), Quiala, Schulze

FSV 63 Luckenwalde:
Palmowski – Pollasch, Schleinitz, Butendeich (69. Seidel), Jannene, Meyer (47. Neumann), Meier, Schneider (75. Merke), Kühn (69. Kaus), Maciejewski (75. Hathaway), Gollnack

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Wilton, Yamada, Keller, Yoldas, Reimann (Zehlendorf) – Meyer, Jannene (Luckenwalde)
Gelb-Rote Karte: Reimann (59., Zehlendorf)

Zehlendorf verdiente sich aufgrund der kämpferischen Leistung einen Punkt. Foto: Kerstin Kellner

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Früher FSV-Doppelschlag entscheidet hitzige Partie

1. FC Magdeburg II – FSV Zwickau 1:2 (0:2)

Der FSV Zwickau hat im Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg II einen wichtigen 2:1-Erfolg eingefahren – musste dafür allerdings bis zum Schlusspfiff zittern. Ein früher Doppelschlag durch Dobruna und Möbius sowie eine lange Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Frenzel brachten die Sachsen auf Kurs. Doch der FCM II zeigte Moral, verkürzte nach der Pause per Elfmeter und hatte in der Schlussphase sogar den Ausgleich auf dem Fuß.

Die Partie begann furios – allerdings aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Bereits in der Anfangsphase offenbarte die Magdeburger Defensive ungewohnte Unsicherheiten. Nach einer Flanke von links kam Dobruna in der sechsten Minute unbedrängt zum Kopfball und brachte die Gäste früh in Führung.

Der FSV blieb in der Folge konsequent und nutzte die Verunsicherung der Hausherren eiskalt aus. Nur fünf Minuten später setzte sich Dobruna im Strafraum gegen Trkulja durch und legte quer auf Möbius, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob (11.). Magdeburg wirkte in dieser Phase defensiv überfordert, während Zwickau mit wenigen Aktionen maximale Wirkung erzielte.

Die ohnehin schwierige Ausgangslage verschärfte sich für den FCM II wenig später weiter. Nach einem harten Einsteigen sah Frenzel zunächst Gelb (13.), ehe er nur wenige Minuten später wegen eines weiteren Fouls mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (22.). Damit mussten die Magdeburger früh mehr als eine Stunde in Unterzahl überstehen.

Doch trotz des Rückstands und der numerischen Unterlegenheit zeigte die junge FCM-Elf eine bemerkenswerte Reaktion. Widmann sorgte mehrfach für Gefahr, unter anderem mit einem Abschluss aus halblinker Position (26.), während Trkulja nach einem Freistoß per Kopf an Zwickau-Keeper Hiemann scheiterte (19.). Die Gäste wiederum zogen sich zunehmend zurück und beschränkten sich auf Konter – hätten kurz vor der Pause aber beinahe nachgelegt, als Möbius bei einer Ecke frei zum Abschluss kam und die Magdeburger nur mit vereinten Kräften auf der Linie klären konnten (35.).

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Gastgebern plötzlich die Chance, wieder in die Partie zurückzukehren. Korsch wurde im Strafraum von Putze zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Widmann sicher zum 1:2 (51.). Der Treffer verlieh dem FCM II neuen Schwung.

In der Folge entwickelte sich eine überraschend offene Begegnung. Obwohl Zwickau weiterhin in Überzahl spielte, gelang es den Gästen kaum, die Kontrolle zurückzugewinnen. Stattdessen setzte Magdeburg immer wieder nach und hielt die Partie mit hohem Einsatz offen.

Zwickau verpasste es mehrfach, für die Entscheidung zu sorgen. Somnitz traf mit einem Distanzschuss die Latte (59.), während Möbius bei einem Konter frei zum Abschluss kam, jedoch deutlich verzog (76.). Dadurch blieb die Begegnung bis in die Schlussphase hinein spannend.

In der 90. Minute bot sich dem FCM II schließlich sogar die große Ausgleichschance: Leipertz kam aus kurzer Distanz frei zum Abschluss, doch Hiemann reagierte stark und bewahrte seine Mannschaft vor dem späten Gegentor.

So rettete der FSV Zwickau den knappen Vorsprung über die Zeit und nahm trotz einer nervösen Schlussphase drei wichtige Punkte aus Magdeburg mit. Der FCM II hingegen konnte sich für eine engagierte Aufholjagd in Unterzahl nicht belohnen – auch wenn die Leistung nach dem frühen Rückschlag Mut für die kommenden Aufgaben machen dürfte.

Zuschauer: 761

Spielstätte: Avnet Arena, Magdeburg

Schiedsrichter: Pascal Wien – Ahmad Chahrour, Jette Wolf

Tore:
0:1 (6.) Dobruna, 0:2 (11.) Möbius, 1:2 (51.) Widmann

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Magdeburg II:
Kampa – Dzogovic, Pohl, Widmann (76. Meier), Frenzel, Korsch (76. Kamm), Mergner (62. Leipertz), Vogler, Trkulja, Giesen (85. Marusic), Baars (62. Hink)

FSV Zwickau:
Hiemann – Dobruna (90. Senkbeil), Somnitz, Möbius (80. Prasse), Martens (46. Breitenbücher), Startsev, Sengersdorf, Eixler, Fobassam Nawe (46. Dittrich), Putze (62. von Baer), Ziemer

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Frenzel (Magdeburg) – Martens, Eixler (Zwickau)
Gelb-Rote Karte: Frenzel (Magdeburg)

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Halle schlägt Chemnitz im Traditionsduell

Hallescher FC – Chemnitzer FC 3:1 (3:0)

Der Hallesche FC hat seine beeindruckende Serie in der Regionalliga Nordost fortgesetzt und das Traditionsduell gegen den Chemnitzer FC vor 7.300 Zuschauern mit 3:1 gewonnen. Eine furiose erste Halbzeit der Gastgeber entschied die Partie früh: Stierlin, Halili und Hartmann sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Chemnitz zeigte nach dem Seitenwechsel zwar eine Reaktion und verkürzte durch Marx, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkleinern.

Die Gastgeber legten im ausverkauften Stadion an der Saale einen Traumstart hin. Bereits in der vierten Minute schlug eine Ecke von Löhmannsröben im Strafraum ein: Stierlin löste sich geschickt von seinem Gegenspieler und köpfte die Hereingabe präzise neben den Pfosten zur frühen Führung ein. Der Treffer verlieh den Hallensern sofort Sicherheit und setzte die Gäste unter Druck.

Chemnitz versuchte zwar, über frühe Flanken und schnelle Angriffe ins Spiel zu finden, doch die Rot-Weißen bestimmten Tempo und Richtung der Partie. In der 16. Minute folgte bereits der nächste Nadelstich – erneut nach einem Standard. Wieder brachte Löhmannsröben einen Eckball gefährlich in den Fünfmeterraum, wo Halili die Hereingabe mit der Innenseite zum 2:0 verwertete.

Die Gäste wirkten in dieser Phase von der Intensität des HFC-Offensivspiels sichtbar überfordert. Halle setzte konsequent nach und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Nach einem Handspiel von Bochmann im Strafraum bot sich den Gastgebern in der 24. Minute sogar die Chance zum dritten Treffer, doch Fakhro setzte den fälligen Elfmeter nur an den Pfosten.

Chemnitz blieb zunächst im Spiel, weil Keeper Adamczyk mehrfach rettend eingriff – unter anderem gegen Hartmann, der nach einem präzisen Steilpass aus spitzem Winkel scheiterte (25.). Kurz vor der Pause schlug Halle jedoch erneut zu. Eine flache Hereingabe rollte durch den Strafraum auf die linke Seite, wo Hartmann den Ball kontrolliert aufnahm und flach ins rechte Eck zum 3:0 einschob (45.). Die Gastgeber krönten damit eine dominante erste Hälfte, in der sie sowohl in den Zweikämpfen als auch im Spiel nach vorn klar überlegen waren.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit reagierte Chemnitz personell und brachte gleich drei frische Kräfte. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Die Gäste traten nun deutlich mutiger auf und belohnten sich bereits in der 53. Minute. Nach einem energischen Vorstoß von Eppendorfer über die rechte Seite grätschte Marx eine flache Hereingabe im Strafraum zum 1:3 über die Linie.

Der Treffer verlieh den Himmelblauen neuen Glauben. In der Folgephase versuchte Chemnitz, Druck aufzubauen, doch die Hallenser Defensive blieb stabil und ließ kaum klare Chancen zu. Stattdessen hätten die Gastgeber mehrfach erhöhen können. Die beste Möglichkeit vergab Kulke, der nach einer schnellen Kombination aus kurzer Distanz das fast leere Tor verfehlte (67.).

Mit zunehmender Spielzeit verlor die Partie an Intensität. Chemnitz bemühte sich zwar weiterhin um offensive Aktionen, fand gegen die gut organisierte Hallenser Defensive jedoch keine entscheidenden Lösungen mehr. Distanzschüsse von Mergel oder Flanken aus dem Halbfeld stellten HFC-Schlussmann Müller vor keine ernsthaften Probleme.

So kontrollierte Halle die Schlussphase souverän und brachte den Vorsprung ohne größere Schwierigkeiten über die Zeit. Mit dem sechsten Sieg in Serie bestätigte der Hallesche FC eindrucksvoll seine starke Form und untermauerte seine Ambitionen im oberen Tabellendrittel. Der Chemnitzer FC hingegen musste nach zuvor starken Wochen die zweite Niederlage in Folge hinnehmen und konnte vor allem die schwache Anfangsphase nicht mehr korrigieren.

Zuschauer: 7300

Spielstätte: LEUNA-CHEMIE-STADION, Halle (Saale)

Schiedsrichter: Florian Lukawski – Marcel Riemer, Henry Müller

Tore:
1:0 (2.) Stierlin, 2:0 (15.) Halili, 3:0 (45.) Hartmann, 3:1 (53.) Marx

Mannschaftsaufstellungen:

Hallescher FC:
Müller – Zaruba, Halili, Löhmannsröben, Fakhro (72. Ehrlich), Hartmann (59. Kulke), Stierlin (88. Becker), Wosz (59. Damelang), Hauptmann (88. Langhammer), Schmedemann, Landgraf

Chemnitzer FC:
Adamczyk – Gebuhr, Bochmann (46. Ekui), Stockinger, Mergel (85. Tänzer), Alberico (77. Philipp), Damer (46. Biven), Marx, Eppendorfer, Müller, Müller (46. Hempel)

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Landgraf (Halle) – Marx, Müller (Chemnitz)

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Liebelt erlöst den BFC spät in Greifswald

Greifswalder FC – BFC Dynamo 0:1 (0:0)

Der BFC Dynamo hat sich im Auswärtsspiel beim Greifswalder FC spät belohnt und dank eines Treffers von John Liebelt in der Schlussphase einen knappen 1:0-Erfolg eingefahren. In einer lange ereignisarmen Begegnung vor 1.164 Zuschauern entschied letztlich ein Moment der Konsequenz im Strafraum über Sieg und Niederlage.

Die Partie begann mit vorsichtigen Offensivversuchen beider Mannschaften. Der BFC setzte zunächst die ersten Akzente: Bereits in der Anfangsphase bediente Breitfeld mit einem präzisen Pass Dadashov im Strafraum, doch Greifswalds Keeper Jakubov reagierte aufmerksam und vereitelte die frühe Führung (4.). Danach entwickelte sich eine zerfahrene Begegnung mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und wenigen klaren Torraumszenen.

Die Gastgeber versuchten vor allem über lange Bälle auf Benyamina und Atilgan Gefahr zu erzeugen. Ein kombinierter Angriff des Duos führte nach gut zwanzig Minuten zu einem Abschluss an der Strafraumkante, doch Benyamina zielte deutlich über das Tor (23.). Auf der anderen Seite blieb der BFC zwar bemüht, fand aber gegen die kompakte Defensive der Greifswalder zunächst kaum Räume.

Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieb das Spiel arm an Höhepunkten. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, sodass Torchancen Mangelware blieben. Die beste Möglichkeit vor der Pause hatte noch einmal Mattmüller, der sich sehenswert durchsetzte, seinen Abschluss jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeisetzte (43.).

Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität etwas zu. Greifswald kam nun häufiger in Ballbesitz, blieb im letzten Drittel jedoch zu ungenau. In der Defensive der Berliner ragte insbesondere Gunte heraus, der zahlreiche hohe Bälle entschärfte und damit viele Angriffsbemühungen der Gastgeber im Keim erstickte.

Mit zunehmender Spielzeit übernahm der BFC wieder mehr Kontrolle. Mehrere Abschlüsse aus der Distanz – unter anderem von Reincke und Mattmüller – wurden jedoch von der Greifswalder Abwehr geblockt oder zur Ecke geklärt. Die Begegnung steuerte bereits auf ein torloses Remis zu, als sich in der Schlussphase doch noch eine entscheidende Situation ergab.

In der 86. Minute nutzten die Berliner eine Unordnung in der Defensive der Gastgeber. Nach einem Ballgewinn setzte Oellers energisch nach, der Ball gelangte schließlich an den zweiten Pfosten, wo John Liebelt goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zur Führung einschob.

Greifswald versuchte in den verbleibenden Minuten noch einmal alles, doch klare Ausgleichschancen blieben aus. Stattdessen hätte Fritzsche in der Nachspielzeit beinahe noch erhöht, als sein Abschluss knapp am Pfosten vorbeitrudelte.

So blieb es beim knappen Auswärtssieg für den BFC Dynamo, der sich in einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung durch größere Konsequenz in der Schlussphase drei wichtige Punkte sicherte. Für den Greifswalder FC hingegen bleibt nach einer engagierten, aber offensiv zu harmlosen Vorstellung lediglich die Erkenntnis, dass eine einzige Unachtsamkeit ein ansonsten solides Heimspiel zunichtemachen kann.

Zuschauer: 1164

Spielstätte: Stadion, Greifswald

Schiedsrichter: Michael Näther – Oliver Seib, Nicholas Köhler

Tore:
0:1 (87.) Liebelt

Mannschaftsaufstellungen:

Greifswalder FC:
Jakubov – Strietzel, Farr, Bokake Bolufe, Lämmel (76. Montcheu), Eder, Vogt (60. Hüther), Wagner, Harz (60. Tomety-Hemazro), Benyamina, Atilgan (76. Daedlow)

BFC Dynamo:
Ortegel – Liebelt, Amadou, Mattmüller, Shcherbakovski (56. Fritzsche), Dadashov, Breitfeld (78. Oellers), Gunte, Pestic (83. Knezevic), Kuffour (83. Polte), Reincke (78. Windsheimer)

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Daedlow, Eglseder (Greifswald)

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Rölkes Dreierpack krönt Herthas Derby-Demonstration

Hertha BSC II – BFC Preussen 5:0 (2:0)

Der Aufsteiger wurde im Berliner Stadtduell deutlich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Hertha BSC II dominierte den BFC Preussen über weite Strecken der Begegnung und setzte sich am Ende mit einem klaren 5:0 durch. Besonders Rölke rückte dabei in den Mittelpunkt – der Angreifer erzielte einen Dreierpack und führte die spielstarke U23 der Hertha zu einem souveränen Heimsieg. Bereits vor der Pause hatten die Gastgeber den Grundstein gelegt, ehe sie nach dem Seitenwechsel endgültig davonzogen.

Vor dem 25. Spieltag trennte beide Teams tabellarisch lediglich ein schmaler Abstand von zwei Punkten – ein vermeintlich offenes Berliner Duell schien also möglich. Auf dem Rasen des Amateurstadions entwickelte sich jedoch früh ein anderes Bild: Die junge Hertha-Elf übernahm von Beginn an die Initiative, ließ den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen und suchte konsequent den Weg in die Tiefe.

Der erste Treffer fiel nach gut zwanzig Minuten. Nach einer Phase zunehmender Dominanz fand die Hertha eine Lücke in der Defensive der Gäste: Oliver Rölke setzte sich im Strafraum entschlossen durch und brachte die Hausherren in der 24. Minute mit 1:0 in Führung. Der Treffer verlieh den Blau-Weißen zusätzliche Sicherheit, während Preussen Mühe hatte, sich aus dem Pressing der Gastgeber zu befreien.

Trotz der spielerischen Überlegenheit blieb die Partie zunächst offen, da Hertha aus ihren Vorteilen zunächst kein weiteres Kapital schlug. Preussen verteidigte phasenweise kompakt und versuchte über schnelle Umschaltsituationen Entlastung zu schaffen. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte jedoch der psychologisch denkbar ungünstigste Moment für die Gäste: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Kapitän Änis Ben-Hatira auf 2:0 (45.+2). Der Treffer wirkte wie ein Nackenschlag für den Aufsteiger und verschob das Kräfteverhältnis endgültig zugunsten der Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Begegnung zu einer klaren Angelegenheit. Hertha spielte nun mit wachsender Selbstverständlichkeit nach vorne, während Preussen zunehmend Schwierigkeiten hatte, die Offensivaktionen der Gastgeber zu kontrollieren. Im Mittelpunkt stand dabei erneut Rölke: Der 21-Jährige erhöhte in der 59. Minute zunächst auf 3:0 und sorgte damit bereits für eine Vorentscheidung.

Doch damit nicht genug. Die Berliner U23 blieb auch danach hungrig und nutzte die immer größer werdenden Räume. In der 70. Minute schlug Rölke erneut zu und schnürte mit seinem dritten Treffer des Abends den Dreierpack – ein eindrucksvoller Beleg für die offensive Durchschlagskraft der Gastgeber. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie endgültig entschieden.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Luis Trus. Der Angreifer traf in der 75. Minute zum 5:0 und setzte damit den letzten Akzent eines dominanten Auftritts der Hertha-Reserve. Für Preussen wurde die Partie zu einer schmerzhaften Lehrstunde, während die Gastgeber ihre starke Form im neuen Kalenderjahr bestätigten.

Mit dem deutlichen Erfolg bleibt Hertha BSC II auch im dritten Spiel des Jahres ohne Punktverlust und zieht in der Tabelle am BFC Preussen vorbei. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der Mannschaft von Trainer Rejhan Hasanović allerdings nicht: Bereits am Dienstag wartet mit dem Greifswalder FC die nächste Aufgabe in einer englischen Woche. Der BFC Preussen hingegen muss nach der zweiten Derby-Niederlage innerhalb weniger Tage schnell Antworten finden – denn mit dem Halleschen FC wartet ebenfalls am Dienstag ein anspruchsvoller Gegner.

Zuschauer: 342

Spielstätte: Stadion auf dem Wurfplatz, Berlin

Schiedsrichter: Jens Klemm – Philipp Jacob, Oliver Seib

Tore:
1:0 (23.) Rölke, 2:0 (45.) Ben-Hatira, 3:0 (59.) Rölke, 4:0 (70.) Rölke, 5:0 (75.) Trus

Mannschaftsaufstellungen:

Hertha BSC II:
Heide – Berner (74. Pekarik), Koldzic, Jensen (69. Capoano), Ogbaidze, Ben-Hatira (74. Krizic), Trus (77. Todorovic), Decker, Hoffmann, Telib, Rölke (77. Bellomo)

BFC Preussen:
Albers – Brandt, Fontein, Kühn, Dikarev (80. Maric), Schröder (60. Frank), Adekunle (46. Butkovic), Häusl, Breitkreuz (71. Ramadan), Stein, Meyer

Besondere Vorkommnisse: keine

 

---------- 25. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------

 

Joker Covic entscheidet intensives Duell im Karli

SV Babelsberg 03 – FC Eilenburg 2:1 (1:0)

Der SV Babelsberg 03 hat seine Heimstärke im Karl-Liebknecht-Stadion erneut unter Beweis gestellt und sich in einer intensiven Regionalliga-Partie mit 2:1 gegen den FC Eilenburg durchgesetzt. Vor 2.531 Zuschauern entschieden Effizienz und ein glückliches Händchen bei den Wechseln die Begegnung zugunsten der Potsdamer: Nachdem Hasse die Führung erzielt hatte und Niemitz für die Gäste ausglich, avancierte der eingewechselte Covic in der Schlussphase zum Matchwinner.

Die Partie begann mit einem vorsichtigen Abtasten. Babelsberg suchte zwar früh die Initiative, doch die Gäste aus der Muldestadt hielten zunächst kompakt dagegen und verhinderten klare Abschlüsse. Hasse versuchte es bereits in der zweiten Minute aus der Distanz, doch sein Versuch strich knapp am Tor vorbei. Die Anfangsphase gehörte dennoch den Gastgebern, die über die offensiven Außen immer wieder Tempo aufnahmen.

Eilenburg benötigte rund zehn Minuten, um besser ins Spiel zu finden. Danach gelang es der Mannschaft von Trainer Rodewald zunehmend, das Geschehen ins Mittelfeld zu verlagern und eigene Angriffe anzustoßen. Pestel hatte in der 16. Minute sogar die erste gefährliche Aktion der Gäste, als er einen Ball im Strafraum direkt nahm, jedoch deutlich verzog.

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Babelsberg kam mehrfach gefährlich vor das Tor von Keeper Pieles, der vor allem bei einer Großchance von Büch (29.) aufatmen durfte, als dessen Abschluss deutlich über das Tor flog. Auf der anderen Seite verpasste Baumann nur wenige Minuten später eine scharfe Hereingabe knapp (34.).

Kurz vor der Pause belohnten sich die Gastgeber schließlich für ihre offensive Phase. Werbelow setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte eine flache Hereingabe in den Strafraum, die Hasse in der 39. Minute aus kurzer Distanz zum 1:0 verwertete. Der Treffer verlieh den Potsdamern zusätzlichen Schwung. Müller hätte kurz darauf sogar erhöhen können, doch Pieles reagierte stark und verhinderte kurz vor dem Pausenpfiff das zweite Tor (45.+2).

Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Kabinen, doch nach Wiederbeginn zeigte sich Eilenburg deutlich mutiger. Die Gäste suchten nun verstärkt den Weg nach vorne und setzten Babelsberg mit aggressivem Pressing unter Druck. Besonders Niemitz sorgte über die linke Seite immer wieder für Gefahr.

In der 57. Minute zahlte sich diese Phase aus: Niemitz zog aus spitzem Winkel ab, sein kraftvoller Schuss prallte vom Innenpfosten ins Netz – der Ausgleich für die Gäste. Der Treffer gab den Eilenburgern spürbaren Auftrieb. In den folgenden Minuten entwickelte sich eine intensive Phase, in der beide Teams um die Kontrolle rangen.

Babelsberg benötigte einige Zeit, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. Erst nach rund einer Viertelstunde fanden die Gastgeber wieder besser in ihre Offensivstruktur. Trainer Markus Zschiesche reagierte mit frischen Kräften – und bewies dabei ein glückliches Händchen.

Der entscheidende Moment folgte in der 76. Minute: Nach einer Flanke in den Strafraum stieg der kurz zuvor eingewechselte Covic am höchsten und köpfte zur erneuten Führung für die Hausherren ein. Der Joker hatte erst wenige Minuten zuvor das Feld betreten und setzte mit seinem Treffer den entscheidenden Akzent der Partie.

In der Schlussphase warf Eilenburg noch einmal alles nach vorne. Lange Bälle und Standardsituationen sollten den erneuten Ausgleich bringen. Besonders Niemitz versuchte weiterhin, über die linke Seite für Gefahr zu sorgen, doch die Babelsberger Defensive verteidigte konzentriert. Selbst als Keeper Pieles in den letzten Minuten bei Standardsituationen mit nach vorne rückte, gelang es den Gästen nicht mehr, eine klare Gelegenheit herauszuspielen.

So blieb es beim knappen, aber letztlich verdienten Heimsieg für Babelsberg, das vor allem in den entscheidenden Momenten abgeklärter agierte. Der FC Eilenburg zeigte über weite Strecken eine engagierte Leistung, musste jedoch erneut erkennen, wie schmal der Grat zwischen couragiertem Auftritt und ausbleibendem Ertrag sein kann.

Während die Potsdamer mit diesem Erfolg wichtige Punkte im Tabellenmittelfeld sammeln, endet für den FC Eilenburg eine intensive englische Woche mit lediglich drei von neun möglichen Zählern – und der ernüchternden Erkenntnis, weiterhin tief im Tabellenkeller festzustecken.

Zuschauer: 2531

Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam

Schiedsrichter: Marko Wartmann – Matthias Lämmchen, Nils Schröter

Tore:
1:0 (41.) Hasse, 1:1 (57.) Niemitz, 2:1 (76.) Covic

Mannschaftsaufstellungen:

SV Babelsberg 03:
Babke – Lang, Wegener (75. Silic), Werbelow (66. Ogbidi), Schätzle (66. Bürger), Müller, Lessel, Didoss, Hasse (87. Postelt), Queißer (75. Covic), Büch

FC Eilenburg:
Pieles – Griebsch, Zaruba (82. Mauer), Baumann (61. Henkel), Fischer, Kretzer, Niemitz, Aguilar Alvarez (85. Schädlich), Pestel (82. Jarosch), Poser (61. Mattmüller), Schlicht

Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Didoss (Babelsberg) – Pieles, Zaruba, Fischer (Eilenburg)

*****

Redaktion: Holger Elias (NOFV)

Bitte beachten Sie: Die Fotos unseres Medienpartners Ostsport.tv sind mit der jeweiligen Videozusammenfassung auf Youtube verlinkt. Es öffnet sich ein externes Fenster.

Zurück