Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 20. Spieltag
Hertha 03 – Halle 1:4 / ZFC – Lok 0:1 / GFC – Erfurt 1:2 / Chemie – CFC 2:1 / FSV 63 – FCM II 0:0 / FCE – Hertha II 0:1 / Jena – VSG 0:0 / FSV – SVB 3:2 / Dynamo – Preussen 3:1
Alle Partien am Mittwoch (04.03.26): Der Hallesche FC hat beim Tabellenletzten Hertha 03 Zehlendorf mit 4:1 gewonnen. Stierlin erzielte dabei einen Dreierpack und führte die Gäste zum vierten Sieg im vierten Pflichtspiel des Jahres. Zehlendorf glich durch Doll kurzzeitig aus, geriet jedoch noch vor der Pause entscheidend ins Hintertreffen. - Der 1. FC Lok Leipzig hat das Nachholspiel beim ZFC Meuselwitz mit 1:0 gewonnen. Den entscheidenden Treffer erzielte Maderer in der 25. Minute per Kopf nach einer Ecke. Meuselwitz drängte vor allem in der Schlussphase auf den Ausgleich, fand jedoch keine Lücke in der stabilen Leipziger Defensive. - Rot-Weiß Erfurt hat beim Greifswalder FC mit 2:1 gewonnen. Alle drei Tore fielen per Elfmeter, wobei Hajrulla mit zwei verwandelten Strafstößen – darunter einem in der Nachspielzeit – zum Matchwinner wurde. Greifswald hatte zuvor durch Benyamina geführt, musste nach einer Roten Karte jedoch lange in Unterzahl verteidigen. - Die BSG Chemie Leipzig hat den Chemnitzer FC nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 besiegt. Ratifo glich per Elfmeter aus, ehe Sanin nur zwei Minuten später mit einem Distanzschuss den Alfred-Kunze-Sportpark in Ekstase versetzte. Chemnitz spielte lange solide, musste nach Gelb-Rot gegen Baumgart jedoch in Unterzahl die späte Wende hinnehmen. - Der FSV Luckenwalde und der 1. FC Magdeburg II trennten sich 0:0. Die beste Chance der Gastgeber vereitelte Magdeburgs Keeper Kampa, während Widmann auf der Gegenseite knapp verzog. In einer intensiven Partie blieben beide Defensivreihen letztlich ohne Gegentor.
Am Dienstagabend (03.03.26) spielten: Hertha BSC II hat das Nachholspiel beim FC Eilenburg mit 1:0 gewonnen. Den einzigen Treffer erzielte Ben-Hatira in der 20. Minute per Foulelfmeter. Eilenburg kam erst in der Schlussphase zu klaren Chancen, ließ durch Kretzer und Pestel jedoch den möglichen Ausgleich liegen. - Der FC Carl Zeiss Jena kam gegen die VSG Altglienicke nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Trotz zahlreicher Chancen – unter anderem durch Oduah, Suljic und Talabidi – fehlte den Thüringern die nötige Effizienz vor dem Tor. Altglienicke verteidigte diszipliniert und hatte durch Sylla sogar noch die Chance auf den späten Sieg. - Der FSV Zwickau hat einen 1:2-Pausenrückstand gegen den SV Babelsberg 03 noch in einen 3:2-Heimsieg gedreht. Nach Toren von Eixler (15., 48.) und Prasse (60.) entschieden die Westsachsen die Partie nach einer deutlich verbesserten zweiten Halbzeit für sich. Babelsberg hatte zuvor durch Queißer und Hasse getroffen, blieb nach der Pause jedoch offensiv weitgehend wirkungslos. - Der BFC Dynamo hat den BFC Preussen mit 3:1 besiegt. Nach der Führung durch Gunte glich Frank für die Gäste aus, ehe Dadashov mit einem Doppelpack den Heimsieg perfekt machte. Dynamo zeigte sich vor allem nach der Pause effizienter und entschied die Partie verdient für sich.
HFC löst Pflichtaufgabe in Zehlendorf souverän
Hertha 03 Zehlendorf – Hallescher FC 1:4 (1:3)
Der Hallesche FC hat seine starke Form im Jahr 2026 eindrucksvoll bestätigt. Beim Tabellenschlusslicht Hertha 03 Zehlendorf setzte sich die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt vor 570 Zuschauern mit 4:1 (3:1) durch. Mann des Abends war Mittelfeldspieler Stierlin, der mit einem Dreierpack maßgeblich am klaren Auswärtssieg beteiligt war. Die Gastgeber hielten zunächst gut dagegen, brachen jedoch nach einem turbulenten Abschnitt kurz vor der Pause ein.
Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Zehlendorf suchte mutig den Weg nach vorn und setzte erste Akzente über die Flügel. Ein früher Abschluss der Hausherren verfehlte das Ziel deutlich (2.), wenig später brachte Yamada eine Hereingabe von rechts, die jedoch ohne Gefahr blieb (9.). Der HFC hingegen tat sich zunächst schwer, klare Offensivaktionen zu kreieren, kontrollierte jedoch zunehmend das Geschehen im Mittelfeld.
Die erste echte Chance der Gäste führte schließlich direkt zur Führung. In der 28. Minute leitete Becker den Angriff mit einem präzisen Pass auf die rechte Seite ein. Damelang setzte sich dort durch und spielte den Ball flach vor das Tor, wo Stierlin am Fünfmeterraum eingelaufen war und nur noch einschieben musste. Es war ein Treffer im Stil einer Spitzenmannschaft: effizient und eiskalt genutzt.
Zehlendorf zeigte sich vom Rückstand zunächst unbeeindruckt und antwortete wenig später mit einem sehenswerten Treffer. In der 39. Minute nahm Doll aus rund 18 Metern Maß und schlenzte den Ball präzise ins lange Eck. HFC-Torhüter Müller war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag jedoch nicht mehr verhindern.
Doch die Freude der Gastgeber währte nur kurz. Halle stellte nur eine Minute später den alten Abstand wieder her. Nach einem langen Ball von Löhmannsröben nahm Wosz das Zuspiel mit der Brust an und traf aus kurzer Distanz flach ins Eck zur erneuten Führung (40.). Zehlendorf wirkte nun zunehmend unsortiert – und der HFC nutzte das konsequent aus. Kurz vor der Pause brachte Kulke eine Ecke gefährlich in den Strafraum, wo Stierlin erneut zur Stelle war und aus kurzer Distanz zum 3:1 einköpfte (44.).
Mit diesem Doppelschlag kurz vor dem Halbzeitpfiff war die Partie bereits vorentschieden. Halle kam auch nach dem Seitenwechsel entschlossen aus der Kabine und blieb die spielbestimmende Mannschaft. Der eingewechselte Elezi hatte kurz nach Wiederbeginn das vierte Tor auf dem Fuß, doch Dedidis reagierte glänzend und lenkte den Schuss aus dem Winkel (55.).
Wenig später fiel der nächste Treffer dennoch. Nach einem Einwurf behauptete Baro den Ball stark im Strafraum und legte für den nachrückenden Stierlin auf. Der Mittelfeldspieler schob aus kurzer Distanz zum 4:1 ein und machte damit seinen Dreierpack perfekt (60.).
In der Folge verwaltete der HFC den komfortablen Vorsprung souverän. Zehlendorf bemühte sich zwar weiterhin um offensive Aktionen, fand gegen die kompakte Defensive der Gäste jedoch kaum noch Wege in den Strafraum. Ein Distanzschuss von Doll blieb ebenso hängen (52.) wie ein Versuch von Günay aus der zweiten Reihe (75.).
In der Schlussphase sorgte eine Szene noch einmal für Aufregung: Baro sah nach einem Foulspiel innerhalb weniger Minuten die zweite Gelbe Karte und musste vorzeitig vom Platz (64.). Doch auch in Unterzahl gerieten die Gäste nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Die beste Gelegenheit der Berliner vergab Jones, dessen Abschluss im Strafraum geblockt wurde (79.).
So blieb es am Ende beim klaren Auswärtserfolg des Halleschen FC, der mit einem effizienten Auftritt und einem überragenden Stierlin die drei Punkte aus Berlin entführte. Zehlendorf hielt lange ordentlich dagegen, wurde jedoch für defensive Nachlässigkeiten in der entscheidenden Phase vor der Pause bestraft.
Zuschauer: 570
Spielstätte: Stadion Lichterfelde NR1, Berlin
Schiedsrichter: Christoph Dallmann – Sirko Müke, Michael Bernowitz
Tore:
1:0 (37.) Doll, 1:1 (39.) Stierlin, 1:2 (39.) Wosz, 1:3 (44.) Stierlin, 1:4 (59.) Stierlin
Mannschaftsaufstellungen:
FC Hertha 03 Zehlendorf:
Dedidis – Smailovic, Wilton (62. Capoano), Günay, May (62. Wicht), Yamada (55. Keller), Schulz (78. Yoldas), Doll, Jones, Quiala (62. Reimann), Schulze
Hallescher FC:
Müller – Zaruba, Halili, Löhmannsröben, Fakhro (46. Baro), Stierlin (62. Kastull), Kulke (46. Elezi), Wosz (62. Weber), Schmedemann, Becker, Damelang (62. Hartmann)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Wilton, Quiala (Zehlendorf) – Becker, Baro (Halle)
Gelb-Rot: Baro (Halle)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Maderer köpft Lok zum Sieg in Meuselwitz
ZFC Meuselwitz – 1. FC Lok Leipzig 0:1 (0:1)
Der 1. FC Lok Leipzig hat seine Tabellenführung in der Regionalliga Nordost weiter gefestigt. Im Nachholspiel beim ZFC Meuselwitz setzte sich der Spitzenreiter vor 1.881 Zuschauern auf der Glaserkuppe mit 1:0 (1:0) durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Maderer Mitte der ersten Halbzeit per Kopf. Während Meuselwitz vor allem zu Beginn und in der Schlussphase engagiert auftrat, präsentierten sich die Leipziger effizient und verteidigten den knappen Vorsprung mit großer Disziplin.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Meuselwitz begann mutig, suchte über die Flügel früh den Weg in den Strafraum und erspielte sich bereits in den ersten Minuten mehrere Standardsituationen. Fischer brachte den Ball gleich zu Beginn scharf in den Fünfmeterraum, wo Lok zur Ecke klären musste (2.). Kurz darauf setzte Bürger nach einem Doppelpass einen Distanzschuss knapp neben das Tor (6.). Auch Wurr tauchte nach einer Hereingabe im Strafraum auf, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend aufs Tor bringen (9.).
Lok Leipzig wirkte in dieser Phase ungewohnt zurückhaltend und fand zunächst kaum Zugriff auf die Partie. Die Mannschaft ließ Meuselwitz gewähren, stand jedoch defensiv kompakt und ließ kaum klare Abschlüsse zu. Erst nach rund einer Viertelstunde meldeten sich die Gäste offensiv zu Wort, als Adetula über die linke Seite in den Strafraum eindrang, seine Hereingabe jedoch abgefangen wurde (13.).
Mit zunehmender Spielzeit verschob sich das Geschehen mehr und mehr in Richtung des Meuselwitzer Strafraums. Nach einem Freistoß aus halbrechter Position erarbeitete sich Lok die erste Ecke der Partie. Diese sollte wenig später entscheidend werden. Zunächst traf Maderer nach einer Hereingabe per Kopf nur die Latte (23.), doch nur zwei Minuten später war der Stürmer erneut zur Stelle: Nach einer Ecke stieg er am Fünfmeterraum am höchsten und köpfte den Ball aus kurzer Distanz zur Leipziger Führung ins Netz (25.).
Der Treffer verlieh den Gästen sichtbar mehr Sicherheit. Lok kontrollierte nun häufiger den Ball und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorn. Kurz vor der Pause bot sich sogar die Chance zum zweiten Treffer, als Verkamp nach Vorarbeit von Maderer aus rund 15 Metern abzog, den Ball jedoch neben das Tor setzte (44.).
Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung intensiv und umkämpft. Meuselwitz versuchte, das Spiel wieder stärker an sich zu ziehen, während Lok verstärkt auf Ballkontrolle und schnelle Umschaltmomente setzte. Die erste gute Gelegenheit im zweiten Durchgang gehörte jedoch den Gastgebern: Pfeil flankte von der linken Seite, doch Stiller setzte seinen Kopfball etwas zu hoch an (54.).
Lok blieb vor allem über Konter gefährlich. Nach einer missglückten Faustabwehr von Sedlak kam Siebeck aus rund 15 Metern zum Abschluss, verzog jedoch deutlich (57.). In der Folge entwickelte sich ein hektischer Spielabschnitt mit vielen Zweikämpfen und mehreren Verwarnungen auf beiden Seiten.
Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Meuselwitz den Druck. Hansch kam nach einem Zuspiel im Strafraum zum Abschluss, doch sein Versuch landete zu zentral auf Torhüter Naumann (67.). Kurz darauf bot sich dem eingewechselten Balde eine große Gelegenheit: Nach einer Ecke fiel ihm der Ball im Strafraum vor die Füße, doch sein Schuss aus neun Metern strich knapp am linken Pfosten vorbei (76.).
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem leidenschaftlichen Abnutzungskampf. Meuselwitz drängte auf den Ausgleich und setzte die Leipziger Defensive zunehmend unter Druck. Eckardt versuchte es aus der Distanz, verfehlte das Ziel jedoch um gut zwei Meter (87.). Lok zog sich nun weit zurück und verteidigte den Vorsprung mit großem Einsatz.
Auch in der Nachspielzeit blieb Meuselwitz am Drücker. Pauling holte auf der rechten Seite noch einmal eine Ecke heraus, doch Lok-Keeper Naumann blieb souverän und fing den Ball sicher ab (90.+1). Wenig später beendete Schiedsrichter Rasmus Jessen die Partie.
Unter dem Strich reichte den Leipzigern eine abgeklärte Leistung, um den nächsten wichtigen Auswärtssieg einzufahren. Während Meuselwitz mit viel Einsatz dagegenhielt, fehlte den Thüringern letztlich die Durchschlagskraft im letzten Drittel.
Zuschauer: 1881
Spielstätte: bluechip-Arena, Meuselwitz
Schiedsrichter: Rasmus Jessen – Max Göldner, Ahmad Chahrour
Tore:
0:1 (24.) Maderer
Mannschaftsaufstellungen:
ZFC Meuselwitz:
Sedlak – Rehder, Stiller (79. Teßmer), Bürger (46. Trübenbach), Oke, Pfeil, Wurr (86. Jeck), Hansch, Fischer (66. Balde), Eckardt, Schmökel
1. FC Lokomotive Leipzig:
Naumann – Wilton, Kabashi, Verkamp (62. Kang), Maderer (72. Ziane), Adetula (62. Maier), Siebeck, Čevis (85. Kusic), Rühlemann (72. Grözinger), Von Piechowski, Dombrowa
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Bürger, Oke, Pfeil, Wurr (Meuselwitz) – Wilton, Von Piechowski, Ziane (Lok)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
RWE nutzt Überzahl und gewinnt in letzter Sekunde
Greifswalder FC – FC Rot-Weiß Erfurt 1:2 (1:0)
Der FC Rot-Weiß Erfurt hat im Nachholspiel des 20. Spieltages der Regionalliga Nordost einen dramatischen Auswärtssieg eingefahren. Beim Greifswalder FC setzte sich die Mannschaft von Trainer Fabian Gerber vor 1.172 Zuschauern mit 2:1 (0:1) durch. Alle drei Treffer fielen per Strafstoß, wobei Hajrulla mit zwei verwandelten Elfmetern – darunter einem in der Nachspielzeit – zum Matchwinner avancierte.
Erfurt übernahm von Beginn an die Initiative und suchte früh den Weg nach vorn. Bereits nach wenigen Minuten bot sich den Gästen eine große Möglichkeit, als Jakubov eine Hereingabe nicht festhalten konnte. Ugondu kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, verpasste jedoch die frühe Führung (4.). Kurz darauf versuchte es Wolf aus der Distanz, zielte aber knapp am Tor vorbei (3.).
Greifswald setzte dagegen zunächst auf eine kompakte Defensive und lauerte auf Umschaltmomente. Der tief stehende Gastgeber machte die Räume im Zentrum eng, wodurch sich Erfurt im Aufbau schwer tat. Mehrfach unterliefen den Thüringern Ungenauigkeiten im Passspiel, während Greifswald mit schnellen Gegenstößen Nadelstiche setzte. Ein Freistoß von Strietzel aus kurzer Distanz blieb ebenso ungefährlich (8.) wie ein Abschluss von Atilgan nach Einzelaktion (23.).
Die größte Chance der ersten Halbzeit gehörte erneut den Gästen: Nach einem Querschläger kam Awoudja im Strafraum frei zum Kopfball, setzte diesen jedoch direkt auf Torhüter Jakubov (20.). Trotz mehr Ballbesitz fehlte Erfurt die Durchschlagskraft im letzten Drittel – und wurde kurz vor der Pause bestraft.
Nach einer Ecke klammerte Ugondu seinen Gegenspieler Kaizer im Strafraum. Schiedsrichter Kaltwaßer entschied sofort auf Elfmeter. Benyamina übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zur überraschenden Greifswalder Führung (42.). Mit diesem Treffer ging der Außenseiter trotz geringer Offensivanteile mit einem Vorsprung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst offen. Greifswald hatte kurz nach Wiederbeginn sogar die Chance zum zweiten Treffer: Atilgan wurde in die Tiefe geschickt, scheiterte jedoch mit seinem Abschluss am stark reagierenden Otto, während Harz den Nachschuss nicht kontrolliert aufs Tor brachte (50.).
Die entscheidende Szene folgte wenig später. Hajrulla setzte sich im Strafraum gegen Kaizer durch und wurde von diesem festgehalten. Schiedsrichter Kaltwaßer wertete die Aktion als Notbremse, zeigte Kaizer die Rote Karte und entschied erneut auf Strafstoß (57.). Hajrulla trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:1 (58.).
Mit einem Mann mehr übernahm Erfurt nun endgültig die Kontrolle über das Spiel. Die Thüringer erhöhten das Tempo und drängten auf die Führung. Falcao scheiterte nach einem schnellen Angriff im Strafraum an Jakubov (67.), wenig später strich ein Distanzschuss von Moritz nur knapp über das Tor (65.).
Greifswald verteidigte nun mit großem Einsatz und setzte vereinzelt Konter. Nach einem schnellen Gegenstoß legte Benyamina für Lämmel ab, doch Otto parierte stark und hielt seine Mannschaft im Spiel (69.). Auf der Gegenseite ließ der eingewechselte Assibey-Mensah eine weitere gute Gelegenheit ungenutzt, als Dehl nach einer Flanke den Ball nicht sauber traf (76.).
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Erfurt erhöhte den Druck, während Greifswald mit Leidenschaft verteidigte. Wolf kam nach einem Einwurf zum Abschluss, doch Jakubov reagierte erneut aufmerksam (86.).
Als sich bereits alles auf ein Remis einzustellen schien, fiel in der Nachspielzeit die Entscheidung. Nach einer Ecke wurde Durakov im Strafraum zu Fall gebracht – erneut zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Hajrulla behielt die Nerven und verwandelte den Elfmeter in der letzten Minute zum 2:1-Siegtreffer (90.).
Damit belohnte sich Rot-Weiß Erfurt für eine engagierte zweite Halbzeit und drehte die Partie in Überzahl noch spät. Greifswald verteidigte lange leidenschaftlich, musste sich am Ende jedoch einer zunehmenden Druckphase der Gäste geschlagen geben.
Zuschauer: 1172
Spielstätte: Stadion, Greifswald
Schiedsrichter: Kai Kaltwaßer – Christoph Beblik, Pascal Wien
Tore:
1:0 (43.) Benyamina, 1:1 (58.) Hajrulla, 1:2 (90.+6) Hajrulla
Mannschaftsaufstellungen:
Greifswalder FC:
Jakubov – Tomety-Hemazro, Kaizer, Strietzel, Farr, Bokake Bolufe, Lämmel (79. Daedlow), Vogt (79. Hüther), Harz (60. Eder), Benyamina (79. Ndualu), Atilgan (70. Wagner)
FC Rot-Weiß Erfurt:
Otto – Moritz, Schwarz, Awoudja, Caciel (73. Assibey-Mensah), Hajrulla, Wolf, Ugondu (73. Santana Soares), Boboy (64. Falcao), Dehl, Durakov
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Tomety-Hemazro, Atilgan, Daedlow (Greifswald) – Schwarz, Caciel, Hajrulla, Wolf, Boboy (Erfurt)
Rote Karte: Kaizer (Greifswald)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
CFC lange stabil, am Ende geschockt: Chemie siegt 2:1
BSG Chemie Leipzig – Chemnitzer FC 2:1 (0:1)
Die BSG Chemie Leipzig hat die Negativserie mit einem dramatischen Befreiungsschlag beendet – und wie. Im Flutlichtspiel gegen den formstarken Chemnitzer FC drehten die Leutzscher einen 0:1-Rückstand in der Schlussphase binnen zwei Minuten noch in einen 2:1-Heimsieg. Vor der elektrisierten Kulisse im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark traf zunächst Ratifo per Elfmeter (85.), dann jagte Sanin den Ball aus der Distanz zum umjubelten Sieg in die Maschen (87.). Für Neu-Trainer Schmidt war es der erste Erfolg, für Chemnitz dagegen die bitterste Sorte Fußball: über weite Strecken ordentlich, am Ende ohne Ertrag – und zudem ab der 67. Minute in Unterzahl.
Schon der Rahmen passte zum Charakter dieser Partie: Pyro, Banner, Hektik – und ein Schiedsrichter, der früh eine klare Linie zog. Nach 41 Sekunden sah Chemnitz’ Baumgart Gelb, wenig später folgten weitere Verwarnungen. Auf dem Rasen begann die Begegnung zunächst munter, ohne dass es sofort zu klaren Chancen kam. Chemie zeigte sich engagiert, der CFC präsentierte sich in seiner typischen 2026-Frühform: hoch anlaufend, griffig, mit Tempo über die Außen.
Der erste Nadelstich saß – und fiel kurios. Grimaldi marschierte rechts durch, flankte scharf in den Strafraum, wo Chemies Bell unglücklich im Rücken getroffen wurde: Von dort trudelte der Ball unhaltbar ins eigene Tor – 0:1 (11.). Eine eiskalte, aber auch glückliche Führung für die Himmelblauen, die danach weiter nachsetzten. Grimaldi blieb der Aktivposten, Chemie wirkte kurz wie benommen, fand jedoch allmählich in die Partie zurück. Lihseks Distanzschuss (29.) und Ratifos Kopfball (39., drüber) waren immerhin Lebenszeichen, während Chemnitz über Standards und Umschaltmomente gefährlich blieb. Bozic musste schon nach einer halben Stunde verletzt raus, Marx kam (30.) – am Vortrag des CFC änderte das wenig: strukturiert, kompakt, mit klarer Spielidee.
Chemie hatte vor der Pause eine strittige Szene zu reklamieren, als Mäder im Strafraum zu Boden ging (43.), doch Schiedsrichter Tennes ließ laufen. So blieb es beim 0:1 zur Halbzeit, das aus Sicht der Gastgeber nach fünf Pleiten in Serie wie ein weiterer Nackenschlag wirkte – zumal Chemnitz auch nach Wiederbeginn zunächst stabil stand. Grimaldi verpasste aus spitzem Winkel nur knapp das 0:2 (52.), während Chemie zwar bemühter, aber häufig zu ungenau im letzten Pass agierte. Der Norddamm versuchte, das Team über den Lärm in die Partie zu drücken – spielerisch blieb es lange zäh.
Die Partie kippte erst, als Chemnitz sich selbst schwächte. Baumgart, bereits verwarnt, ließ gegen Seidemann das Bein stehen und sah folgerichtig Gelb-Rot (67.). Plötzlich bekam Chemies Druck eine andere Qualität: mehr Präsenz in der gegnerischen Hälfte, mehr zweite Bälle, mehr Abschlüsse. Ratifo köpfte über das Tor (77.), dann setzte er nach einer Flanke frei einen weiteren Kopfball knapp drüber (80.). Seidemann prüfte Adamczyk aus elf Metern direkt (81.) – es lag spürbar etwas in der Luft, während Chemnitz, nun tiefer, nur noch punktuell entlasten konnte.
Die entscheidende Szene folgte in der 84. Minute: Ratifo wurde im Strafraum gehalten, Tennes zeigte auf den Punkt. Trainer Schmidt sah kurz zuvor Gelb wegen lautstarken Protestes – Sekunden später explodierte der Alfred-Kunze-Sportpark. Ratifo blieb cool, verlud Adamczyk und glich aus (85.). Und Chemie roch Blut: Nur zwei Minuten später nahm Sanin aus rund 20 Metern Maß und schoss flach ins linke Eck – ein Strahl, der den CFC endgültig traf (87.).
Chemnitz versuchte in der üppigen Nachspielzeit (sechs Minuten) noch einmal alles, rückte bei Freistößen mit Mann und Maus auf, doch Bergmann blieb sicher. Als Bochmann in der Hektik noch Gelb sah (90.+4), passte das ins Bild eines Abends, an dem die Himmelblauen zwar lange die bessere Ordnung hatten, am Ende aber an zwei Momenten zerbrachen. Chemie dagegen gewann nicht nur drei Punkte, sondern womöglich ein Stück Glauben zurück.
Zuschauer: 4999
Spielstätte: Alfred-Kunze-Sportpark, Leipzig
Schiedsrichter: Marvin Tennes – Florian Strübing, Ole Donner
Tore:
0:1 (12.) Bell (Eigentor), 1:1 (85.) Ratifo, 2:1 (88.) Sanin
Mannschaftsaufstellungen:
BSG Chemie Leipzig:
Bergmann – Enke, Mäder, Langner (80. Hoffmann), Seidel, Aliji, Seidemann (90.+2 Akono), Sanin, Lihsek, Ratifo, Bell
Chemnitzer FC:
Adamczyk – Gebuhr, Walther, Bochmann, Alberico, Damer (70. Müller), Grimaldi (78. Stockinger), Eppendorfer, Baumgart (30. Marx), Bozic (30. Marx), Müller (78. Mergel)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Langner, Bell (Chemie) – Walther, Bochmann, Eppendorfer, Müller (CFC)
Gelb-Rot: Baumgart (CFC)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Luckenwalde und Magdeburg II trennen sich torlos
FSV 63 Luckenwalde – 1. FC Magdeburg II 0:0 (0:0)
Der FSV 63 Luckenwalde und die U23 des 1. FC Magdeburg haben sich im Nachholspiel der Regionalliga Nordost mit einem torlosen Remis getrennt. In einer intensiven, aber insgesamt chancenarmen Begegnung im Werner-Seelenbinder-Stadion verzeichneten beide Teams ihre Möglichkeiten, doch weder den Gastgebern noch den Gästen gelang der entscheidende Treffer.
Luckenwalde erwischte den besseren Start und übernahm in der Anfangsphase die Initiative. Die Mannschaft von Trainer Michael Braune setzte die Magdeburger früh unter Druck, ohne jedoch klare Abschlüsse zu erzwingen. Die Gäste brauchten einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, stabilisierten sich jedoch im Verlauf der ersten Halbzeit. Das Spiel verlagerte sich zunehmend ins Mittelfeld, wo viele Zweikämpfe und Ballverluste den Spielfluss bestimmten. Torraumszenen blieben entsprechend rar, sodass es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel bot sich Luckenwalde die beste Gelegenheit der Partie. Nach einem schnellen Angriff tauchten die Gastgeber frei vor dem Tor auf, doch Magdeburgs Schlussmann Kampa verhinderte mit einer spektakulären Rettungsaktion den Rückstand. Auf der Gegenseite hatte Widmann wenig später die Führung für die Gäste auf dem Fuß, zielte aus aussichtsreicher Position jedoch knapp am Tor vorbei.
Mit zunehmender Spielzeit nahm die Intensität weiter zu. Zahlreiche Fouls führten zu wiederholten Unterbrechungen, wodurch ein wirklicher Spielfluss kaum zustande kam. Beide Mannschaften bemühten sich um offensive Impulse, doch die Defensivreihen standen sicher.
So blieb es am Ende bei einem torlosen Unentschieden, mit dem sich vor allem die Magdeburger Reserve auf Tabellenplatz neun behauptet.
Zuschauer: 484
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Johannes Drößler – Daniel Bartnitzki, Paul Drößler
Tore: –
Mannschaftsaufstellungen:
FSV 63 Luckenwalde:
Palmowski – Pollasch, Schleinitz (81. Hathaway), Will (46. Butendeich), Jannene, Meyer (46. Neumann), Meier, Schneider, Kühn (81. Seidel), Maciejewski (89. König), Gollnack
1. FC Magdeburg II:
Kampa – Pohl, Widmann, Kamm (82. Schößler), Frenzel (82. Zajusch), Korsch (82. Marusic), Mergner, Vogler, Trkulja, Giesen, Baars (64. Hink)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Meyer (Luckenwalde) – Kamm, Vogler, Schlitter (Magdeburg II)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Ben-Hatira entscheidet zähe Partie vom Punkt
FC Eilenburg – Hertha BSC II 0:1 (0:1)
Der FC Eilenburg hat im ersten von drei Nachholspielen einen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Vier Tage nach dem vielbeachteten Erfolg gegen den FC Carl Zeiss Jena unterlag die Mannschaft von Trainer Nico Rodewald im heimischen Ilburg-Stadion der zweiten Mannschaft von Hertha BSC mit 0:1 (0:1). Ein berechtigter Foulelfmeter durch Ben-Hatira in der 20. Minute entschied eine insgesamt chancenarme Partie, in der die Berliner vor allem durch ihre disziplinierte Defensivarbeit überzeugten, während die Gastgeber ihre wenigen Möglichkeiten in der Schlussphase ungenutzt ließen.
Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen aus der Hauptstadt. Hertha II ließ den Ball zunächst ruhig durch die eigenen Reihen zirkulieren und zwang die Hausherren früh in eine passive Rolle. Bereits nach wenigen Minuten deutete sich an, dass die Berliner in den Offensivaktionen zielstrebiger agierten. Nach der ersten Ecke der Partie kam Decker aus kurzer Distanz zum Kopfball, setzte das Leder jedoch knapp über die Latte (13.). Kurz darauf prüfte Rölke mit einem Flachschuss von der Strafraumkante Torhüter Pieles, der allerdings nicht eingreifen musste, da der Versuch knapp am Pfosten vorbeistrich (16.).
Eilenburg fand zunächst kaum Zugriff auf die Begegnung. Erst nach rund einer Viertelstunde gelang es den Gastgebern, selbst einmal gefährlich vor das Tor zu kommen. Mattmüllers abgefälschter Distanzschuss stellte Hertha-Schlussmann Goller jedoch vor keine ernsthaften Probleme (10.). Auch ein Abschluss von Henkel nach guter Vorarbeit von Mattmüller wurde abgeblockt (30.).
Die entscheidende Szene des Spiels ereignete sich in der 20. Minute. Nach einem Vorstoß über die linke Seite brachte Mauer Herthas Trus an der Strafraumkante zu Fall. Schiedsrichterin Miriam Schwermer zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Ben-Hatira übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß mit einem platzierten Schuss durch die Mitte souverän zur Berliner Führung. Pieles hatte sich bereits für eine Ecke entschieden und war damit chancenlos.
Auch nach dem Rückstand tat sich Eilenburg schwer, das Spiel an sich zu reißen. Zwar erhöhten die Hausherren gegen Ende der ersten Halbzeit ihre Offensivbemühungen und erspielten sich mehrere Eckbälle, doch zwingende Torchancen blieben rar. Die beste Möglichkeit vergab Henkel aus rund elf Metern, als sein Abschluss erneut geblockt wurde (35.). Auf der Gegenseite ließ Rölke eine aussichtsreiche Gelegenheit liegen, als er eine Flanke von Ben-Hatira aus kurzer Distanz deutlich über das Tor setzte (31.).
Nach dem Seitenwechsel übernahm Eilenburg zwar zunehmend die Initiative, doch die Partie verlor merklich an Tempo. Die Berliner verteidigten kompakt und ließen kaum Räume im letzten Drittel zu. Henkel sorgte mit einem Schuss aus spitzem Winkel für den ersten Abschluss der zweiten Hälfte, doch Goller parierte sicher (55.).
Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Eilenburg den Druck. Trainer Rodewald reagierte mit einem Dreifachwechsel und brachte mit Jarosch, Baumann und Poser frische Kräfte. Dennoch blieb die Offensive der Muldestädter lange ideenlos. Die Hertha-Reserve lauerte dagegen auf Konter, bei denen vor allem Ben-Hatira immer wieder als Anspielstation diente.
Erst in der Schlussphase boten sich den Gastgebern ernsthafte Chancen auf den Ausgleich. In der 86. Minute kam Kretzer nach einem Freistoß völlig frei zum Abschluss, setzte den Ball aus rund 15 Metern jedoch knapp über die Latte. Kurz darauf sorgte eine Szene für zusätzliche Spannung: Der eingewechselte Richter sah nach einem zweiten Foul innerhalb weniger Minuten die Gelb-Rote Karte (90.) und brachte seine Mannschaft für die Nachspielzeit in Unterzahl.
Eilenburg nutzte die numerische Überlegenheit beinahe noch zum Ausgleich. Nach einem Freistoß landete der Ball vor den Füßen von Pestel, der aus 17 Metern völlig frei zum Abschluss kam, den Ball jedoch hauchdünn über das Tor schlenzte (90.+2). Wenig später beendete Schiedsrichterin Schwermer die Partie.
Unter dem Strich blieb eine Begegnung, in der Hertha BSC II mit effizienter Chancenverwertung und einer konzentrierten Defensivleistung die drei Punkte entführte. Eilenburg hingegen fehlte über weite Strecken die Durchschlagskraft im letzten Drittel – ein Manko, das im Abstiegskampf schwer wiegen kann.
Zuschauer: 227
Spielstätte: Ilburgstadion – Platz 1, Eilenburg
Schiedsrichter: Miriam Schwermer – Albert Lehmann, Max Goroncy
Tore:
0:1 (20.) Ben-Hatira
Mannschaftsaufstellungen:
FC Eilenburg:
Pieles – Griebsch, Zaruba (81. Schlicht), Fischer, Kretzer, Mattmüller (61. Baumann), Aguilar Alvarez, Pestel, Henkel (61. Poser), Weiß (61. Jarosch), Mauer (46. Schädlich)
Hertha BSC II:
Goller – Pekarik, Berner, Bruns, Ogbaidze, Ben-Hatira, Mamuzah Lum, Trus (63. Richter), Decker, Telib, Rölke
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Bruns, Trus (Hertha II)
Gelb-Rot: Richter (Hertha II)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Altglienicke trotzt dem FCC ein Remis ab
FC Carl Zeiss Jena – VSG Altglienicke 0:0
Vor 5.370 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld hat der FC Carl Zeiss Jena im Rennen um die Spitzenplätze der Regionalliga Nordost einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen die defensiv disziplinierte VSG Altglienicke kamen die Thüringer trotz deutlicher Spielanteile nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Die Mannschaft erspielte sich vor und nach der Pause mehrere gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch entweder am starken Gäste-Torhüter Klatte oder an der eigenen Chancenverwertung.
Jena übernahm von Beginn an die Spielkontrolle, fand jedoch zunächst kaum Mittel gegen die kompakt stehenden Berliner. Die ersten Minuten waren geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und einer langen Abtastphase. Altglienicke setzte früh auf aggressives Anlaufen und verhinderte so einen geordneten Spielaufbau der Hausherren. Die erste nennenswerte Gelegenheit gehörte sogar den Gästen: Nach einem Einwurf kam Saliger aus rund 13 Metern zum Abschluss, traf den Ball jedoch nicht sauber – das Leder strich knapp am rechten Pfosten vorbei (18.).
Erst nach rund einer halben Stunde erhöhte der FCC merklich das Tempo. Talabidi sorgte mit mehreren Vorstößen über die linke Seite für Belebung, während Fritz und Burmeister aus der Distanz erste Akzente setzten. Die bis dahin größte Möglichkeit bot sich Oduah in der 34. Minute: Nach einer schnellen Kombination über die rechte Seite kam der Angreifer im Zentrum zum Kopfball, setzte den Ball jedoch hauchdünn am linken Pfosten vorbei.
Kurz darauf stand erneut Oduah im Mittelpunkt. Nach einem missglückten Herauslaufen von Altglienickes Keeper Klatte bot sich dem Jenaer Stürmer plötzlich die Gelegenheit zum Abschluss, doch im Duell mit dem Schlussmann ging er zu Boden – der Pfiff von Schiedsrichter Jens Klemm blieb aus (28.). Wenige Minuten später tauchte Oduah erneut frei vor Klatte auf, doch der Gäste-Keeper reagierte schnell und schnappte ihm den Ball vom Fuß (39.).
In der Schlussphase der ersten Halbzeit drängten die Thüringer vehement auf die Führung. Burmeister zwang Klatte mit einem Distanzschuss aus 20 Metern zu einer starken Parade (45.), ehe Talabidi in der Nachspielzeit eine weitere Großchance vergab. Nach einer Ecke verlängerte Suljic per Kopf, Talabidi kam aus drei Metern zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp neben den Pfosten (45.+2). So ging es trotz deutlicher Feldvorteile der Gastgeber torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine deutlich offenere Begegnung. Altglienicke beteiligte sich nun aktiver am Offensivspiel und kam selbst zu Abschlüssen. Tallig prüfte Liesegang zunächst mit einem Distanzschuss (49.), während auf der Gegenseite Fritz aus spitzem Winkel über das Tor zielte (50.).
Die größte Möglichkeit der zweiten Hälfte hatte Suljic. Nach einem präzisen Zuspiel kam der Offensivspieler aus rund 14 Metern frei zum Abschluss, doch Klatte reagierte glänzend und kratzte den Ball aus dem linken Eck (53.). Kurz darauf verfehlte Burmeister mit einem Schuss aus 17 Metern den rechten Winkel nur knapp (62.).
Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Jena erneut den Druck. Die Einwechslungen von Prokopenko und Lankford brachten zusätzliche Dynamik ins Offensivspiel, doch der letzte Pass blieb häufig ungenau. Eine gute Gelegenheit bot sich Lankford, als er nach einem langen Ball plötzlich frei vor Klatte auftauchte, der Torhüter jedoch rechtzeitig aus seinem Kasten stürmte und klärte (75.).
Die Schlussphase hielt schließlich Chancen auf beiden Seiten bereit. Während Jena weiterhin versuchte, die Entscheidung zu erzwingen, boten sich den Gästen Räume für Konter. Die größte Gelegenheit für Altglienicke hatte Sylla, der nach einem schnellen Gegenangriff plötzlich frei vor Liesegang auftauchte. Der Jenaer Schlussmann reagierte jedoch stark, verkürzte geschickt den Winkel und verhinderte den möglichen Rückstand (84.).
In den letzten Minuten rannten die Thüringer weiter an, doch klare Abschlüsse blieben aus. Altglienicke verteidigte konsequent und brachte das torlose Remis schließlich über die Zeit.
Damit verpasst der FC Carl Zeiss Jena die Chance, vor dem Spitzenspiel beim Tabellenführer 1. FC Lok Leipzig zusätzlichen Druck aufzubauen. Die Thüringer präsentierten sich spielerisch überlegen, ließen jedoch zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Altglienicke hingegen verdiente sich den Punktgewinn mit einer konzentrierten Defensivleistung und gefährlichen Konteransätzen.
Zuschauer: 5370
Spielstätte: Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Schiedsrichter: Jens Klemm – Patrick Kluge, Tim Haubenschild
Tore:
–
Mannschaftsaufstellungen:
FC Carl Zeiss Jena:
Liesegang – Reddemann, Oduah (78. Weihrauch), Talabidi, Fritz, Schau (78. Hehne), Butzen, Burmeister (90.+1 Teuber), Hessel, Suljic (69. Lankford), Wähling (69. Prokopenko)
VSG Altglienicke Berlin:
Klatte – Kizildemir, Nietfeld (77. Qenaj), Roßbach, Kapp, Tezel (77. Kebe), Saliger (62. Zografakis), Rieder, Tallig, Weik, Ibrahimi (46. Sylla)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Tezel, Tallig, Ibrahimi (Altglienicke)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Zwickau belohnt sich für starke zweite Hälfte
FSV Zwickau – SV Babelsberg 03 3:2 (1:2)
Der FSV Zwickau hat am nachzuholenden 20. Spieltag der Regionalliga Nordost eine unterhaltsame Partie gegen den SV Babelsberg 03 mit 3:2 (1:2) gewonnen. Vor 3.713 Zuschauern in der GGZ Arena drehten die Westsachsen nach einer fehleranfälligen ersten Halbzeit das Spiel dank eines energischen Auftritts nach dem Seitenwechsel. Matchwinner war Lukas Eixler, der mit einem Doppelpack die Wende einleitete, ehe Luca Prasse den Siegtreffer markierte.
Die Partie begann mit hohem Tempo und Offensivdrang auf beiden Seiten. Bereits in der Anfangsphase prüften beide Teams die gegnerischen Abwehrreihen mit frühen Flanken und Standards. Die erste große Gelegenheit gehörte den Gästen aus Potsdam, als ein langer Ball auf Queißer für Gefahr sorgte und FSV-Keeper Hiemann früh eingreifen musste.
Nur wenig später nutzte Babelsberg die defensiven Unsicherheiten der Hausherren eiskalt aus. In der 11. Minute unterlief Zwickaus Somnitz ein folgenschwerer Fehler bei einem langen Ball. Queißer erkannte die Situation blitzschnell, setzte sich ab und überlupfte den herausstürzenden Hiemann zur frühen Gästeführung.
Der Rückstand zeigte jedoch Wirkung – allerdings im positiven Sinne für die Gastgeber. Zwickau reagierte umgehend und kam nur vier Minuten später zum Ausgleich. Eixler fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz, sein halb als Flanke, halb als Schuss gedachter Versuch senkte sich überraschend über Torhüter Babke hinweg ins Netz (15.). Das Spiel entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften mit viel Tempo agierten, jedoch defensiv immer wieder Unsicherheiten offenbarten.
Babelsberg blieb vor allem über schnelle Gegenstöße gefährlich. In der 28. Minute nutzten die Gäste erneut eine Lücke in der Zwickauer Defensive. Nach einem Angriff über die linke Seite brachte Büch den Ball präzise in die Mitte, wo Hasse eingelaufen kam und den Ball direkt nahm. Sein Abschluss schlug sehenswert im Netz ein und stellte die erneute Führung der Gäste her.
Die Partie blieb auch danach turbulent. Babelsberg hätte sogar erhöhen können, als Müller nach einer Ecke von Büch per Kopf nur den Pfosten traf (31.). Zwickau hingegen bemühte sich um Struktur im Offensivspiel, agierte jedoch häufig überhastet und kam bis zur Pause kaum noch zu klaren Abschlüssen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber deutlich entschlossener. Die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt kam mit mehr Dynamik aus der Kabine und setzte die Babelsberger Defensive früh unter Druck. Der Lohn folgte nur drei Minuten nach Wiederanpfiff. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete Zwickau schnell um, Sezer legte auf Eixler ab, der aus halbrechter Position platziert zum 2:2 ins lange Eck traf (48.).
Der Ausgleich verlieh den Hausherren sichtbar Rückenwind. Zwickau übernahm nun zunehmend die Kontrolle über die Partie und drängte auf die Führung. Nur wenige Minuten später bot sich Prasse nach einer Flanke eine gute Gelegenheit, doch sein Volleyversuch ging deutlich am Tor vorbei (55.).
In der 60. Minute belohnten sich die Westsachsen schließlich für ihre Druckphase. Ein Distanzschuss aus rund 20 Metern wurde von Babelsbergs Keeper Babke zunächst abgewehrt, doch Prasse reagierte am schnellsten und staubte aus kurzer Distanz zum 3:2 ab.
Mit der Führung im Rücken kontrollierte Zwickau das Geschehen nun deutlich souveräner. Babelsberg, das in der ersten Halbzeit noch zielstrebig nach vorn gespielt hatte, verlor zunehmend den Zugriff. Die Gäste bemühten sich zwar um offensive Aktionen, blieben jedoch in der zweiten Hälfte weitgehend harmlos.
In der Schlussphase verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung mit zunehmender Spielkontrolle. Zwar kam Babelsberg noch einmal zu einer gefährlichen Situation im Strafraum, doch Somnitz klärte in letzter Sekunde (80.). Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Dobruna mit einem Schuss aus halblinker Position beinahe für die Entscheidung gesorgt, verzog jedoch knapp (76.).
So blieb es bis zum Schlusspfiff bei einer intensiven, aber letztlich verdienten Zwickauer Führung. Während der FSV nach der Pause deutlich stabiler agierte und seine Chancen konsequent nutzte, fehlten Babelsberg im zweiten Durchgang die offensiven Ideen.
Mit dem Erfolg beendet Zwickau seine kleine Sieglosserie und verschafft sich im Mittelfeld der Tabelle wieder Luft. Babelsberg hingegen verpasst nach zwei Niederlagen in Folge die Chance auf eine Trendwende.
Zuschauer: 3713
Spielstätte: GGZ-Arena, Zwickau
Schiedsrichter: Chris Rauschenberg – Paul Baudis, Leon Maximilian Metz
Tore:
0:1 (11.) Queißer, 1:1 (15.) Eixler, 1:2 (28.) Hasse, 2:2 (48.) Eixler, 3:2 (61.) Prasse
Mannschaftsaufstellungen:
FSV Zwickau:
Hiemann – Somnitz, Breitenbücher (74. Dittrich), Startsev (90.+1 Jacobi), Sengersdorf, Eixler, Sezer (88. von Baer), Prasse (74. Dobruna), Fobassam Nawe, Putze (88. Senkbeil), Ziemer
SV Babelsberg 03:
Babke – Silic, Schätzle, Müller, Lessel, Didoss (67. Schulz), Hasse (81. Georgiadi), Bürger (81. Wegener), Queißer (72. Yilmaz), Ogbidi (67. Werbelow), Büch
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Sezer (Zwickau) – Hasse (Babelsberg)
---------- 20. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Dadashov-Doppelpack sichert Dynamo den Heimsieg
BFC Dynamo – BFC Preussen 3:1 (1:0)
Der BFC Dynamo hat seine Heimstärke am nachzuholenden Spieltag der Regionalliga Nordost unter Beweis gestellt und den BFC Preussen mit 3:1 (1:0) besiegt. Vor 1.741 Zuschauern im Sportforum Hohenschönhausen sorgten Amar Suljić Gunte und ein Doppelpack von Rufat Dadashov für den Erfolg der Gastgeber, die nach einer zähen ersten Halbzeit und einem zwischenzeitlichen Rückschlag nach der Pause die Partie letztlich verdient für sich entschieden.
Die Begegnung begann mit viel Ballbesitz für die Hausherren, die bemüht waren, das Spiel aus einer kontrollierten Struktur heraus aufzubauen. Trainer Sven Körner hatte seine Startelf im Vergleich zur vorherigen Partie auf mehreren Positionen verändert, wodurch vor allem im Mittelfeld neue Impulse gesetzt werden sollten. Zunächst entwickelte sich jedoch eine eher ereignisarme Partie, in der sich beide Mannschaften überwiegend zwischen den Strafräumen neutralisierten.
Dynamo hatte zwar mehr Spielanteile, fand aber zunächst kaum Wege durch die kompakt stehende Defensive der Gäste. Erste Ansätze entstanden über schnelle Steckpässe in die Tiefe, doch im letzten Drittel fehlte es den Berlinern noch an Präzision. Auch Preussen blieb offensiv lange blass und kam lediglich zu einem Distanzversuch, der deutlich über das Tor von Ortegel strich.
Die erste wirklich gefährliche Szene führte schließlich zur Führung der Gastgeber. In der 38. Minute entschied sich Dynamo für eine kurze Eckballvariante. Die anschließende Flanke fand Gunte im Strafraum, der sich im Luftduell durchsetzte und den Ball per Kopf zur 1:0-Führung ins Netz setzte. Es war zugleich der Höhepunkt einer ersten Hälfte, die ansonsten nur wenige Strafraumszenen zu bieten hatte.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie jedoch deutlich an Fahrt auf. Preussen kam mit mehr Mut aus der Kabine und nutzte seine erste echte Chance zum Ausgleich. Nach einem Eckball stieg Frank am höchsten und köpfte zum 1:1 ein (50.). Der Treffer fiel überraschend, zeigte aber zugleich die Effektivität der Gäste bei Standardsituationen.
Der BFC Dynamo reagierte jedoch schnell und übernahm erneut die Initiative. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich gelang den Hausherren die erneute Führung. Über mehrere Stationen kombinierten sich die Berliner sehenswert bis zur Grundlinie, ehe der Ball flach in den Rückraum gespielt wurde. Dadashov reagierte am schnellsten und drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie (58.).
In der Folge kontrollierte Dynamo die Partie zunehmend. Preussen versuchte zwar immer wieder, über schnelle Gegenstöße zum Abschluss zu kommen, doch die Defensive der Gastgeber stand nun deutlich stabiler. Die beste Möglichkeit der Gäste vereitelte Torhüter Ortegel, der bei einem gefährlichen Angriff reaktionsschnell zur Ecke klärte (74.).
Mit zunehmender Spieldauer setzten die Berliner verstärkt auf schnelles Umschalten. Immer wieder sorgte Dadashov mit energischen Läufen für Gefahr. In der 80. Minute sorgte der Angreifer schließlich für die Entscheidung: Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte wurde Dadashov mit einem langen Pass geschickt, setzte sich im Laufduell durch und blieb im Eins-gegen-Eins vor Keeper Albers eiskalt. Sein platzierter Abschluss ins Eck bedeutete das 3:1.
In der Schlussphase verwaltete Dynamo den Vorsprung souverän und ließ keine nennenswerten Chancen mehr zu. Preussen fehlten die Mittel, um noch einmal ernsthaft Druck aufzubauen.
Damit belohnte sich der BFC Dynamo für eine insgesamt abgeklärte Leistung und nutzte seine Chancen deutlich konsequenter als der Aufsteiger aus Lankwitz.
Zuschauer: 1740
Spielstätte: Sportforum Stadion, Berlin
Schiedsrichter: Christopher Gaunitz – Philipp Jacob, Matthias Lämmchen
Tore:
1:0 (38.) Gunte, 1:1 (50.) Frank, 2:1 (58.) Dadashov, 3:1 (80.) Dadashov
Mannschaftsaufstellungen:
BFC Dynamo:
Ortegel – Liebelt, Amadou, Mattmüller, Shcherbakovski (72. Fritzsche), Dadashov (90.+3 Polte), Breitfeld (81. Oellers), Gunte, Pestic (81. Windsheimer), Reincke, Lebersorger (90.+3 Kuffour)
BFC Preussen:
Albers – Kireski, Fontein, Maric (46. Kühn), Butkovic, Dikarev, Schröder (63. Ramadan), Adekunle, Häusl, Breitkreuz, Frank (63. Brandt)
Besondere Vorkommnisse:
Gelbe Karten: Amadou (Dynamo) – Häusl, Breitkreuz (Preussen)
*****
Redaktion: Holger Elias (NOFV)
Bitte beachten Sie: Die Fotos unseres Medienpartners Ostsport.tv sind mit der jeweiligen Videozusammenfassung auf Youtube verlinkt. Es öffnet sich ein externes Fenster.
