Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 18. Spieltag
ZFC – Hertha II 1:3 / Jena – SVB 1:1 / FCM II – Chemie 2:1 / FSV 63 – Erfurt 1:1 / GFC – CFC 0:0 / Hertha 03 – VSG 1:3 / FCE – Preussen 1:0 / Lok – FSV 0:2 / Dynamo – HFC 1:1
Die Sonntags-Begegnungen: Meuselwitz startete stark und ging durch Hansch früh in Führung, verlor danach aber in zwei Phasen die defensive Kontrolle. Hertha II drehte die Partie durch Treffer von Berner und Ogbaidze und setzte in einer Meuselwitzer Druckphase per Joker Rölke das 3:1. Der ZFC vergab nach der Pause mehrere Ausgleichschancen und kassierte nach drei ungeschlagenen Spielen wieder eine Niederlage, während die spielerisch reiferen Berliner ihre Auswärtsbilanz aufbessern. - Jena dominierte große Teile der Partie, ging durch einen wuchtigen Kopfball von Eshele kurz vor der Pause verdient in Führung und drängte nach dem Seitenwechsel auf das 2:0. Babelsberg blieb offensiv lange blass, glich aber nach einem Lehrbuch-Konter über den eingewechselten Queißer durch Didoss zum 1:1 aus. Der FCC fand in der Schlussphase keine Antwort mehr und verpasst im Titelrennen die Chance, den Rückstand auf Spitzenreiter Lok Leipzig weiter zu verkürzen. - Magdeburg II dominierte die erste Halbzeit klar und ging verdient durch Leipertz in Führung. Chemie kämpfte sich nach der Pause zurück und glich durch Ratifo aus, ehe ein Torwartfehler den Leipziger Widerstand brach und Millgramm den Siegtreffer markierte. In einem intensiven Schlussabschnitt verteidigte der FCM II die knappe Führung und holte wichtige Punkte.
Alle Sonnabend-Spiele in der Übersicht: Erfurt ging früh durch Moritz in Führung, verlor danach jedoch zunehmend den Zugriff. Luckenwalde steigerte sich kontinuierlich und wurde durch Maciejewskis kraftvollen Distanzschuss zum 1:1 belohnt. In einer intensiven Schlussphase blieb es beim gerechten Remis, das Luckenwalde moralisch stärkt und Erfurt aufgrund fehlender Offensivimpulse ärgert. - Greifswald und Chemnitz trennten sich nach einem intensiven und chancenreichen Duell 0:0. Der GFC trotzte dem CFC trotz Gelb-Rot gegen Hüther über fast 40 Minuten und profitierte von einem herausragenden Jakubov. Chemnitz blieb in Überzahl zu ideenlos und verpasste die Chance, im Tabellenmittelfeld Boden gutzumachen. - Altglienicke dominiert das Berliner Duell in Zehlendorf lange und legt durch Roßbachs Kopfball und einen direkt verwandelten Freistoß von Friedrich früh ein 2:0 vor. Schulz’ traumhafter Volley in den Winkel bringt Hertha 03 kurzzeitig zurück, doch Türpitz stellt mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Die VSG bestätigt ihre Rolle als Spitzenteam, während der Tabellenvorletzte trotz Moral seine Defizite im Spiel gegen den Ball einmal mehr offenbart. - Eilenburg bezwingt den BFC Preussen dank eines frühen Treffers von Mauer und einer über 90 Minuten stabilen Defensivleistung. Trotz klarem Chancenplus und hohem Druck fanden die Berliner kein Mittel gegen das konsequente Verteidigen des FCE. Der zweite Saisonsieg hebt Eilenburg aus dem Tabellenkeller und markiert einen wichtigen Befreiungsschlag.
Am Freitagabend gab es folgende Resultate: Lok Leipzig verliert trotz starker Anfangsphase erstmals daheim und unterliegt Zwickau mit 0:2. Die Rote Karte gegen Cevis sowie Fobassams Führung kurz darauf kippten das Spiel zugunsten der Gäste. Somnitz’ später Elfmeter besiegelte eine Partie, in der Lok die Kontrolle und Zwickau die Effizienz auf seiner Seite hatte. - Nach verspätetem Anpfiff und früher Pyro-Unterbrechung trennten sich BFC Dynamo und der Hallesche FC im Sportforum 1:1. Shcherbakovski brachte die Berliner mit einem sehenswerten Schlenzer in Führung, Polat glich nach einem Gewühl im Strafraum noch vor der Pause aus. In einer zunehmend zerfahrenen zweiten Halbzeit hatten beide Teams Chancen auf den Sieg, insgesamt aber entspricht das Remis dem Spielverlauf.
Effiziente Hertha-Bubis bestrafen Aussetzer
ZFC Meuselwitz – Hertha BSC II 1:3 (1:2)
Der ZFC Meuselwitz musste im Heimspiel gegen Hertha BSC II schmerzhaft erfahren, was passiert, wenn man ein im Ansatz gutes Spiel nicht in Stabilität überführt. Die Zipsendorfer legten furios los, gingen durch Hansch früh in Führung und hatten anschließend genug Ansätze, um die Partie in ihre Richtung zu ziehen. Doch die spielerisch reiferen Berliner bestraften zwei Phasen der Unordnung eiskalt: Berner glich nach 20 Minuten aus, Ogbaidze drehte die Partie kurz vor der Pause – just in einer Phase, in der der ZFC wieder am Drücker war. Joker Rölke setzte in Halbzeit zwei den Konter zum 1:3 und entschied ein offenes Spiel.
Meuselwitz begann schwungvoll, suchte konsequent den Weg über die rechte Seite und hinter die hochstehende Hertha-Kette. Nach einem ersten Rettungsakt eines ZFC-Verteidigers am langen Pfosten (11.) ließ der Gastgeber dann den eigenen Plan aufblitzen: Oke leitete einen Angriff mit Tempo ein, Pauling setzte sich rechts durch und bediente im Strafraum Hansch, der entschlossen und flach ins linke Eck vollendete (12.). Der Lohn für eine engagierte Anfangsphase, in der Trübenbach und Wurr mit Abschlüssen aus der Distanz nachlegten und Hertha defensiv beschäftigten.
Doch die Berliner schüttelten sich kurz – und begannen, ihre spielerische Struktur durchzudrücken. Über Dudziak und Ogbaidze im Zentrum lösten sie zunehmend elegant das Pressing der Thüringer, schoben die Wingbacks Lum und Telib weit nach vorn und setzten den ZFC auf den Flügeln unter Druck. Die Folge war der schnelle Ausgleich: Nach einem Angriff über links brachte Hertha den Ball von der Grundlinie scharf nach innen, Berner setzte sich am Fünfer gegen seinen Gegenspieler durch und drückte die Kugel zum 1:1 über die Linie (21.). Spätestens jetzt war die Partie völlig offen.
Die Führung gab den Berlinern Auftrieb, die nun in vielen Szenen reifer wirkten, den Ball besser behaupteten und über Gouram auf links immer wieder dynamisch durchbrachen. Sedlak musste mehrfach resolut klären, einmal rettete die vielbeinige ZFC-Abwehr in höchster Not. Meuselwitz brauchte gut zehn Minuten, um sich aus dieser Umklammerung wieder zu befreien. Trübenbachs Versuch aus der Distanz (34.) und Hanschs knapper Kopfball daneben kurz vor der Pause (44.) waren Ausdruck des erneuten Aufbäumens – umso bitterer, was in der Nachspielzeit geschah:
Eine weite Flanke von rechts segelte durch den Strafraum, Ogbaidze schlich sich am zweiten Pfosten frei und nickte unbedrängt ins rechte Eck (45.+1). Sedlak war chancenlos, der ZFC stand nach ordentlicher erster Hälfte trotzdem mit gesenkten Köpfen in der Kabine, weil die Konzentration in zwei Schlüsselmomenten fehlte.
Nach dem Seitenwechsel brachte Leopold mit Fischer frische Beine für die Viererkette. Meuselwitz schob nun mutiger nach, presste höher und setzte die Hertha-Abwehr stärker unter Druck. Kaymaz und Wurr rückten aus dem Mittelfeld immer wieder in die vordere Linie, die Abstände wurden enger, die Zweikämpfe intensiver. Die Chancen ließen nicht lange auf sich warten: Kaymaz setzte den Ball am zweiten Pfosten über das Tor (61.), Wurr scheiterte per Kopf an Goller, der den Ball spektakulär über die Latte lenkte (66.), wenig später flog ein weiterer Abschluss des langen Mittelfeldspielers nur knapp über den Querbalken (67.).
In dieser Phase „wackelte“ Hertha sichtbar, versuchte mit längeren Ballbesitzphasen zu beruhigen, zog sich phasenweise tief zurück und setzte nur noch auf vereinzelte Nadelstiche. Genau daraus entstand dann die Vorentscheidung: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld spielte Hertha zielstrebig in den Zwischenraum, Rölke – gerade für das Talent Lum gekommen – erhielt den Ball im Strafraum, drehte sich clever um seinen Gegenspieler und schob trocken ins rechte Eck ein (73.). Ein Treffer, der den Aufwärtsdrang des ZFC abrupt stoppte.
Leopold reagierte mit einem Dreifachwechsel, brachte Balde, Teßmer und Rehder, um im Schlussspurt noch einmal Wucht und frische Beine zu bringen. Meuselwitz warf alles nach vorn, kam über Standards und Flanken immer wieder in den Strafraum, doch es fehlte die letzte Präzision – und ein überragender Moment im Abschluss. Hansch verzog am zweiten Pfosten (85.), Trübenbachs Abschluss in der Nachspielzeit entschärfte Goller am kurzen Eck (90.+4).
Hertha dagegen spielte die letzten Minuten nüchtern herunter, ließ den Ball laufen und verteidigte mit wachsender Abgeklärtheit. Gelbe Karten auf beiden Seiten dokumentierten den härter werdenden Ton, änderten aber nichts mehr am Ergebnis: Die erste Meuselwitzer Niederlage nach drei ungeschlagenen Pflichtspielen, während Hertha II seine „Alles-oder-nichts-Serie“ ohne Remis fortsetzt und sich mit einem reifen Auswärtsauftritt im Tabellenmittelfeld stabilisiert.
Zuschauer: 327
Spielstätte: Hauptplatz bluechip Arena, Meuselwitz
Schiedsrichter: Christopher Gaunitz – Lucas Leihkauf, Tim Haubenschild
Tore:
1:0 (12.) Hansch, 1:1 (20.) Berner, 1:2 (45.+1) Ogbaidze, 1:3 (74.) Rölke
Mannschaftsaufstellungen:
ZFC Meuselwitz:
Sedlak – Halasz (46. Fischer), Trübenbach, Kaymaz (82. G), Oke, Pfeil (86. Raithel), Nitschke (81. Teßmer), Wurr, Pauling (81. Balde), Hansch (90. G), Schmökel (81. Rehder)
Hertha BSC II:
Goller – Pekarik, Berner, Ogbaidze, Gouram (90.+1 Koldzic / 89. G), Ben-Hatira (46. Trus), Strasner, Mamuzah (62. Rölke / 39. G), Dudziak, Hoffmann (90.+2 G), Telib
Restverteidigung fehlt: Queißer und Didoss bestrafen offenen FCC
FC Carl Zeiss Jena – SV Babelsberg 03 1:1 (1:0)
Carl Zeiss Jena hat im Rennen um die Spitze zwei schmerzhafte Zähler liegen gelassen. Vor 6.278 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld kontrollierte der Tabellenzweite über weite Strecken das Geschehen, führte durch einen wuchtigen Kopfball von Eshele kurz vor der Pause verdient und drückte nach dem Seitenwechsel lange auf die Entscheidung. Doch Babelsberg, bis dato offensiv blass, schlug nach einem Jenaer Eckball eiskalt zu: Der eingewechselte Queißer setzte zum Konter an, bediente Didoss – und der Außenbahnspieler besorgte mit seinem 1:1 den Punkt für die Filmstädter.
Jena legte den erwarteten Auftritt eines Spitzenteams hin. Ulucs Elf presste früh, stellte die Gäste schon am eigenen Strafraum und kam über Burmeister und Eshele schnell zu ersten Abschlüssen. Bereits nach zwei Minuten prüfte Burmeister aus spitzem Winkel das Außennetz, kurz darauf liefen fünf FCC-Spieler in den Strafraum – einzig Präzision und letzte Schärfe fehlten im Abschluss. Babelsberg brauchte bis zur 12. Minute, ehe Müller erstmals aus abseitsverdächtiger Position zum Schuss kam.
Der Ton auf dem Rasen war früh gesetzt: körperlich, ruppig, immer an der Grenze. Talabidi sah bereits nach fünf Minuten Gelb, auf der anderen Seite kassierte Schmidt nach hartem Einsteigen die Verwarnung. Im Zwischenraum dominierte Jena, Fritz und Hehne schoben mutig nach, Hoppe rückte immer wieder ins Halbfeld ein und band die Gäste auf deren linker Seite. Die Folge waren druckvolle Minuten, in denen Eshele im Fünfmeterraum nur im letzten Moment von Bürger abgeräumt wurde (17.) und Stein mehrere Hereingaben entschärfen musste.
Babelsberg beschränkte sich zunächst auf Konter, nutzte die Jenaer Offensivwucht aber mit zunehmender Spielzeit besser. Didoss und Covic entfalteten auf den Flügeln Tempo, Müller prüfte Liesegang nach einem schnörkellos gespielten Gegenangriff (20.), wenig später verpasste Didoss aus 16 Metern nur knapp den rechten Pfosten – die beste Möglichkeit der Gäste im ersten Abschnitt (33.). Jena wiederum musste früh wechseln: Hessel schied nach einem Kniekontakt aus, Lankford ersetzte ihn und brauchte einige Minuten, um sich zu sortieren.
Als vieles auf ein torloses Remis zur Pause hindeutete, schlug die individuelle Klasse der Thüringer zu. Hoppe zirkelte in der Nachspielzeit eine Hereingabe in den Strafraum, der Ball wurde von Postelt unglücklich abgefälscht und senkte sich am ersten Pfosten. Dort setzte sich Eshele robust im Kopfballduell durch und nickte zum 1:0 ein (45.+1) – sein fünftes Saisontor, das die Wucht der Jenaer Offensivphase in eine verdiente Führung ummünzte. Dass der Stürmer kurz darauf nach einem Sturz auf die Schulter behandelt werden musste und zur Pause in der Kabine blieb, sollte sich später noch bemerkbar machen.
Mit Beginn der zweiten Hälfte versuchte Uluc, frische Impulse zu setzen: Weihrauch ersetzte Eshele, Krämer rückte für den verwarnten Talabidi in die Abwehr. Jena blieb zunächst im Vorwärtsgang. Burmeister verzog (47.), wenig später setzte Fritz einen wuchtigen Kopfball nach Hoppe-Ecke knapp am Tor vorbei (50.). Reddemann probierte es aus 14 Metern (56.), während Babelsberg in dieser Phase kaum aus der eigenen Hälfte kam und sich vor allem über Torhüter Stein, der sich eine Gelbe Karte wegen Meckerns abholte, in der Partie hielt.
Die Hereinnahme von Lang und Queißer nach gut einer Stunde brachte die Gäste zurück ins Spiel. Zunächst blieb das jedoch eher ein struktureller Effekt: Der SVB stand nun kompakter, entzog den Jenaer Mittelfeldstrategen Raum und Zeit. Als der FCC nach eigener Ecke auf das 2:0 drückte, zeigte sich die Kehrseite des hohen Risikos. Die Standardsituation wurde unsauber ausgespielt, Babelsberg klärte – und plötzlich war keine Restverteidigung mehr erkennbar. Queißer wurde auf die Reise geschickt, trug den Ball mit langen Schritten übers halbe Feld und legte im richtigen Moment quer auf den mitgelaufenen Didoss, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, zum 1:1 zu vollenden (73.).
Das Gegentor wirkte wie ein Schlag in die Magengrube eines bis dahin kontrollierenden FCC. Zwar blieben die Gastgeber feldüberlegen, Babelsberg verteidigte nun aber clever in der eigenen Hälfte, verschob diszipliniert und setzte Nadelstiche, die Jenas Restverteidigung beschäftigten. Uluc reagierte mit der Einwechslung von Seidemann und später Oduah; der FCC stellte noch einmal um, suchte Lankford häufiger hinter der Kette. Ein vermeintlicher Durchbruch des Flügelspielers wurde allerdings wegen vorangegangener Abseitsstellung von Seidemann zurückgepfiffen (84.).
In der hektischen Schlussphase brannte der Ernst-Abbe-Sportfeld-Kessel noch einmal: Jena warf alles nach vorne, Babelsberg konterte mit Zeitmanagement, taktischen Fouls und einem weiteren Wechsel (Weyh für den angeschlagenen Covic). Fritz unterband in der Nachspielzeit einen Konter und sah folgerichtig Gelb (90.+5), während die Gäste den Ball immer wieder klug vom eigenen Strafraum fernhielten. Trotz fünf Minuten Zugabe gelang keinem Team mehr der Lucky Punch – für Jena zu wenig, für Babelsberg angesichts des Spielverlaufs ein hart erarbeiteter Punkt.
Zuschauer: 6278
Spielstätte: Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Schiedsrichter: Lars Albert – Jens Klemm, Johannes Schipke
Tore:
1:0 (45.+1) Eshele, 1:1 (73.) Didoss
Mannschaftsaufstellungen:
FC Carl Zeiss Jena:
Liesegang – Reddemann, Hehne, Eshele (46. Weihrauch), Talabidi (46. Krämer / 4. G), Hoppe (78. Seidemann), Fritz (90.+3 G), Schau (85. Oduah / 77. G), Butzen, Burmeister, Hessel (26. Lankford)
SV Babelsberg 03:
Stein (54. G) – Silic (46. Schätzle), Müller, Covic (88. Weyh / 71. G), Schmidt (61. Queißer / 27. G), Didoss, Dahlke (61. Lang), Zeiger, Bürger, Postelt, Kastenhofer (90.+4 Georgiadi)
Ratifo bringt Chemie zurück, Millgramm entscheidet
1. FC Magdeburg II – BSG Chemie Leipzig 2:1 (1:0)
Vor 2.080 Zuschauern im Magdeburger Nachwuchsleistungszentrum zeigte die Zweitvertretung des FCM eine reife und über weite Strecken dominante Vorstellung – musste aber nach einer verschlafenen Phase im zweiten Durchgang um den am Ende verdienten Sieg zittern. Leipertz brachte die Gastgeber früh und folgerichtig in Führung (17.), doch Chemie arbeitete sich mit großer Moral zurück und glich durch Ratifo aus (68.). Ein individueller Aussetzer von Horenburg leitete schließlich Millgramms Siegtreffer ein (83.), der das intensive Duell zweier sehr unterschiedlicher Halbzeiten entschied.
Die Hausherren legten los, als wollten sie die Leutzscher direkt ersticken. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Millgramm schon nach drei Minuten, als sein Kopfball nach Leipertz-Flanke an die Latte klatschte. Die Gastgeber kontrollierten das Zentrum über Kamm, Birk und Mergner, setzten Chemie mit klaren Positionsstrukturen unter Druck und hielten die Flügel über Baars und Onaiwu breit. Die BSG fand kaum Entlastung, auch weil Lihsek und Seidel gegen die dynamischen FCM-Achter mehrfach einen Schritt zu spät kamen.
Die logische Konsequenz: die Führung. Nach einer sauber herauskombinierten Aktion über Onaiwu und Millgramm löste sich Leipertz geschickt im Strafraum, nahm die flache Hereingabe technisch stark mit und jagte den Ball aus acht Metern kompromisslos in die Maschen (17.). Die Intensität blieb hoch, Magdeburg setzte nach, vergab durch Birk (27.) und Millgramm (43.) weitere gute Gelegenheiten. Chemies Offensivversuche beschränkten sich auf Einzelaktionen – ein Antritt von Mäder (8.) und ein direkter Versuch von Hoffmann vor der Pause (45.) blieben die wenigen Akzente eines harmlosen Gästeangriffs.
Alipours Halbzeitansprache verfehlte jedoch nicht ihre Wirkung. Mit Bunge für Seidel gewann Chemie an Präsenz, spielte höher, setzte den FCM früher unter Druck und attackierte deutlich mutiger die Halbräume. Zwischen der 52. und 56. Minute brannte es mehrfach im Magdeburger Strafraum: Zunächst schob Millgramm aus aussichtsreicher Position über das Tor und verpasste das 2:0 (53.), dann scheiterte Lihsek zweimal knapp. Mäder zwang Kampa zudem mit einem scharf getretenen Freistoß zu einer starken Parade (58.).
Die Gastgeber verloren in dieser Phase die Klarheit der ersten Hälfte. Pässe wurden unsauber, die Abstände größer, Chemie witterte seine Chance. Nach einer sehenswerten Kombination über Hoffmann und Mäder kam der Ball zentral zu Ratifo, der aus 15 Metern trocken ins rechte Eck abschloss (68.). Der Ausgleich war Ausdruck wachsender Leipziger Zielstrebigkeit – und gleichzeitig Weckruf für den FCM.
Die Partie wurde nun offener, hektischer, zweikampfbetonter. Alipour brachte Kießling, um die Defensive zu stabilisieren; Magdeburg reagierte mit Meier und Bytyqi, die über die Flügel neue Impulse setzen sollten. Beide Teams suchten den „Lucky Punch“, doch die Entscheidung resultierte schließlich aus einem schwerwiegenden individuellen Fehler: Horenburg unterlief in der 83. Minute ein kapitaler Stockfehler bei der Ballannahme. Meier reagierte am schnellsten, sein abgefälschter Schuss prallte zu Millgramm, der trocken flach einschob – 2:1.
Chemie warf in den Schlussminuten alles nach vorn. Ein Fallrückzieher von Hoffmann in der Nachspielzeit strich nur knapp am Tor vorbei (90.), zuvor hatte der eingewechselte Enke einen Abpraller an den Pfosten gesetzt (88.). Magdeburgs Defensive rettete den Vorsprung mit leidenschaftlichen Klärungsaktionen über die Ziellinie.
Der FCM II festigt mit dem Heimsieg seine Position im gesicherten Mittelfeld, während Chemie trotz einer starken zweiten Halbzeit erneut ohne Punkte dasteht – eine bittere Niederlage, die aufgrund der Energieleistung nach dem Ausgleich besonders schmerzt.
Zuschauer: 2080
Spielstätte: Avnet Arena, Magdeburg
Schiedsrichter: Marcel Riemer – Tim Gerstenberg, Jonas Marx
Tore:
1:0 (16.) Leipertz, 1:1 (67.) Ratifo, 2:1 (83.) Millgramm
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Magdeburg II:
Kampa (83. G) – Dzogovic, Birk, Kamm, Mergner (89. Giesen), Vogler, Millgramm (89. Korsch), Trkulja, Leipertz (72. Meier), Baars (60. Widmann / 51. G), Onaiwu (72. Bytyqi)
BSG Chemie Leipzig:
Horenburg – Hollenbach (40. G), Enke (88. Sanin), Mäder, Seidel (46. Bunge / 26. G / 57. G), Aliji (86. G), Hoffmann, Lihsek, Nadjombe (79. Kießling), Ratifo, Weigel
Winkel-Hammer belohnt mutige Gastgeber
FSV 63 Luckenwalde – FC Rot-Weiß Erfurt 1:1 (0:1)
In einer Partie, die lange nach einem typischen Auswärtssieg der personell arg gebeutelten Erfurter aussah, erkämpfte sich der FSV Luckenwalde spät und verdient ein 1:1. Moritz hatte RWE früh in Führung gebracht (5.), doch die Thüringer, die mit einer improvisierten Elf antraten, verloren nach einer soliden Anfangsphase zunehmend die Kontrolle. Luckenwalde steigerte sich von Minute zu Minute, blieb geduldig – und wurde nach zahlreichen Annäherungen durch Maciejewskis sehenswerten Distanzschuss belohnt (67.). In der Schlussphase drückten beide Teams, doch der Punktgewinn geht angesichts der Spielverteilung in Ordnung.
Erfurt war gewillt, den Schwung aus dem Derby mitzunehmen. Und die Startphase passte ins Bild: Nach langem Ball eroberte Moritz auf links die Kugel, zog nach innen und vollendete technisch sauber mit dem Außenrist ins rechte Eck (5.) – Luckenwaldes erste Unachtsamkeit wurde sofort bestraft. Der FSV benötigte einige Minuten, um die eigene Struktur zu finden, kam dann aber über die aktive linke Seite und frühe Balleroberungen besser in die Partie. Gollnack überlief mehrfach die RWE-Rechtsverteidigung, fand jedoch im Zentrum keine Abnehmer (9., 17.).
RWE stand in dieser Phase tief, verteidigte geordnet, konnte aber kaum noch Entlastung herstellen. Pollasch und Maciejewski diktierten zunehmend das Zentrum, schoben Schleinitz und Schneider nach, sodass Erfurt häufiger in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurde. Dennoch blieb Luckenwaldes Abschlussqualität überschaubar: König verzog aus 20 Metern (13.), Gollnack bekam im Fünfmeterraum keinen Druck mehr hinter den Ball (21.), und ein Abschluss aus dem Rückraum blieb für Otto leichte Beute (30.).
Die wenigen Kontergelegenheiten der Thüringer verpufften: Fehler fehlte die Präzision im Umschalten, Boboy verlor die entscheidenden Zweikämpfe im Halbraum, und Ugondu kam selten in aussichtsreiche Positionen, auch wenn er sich vor der Pause stark über links in den Strafraum arbeitete, aber ins Aus geriet (33.). So ging die knappe Führung in die Pause, ohne dass RWE nach dem frühen Treffer noch eine klare Torchance herausgespielt hätte.
Nach Wiederanpfiff intensivierte der FSV sein Pressing. Luckenwalde attackierte nun deutlich höher, zwang die Erfurter Dreierkette zu langen Bällen und eroberte auffällig viele zweite Bälle im Zentrum. Zwischen der 55. und 62. Minute schnürten sie RWE phasenweise ein. Zunächst versuchte es Maciejewski aus 20 Metern – weit drüber (61.). Dann vergab Gollnack die Großchance des Nachmittags: König köpfte eine Eingabe auf den langen Pfosten, Gollnack musste aus vier Metern nur den Fuß reinhalten, setzte den Ball aber neben das fast leere Tor (58.).
Erfurt reagierte mit kurzen Ballbesitzphasen, ließ den Ball über Awoudja und Fuakala etwas laufen, doch die Angriffe blieben unvollendet. Ein abgefälschter Schuss von Fehler (62.) und ein Freistoß aus dem Halbfeld (64.) waren die einzigen nennenswerten Annäherungen.
Dann schlug Luckenwalde zu – und wie. Kaum hatten die Gäste ihr Abseitstor durch Ugondu (67.) betrauert, fasste sich Maciejewski ein Herz. Der technisch starke Achter zog aus rund 25 Metern ab und setzte einen wuchtigen Schuss präzise in den rechten Winkel – Otto konnte trotz Flugparade nicht eingreifen. Das 1:1 war die logische Folge des deutlich mutigeren FSV-Auftritts.
Die Schlussphase bot einen offenen Schlagabtausch. RWE kam durch Golubytskij per Kopf zu seiner besten Chance (85.), während Luckenwalde weiter über Neumann und Gollnack zu gefährlichen Flankenläufen kam. Tittel, zuvor kaum geprüft, sah kurz vor Schluss Gelb wegen Zeitspiels – sinnbildlich für den immer hitziger werdenden Charakter des Spiels.
Erfurt brachte mit Uzun und Schulze frische Kräfte, doch die Angriffe wirkten zunehmend improvisiert. Luckenwalde hingegen erspielte sich durch Meyer und die eingerückten Außen erneut dynamische Szenen, ohne die ganz große Chance zu kreieren. In einer Nachspielzeit von über acht Minuten verteidigten beide Seiten engagiert, aber auch nervös – am Ergebnis änderte sich nichts mehr.
So bleibt es beim gerechten 1:1: Erfurt vergab die Chance, nach frühem Treffer Ruhe und Kontrolle ins Spiel zu bringen, während Luckenwalde Moral, Variabilität und wachsende Durchschlagskraft zeigte – und sich für den hohen Aufwand verdient belohnte.
Zuschauer: 723
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Luis Riedel – Christian Schlömann, Oliver Seib
Tore:
0:1 (5.) Moritz, 1:1 (67.) Maciejewski
Mannschaftsaufstellungen:
FSV 63 Luckenwalde:
Tittel (89. G) – Pollasch, Schleinitz (82. Hathaway / 23), Bachmann (82. Will / 75. G), Jannene, Neumann (90.+3 Koplin), Schneider, Kühn, König (71. Meier), Maciejewski, Gollnack (90.+3 Merke)
FC Rot-Weiß Erfurt:
Otto – Moritz, Fuakala (18. G), Awoudja, Caciel, Fehler (87. Uzun), Ugondu, Kleiner (74. Golubytskij / 84. G), Boboy, Dehl (90.+2 Schulze / 56. G), Adesida (78. G)
Hüthers Platzverweis bleibt ohne Folgen: GFC trotzt Chemnitz
Greifswalder FC – Chemnitzer FC 0:0 (0:0)
828 Zuschauer sahen im Volksstadion ein 0:0 der griffigen Sorte: intensiv, zweikampfbetont, phasenweise wild – nur ohne Tore. Greifswald startete furios, Chemnitz traf im Konter die Latte, danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der nach der Gelb-Roten Karte gegen Hüther (53.) beinahe komplett in die Greifswalder Hälfte verlagert wurde. Doch weil der CFC aus seiner langen Überzahl zu wenig machte und Jakubov – ausgerechnet im Spiel zu seinem 300. Regionalliga-Einsatz – mehrfach herausragend parierte, blieb es bei einer Punkteteilung, die Greifswald wie ein kleiner Sieg vorkommen dürfte.
Der Auftakt gehörte klar den Hausherren. Bereits in der ersten Minute prüften Benyamina und Hüther den reaktionsstarken Adamczyk, der die frühe Führung spektakulär verhinderte. Auch Richardson (3.) und Wagner (13.) scheiterten am CFC-Schlussmann, der in der Anfangsphase fast im Minutentakt gefordert wurde. Doch ganz ohne Wirkung blieb der frühe Druck nicht: Nach einem Freistoß bugsierte Benyamina den Ball ins Tor – stand allerdings knapp im Abseits (15.). Zehn Minuten später reagierte Chemnitz erstmals gefährlich, als Damer nach einem schnellen Umschalten frei vor Jakubov auftauchte, aber nur die Latte traf (5.).
Mit zunehmender Spielzeit übernahm der CFC phasenweise die Kontrolle, vor allem dank Grimaldi, der auf dem rechten Flügel kaum zu bändigen war. Der Offensivmann dribbelte sich immer wieder klug in Zwischenräume, tauchte mehrfach gefährlich im Strafraum auf (24., 30.) und forderte beim Publikum Elfmeter, den Schiedsrichter Kaltwaßer jedoch verweigerte (11.). Greifswald hielt in dieser Phase mit hoher Laufarbeit und aggressiven Ballgewinnen dagegen, verlor aber zunehmend die Präzision im Umschalten. Die Folge war ein Spiel mit klaren Torchancen auf beiden Seiten, aber ohne die nötige Konsequenz im Abschluss.
Nach dem Seitenwechsel riss der GFC das Momentum zunächst wieder an sich. Die Zschiesche-Elf presste hoch, stellte die CFC-Innenverteidigung zu und zwang Chemnitz in ungewohnte Hektik. Doch genau in diese Phase hinein kassierte Greifswald einen empfindlichen Rückschlag: Hüther, schon in Halbzeit eins verwarnt, stieg im Mittelfeld resolut ein und sah folgerichtig Gelb-Rot (53.). Was folgte, war eine strukturelle Verlagerung: Chemnitz dominierte nun die Ballbesitzphasen, Greifswald formierte sich tiefer und setzte auf schnelles Umschalten.
Die Himmelblauen taten sich jedoch schwer, die Überzahl strategisch auszuspielen. Flanken verpufften, Abschlüsse blieben zu unpräzise: Alberico prüfte Jakubov zweimal aus der Distanz (75.), Stockinger brachte nach seiner Einwechslung zwar mehr Ruhe ins Zentrum, doch der finale Punch blieb aus. Die beste Chemnitzer Phase zwischen Minute 75 und 82 mündete in einer Serie gefährlicher Strafraumszenen, in denen Jakubov sein Jubiläum mit mehreren starken Paraden krönte. Der GFC-Keeper war spätestens jetzt der prägende Akteur des Nachmittags.
Doch auch Greifswald hätte trotz Unterzahl zum späten Sieger werden können. Ndualu fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und zwang Adamczyk mit einem Strich in den linken Winkel zu einer Glanztat (84.). Kurz darauf vergaben Benyamina und Atilgan im Konter die Chance auf das überraschende 1:0. Erst in der fünf Minuten langen Nachspielzeit stabilisierte sich der CFC endgültig, drückte die Gastgeber tief zurück – aber ohne die nötige Durchschlagskraft.
Am Ende stand ein torloses Remis, das zwei Gesichter hatte: Chemnitz dominierte die Überzahl, ohne sie effizient zu nutzen. Greifswald wiederum zeigte Herz, Kompaktheit und ein starkes Torwartspiel – und darf sich trotz langer Unterzahl über einen wertvollen Punkt im Abstiegskampf freuen.
Zuschauer: 828
Spielstätte: Stadion, Greifswald (Hansestadt)
Schiedsrichter: Kai Kaltwaßer – Pascal Wien, Til Kiwitt
Tore:
Keine (0:0)
Mannschaftsaufstellungen:
Greifswalder FC:
Jakubov (88. G) – Kaizer (89. Eder), Farr, Hüther (37. G; 53. Gelb-Rot), Richardson (72. Daedlow), Vogt, Wagner, Eglseder (70. G), Harz (65. Ndualu), Benyamina (89. Tomety-Hemazro), Atilgan (72. Bokake Bolufe / 78. G)
Chemnitzer FC:
Adamczyk – Mergel (87. Müller / 38), Alberico, Damer (75. Marx), Pistol, Grimaldi, Eppendorfer, Müller, Ekui, Baumgart (63. Stockinger / 6. G), Bozic
Altglienicke zu reif für tapfere Zehlendorfer
Hertha 03 Zehlendorf – VSG Altglienicke 1:3 (0:2)
Im Berliner Duell auf dem Ernst-Reuter-Sportplatz setzte sich die VSG Altglienicke mit der Souveränität eines Spitzenteams gegen beherzt kämpfende, aber limitierte Zehlendorfer durch. Die VSG dominierte den Tabellenvorletzten phasenweise nach Belieben, legte durch einen wuchtigen Kopfball von Roßbach und einen fein gezirkelten Freistoß von Friedrich früh die Basis. Ein Traumtor von Schulz brachte Hertha 03 kurzzeitig zurück ins Spiel, doch Türpitz setzte mit dem 3:1 die passende Antwort und machte den Auswärtserfolg der VSG endgültig klar.
Von Anfang an wurde deutlich, wer hier um die oberen Plätze und wer gegen den Abstieg spielt. Altglienicke stand hoch, presste Zehlendorf konsequent im Aufbau und schob die Wingbacks Kapp und Tezel früh nach vorn. Bereits in den ersten Minuten erzwangen die Gäste mehrere Ecken, aus denen immer wieder Gefahr entstand. Nach einer weiteren Standardsituation war der Bann gebrochen: Roßbach stieg nach einer Ecke wuchtig hoch und nickte zur frühen Führung ein (14.), Schulz und Quiala bekamen den Innenverteidiger nie in den Griff.
Zehlendorf brauchte lange, um sich aus der Umklammerung zu befreien. Ein erster Lichtblick war Mays Abschluss nach guter Vorarbeit über rechts, den Klatte jedoch sicher entschärfte (16.). Insgesamt blieb das Offensivspiel der Hausherren allerdings zu eindimensional, Hebisch hing gegen die robuste Dreierkette der VSG zumeist in der Luft, Jones fand kaum Räume zwischen den Linien. Altglienicke hingegen kombinierte sich immer wieder flüssig durch das Zentrum, wo Sylla und Rieder das Geschehen kontrollierten und die Halbräume geschickt besetzten.
Die logische Folge war das 0:2, das zugleich den spielerischen Unterschied des Nachmittags markierte. Nach einem Freistoß aus gut 25 Metern trat Friedrich an, legte sich den Ball zurecht und zirkelte ihn direkt über die Mauer hinweg in die Maschen (33.). Dedids war zwar noch in der Ecke, kam aber nicht mehr entscheidend heran. Nur wenig später verhinderte das Aluminium die frühe Entscheidung: Sylla traf mit einem wuchtigen Kopfball die Latte (36.), kurz vor der Pause setzte er eine weitere gute Möglichkeit aus aussichtsreicher Position über den Querbalken (45.). Die Pausenführung hätte aus Zehlendorfer Sicht durchaus noch höher ausfallen können.
Mit Doll und Yamada kamen zwei frische Kräfte für Burda und Wicht. Hertha 03 stand nun etwas höher, suchte früher den Weg in die Spitze und versuchte, über die Flügel mehr Tiefe zu erzeugen. Der Lohn folgte rund zehn Minuten nach Wiederbeginn – und wie. Nach einer Ecke blieb die VSG-Defensive nicht konsequent genug, der Ball sprang zu Schulz, der sich ein Herz fasste und das Leder volley in den linken Winkel jagte (55.). Ein Treffer, der den Ernst-Reuter-Sportplatz plötzlich weckte und Zehlendorf neue Energie einhauchte.
Kurz wirkte Altglienicke tatsächlich angezählt, verlor für einige Minuten die zuvor so klare Kontrolle im Zentrum. Doch genau in dieser Phase zeigte der Favorit seine Reife. Die VSG fing die Zehlendorfer Angriffsbemühungen ab, zog das Tempo im Mittelfeld über Sylla und Türpitz wieder an – und schlug eiskalt zu. Nach einem sauber vorgetragenen Angriff landete der Ball beim ehemaligen Drittliga-Profi, der sich halblinks im Strafraum etwas Platz verschaffte und überlegt zum 3:1 vollendete (66.). Klatte war machtlos, Zehlendorfs Hoffnung auf eine Wende erlosch in diesem Moment spürbar.
In der Schlussphase verwaltete Altglienicke den Vorsprung abgeklärt. Benbennek brachte mit Kizildemir, Lübke, später Qenaj und Kardam frische Beine, die das Mittelfeld stabilisierten und den Ball weit weg vom eigenen Strafraum hielten. Arsovic wechselte mit Abe und Reimann noch einmal offensiv, doch die Angriffe der Hausherren blieben Stückwerk, echte Torchancen sprangen vor den Augen der 208 Zuschauer nicht mehr heraus. Einige Gelbe Karten in der Nachspielzeit unterstrichen die zunehmende Frustration bei Hertha 03, änderten aber nichts mehr am verdienten Auswärtserfolg der VSG.
Zuschauer: 208
Spielstätte: Stadion Lichterfelde NR1, Berlin
Schiedsrichter: Chris Rauschenberg – Marko Wartmann, Nils Schröter
Tore:
0:1 (13.) Roßbach, 0:2 (32.) Friedrich, 1:2 (55.) Schulz, 1:3 (66.) Türpitz
Mannschaftsaufstellungen:
FC Hertha 03 Zehlendorf:
Dedidis – Smailovic (86. Wachs), Wilton, Wicht (46. Doll), Burda (46. Yamada), May (74. Reimann / 32. G), Hasenberg, Hebisch (69. Abe), Schulz, Jones, Quiala
VSG Altglienicke:
Klatte – Nietfeld (86. Qenaj), Schickersinsky (60. Kizildemir), Roßbach, Kapp, Tezel, Saliger (67. Lübke / 4), Türpitz, Rieder, Sylla (86. Ibrahimi), Friedrich
Preussen verzweifelt an Pieles und der FCE-Defensive
FC Eilenburg – BFC Preussen 1:0 (1:0)
Der FC Eilenburg hat im Rückrundenauftakt ein Lebenszeichen gesetzt und mit einem leidenschaftlichen, taktisch reifen Vortrag den zweiten Saisonsieg eingefahren. Gegen den ambitionierten Aufsteiger BFC Preussen reichte ein früher Treffer von Mauer (13.), um einen eminent wichtigen 1:0-Erfolg über die Zeit zu bringen. Dass der FCE am Ende die Rote Laterne abgab, war das Ergebnis einer defensiven Meisterleistung und unerschütterlichen Widerstandskraft gegen zunehmend drängende Berliner.
Die Gäste setzten in den ersten Minuten klare Akzente. Mit hohem Pressing, frühen Flankenläufen und langen Einwürfen stellten sie Eilenburgs Viererkette vor enorme Probleme; bereits nach drei Minuten musste Pieles eine erste Ecke aus der Gefahrenzone pflücken. Der FCE fand kaum Entlastung, überstand jedoch diese Drangphase, auch weil Preussen offensive Ansätze nicht präzise zu Ende spielte. Hochs Freistoß (4.) und Fonteins Kopfball nach langem Einwurf (14.) waren zwar verheißungsvoll, doch Pieles blieb aufmerksam.
Dann die kalte Dusche für die Berliner: Kaum hatte Eilenburg erstmals etwas längeren Ballbesitz, gelang über die rechte Seite die spielentscheidende Aktion. Pestel setzte sich nach einem sehenswerten Antritt robust durch und brachte die Hereingabe punktgenau ins Zentrum. Mauer scheiterte zunächst an Albers, stocherte aber im Nachsetzen den Ball über die Linie (13.). Ein Treffer, der die Statik des Spiels spürbar veränderte: Eilenburg gewann an Mut, zog das Zentrum enger zusammen und nahm Preussen in vielen Momenten den Raum für schnelle Umschaltaktionen.
Der FCE überstand anschließend mehrere knifflige Situationen, insbesondere Ramadans wuchtigen Kopfball, der an den rechten Pfosten klatschte (25.). Der Aufsteiger blieb zwar optisch dominant, fand aber gegen die kompakte Dreierreihe um Zaruba, Fischer und Niemitz kaum Wege in den Strafraum. Brandts direkter Freistoß (19.) und ein seitlicher Abschluss von Ramadan blieben die wenigen nennenswerten Chancen. Auf der Gegenseite zeigte Eilenburg immer wieder sicheres Herauskombinieren, wenngleich die Offensivaktionen meist früh im Berliner Drittel endeten.
Nach der Pause legten die Gäste noch einmal zu und brachten mit Gouano und Mensah frische Energie über die Flügel. Der Druck stieg deutlich: Eine abgeblockte Direktabnahme von Dikarev (49.) und zwei Halbchancen aus der Distanz ließen die Eilenburger Defensive wanken, aber nicht brechen. Ab der 60. Minute verlegte sich der FCE komplett auf Konter – und hätte beinahe erhöht. Weiß lauerte bei einer Ecke am langen Pfosten, sein strammer Abschluss prallte jedoch an den Außenpfosten (78.). Ein Nadelstich, der Preussen kurz verunsicherte, ehe sie erneut anliefen.
Die Schlussphase bot pure Abstiegskampfdramatik: Gouano verfehlte aus spitzem Winkel nur knapp (71.), Brandt köpfte in der 90. Minute aus guter Position über das Tor, und Pieles rettete zuvor stark gegen Engelhardt (79.). Der FCE-Keeper wurde in den letzten 20 Minuten zum Turm in der Brandung, auch weil seine Vorderleute konsequent die Räume dicht hielten, kompromisslos in die Zweikämpfe gingen und keine Ruhe am Berliner Strafraum zuließen. Gelbe Karten auf beiden Seiten dokumentierten den zunehmenden Druck und das hohe Risiko, das beide Teams eingingen.
Nach über fünf Minuten Nachspielzeit erlöste der Schlusspfiff das Eilenburger Publikum – ein Sieg, der weniger durch spielerische Finesse, sondern durch Disziplin, Kompaktheit und unbedingten Willen zustande kam. Während sich Eilenburg mit nun elf Punkten im Tabellenkeller zurückmeldet, muss Preussen trotz ansprechender Spielanlage die fehlende Konsequenz im letzten Drittel kritisch hinterfragen.
Zuschauer: 213
Spielstätte: Ilburgstadion – Platz 1, Eilenburg
Schiedsrichter: Patrick Kluge – Albert Lehmann, Laurenz Werner
Tore:
1:0 (12.) Mauer
Mannschaftsaufstellungen:
FC Eilenburg:
Pieles (69. G) – Zaruba, Kosak (58. Henkel / 51. G), Fischer, Kretzer (82. Jarosch / 35. G), Mattmüller (66. Poser), Niemitz, Aguilar Alvarez, Pestel, Weiß (55. G), Mauer (66. Kallenbach / 60. G)
BFC Preussen:
Albers – Kireski, Brandt (85. G), Fontein, Dikarev, Ramadan (79. Engelhardt), Breitkreuz, Hoch (46. Gouano), Brehmer, Stein (89. G), Meyer (46. Mensah)
Fobassam und Somnitz schocken den Spitzenreiter
1. FC Lok Leipzig – FSV Zwickau 0:2 (0:0)
Ein Rückrundenstart voller Brüche: Lok Leipzig, in der Hinrunde daheim makellos, kassiert gegen einen taktisch reifen, in den entscheidenden Momenten abgeklärten FSV Zwickau eine empfindliche 0:2-Niederlage. Eine Partie, die von hoher Intensität, zahlreichen Unterbrechungen und vor allem zwei Schlüsselszenen geprägt war: der umstrittenen Roten Karte gegen Cevis (60.) und dem präzisen Distanzschuss von Fobassam zur Gästeführung (64.). Somnitz' später Elfmeter entschied endgültig – und nachhaltig – eine für Lok zunehmend verworrene Begegnung.
Die Hausherren starteten schwungvoll, wie man sie aus Probstheida kennt: wuchtig, zielstrebig, getragen vom Rhythmus der eigenen Ballgewinne. Grözinger und Siebeck prägten das frühe Positionsspiel, Maderer band die Innenverteidiger und Abderrahmane prüfte nach knapp 30 Minuten den Kasten aus der Distanz. Bereits zuvor hatten Wilton (5.) und Adetula (9.) den Führungstreffer auf dem Fuß. Doch je länger der FSV tief verteidigte, desto mehr zerrieb sich Lok im Zwischenlinienraum. Zwickau lauerte auf Umschaltmomente, kam über Martens (25., 50.) und Eixler (45.+2) zu drei gefährlichen Abschlüssen, die Naumann mit starken Reflexen entschärfte.
Nach der Pause kippten Struktur und Ton der Begegnung. Der FSV erhöhte das Pressing, zwang Lok zu untypischen Ungenauigkeiten – und profitierte schließlich von einem emotional aufgeladenen Zweikampf. Cevis und Startsev gerieten aneinander, der Zwickauer sank theatralisch zu Boden, Schiedsrichter Pilz zeigte Rot. Eine Entscheidung, die die 6.122 Zuschauer lautstark infrage stellten und deren Wirkung sofort spürbar wurde: Während Lok noch haderte, segelte ein Freistoß in den Strafraum, Siebeck klärte unkontrolliert – genau vor die Füße von Fobassam, der aus 18 Metern trocken einnetzte (64.).
Trainer Seitz reagierte, stellte auf zwei Mittelstürmer um, erhöhte über Maier und Ziane die Tiefe der Angriffe, doch die Überzahl gab Zwickau jene Ruhe, die dem FCL nun fehlte. Zwar verpasste Siebeck am langen Pfosten den möglichen Ausgleich (77.), doch insgesamt wirkte Lok zunehmend fahrig, musste immer weitere Räume öffnen – ein idealer Nährboden für die konterstarken Gäste. In der Schlussphase provozierte Zwickau über Jacobi einen Handelfmeter, den Somnitz souverän verwandelte (87.). Danach war die Spannung aus der Partie gewichen, die Emotionen jedoch nicht: Unsportliche Szenen an der Seitenlinie trübten das Bild eines ansonsten kampfbetonten, aber fairen Duells.
Mit der zweiten Leipziger Auswärtsskalp innerhalb einer Woche unterstreicht Zwickau seine Erholungsfähigkeit und Effektivität. Lok hingegen verliert nicht nur seine perfekte Heimbilanz, sondern auch etwas von jener Souveränität, die die Hinrunde prägte – ein Rückschlag, aus dem eine Spitzenmannschaft jedoch wachsen kann.
Später Anpfiff, früher Schlagabtausch
BFC Dynamo – Hallescher FC 1:1 (1:1)
Was auf der Autobahn begann, setzte sich auf dem Rasen fort: Der Abend im Sportforum Hohenschönhausen stand für den Halleschen FC und den BFC Dynamo sinnbildlich für eine Saison voller Verzögerungen und Widerstände. Nach Stau, verspäteter Anreise und einer Stunde verschobenem Anpfiff entwickelte sich ein zähes, von Unterbrechungen und Zweikämpfen geprägtes Duell, das in seinen wenigen klaren Momenten allerdings reichlich Qualität bot. Shcherbakovski traf sehenswert zur BFC-Führung (25.), Polat glich noch vor der Pause aus (32.) – am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1 zum Rückrundenauftakt.
Schon vor dem ersten Ballkontakt lag Rauch über dem Sportforum: Pyrotechnik aus dem BFC-Block sorgte kurz nach Anpfiff für eine erste Unterbrechung, der Rhythmus war früh gebrochen. Zunächst tasteten sich beide Teams ab, Halle überließ dem BFC den Aufbau, stellte aber mit hohem Pressing geschickt die Passwege zu. Die Berliner fanden kaum Ideen, während die Gäste über Polat und Fakhro erste Nadelstiche setzten. Polat dribbelte früh gefährlich in den Strafraum (12.), Damelang und der emsige Elezi suchten aus der Distanz den schnellen Abschluss – Ortegel im BFC-Tor blieb jedoch aufmerksam.
Die Berliner brauchten gute 20 Minuten, um Struktur in ihr Offensivspiel zu bringen. Zunächst meldete sich Shcherbakovski mit einem harmlosen Distanzversuch (18.), dann rückten die Flügel konsequenter nach. Der erste Wirkungstreffer entsprang allerdings einem Moment individueller Klasse: Shcherbakovski, einst selbst im HFC-Trikot unterwegs, ließ Halili am rechten Strafraumeck ins Leere laufen, zog sich den Ball auf den linken Fuß und schlenzte ihn wie aus dem Nichts an Freund und Feind vorbei in den langen Winkel (28.). Was wie eine halbhohe Flanke aussah, entpuppte sich als perfekter Schuss – die verdiente Führung für den nun mutiger auftretenden BFC.
Nur zwei Minuten später hätte Windsheimer erhöhen können: Nach schöner Kombination über die linke Seite prallte sein wuchtiger Abschluss von der Latte zurück (30.). Der HFC schien kurz angezählt, antwortete dann aber mit seiner stärksten Phase der Partie. Zunächst verpasste Schmedemann per Kopf aus kurzer Distanz die erneute Führung (22.), ehe die Rot-Weißen den Druck noch einmal verschärften. Eine hoch hereingeschlagene Flanke segelte in den Berliner Strafraum, der Ball flipperte am Fünfmeterraum hin und her, bis Polat am entschlossensten reagierte und aus nächster Nähe zum 1:1 einschob (34.) – ausgerechnet der gebürtige Berliner stellte die Partie wieder auf Anfang.
Nach der verlängerten ersten Halbzeit – auch dem verspäteten Anpfiff geschuldet – nahm das Spiel nach dem Seitenwechsel einen ähnlichen Verlauf. Der BFC kam mit der ersten klaren Gelegenheit aus der Kabine: Shcherbakovski bediente von links Breitfeld, der am langen Pfosten jedoch nicht genügend Druck hinter den Abschluss brachte (47.). Kurz darauf prüfte der Ex-Hallenser den HFC erneut mit einem Schuss aus spitzem Winkel, diesmal landete der Ball auf dem Tornetz (55.). Die Berliner suchten nun konsequenter die Tiefe, während Halle sich mehr und mehr auf Umschaltmomente konzentrierte.
In der Phase zwischen der 60. und 70. Minute kippte das Spiel ein Stück weit in Richtung der Gäste. Löhmannsröben, ohnehin omnipräsent in Zweikämpfen und Diskussionen, dirigierte das zentrale Mittelfeld, gewann zahlreiche zweite Bälle und initiierte die Angriffe. Elezi scheiterte zunächst mit einem Flachschuss an Ortegel (63.), wenig später zwang Polat den BFC-Keeper von halbrechts zu einer starken Parade (71.). Fakhro rückte immer wieder in die Halbräume, Damelang suchte konsequent den Abschluss – doch Halle verpasste es, aus dieser Druckphase den zweiten Treffer zu erzwingen.
Mit den vielen Wechseln – beim BFC kamen Putaro, später Dadashov und Oellers, beim HFC unter anderem Baro und Ehrlich – zerfaserte die Begegnung zunehmend. Längere Unterbrechungen, kleine Fouls und das permanente Duell der beiden Sechser Löhmannsröben und Mattmüller nahmen dem Spiel endgültig den Fluss. Gelbe Karten für Dadashov und Oellers auf Berliner sowie für Hauptmann und Landgraf auf Hallenser Seite dokumentierten eine intensive, aber nicht überharte Auseinandersetzung.
In der Schlussphase drängte der BFC noch einmal auf den Sieg. Breitfeld tankte sich über links durch, Halili klärte per Kopf zur Ecke (76.), die jedoch verpuffte. Der HFC antwortete mit einer kurz ausgeführten Freistoßvariante, bei der Polats Hereingabe und Damelangs Nachschuss knapp am Ziel vorbeigingen (84.). Die beste Umschaltszene hatte dann wiederum Dynamo: Ein Vier-gegen-drei-Konter lief vielversprechend an, doch Shcherbakovskis Zuspiel geriet einen Tick zu lang (88.) – sinnbildlich für einen Abend, an dem beiden Offensivreihen im letzten Drittel die letzte Präzision fehlte.
So blieb es bei einem Remis, mit dem beide Seiten leben müssen. Der BFC verpasst zwar den Big Point zum Auftakt der Rückrunde, stabilisiert sich aber weiter im oberen Mittelfeld. Der HFC nimmt nach chaotischer Anreise einen ordentlichen Auswärtspunkt mit, bleibt im Spannungsfeld zwischen hohen Ansprüchen und nüchterner Realität jedoch weiter auf der Suche nach Konstanz.
Zuschauer: 2428
Spielstätte: Sportforum Stadion, Berlin
Schiedsrichter: Niclas Rose – Sirko Müke, Florian Strübing
Tore:
1:0 (25.) Shcherbakovski, 1:1 (33.) Polat
Mannschaftsaufstellungen:
BFC Dynamo:
Ortegel – Liebelt, Polte, Amadou (70. Dadashov / 73. G), Mattmüller (70. Oellers / 83. G), Shcherbakovski (88. Knezevic), Breitfeld, Windsheimer (88. Pereira da Silva), Neves (50. Putaro), Pestic, Reincke
Hallescher FC:
Müller – Halili, Löhmannsröben, Fakhro (79. Baro), Polat (86. Ehrlich), Stierlin, Hauptmann (81. G; 90.+3 Wosz), Schmedemann, Landgraf (84. G), Damelang (90.+3 Kastull), Elezi (90.+3)
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Texte: Holger Elias
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