Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 24. Spieltag
Chemie – HFC 0:2 / Hertha 03 – ZFC 1:1 / FSV 63 – Lok 0:3 / FSV – VSG 2:2 / RWE – Preussen 0:1 / FCE – Jena 2:1 / CFC – SVB 03 5:1 / Dynamo – Hertha II 1:3
Die beiden Sonntagsspiele (01.03.26): Der Hallesche FC gewinnt bei der BSG Chemie Leipzig mit 2:0. Wosz brachte die Gäste kurz nach der Pause in Führung, Zaruba erhöhte nach einer Ecke. Chemie blieb trotz engagierter Leistung offensiv zu ungefährlich. - Hertha Zehlendorf und der ZFC Meuselwitz trennen sich 1:1. Schulz brachte die Gastgeber nach einer Ecke in Führung, Fischer glich per Kopf aus. Auf schwierigem Geläuf war es ein intensives, aber chancenarmes Duell.
Am Sonnabend (28.02.26) gab es folgende Ergebnisse: Lok Leipzig gewinnt beim FSV Luckenwalde mit 3:0 und baut die Tabellenführung aus. Ein Eigentor von Pollasch und ein Distanztreffer von Cevis sorgten früh für klare Verhältnisse, Kang traf spät zur Entscheidung. Der Spitzenreiter agierte abgeklärt und defensiv stabil. - Der FSV Zwickau trennt sich 2:2 von der VSG Altglienicke. Nach Führung durch Sezer und später Somnitz glichen Nietfeld per Elfmeter und Tallig kurz vor Schluss aus. Zwickau verpasste es, die Dominanz der ersten Halbzeit in einen Heimsieg umzuwandeln. - Der FC Rot-Weiß Erfurt unterliegt dem BFC Preussen mit 0:1. Ein früher Treffer von Frank reicht den Gästen, während Erfurt zahlreiche Chancen ungenutzt lässt. Keeper Albers wird mit mehreren Paraden zum Matchwinner.
Die Freitagabend-Begegnungen (27.02.26): Der FC Eilenburg schlägt den Tabellenzweiten FC Carl Zeiss Jena mit 2:1. Nach frühem Rückstand drehten Mauer und Henkel die Partie noch vor der Pause. Trotz wuchtiger Schlussphase und Pfostentreffer von Wähling brachte der FCE den Überraschungssieg leidenschaftlich über die Zeit. - Der Chemnitzer FC besiegt den SV Babelsberg 03 deutlich mit 5:1. Bozic erzielt vier Treffer und dreht die Partie nach der Pause im Alleingang. Chemnitz bleibt im Jahr 2026 makellos, während Babelsberg defensiv überfordert wirkt. - Der BFC Dynamo verliert zum Re-Start gegen Hertha BSC II mit 1:3. Reinckes früher Distanztreffer wurde durch Rölke und Lum noch vor der Pause gedreht, Richter erhöhte nach Wiederanpfiff. Die Gäste agierten effizient und abgeklärt, während Dynamo offensiv zu harmlos blieb.
Halle dreht nach der Pause auf
BSG Chemie Leipzig – Hallescher FC 0:2 (0:0)
Der Hallesche FC hat das brisante Duell in Leutzsch mit nüchterner Konsequenz für sich entschieden. Nach einer zähen, torlosen ersten Halbzeit schlugen die Saalestädter unmittelbar nach dem Seitenwechsel doppelt zu und bezwangen die BSG Chemie Leipzig mit 2:0. Wosz eröffnete den Torreigen, Zaruba machte per Standard den Deckel drauf. Chemie blieb bemüht, aber offensiv zu harmlos.
Die Vorzeichen waren klar: Während der HFC mit drei Siegen im Rücken anreiste, steckte Chemie im Tabellenkeller fest und hatte zuletzt vier Niederlagen kassiert. Entsprechend vorsichtig begann die Partie. Halle übernahm früh den Ballbesitz, ließ das Leder über Landgraf und Stierlin zirkulieren und suchte situativ die Tiefe. Doch klare Abschlüsse blieben Mangelware. Ein Kopfball von Stierlin nach Ecke verfehlte das Ziel deutlich (12.), ein Distanzversuch von Landgraf geriet nicht gefährlich (39.).
Chemie verteidigte leidenschaftlich, rückte kompakt in den Halbräumen und versuchte über Ratifo und Lihsek Nadelstiche zu setzen. Doch im Spiel mit dem Ball fehlte es an Präzision. Ein Freistoß von Ratifo brachte Müller im HFC-Tor nicht in Bedrängnis (24.), ein Distanzschuss von Seidel rauschte weit vorbei (68.). Das Derby blieb lange intensiv, aber arm an Hochkarätern. Auffällig war, dass Halle phasenweise bewusst tiefer stand, um die Gastgeber herauszulocken – ein taktisches Mittel, das Chemie kaum zu nutzen wusste.
Kurz vor der Pause verhinderte Hollenbach in höchster Not gegen den durchstartenden Wosz den möglichen Rückstand (45.). Es war ein Vorbote dessen, was nach dem Seitenwechsel folgen sollte.
Der HFC kam mit deutlich höherer Intensität aus der Kabine. Nach einer Ecke nahm Wosz den Ball volley, Bergmann rettete im Fallen mit dem Fuß (47.). Nur drei Minuten später war der Leipziger Schlussmann machtlos: Zaruba chippte die Kugel gefühlvoll in den Strafraum, Wosz stand frei, nahm mit der Brust an und schob ins kurze Eck – 0:1 (50.). Chemie wirkte in dieser Phase überrumpelt.
Halle blieb am Drücker. Fakhro lupfte den Ball nach einem Bergmann-Fehler an die Latte, Hauptmann setzte den Abpraller neben das Tor (52.). Die Gäste kombinierten nun zielstrebiger, während Chemie Mühe hatte, die Ordnung wiederzufinden. Trainerwechsel auf beiden Seiten veränderten die Statik nur bedingt.
Die BSG versuchte mit frischen Kräften zu reagieren, erhöhte den Druck und suchte vermehrt Abschlüsse aus der Distanz. Doch entweder fehlte die Durchschlagskraft oder Müller blieb souverän. In der 79. Minute fiel die Entscheidung – erneut nach einem ruhenden Ball. Eine Ecke segelte in den Strafraum, zunächst verlängerte Ehrlich per Kopf, ehe Zaruba aus kurzer Distanz einschob – 0:2.
In der Schlussphase warf Chemie alles nach vorn. Lihsek hatte nach feiner Vorarbeit von Mäder die beste Gelegenheit zum Anschluss (87.), scheiterte jedoch. Halle verteidigte konzentriert und brachte den Vorsprung ohne größere Wackler über die Zeit.
So bleibt ein verdienter Auswärtssieg für den Halleschen FC, der nach einer kontrollierten ersten Halbzeit im richtigen Moment die Intensität steigerte und seine Chancen konsequent nutzte. Chemie Leipzig hingegen offenbarte einmal mehr Defizite im Offensivspiel – viel Einsatz, wenig Ertrag. In einem Derby, das lange von Taktik und Vorsicht geprägt war, entschieden Effizienz und Standards.
Zuschauer: 4999
Spielstätte: Alfred-Kunze-Sportpark Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Eugen Ostrin – Chris Rauschenberg, Benjamin Strebinger
Tore:
0:1 (50.) Wosz, 0:2 (79.) Zaruba
Mannschaftsaufstellungen:
BSG Chemie Leipzig:
Bergmann – Hoops (53. Sanin), Hollenbach, Enke, Seidel (53. Mäder), Aliji (60. Langner), Seidemann (53. Hoffmann), Lihsek, Ratifo, Bell (74. Kießling), Akono (53. Bunge)
Hallescher FC:
Müller – Zaruba, Halili, Fakhro (73. Ehrlich), Stierlin, Kulke (86. Baro), Wosz (73. Damelang), Hauptmann (83. Becker), Schmedemann, Kastull, Landgraf (83. Hartmann)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Hollenbach, Seidel, Akono (Chemie) – Wosz, Hauptmann, Landgraf (Halle)
---------- 24. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Gerechtes Remis in Zehlendorf
Hertha Zehlendorf – ZFC Meuselwitz 1:1 (0:0)
Unter widrigen Platzverhältnissen trennten sich Hertha Zehlendorf und der ZFC Meuselwitz leistungsgerecht 1:1. In einer über weite Strecken zerfahrenen Begegnung, die von vielen Zweikämpfen und wenigen klaren Kombinationen geprägt war, brachten zwei Standardsituationen die Tore. Schulz brachte die Gastgeber nach der Pause in Führung, Joker Fischer glich für die Thüringer per Kopf aus.
Der ramponierte Rasen ließ von Beginn an keinen Spielfluss aufkommen. Lange Bälle dominierten das Geschehen, kleine Fouls unterbrachen immer wieder den Rhythmus. Beide Teams begegneten sich mit hoher Intensität, doch in den Strafräumen blieb es zunächst ruhig. Ein direkter Freistoß von Doll aus 25 Metern stellte Sedlak vor keine ernsthaften Probleme (8.), auf der Gegenseite setzte Kaymaz eine Direktabnahme deutlich über das Tor (30.).
Die erste Halbzeit blieb insgesamt arm an Höhepunkten. Hertha versuchte, über Jones und Abe Druck über die Flügel aufzubauen, während Meuselwitz situativ hoch presste und auf Umschaltmomente lauerte. Eine Hereingabe von Sedlak per Freistoß wurde geklärt (33.), Doll jagte eine Direktabnahme in die Wolken (44.). Verletzungsbedingt musste Kaymaz früh ersetzt werden (43.), ansonsten blieb es bei viel Kampf und wenig Struktur.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Wieder waren es Standards, die zumindest Ansatz von Gefahr brachten. In der 54. Minute fiel schließlich die Führung für die Hausherren – und sie war sinnbildlich für den Spielverlauf. Nach einer kurzen Eckballvariante gelangte der Ball über Umwege zu Schulz, der sich im Strafraum drehte und direkt abschloss. Der Ball schlug unhaltbar ein – 1:0.
Zehlendorf versuchte nun, kompakt zu stehen und auf Konter zu setzen. Schulz hätte aus spitzem Winkel beinahe nachgelegt, doch Sedlak war zur Stelle (59.). Meuselwitz reagierte mit einem Dreifachwechsel (67.) und erhöhte den Druck. Eine Doppelchance nach Freistoß brachte die größte Möglichkeit zum Ausgleich: Oke scheiterte per Kopf an Dedidis, Wurr setzte den Nachschuss ebenfalls nicht vorbei (73.).
Die Gäste blieben am Drücker. Pfeil trieb über links an, seine Flanke fand schließlich am ersten Pfosten Fischer, der als Joker eingewechselt worden war. Mit einem platzierten Kopfball als Aufsetzer überwand er Dedidis zum 1:1 (79.). Der Ausgleich war verdient, denn in dieser Phase hatte Meuselwitz mehr Zugriff.
In der Schlussphase öffnete sich die Partie. Hertha-Coach Käpnick brachte mit Günay und Keller zwei frische Offensivkräfte und gab die Richtung klar vor: Drei Punkte sollten her. Doch zwingende Chancen blieben aus. Fischer prüfte Dedidis aus der Distanz (84.), Hansch setzte einen Volley deutlich drüber (90.). Die letzte Gelegenheit gehörte dem ZFC per Ecke in der Nachspielzeit, doch Dedidis griff sicher zu.
So blieb es bei einem Remis, das dem Spielverlauf entsprach. Zehlendorf nutzte eine seiner wenigen klaren Situationen konsequent, konnte den Vorsprung aber nicht über die Zeit bringen. Meuselwitz bewies Moral und belohnte sich für eine engagierte zweite Halbzeit.
Zuschauer: 203
Spielstätte: Stadion Lichterfelde NR1, Berlin
Schiedsrichter: Philipp Jacob – Florian Thomas, Simone Jakob
Tore:
1:0 (52.) Schulz, 1:1 (79.) Fischer
Mannschaftsaufstellungen:
FC Hertha 03 Zehlendorf:
Dedidis – Smailovic, Wilton, May (90.+1 Hasenberg), Yamada (74. Yoldas), Schulz (90.+1 Reimann), Doll (86. Günay), Jones, Abe (86. Keller), Quiala, Schulze
ZFC Meuselwitz:
Sedlak – Rehder (69. Bürger), Trübenbach, Kaymaz (44. Oke), Pfeil, Nitschke, Wurr, Pauling (69. Balde), Hansch (90.+4 Jeck), Eckardt, Schmökel (69. Fischer)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Wilton, Jones (Zehlendorf) – Pfeil (Meuselwitz)
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Meisterlich effizient: Lok schlägt Luckenwalde klar
FSV 63 Luckenwalde – 1. FC Lok Leipzig 0:3 (0:2)
Der 1. FC Lok Leipzig hat die Steilvorlage aus Eilenburg angenommen und mit einem souveränen 3:0-Erfolg beim FSV 63 Luckenwalde seine Tabellenführung gefestigt. In einer lange Zeit unspektakulären Begegnung reichten dem Spitzenreiter Effizienz und defensive Stabilität, um die Partie frühzeitig in die gewünschten Bahnen zu lenken. Ein Eigentor von Pollasch brach den Bann, Cevis erhöhte noch vor der Pause, Joker Kang setzte in der Schlussminute den Schlusspunkt.
Dabei begann die Partie mit einem Warnschuss der Gastgeber. Bereits in der 3. Minute setzte sich Will im Strafraum durch, doch Naumann reagierte glänzend aus kurzer Distanz. Es blieb die beste Gelegenheit der Brandenburger im gesamten Spiel. Lok wirkte zunächst zurückhaltend, steigerte jedoch nach zehn Minuten die Ballzirkulation, ließ das Leder geduldig durch die eigenen Reihen laufen und suchte vermehrt die Flügel.
Die erste große Möglichkeit für die Gäste hatte Maderer, der nach einer Flanke von Grözinger freistehend über das Tor köpfte (13.). Luckenwalde hielt mit Distanzversuchen von Maciejewski und Will dagegen, ohne ernsthafte Gefahr auszustrahlen. Die Begegnung plätscherte vor sich hin – bis Lok im Stile einer Spitzenmannschaft zuschlug.
In der 30. Minute suchte Öztürk Maderer im Zentrum. Dem versprang bei der Annahme leicht der Ball, doch Pollasch wollte klären und spitzelte die Kugel unglücklich ins eigene Netz – 0:1. Ein Treffer aus dem Nichts, der die Statik veränderte. Leipzig blieb am Drücker, kombinierte nun zielstrebiger und legte zehn Minuten später nach. Ein hoher Ball auf Maderer, der klug auf Cevis ablegte, dessen Gegenspieler ausstieg und aus rund 18 Metern präzise ins lange Eck traf (40.). Ein technisch anspruchsvoller Abschluss, der die Überlegenheit der Gäste in dieser Phase unterstrich.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Luckenwalde, aktiver zu werden. Die Spielanteile verschoben sich kurzzeitig zugunsten des FSV, doch es fehlte an Durchschlagskraft im letzten Drittel. Zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position verpufften ebenso wie mehrere Eckbälle. Lok verteidigte mit ruhiger Kompaktheit, ließ kaum Räume zwischen den Linien und setzte selbst Nadelstiche. Adetula sorgte mit dynamischen Läufen für Gefahr, ein abgefälschter Ball klatschte beinahe ins eigene Netz der Gastgeber (48.).
Mit zunehmender Spielzeit kontrollierte der Tabellenführer das Geschehen. Die Viererkette um von Piechowski und Wilton agierte aufmerksam, Abderrahmane und Siebeck schlossen die Halbräume konsequent. Luckenwalde mühte sich, blieb jedoch ideenlos. Trainer Seitz reagierte auf die Umstellungen des Gegners mit frischen Kräften, brachte unter anderem Kang ins Spiel – ein Wechsel mit Wirkung.
In der 90. Minute sorgte der schnelle Außen für die endgültige Entscheidung. Relativ zentral angespielt, zog er mit Tempo in den Strafraum und jagte den Ball mit einem satten Schuss in den Winkel – 0:3. Ein Treffer, der die Abgeklärtheit der Leipziger unterstrich.
So bleibt ein Auswärtssieg, der weniger spektakulär als vielmehr pragmatisch anmutete. Lok Leipzig nutzte die wenigen klaren Momente konsequent, verteidigte diszipliniert und ließ nichts mehr anbrennen. Luckenwalde hingegen zeigte Einsatz, doch nach langer Spielpause fehlte es an Präzision und Tempo im letzten Drittel. Der Spitzenreiter demonstrierte einmal mehr, warum er oben steht: nicht durch Glanz, sondern durch Konstanz und Effizienz.
Zuschauer: 1401
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Pascal Wien – Christoph Beblik, Julius Hanft
Tore:
0:1 (30.) Pollasch (Eigentor), 0:2 (40.) Čevis, 0:3 (90.) Kang
Mannschaftsaufstellungen:
FSV 63 Luckenwalde:
Palmowski – Pollasch (64. Meier), Schleinitz, Will (64. Butendeich), Bachmann, Jannene, Meyer (64. Neumann), Schneider, Kühn, König (64. Kaus), Maciejewski
1. FC Lokomotive Leipzig:
Naumann – Wilton, Abderrahmane (68. Kabashi), Maderer (82. Ziane), Adetula, Siebeck (82. Kusic), Čevis (77. Maier), Grözinger, Von Piechowski, Öztürk (68. Kang), Dombrowa
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Will (Luckenwalde) – Abderrahmane, Siebeck, Čevis, Kang (Lok Leipzig)
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Nietfeld und Tallig kontern Sezers Auftakt
FSV Zwickau – VSG Altglienicke 2:2 (1:0)
Der FSV Zwickau hat vor 3.540 Zuschauern in der GGZ-Arena einen sicher geglaubten Heimsieg aus der Hand gegeben. Nach druckvoller erster Halbzeit und zweimaliger Führung reichte es für die „Schwäne“ am Ende nur zu einem 2:2 gegen die VSG Altglienicke. Sezer und Somnitz trafen für die Gastgeber, doch Nietfeld per Strafstoß und Tallig kurz vor Schluss sicherten den Berlinern einen Punkt.
Die Partie begann mit einer Schweigeminute für das verstorbene Vereinsmitglied Lutz Beuchold – danach übernahm Zwickau sofort die Initiative. Die Elf von Rico Schmitt agierte mit klarer Struktur im Aufbau, ließ den Ball über Startsev und Breitenbücher zirkulieren und suchte früh die Tiefe. Bereits in der 8. Minute setzte Somnitz einen ersten Warnschuss über das Tor, Sezer prüfte wenig später Klatte aus 20 Metern (14.).
In der 17. Minute fiel die verdiente Führung: Prasse spielte einen feinen Pass in die Schnittstelle, Sezer enteilte seinem Bewacher und schob überlegt zum 1:0 ein. Zwickau blieb am Drücker, schnürte die Berliner phasenweise am eigenen Strafraum ein. Sezer zwang Roßbach mit einem satten Abschluss zu einer Rettungsaktion (33.), Breitenbücher wurde nach einem Zuspiel von Prasse wegen Abseits zurückgepfiffen (28.). Altglienicke blieb offensiv zunächst blass, fand aber gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Nietfeld köpfte nach einer Rieder-Flanke drüber (45.), mehrere Eckbälle sorgten für Unruhe – doch zur Pause führte der FSV verdient.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Statik abrupt. Ein unnötiges Foul von Somnitz an Nietfeld führte zum Elfmeter, den der Gefoulte selbst sicher unten rechts verwandelte (51.). Der Ex-Zwickauer ließ sich nicht zweimal bitten. Zwickau verlor nun den Faden, wirkte in den Umschaltmomenten unsauber und ließ die Klarheit der ersten Halbzeit vermissen. Gelbe Karten gegen Startsev und Jacobi unterstrichen die zunehmende Nervosität.
Die VSG agierte kompakter, setzte über Türpitz und Kizildemir Akzente und hielt die Begegnung offen. Erst mit den Dreifachwechseln in der 73. Minute brachte Schmitt neue Energie. Dobruna und Möbius belebten die Offensive – und tatsächlich fand der FSV zurück in die Spur. Nach mehreren Anläufen flankte Sengersdorf von rechts, Dobruna verlängerte per Kopf, Somnitz stocherte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (81.). Die erneute Führung schien der Lohn für das späte Aufbäumen.
Doch die Antwort folgte prompt. Nur fünf Minuten später zog Tallig aus der Distanz ab – ein eher harmloser Versuch, der tückisch aufsprang. Hiemann verschätzte sich minimal und lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz (86.). Ein Nackenschlag für die Hausherren, die in der Schlussphase zwar noch einmal anrannten, jedoch ohne klare Abschlüsse blieben.
So steht unter dem Strich ein Remis, das sich für Zwickau wie eine Niederlage anfühlt. Die „Schwäne“ dominierten die erste Halbzeit, verpassten jedoch das zweite Tor. Altglienicke zeigte Moral, nutzte die Phase der Verunsicherung nach der Pause konsequent und bewies Effizienz in den entscheidenden Momenten.
Zuschauer: 3540
Spielstätte: GGZ-Arena, Zwickau
Schiedsrichter: Benjamin Strebinger – Matthias Lämmchen, Marko Wartmann
Tore:
1:0 (17.) Sezer, 1:1 (51.) Nietfeld (Strafstoß), 2:1 (81.) Somnitz, 2:2 (86.) Tallig
Mannschaftsaufstellungen:
FSV Zwickau:
Hiemann – Somnitz, Breitenbücher (71. Dobruna), Startsev (63. Jacobi), Sengersdorf, Eixler, Sezer (71. Möbius), Prasse (87. von Baer), Fobassam Nawe, Putze (71. Dittrich), Ziemer
VSG Altglienicke Berlin:
Klatte – Zografakis (46. Kizildemir), Nietfeld (63. Qenaj), Roßbach, Kapp, Tezel, Saliger (72. Ibrahimi), Rieder, Sylla (46. Türpitz), Tallig (88. Kardam), Weik
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Somnitz, Startsev, Jacobi (Zwickau) – Tezel, Sylla, Ibrahimi (Altglienicke)
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Erfurter Chancenwucher im Festspiel
FC Rot-Weiß Erfurt – BFC Preussen 0:1 (0:1)
Der Rahmen war festlich, die Kulisse mit 5.911 Zuschauern würdig, doch sportlich endete das 60-Jahre-Jubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt mit einer Enttäuschung. Ein früher Treffer von Frank (5.) genügte dem BFC Preussen, um die Thüringer mit 1:0 zu bezwingen. Erfurt erspielte sich im Verlauf der Partie eine Vielzahl an Möglichkeiten, scheiterte jedoch entweder an der eigenen Präzision oder am glänzend aufgelegten Albers im Gästetor.
Die Anfangsphase gehörte klar den Berlinern. Während die Heimelf noch nach Struktur suchte, spielte Preussen zielstrebig über die Flügel. In der 5. Minute war die Erfurter Defensive unsortiert: Adekunle hatte auf rechts zu viel Raum, flankte unbedrängt in den Strafraum, wo Frank aus kurzer Distanz einnetzte. Ein Nackenschlag für den Favoriten.
Erfurt brauchte einige Minuten, um sich zu stabilisieren. Awoudja setzte nach 13 Minuten ein erstes Ausrufezeichen, als er von der Strafraumkante nur knapp das lange Eck verfehlte. In der Folge übernahm die Mannschaft von Fabian Gerber zunehmend die Kontrolle. Wolf und Soares schoben hoch, Caciel lenkte das Spiel aus dem Zentrum. Doch klare Abschlüsse blieben zunächst rar. Ein Freistoß von Wolf sorgte für Unruhe (24.), Moritz rettete auf der Gegenseite stark gegen Butkovic (26.).
Mit zunehmender Spieldauer drängte Erfurt auf den Ausgleich. Falcao brachte von links eine präzise Flanke auf Ugondu, der freistehend köpfte – allerdings direkt in die Arme von Albers (45.). Kurz zuvor war Hajrulla nach feinem Zuspiel von Caciel zwar zu Fall gebracht worden, doch die Fahne ging wegen Abseits hoch (32.). Preussen verteidigte kompakt im 4-3-3, schaltete bei Ballgewinn schnell um und blieb so stets gefährlich.
Nach dem Seitenwechsel intensivierte Erfurt den Druck spürbar. Die Fans trieben ihr Team an, der Ballbesitz kippte deutlich zugunsten der Gastgeber. Hajrulla hatte die große Möglichkeit, als er im Fünfmeterraum frei zum Seitfallzieher kam, jedoch deutlich verzog (51.). Kurz darauf zwang Caciel mit einem wuchtigen Distanzschuss Albers zu einer Glanztat (55.). Immer wieder suchten die Rot-Weißen die Lücke, doch im letzten Drittel fehlte die letzte Entschlossenheit.
Preussen blieb bei Kontern brandgefährlich. Schröder verpasste aus aussichtsreicher Position das 2:0 (69.), Breitkreuz schob frei durch halblinks knapp am Pfosten vorbei (74.). Es waren Warnschüsse, die Erfurt nicht verstummen ließen, sondern weiter antrieben.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Assibey-Mensah brachte frische Dynamik, seine Flanke auf Hajrulla geriet jedoch um Zentimeter zu weit links vorbei (86.). In der fünfminütigen Nachspielzeit schnürte Erfurt den Gegner förmlich ein. Mehrere Abschlüsse aus kurzer Distanz fanden entweder keinen Weg durch das Getümmel oder wurden von Albers pariert. Die größte Szene bot sich in der 90.+2 Minute, als nach einem Angriff gleich mehrere Nachschüsse geblockt wurden – das Stadion hielt den Atem an, doch der Ball wollte nicht über die Linie.
So blieb es beim knappen Auswärtssieg für den BFC Preussen, der mit disziplinierter Defensivarbeit und hoher Effizienz einen frühen Treffer ins Ziel brachte. Erfurt dominierte weite Strecken, ließ jedoch die notwendige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Ein bitterer Nachmittag für die Gastgeber – gerade an einem Tag, der sportlich gekrönt werden sollte.
Zuschauer: 5911
Spielstätte: Steigerwaldstadion, Erfurt
Schiedsrichter: Patrick Kluge – Lars Albert, Lukas Pilz
Tore:
0:1 (5.) Frank
Mannschaftsaufstellungen:
FC Rot-Weiß Erfurt:
Otto – Moritz, Schwarz, Awoudja, Caciel, Hajrulla, Wolf (82. Assibey-Mensah), Ugondu, Santana Soares (64. Fehler), Dehl, Falcao (64. Durakov)
BFC Preussen:
Albers – Fontein, Butkovic (64. Ramadan), Dikarev, Schröder (72. Maric), Adekunle (72. Kühn), Häusl, Breitkreuz (90. Kireski), Frank, Stein, Meyer
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Awoudja, Falcao (Erfurt) – Adekunle, Häusl, Stein, Meyer, Kühn (BFC Preussen)
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Henkel krönt Eilenburgs leidenschaftlichen Auftritt
FC Eilenburg – FC Carl Zeiss Jena 2:1 (2:1)
Der Außenseiter aus Eilenburg hat dem Tabellenzweiten ein Bein gestellt und sich mit leidenschaftlicher Defensivarbeit sowie zwei konsequent ausgespielten Angriffen einen überraschenden 2:1-Erfolg gesichert. Nach dem frühen Rückstand durch Butzen antworteten die Gastgeber mit bemerkenswerter Klarheit in ihren Offensivaktionen. Mauer und Henkel drehten die Partie noch vor der Pause. In einer intensiven Schlussphase rannte Jena vergeblich an – Wähling traf nur den Pfosten, Keeper Pieles hielt dem Druck stand.
Auf tiefem Geläuf entwickelte sich zunächst ein zähes Ringen um Struktur und Rhythmus. Jena übernahm früh die Initiative, suchte über Wähling und Talabidi die Flügel und setzte erste Nadelstiche. In der 13. Minute leitete Wähling mit einem energischen Antritt die erste Großchance ein, doch Lankford brachte die Hereingabe nicht über die Linie. Zwei Minuten später klingelte es: Wähling donnerte den Ball aus 24 Metern an die Latte, Butzen reagierte am schnellsten und schob den Abpraller flach ins rechte Eck (15.).
Die Antwort des FCE folgte prompt – und sie war Ausdruck eines klaren Plans. Eilenburg suchte die Tiefe über die Außen, insbesondere über Niemitz. Dessen Flanke von links fand Mauer, der aus kurzer Distanz einschob (19.). Die Begegnung war wieder offen, doch Jena hatte nun mehrfach die große Chance zur erneuten Führung. Talabidi setzte sich über links durch, Lankford köpfte aus fünf Metern frei – Pieles parierte glänzend (24.). Kurz darauf schob Lankford aus drei Metern am Pfosten vorbei (27.). Es waren Szenen, die dem Spiel eine andere Richtung hätten geben können.
Stattdessen wuchs Eilenburg mit jeder gelungenen Defensivaktion. Die Hausherren gewannen im Zentrum zunehmend die Zweikämpfe, Schlicht und Kretzer schlossen die Räume, während Aguilar und Niemitz bei Umschaltmomenten sofort die Tiefe suchten. In der 37. Minute folgte die konsequente Vollendung eines solchen Angriffs: Mauer behauptete sich rechts robust, sein präziser Querpass erreichte Henkel, der aus zehn Metern flach ins rechte Eck einschob – 2:1.
Nach dem Seitenwechsel intensivierte Jena den Ballbesitz, ohne jedoch die Präzision der ersten Hälfte zu erreichen. Trainerwechsel zur Pause – Teuber und Krämer kamen – sollten neue Impulse setzen. Doch Eilenburg verteidigte mit enger Staffelung und hoher Disziplin. Die Thüringer fanden kaum klare Abschlusssituationen, ihre Hereingaben wurden von Fischer und Weiß resolut geklärt.
Erst in der Schlussphase erhöhte der FCC das Tempo spürbar. Teuber prüfte Pieles aus 14 Metern (73.), Munser brachte frische Flankenläufe. In der 85. Minute lag der Ausgleich in der Luft: Wähling zog aus spitzem Winkel ab, der Ball klatschte an den Außenpfosten. Kurz darauf segelte ein Freistoß in den Strafraum, Pieles klärte mit beiden Fäusten. Es folgte ein wilder Schlussakt mit Ecken und langen Bällen – doch Eilenburg warf sich in jeden Zweikampf, verteidigte kompromisslos und brachte die Führung über die vierminütige Nachspielzeit.
So bleibt ein Abend, an dem Effizienz und Haltung über individuelle Klasse triumphierten. Jena, zuletzt mit einem Heimsieg gegen Chemie Leipzig im Rücken, ließ vor allem in der ersten Hälfte zu viele Möglichkeiten liegen. Eilenburg hingegen nutzte seine wenigen klaren Aktionen eiskalt und bewies, dass man mit struktureller Disziplin und emotionaler Geschlossenheit auch gegen einen Aufstiegsaspiranten bestehen kann.
Zuschauer: 1084
Spielstätte: Ilburgstadion – Platz 1, Eilenburg
Schiedsrichter: Sirko Müke – Florian Strübing, Michael Bernowitz
Tore:
0:1 (16.) Butzen, 1:1 (20.) Mauer, 2:1 (37.) Henkel
Mannschaftsaufstellungen:
FC Eilenburg:
Pieles – Griebsch, Baumann (63. Kallenbach), Fischer, Kretzer, Niemitz, Aguilar Alvarez, Henkel (63. Mattmüller), Weiß (70. Jarosch), Schlicht, Mauer (70. Pestel)
FC Carl Zeiss Jena:
Liesegang – Reddemann (46. Krämer), Lankford (46. Teuber), Talabidi, Fritz, Schau, Butzen (75. Munser), Burmeister (83. Kratzenberg), Hessel, Suljic, Wähling
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Fischer, Niemitz (Eilenburg)
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Viererpack! Bozic schießt Babelsberg ab
Chemnitzer FC – SV Babelsberg 03 5:1 (1:0)
Der Chemnitzer FC hat seine beeindruckende Frühjahrsserie fortgesetzt und den SV Babelsberg 03 mit 5:1 deklassiert. Mann des Abends war Dejan Bozic, der mit vier Treffern binnen 32 Minuten zur prägenden Figur einer Partie wurde, die nach ausgeglichener erster Hälfte im zweiten Durchgang einseitige Züge annahm. Mergel setzte spät den fünften Treffer, ehe Yilmaz für den Ehrentreffer der Gäste sorgte.
Zu Beginn begegneten sich beide Mannschaften mit spürbarem Respekt. Chemnitz, im neuen Jahr bereits mit zwei Siegen gestartet, suchte über kontrollierten Ballbesitz die Struktur, Babelsberg stand kompakt und lauerte auf Umschaltmomente. Torchancen blieben zunächst Mangelware. Erst nach gut 25 Minuten erhöhte der CFC die Schlagzahl. Bozic prüfte Stein erstmals ernsthaft, reklamierten zudem ein mögliches Foul im Strafraum.
In der 37. Minute fiel die verdiente Führung: Alberico setzte sich über links durch und legte flach in die Mitte, wo Bozic aus kurzer Distanz präzise ins rechte Eck einschob. Es war die logische Konsequenz einer zunehmenden Dominanz der Himmelblauen, die das Zentrum mit Eppendorfer als tiefem Taktgeber kontrollierten und über die Außen immer wieder Durchbrüche suchten. Babelsberg blieb vor der Pause zwar über Standards gefährlich, doch die beste Möglichkeit in der Nachspielzeit verpuffte.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung rasch Fahrt auf – und sie bekam einen klaren Protagonisten. Zunächst wurde ein Baumgart-Treffer wegen Abseits zurückgenommen (57.), doch wenig später zeigte der Schiedsrichter nach einem Handspiel auf den Punkt. Bozic verwandelte den fälligen Strafstoß souverän unten links (58.). Nur drei Minuten später schnürte er den Hattrick: Wieder war Alberico der Vorbereiter, Bozic musste am Fünfmeterraum nur noch den Fuß hinhalten (61.).
Babelsberg wirkte nun sichtlich angeschlagen. Trainer Lau sah Gelb, die Gäste wechselten dreifach, doch die Ordnung ging zunehmend verloren. Als erneut ein Strafstoß für den CFC verhängt wurde, verwandelte Bozic auch diese Gelegenheit sicher – 4:0 (69.). Spätestens jetzt war die Partie entschieden.
Chemnitz spielte die Begegnung mit bemerkenswerter Souveränität zu Ende. Trainer Duda brachte frische Kräfte, Bozic durfte unter Applaus vorzeitig vom Feld. Den Schlusspunkt setzte Mergel, der nach einem Steilpass im Eins-gegen-Eins die Ruhe bewahrte und zum 5:0 vollendete (85.). Der Ehrentreffer durch Yilmaz, dessen abgefälschter Schuss drei Minuten später im Netz landete, blieb Ergebniskosmetik.
So steht unter dem Strich ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg für den CFC. Nach verhaltenem Beginn nutzten die Himmelblauen ihre Druckphasen konsequent und demonstrierten im zweiten Durchgang Effizienz und Zielstrebigkeit. Babelsberg hingegen, nach mehreren Spielverlegungen noch ohne Rhythmus, offenbarte in der Defensive zu große Lücken und ließ sich in der entscheidenden Phase überrollen.
Zuschauer: 4842
Spielstätte: eins-Stadion – An der Gellertstraße, Chemnitz
Schiedsrichter: Paul Drößler – Johannes Drößler, Nils Schröter
Tore:
1:0 (37.) Bozic, 2:0 (57.) Bozic (Strafstoß), 3:0 (61.) Bozic, 4:0 (70.) Bozic (Strafstoß), 5:0 (86.) Mergel, 5:1 (88.) Yilmaz
Mannschaftsaufstellungen:
Chemnitzer FC:
Adamczyk – Gebuhr (87. Müller), Walther, Bochmann, Alberico (87. Philipp), Damer, Grimaldi (87. Biven), Eppendorfer, Baumgart, Bozic (74. Marx), Müller (66. Mergel)
SV Babelsberg 03:
Stein – Silic, Lang, Wegener (80. Lessel), Werbelow (61. Ogbidi), Didoss, Hasse, Zeiger (61. Schätzle), Queißer (70. Yilmaz), Büch, Postelt (61. Müller)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Gebuhr (Chemnitz) – Silic, Lang, Werbelow (Babelsberg)
---------- 24. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Standard und Struktur: Gäste bestrafen BFC
BFC Dynamo – Hertha BSC II 1:3 (1:2)
Der Neustart nach der langen Winterpause geriet für den BFC Dynamo zum ernüchternden Abend. Trotz früher Führung unterlag der Gastgeber der spielerisch reiferen U23 von Hertha BSC mit 1:3. Reinckes Distanztreffer brachte das Sportforum früh zum Beben, doch zwei konzentriert ausgespielte Angriffe und ein Standard kurz vor der Pause drehten die Partie zugunsten der Gäste.
Beide Teams suchten vom Anpfiff weg den Weg nach vorn. Bereits nach sieben Minuten belohnte sich der BFC für seinen mutigen Beginn: Reincke nahm sich aus rund 20 Metern ein Herz und jagte den Ball kompromisslos in die Maschen – 1:0. Hertha antwortete mit strukturiertem Ballbesitzspiel. Ben-Hatira prüfte Ortegel, kurz darauf musste die BFC-Defensive in höchster Not klären.
Der Ausgleich entsprang schließlich einem Fehler im Aufbau. Ein Ballverlust im Mittelfeld öffnete Räume, zwei, drei präzise Pässe später tauchte Rölke frei auf und vollendete zum 1:1 (29.). Die Begegnung verlagerte sich zunehmend ins Zentrum, blieb temporeich, doch klare Abschlüsse blieben rar. Reincke hatte aus halblinker Position noch eine Möglichkeit (39.), zielte jedoch über das Tor.
Kurz vor der Pause schlug Hertha eiskalt zu. Nach einer Ecke von Ben-Hatira setzte sich Lum im Luftduell durch und köpfte zur Führung ein (45.). Ein Wirkungstreffer zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt.
Der zweite Durchgang begann mit spürbarer Lethargie auf Seiten des BFC – und mit der Entscheidung zugunsten der Gäste. Ein Pass in die Tiefe, ein kluger Rückpass in den Rücken der Abwehr, Richter musste nur noch den Fuß hinhalten (52.). Das 1:3 war Ausdruck der klareren Offensivstruktur der Hertha, die ihre Angriffe mit Tempo und Präzision ausspielte.
Der BFC mühte sich um eine Reaktion. Mit frischen Kräften – Sherbakovski und Breitfeld kamen – suchten die Hausherren die Flucht nach vorn. Eine Ecke brachte per Kopfball eine Halbchance (71.), doch insgesamt fehlte es an Durchschlagskraft im letzten Drittel. Hertha verteidigte diszipliniert, ließ kaum gefährliche Aktionen zu und verwaltete den Vorsprung souverän.
So bleibt festzuhalten: Der BFC startete schwungvoll, verlor nach dem Ausgleich jedoch an Struktur. Hertha BSC II präsentierte sich abgeklärt, nutzte Fehler konsequent und unterstrich mit effizienter Chancenverwertung ihre Ambitionen. Für Dynamo hingegen ist die Niederlage ein Dämpfer zum Re-Start – verbunden mit der Erkenntnis, dass individuelle Momente allein gegen eine spielstarke U23 nicht genügen.
Zuschauer: 2078
Spielstätte: Sportforum Stadion, Berlin
Schiedsrichter: Florian Lukawski – Henry Müller, Jakob Scheibner
Tore:
1:0 (7.) Reincke, 1:1 (29.) Rölke, 1:2 (45.+1) Mamuzah Lum, 1:3 (52.) Richter
Mannschaftsaufstellungen:
BFC Dynamo:
Ortegel – Liebelt, Polte, Amadou, Mattmüller (69. Windsheimer), Dadashov, Oellers (59. Breitfeld), Gunte, Knezevic (60. Shcherbakovski), Reincke, Lebersorger (86. Kuffour)
Hertha BSC II:
Goller – Pekarik (78. Hoffmann), Berner, Bruns, Ogbaidze, Richter (87. Trus), Ben-Hatira, Mamuzah Lum, Todorovic (66. Gashi), Decker, Rölke
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Reincke (BFC) – Mamuzah Lum (Hertha II)
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Redaktion: Holger Elias (NOFV)
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