Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 5. Spieltag

VSG – HFC 2:1 / SVT – Lok 2:3 / CFC – Aue 3:1 / Erfurt – FCM II 4:1 / Preussen – GFC 1:1 / FSV – FSV 63 2:1 / Chemie – Jena 0:1 / Hertha II – Dynamo 1:1 / SVB – RSV 3:3

Die Abschlusstreffen des 5. Spieltages vom Sonntag (16.08.26): Jonas Hartl brachte Altglienicke mit einer sehenswerten Einzelaktion vor der Pause in Führung. Sven Sonnenberg erhöhte durch einen Distanzschuss aus rund 30 Metern, ehe Soufian Benyamina Halle spät zurückbrachte. VSG-Torhüter Leon Klatte überstand den Schlussspurt der Gäste und sicherte den 2:1-Erfolg. - Tasmania ging durch Shean Mensah früh in Führung, musste nach Farid Abderrahmanes Ausgleich aber eine umstrittene Rote Karte gegen Steffen Eder hinnehmen. Filip Kusić und Djamal Ziane drehten die Begegnung noch vor der Pause zugunsten von Lok Leipzig. Abdulkadir Beyazıt verkürzte mit einem Traumtor, doch Mensah vergab in der Nachspielzeit die letzte Ausgleichschance.

Am Sonnabend (15.08.26) gab es diese Begegnungen: Tom Baumgart brachte den Chemnitzer FC mit einem verwandelten Elfmeter und einem Abstaubertor vor der Pause mit 2:0 in Führung. Marcel Bär verkürzte nach einer Ecke und leitete eine Auer Drangphase ein. Maximilian Fesser sicherte den Chemnitzer Derbysieg mit einem Kontertor in der sechsten Minute der Nachspielzeit. - Rot-Weiß Erfurt setzte sich nach ausgeglichenem Beginn zunehmend durch und führte zur Pause nach Treffern von Raphael Assibey-Mensah und Laurenz Dehl mit 2:0. Robert Kampa parierte zwar einen Elfmeter von Romario Hajrulla, konnte die Jokertore von Dustin Forkel und Robbie Felßberg aber nicht verhindern. Adrian Drews verkürzte in der Nachspielzeit zum 1:4-Endstand. - Nach einer chancenarmen ersten Hälfte brachte Janis Juckel den Greifswalder FC in der 62. Minute in Führung. Joscha Wosz antwortete nur drei Minuten später mit einem verwandelten Handelfmeter. Preussen besaß in der Schlussphase die besseren Möglichkeiten, scheiterte aber am Greifswalder Torhüter.

Die Spiele vom Freitagabend (14.08.26): Luckenwalde ging durch Claas Zamzow früh in Führung, doch Tim Hannemann glich bei seinem Zwickauer Startelfdebüt aus. Daniel Haubner vollendete die Wende in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einer energischen Einzelaktion. Trotz langer Überzahl brachte Zwickau das 2:1 nur ohne spielerischen Glanz über die Zeit. - Manassé Eshele entschied die lange ausgeglichene Begegnung mit einem sehenswerten Hackentreffer in der 69. Minute. Chemie Leipzig erhöhte in der Schlussphase den Druck, vergab seine besten Ausgleichsmöglichkeiten jedoch durch Lokilo und Profis. Jena überstand acht Minuten Nachspielzeit und nahm nach der Derby-Niederlage gegen Erfurt drei wichtige Punkte mit. - Der BFC Dynamo steigerte sich nach einer chancenarmen ersten Halbzeit und ging durch einen sehenswerten Schlenzer von Valdemar Sadrifar in Führung. Hertha BSC II antwortete in der 84. Minute nach einer kurz ausgeführten Ecke durch Jelani Ndi. In der offenen Schlussphase verhinderten BFC-Torwart Paul Hainke und ein knapp verfehlter Kopfball von Levin Mattmüller eine Entscheidung. - Der SV Babelsberg 03 rettete gegen den RSV Eintracht durch Okpalaikes Treffer in der zwölften Minute der Nachspielzeit ein 3:3. Isma Baraze erzielte alle drei Tore des Aufsteigers, während Lämmel und Ogbidi die Partie zwischenzeitlich zugunsten der Gastgeber gedreht hatten. Der RSV verpasste damit trotz dreimaliger Führung den Auswärtssieg.

 

--- 5. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Klatte rettet der VSG den Heimsieg

VSG Altglienicke – Hallescher FC 2:1 (1:0)

Die VSG Altglienicke bleibt in dieser Saison ungeschlagen. Zwei außergewöhnliche Treffer von Jonas Hartl und Sven Sonnenberg brachten den Berlinern einen 2:1-Erfolg gegen den Halleschen FC. Soufian Benyamina machte die zuvor statische Begegnung mit seinem späten Anschlusstreffer noch einmal spannend, doch VSG-Torhüter Leon Klatte hielt den Sieg fest.

Der HFC besaß zunächst etwas mehr Ballbesitz, entwickelte daraus jedoch kaum Durchschlagskraft. Landgraf setzte einen Distanzschuss weit über das Tor (11.), wenig später musste sich Klatte bei einem abgefälschten Abschluss von Hartmann strecken (12.). Altglienicke fand nur langsam in die Begegnung. Eine kurz ausgeführte Ecke endete mit Czyborras missratener Hereingabe im Toraus (21.), Rieders erster Distanzversuch stellte Bendel vor keine Probleme (25.).

Als die Partie endgültig zu verflachen drohte, sorgte Hartl für einen Moment besonderer Klasse. Der als Innenverteidiger aufgebotene VSG-Spieler ließ Landgraf und Hauptmann mit einer Hackendrehung aussteigen und schob den Ball überlegt in die lange Ecke (33.). Die bis dahin überraschende Führung gab den Gastgebern mehr Sicherheit.

Halle reagierte und kam kurz vor der Pause zu seiner besten Möglichkeit. Nach Benyaminas Flanke und Sonnenbergs Kopfballabwehr zog Hartmann ab, Klatte lenkte den Ball an den Außenpfosten (41.). Auf der Gegenseite bewahrte Bendel den HFC vor dem zweiten Gegentreffer, als er Nietfelds Kopfball nach einer schnellen Kombination über links parierte (44.).

Der zweite Durchgang begann mit einer rund anderthalbminütigen Unterbrechung, nachdem Tennisbälle als Protest gegen die Regionalliga-Aufstiegsregelung auf den Platz geflogen waren. Halle kam zunächst schwungvoll aus der Kabine und suchte nach Ballgewinnen schneller die Tiefe. Die besseren Gelegenheiten besaß jedoch die VSG: Bendel ließ Oduahs Abschluss nur nach vorn prallen, Hauptmann klärte vor Nietfeld (53.). Zwei Minuten später blockte die HFC-Abwehr den Berliner Angreifer erneut.

In der 60. Minute war Bendel machtlos. Sonnenberg fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz und jagte den Ball mit großer Wucht zum 2:0 ins Tor. Halle wechselte offensiv, fand gegen die kompakte Berliner Defensive aber zunächst keine Mittel. Langhammers scharfe Eingabe verfehlte Stobbe knapp (66.), während Altglienicke den Vorsprung kontrollierte.

Erst Benyamina weckte die Gäste noch einmal. Nach Atilgans Querpass schloss der Stürmer am Strafraum kompromisslos zum 2:1 ab (82.). Plötzlich drängte der HFC, Kebe klärte in höchster Not und mehrere Abschlüsse nach einer Ecke wurden geblockt (85.). In der Nachspielzeit schoss Klatte bei einem Klärungsversuch Ehrlich an, doch der Ball trudelte neben das Tor. Anschließend fing der VSG-Schlussmann auch den Kopfball des mit aufgerückten Bendel sicher. So brachte Altglienicke den Sieg vor 1.204 Zuschauern über die Zeit und fügte Halle die erste Saisonniederlage zu.

Zuschauer: 1204
Spielstätte: Spree-Arena, Fürstenwalde/Spree
Schiedsrichter: Christopher Gaunitz – Johannes Drößler, Christine Weigelt

Tore: 1:0 (33.) Hartl; 2:0 (59.) Sonnenberg; 2:1 (83.) Benyamina

Mannschaftsaufstellungen:

VSG Altglienicke Berlin: Klatte, Czyborra, Sonnenberg (67. Ersungur), Kebe, Oduah (67. Zografakis), Nietfeld, Tezel (72. Barylla), Saliger (82. Ibrahimi), Hartl (67. Roßbach), Rieder, Sylla

Hallescher FC: Bendel, Halili, Hartmann (62. Becker), Stierlin, Kulke (62. Stobbe), Hauptmann, Ratifo (76. Schmedemann), Landgraf, Langhammer (76. Atilgan), Damelang (86. Ehrlich), Benyamina

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Oduah, Rieder, Ibrahimi (VSG Altglienicke Berlin) – Kulke (Hallescher FC)

 

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Lok dreht das Spiel und zittert sich ins Ziel

SV Tasmania Berlin – 1. FC Lokomotive Leipzig 2:3 (1:3)

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat einen frühen Rückstand gedreht und seinen dritten Saisonsieg eingefahren. Dabei spielte den Gästen eine umstrittene Rote Karte gegen Steffen Eder in die Hände. Nach einer scheinbar beruhigenden 3:1-Pausenführung verlor Lok im zweiten Durchgang jedoch an Konsequenz. Abdulkadir Beyazıts Traumtor brachte Tasmania noch einmal heran, der Ausgleich fiel trotz einer späten Großchance von Shean Mensah aber nicht mehr.

Nach dem Protest gegen die Aufstiegsregelung begann Lok druckvoll. Adetulas ersten Abschluss entschärfte Höftmann mit den Fäusten (2.). Das Tor fiel jedoch auf der Gegenseite: Mensahs Flanke von links rutschte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck, wobei FCL-Torhüter Naumann keine glückliche Figur abgab (5.).

Die Gäste ließen sich vom Rückstand nicht beirren. Als Eder Kügel im Strafraum foulte, entschied Schiedsrichter Florian Markhoff auf Elfmeter. Farid Abderrahmane verwandelte zentral zum 1:1 (16.). Vier Minuten später stand Eder erneut im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf mit Kügel zeigte Markhoff dem bereits verwarnten Verteidiger direkt Rot – eine harte und nach dem Tickerbild zweifelhafte Entscheidung.

In Überzahl übernahm der Vorjahresmeister endgültig die Kontrolle. Nach einem Standard legte Kügel ab, Filip Kusić schloss überlegt zum 1:2 ab (25.). Tasmania reagierte mit der Einwechslung des erfahrenen Collins und blieb trotz Unterzahl gefährlich. Çakmak schickte Mensah in die Tiefe, dessen Abschluss ins lange Eck Naumann mit einer herausragenden Parade entschärfte (34.).

Lok drängte dennoch auf das dritte Tor. Ein Schuss von Cevis verfehlte sein Ziel knapp (39.), nach der folgenden Ecke setzte Djamal Ziane den Ball zunächst an die Latte. Beim nächsten Standard machte es der Routinier besser und beförderte die Kugel zum 1:3 ins Netz (42.).

Nach dem Seitenwechsel unterbrachen Tennisbälle aus dem Leipziger Block die Partie. Lok setzte anschließend sein Gegenpressing wirkungsvoll ein und drängte Tasmania zeitweise tief in die eigene Hälfte. Ziane schoss nach einem Ballgewinn deutlich vorbei (61.), ehe er gemeinsam mit Öztürk ausgewechselt wurde. Die Berliner gaben sich jedoch nicht auf. Janes verfehlte aus spitzem Winkel nur knapp (74.), vier Minuten später schlug Beyazıt zu: Von der Strafraumkante jagte er den Ball unhaltbar in den Winkel (78.).

Plötzlich musste Lok um den sicher geglaubten Erfolg bangen. Die Gäste stabilisierten sich zwar wieder und ließen Ball und Gegner laufen, doch in der Nachspielzeit bekam Mensah noch einmal die große Ausgleichschance. Der Torschütze dribbelte über links in den Strafraum, schloss unter Bedrängnis von Dombrowa jedoch knapp vorbei (90.+1). So brachte Lok das 3:2 über die Zeit, während Tasmania trotz langer Unterzahl für seinen mutigen Auftritt ohne Ertrag blieb.

Zuschauer: 1050
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Sportpark NR1, Berlin
Schiedsrichter: Florian Markhoff – Sirko Müke, Tobias Grzelka

Tore: 1:0 (6.) Mensah; 1:1 (16.) Abderrahmane (Strafstoß); 1:2 (26.) Kusic; 1:3 (42.) Ziane; 2:3 (78.) Beyazit

Mannschaftsaufstellungen:

SV Tasmania Berlin: Höftmann, Labbouz (71. Janeš), Eder, Yajima (77. Valchev), Yayla, Cakmak (71. Sambale), Mensah, Baca, Beyreuther, Wostrikow (33. Collins), Berko (77. Beyazit)

1. FC Lokomotive Leipzig: Naumann, Wilton, Kügel, Abderrahmane, Adetula (46. Schierack), Ziane (64. Bornschein), Čevis (90. Vuc), Rühlemann (71. Siebeck), Öztürk (64. Mergel), Dombrowa, Kusic

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Eder, Beyreuther, Cakmak, Baca (SV Tasmania Berlin) – Kusic (1. FC Lokomotive Leipzig); Rote Karte: Eder (SV Tasmania Berlin, 20.)

 

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Baumgart trifft doppelt gegen den Ex-Klub

Chemnitzer FC – FC Erzgebirge Aue 3:1 (2:0)

Tom Baumgart hat den Chemnitzer FC im Bezirksderby gegen seinen früheren Verein auf die Siegerstraße geführt. Der Ex-Auer verwandelte zunächst einen Foulelfmeter und nutzte wenig später einen Torwartfehler zum 2:0. Marcel Bär brachte die Gäste nach der Pause zurück, doch Chemnitz widerstand dem wachsenden Druck und entschied die Partie durch Maximilian Fesser mit dem letzten Konter.

Nach dem Gedenken an Peter Müller und einer zweiminütigen Protestaktion gegen die Aufstiegsregelung der Regionalliga begann Aue forsch. Ein abgefälschter Schuss von Bär führte zur ersten Ecke (8.), nach der auch Anglebergers Distanzversuch gefährlich wurde. Chemnitz stabilisierte sich jedoch und drängte die Gäste zunehmend zurück. Tchouangues Vorstoß wurde regelwidrig gestoppt (14.), zwingende Abschlüsse blieben zunächst aber aus.

Die Begegnung verflachte anschließend. Beide Mannschaften scheuten das Risiko, Maciejewski setzte einen Distanzschuss deutlich über das Tor (19.), mehrere Chemnitzer Standards verpufften. Erst nach der Trinkpause nahm das Derby Fahrt auf. Als Marx im Strafraum von hinten getroffen wurde, entschied Schiedsrichter Kai Kaltwaßer auf Elfmeter. Baumgart blieb unbeeindruckt und verwandelte souverän zum 1:0 (32.).

Aue verlor daraufhin seine Ordnung, während der CFC energisch nachsetzte. Torhüter Uhlig verhinderte mit einer Glanzparade zunächst den zweiten Gegentreffer (40.), sah bei der anschließenden Ecke aber schlecht aus: Der Schlussmann segelte unter dem Ball hindurch, Baumgart staubte am langen Pfosten zum 2:0 ab (41.).

Nach der Pause unterbrachen Tennisbälle aus dem Gästeblock die Begegnung. Als wieder gespielt wurde, hätte Chemnitz früh erhöhen können. Marx wurde sehenswert freigespielt, zog an Strietzel vorbei und schoss knapp daneben (49.). Statt der Vorentscheidung fiel der Anschluss: Nach einer Auer Ecke stand Bär frei und vollendete zum 2:1 (53.).

Obwohl der CFC zunächst spielbestimmend blieb, gewann Aue mit dem Treffer neues Selbstvertrauen. Bär köpfte nach einer präzisen Flanke gefährlich aufs Tor, Richter parierte, ehe Chemnitz Queißers Nachschuss zur Ecke klärte (66.). Im direkten Gegenzug verhinderte Uhlig gegen Stockinger mit einer herausragenden Parade das mögliche 3:1 (69.).

Die Schlussphase entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch. Aue hatte in der 83. Minute den Ausgleich vor Augen, Chemnitz verpasste im Gegenzug die Entscheidung. Fesser rettete nach einer gefährlichen Hereingabe von Bär in höchster Not (88.), Lihsek schoss aus der Distanz über das Tor (90.+3). Nach einer letzten, schwach ausgeführten Auer Ecke konterte der CFC: Fesser setzte sich gegen Heidrich durch, überwand Uhlig und vollendete zum 3:1 (90.+6). Der Treffer besiegelte einen aufgrund der stärkeren ersten Hälfte verdienten, am Ende jedoch hart erkämpften Chemnitzer Derbysieg.

Zuschauer: 13.101
Spielstätte: eins-Stadion – An der Gellertstraße, Chemnitz
Schiedsrichter: Kai Kaltwaßer – Lasse Koslowski, Robert Wessel
Vierter Offizieller: Lukas Pilz

Tore: 1:0 (33.) Baumgart (Strafstoß); 2:0 (41.) Baumgart; 2:1 (53.) Bär; 3:1 (90.+6) Fesser

Mannschaftsaufstellungen:

Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben (84. Gröger), Geipl, Stockinger (46. Vogt), Alberico, Marx (76. Berlinski), Tchouangue, Slamar, Grimaldi (67. Fesser), Eppendorfer, Baumgart

FC Erzgebirge Aue: Uhlig, Angleberger, Strietzel, Lihsek, Queißer (67. Pauling), Bär, Kapp, Burghardt, Maciejewski (76. Heidrich), Kokovas (46. Wagner), Skarlatidis (67. Kamm)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Stockinger (Chemnitzer FC) – Lihsek, Kokovas (FC Erzgebirge Aue)

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel / Quelle: Chemnitzer FC

 

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Erfurt trotzt der Hitze und bleibt an der Spitze

FC Rot-Weiß Erfurt – 1. FC Magdeburg II 4:1 (2:0)

Rot-Weiß Erfurt hat seine Tabellenführung mit einem überzeugenden Heimsieg gefestigt. Gegen die technisch versierte U 23 des 1. FC Magdeburg benötigten die Thüringer bei 36 Grad etwas Anlauf, übernahmen dann aber die Kontrolle. Raphael Assibey-Mensah und Laurenz Dehl stellten vor der Pause die Weichen, ehe die eingewechselten Dustin Forkel und Robbie Felßberg den Erfolg vollendeten. Adrian Drews gelang spät nur Ergebniskosmetik.

Nach der Protestminute zur Regionalliga-Reform begann Magdeburg mutig, die erste Chance gehörte jedoch Erfurt: Sofiane Ikene köpfte knapp am langen Eck vorbei (6.). Auf der Gegenseite bediente Drews den freien Jeremie Niklaus, dessen Abschluss RWE-Torwart Jaden Rodtnick stark über die Latte lenkte (15.). Danach schoben die Gastgeber ihre Linien weiter vor. Assibey-Mensahs erster Versuch wurde noch von Timo Birk geblockt (20.).

Nach der Trinkpause erhöhte Erfurt den Druck und belohnte sich mit einem sauber herausgespielten Treffer. Über Benjika Caciel, Stanislav Fehler und Dehl gelangte der Ball zu Assibey-Mensah, der aus kurzer Distanz zum 1:0 vollendete (29.). Die Führung gab dem Team von Fabian Gerber Sicherheit. Mehrfach brach Assibey-Mensah über links durch, während Caciel und Fehler zunächst am letzten Kontakt scheiterten.

Kurz vor der Pause leistete sich Magdeburg Fehler im Aufbau. Beimborns Ballverlust blieb noch folgenlos, weil Lemke einen Abschluss von Fehler blockte (45.). In der vierten Minute der Nachspielzeit schlug RWE erneut zu: Dehls erster Flankenversuch wurde abgewehrt, den zweiten Ball schlenzte der Außenspieler ins lange Eck.

Nach Wiederbeginn sorgten Tennisbälle und ein Banner mit der Forderung „Kompass-Modell jetzt“ für eine kurze Unterbrechung. Anschließend meldeten sich die Gäste offensiv zurück. Rodtnick parierte gegen Niklaus (53.), Bräunling traf nach Drews’ Zuspiel den Pfosten (56.). Erfurt antwortete: Als Lemke Hajrulla im Strafraum foulte, wehrte Robert Kampa sowohl den Elfmeter als auch den Nachschuss des Gefoulten ab (63.).

Nur zwei Minuten später war der starke Magdeburger Schlussmann machtlos. Der gerade eingewechselte Forkel setzte sich robust im Laufduell durch und vollendete frei vor Kampa zum 3:0 (65.). Zwar traf FCM-Kapitän Korsch danach die Latte (71.), doch der nächste Erfurter Joker legte nach: Forkel passte von außen nach innen, Felßberg schob zum 4:0 ein (74.). Kampa verhinderte gegen Marco Wolf einen weiteren Treffer (80.). Nach dessen Ballverlust nutzte Magdeburg den letzten Konter, Drews traf zum 4:1 (90.+2). Am aufgrund der größeren Durchschlagskraft verdienten Erfurter Erfolg änderte das nichts.

Zuschauer: 5412
Spielstätte:
Steigerwaldstadion, Erfurt
Schiedsrichter:
Oskar Lämpel – Tim Gerstenberg, Lars Albert

Tore: 1:0 (30.) Assibey-Mensah; 2:0 (45.+4) Dehl; 3:0 (64.) Forkel; 4:0 (69.) Felßberg; 4:1 (90.+2) Drews

Mannschaftsaufstellungen:

FC Rot-Weiß Erfurt: Rodtnick, Ikene, Assibey-Mensah (63. Felßberg), Caciel, Hajrulla (75. Quiala Tito), Fehler (75. Wolf), Walther, Boboy, Dehl, Gonda (63. Forkel), Adesida (77. Schwarz)

1. FC Magdeburg II: Kampa, Lemke, Birk (84. Frohberg), Elsner (65. Meier), Korsch, Niklaus (75. Probst), Zajusch, Bräunling, Beimborn (65. Trkulja), Drews, Lee (75. Widmann)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Walther (FC Rot-Weiß Erfurt) – Lemke, Beimborn, Frohberg (1. FC Magdeburg II)

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel / Quelle: FC Rot-Weiß Erfurt

 

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Juckels Führung hält nur drei Minuten

BFC Preussen – Greifswalder FC 1:1 (0:0)

Der BFC Preussen und der Greifswalder FC haben sich in einer über weite Strecken zähen Regionalliga-Partie mit 1:1 getrennt. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte brachte Janis Juckel die Gäste in Führung, doch nur drei Minuten später verwandelte Joscha Wosz einen Handelfmeter zum Ausgleich. In der Schlussphase besaßen die Gastgeber die besseren Möglichkeiten, fanden im Greifswalder Torhüter jedoch ihren Meister.

Beide Mannschaften gingen zunächst mit überschaubarem Risiko zu Werke. Preussen gab nach acht Minuten den ersten Torschuss ab, während Greifswald bei seinem ersten nennenswerten Angriff zu umständlich kombinierte und damit eine mögliche Abschlussgelegenheit verspielte (9.). Die Gäste erarbeiteten sich anschließend ein leichtes Übergewicht bei den Standards, konnten aus mehreren Eckbällen in der Anfangsphase jedoch kein Kapital schlagen.

Auch die erste Ecke der Gastgeber blieb folgenlos (16.). Die Begegnung war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, langen Ballbesitzphasen ohne Raumgewinn und fehlender Präzision im letzten Drittel geprägt. Eine Trinkpause nach 24 Minuten unterbrach den ohnehin überschaubaren Spielfluss zusätzlich. Ein leichter Abschluss nach knapp einer halben Stunde stellte den gegnerischen Torhüter vor keine größeren Probleme. Weil sich beide Defensivreihen kaum aus ihrer Ordnung locken ließen und die Angriffsbemühungen zu selten konsequent ausgespielt wurden, ging es torlos in die Kabinen.

Greifswald wechselte zur Pause und brachte Lukas Walchhütter für Joel Awuah. Dennoch kamen die Gastgeber mit mehr Entschlossenheit aus der Kabine. Preussen übernahm zunehmend die Initiative und drängte den GFC zeitweise zurück, ohne zunächst zwingend zum Abschluss zu gelangen (54.). Die erste Großchance des zweiten Abschnitts gehörte deshalb den Gästen: Grace Bokake bot sich die Möglichkeit zur Führung, ließ sie jedoch ungenutzt (56.).

Sechs Minuten später war Greifswald erfolgreicher. Janis Juckel erzielte mit seinem zweiten Saisontreffer das 0:1 (62.). Die Freude der Gäste währte allerdings nur kurz. Unmittelbar nach mehreren Greifswalder Wechseln entschied der Schiedsrichter wegen eines Handspiels auf Strafstoß für Preussen (64.). Wosz übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 1:1 – zugleich sein erstes Saisontor (65.).

Der schnelle Ausgleich verlieh der zuvor schleppenden Begegnung zumindest zeitweise mehr Dynamik. Preussen blieb die aktivere Mannschaft und verstärkte mit der Einwechslung von Luis Inderwisch für Oliver Maric noch einmal seine Offensive (78.). In der 88. Minute bot sich den Gastgebern eine große Gelegenheit zum Siegtreffer, doch die Chance blieb ungenutzt. In der Nachspielzeit hielt der Greifswalder Schlussmann seine Mannschaft mit einer weiteren Parade im Spiel (90.+2). Selbst eine letzte Ecke des BFC brachte keine Entscheidung mehr. Damit belohnte sich Preussen nur teilweise für seine stärkere zweite Hälfte, während Greifswald nach der eigenen Führung mit dem Punkt zufrieden sein musste.

Zuschauer: 146
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Florian Lukawski – Henry Müller, Jonas Marx

Tore: 0:1 (62.) Juckel; 1:1 (65.) Wosz (Strafstoß)

Mannschaftsaufstellungen:

BFC Preussen: Palmowski, Lessel, Vierling, Fontein, Maric (78. Inderwisch), Dikarev, Adekunle (73. Butkovic), Wosz (73. Gramberg), Häusl, Frank, Meyer

Greifswalder FC: Jakubov, Kaizer, Walchhütter (46. Awuah), Bokake Bolufe, Semic (82. Oke), Juckel (63. Hüther), Seidemann (63. Leipertz), Niemitz, Sternberg (63. Kroll-Thiel), Heim, Seidel

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lessel, Meyer, Butkovic (BFC Preussen) – Walchhütter, Awuah (Greifswalder FC)

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel / Quelle: Greifswalder FC

 

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Haubner erzwingt die Wende vor der Pause

FSV Zwickau – FSV 63 Luckenwalde 2:1 (2:1)

Der FSV Zwickau hat einen frühen Rückstand noch vor der Pause gedreht und den knappen Vorsprung anschließend über die Zeit gebracht. Claas Zamzow ließ den Außenseiter hoffen, doch Tim Hannemann antwortete bei seinem Startelfdebüt. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs entschied Daniel Haubner die Partie mit einer energischen Einzelaktion. Nach Gelb-Rot gegen Felix Pilger blieb Luckenwalde rund eine halbe Stunde in Unterzahl.

Nach einer Protestaktion zur Regionalliga-Reform erwischten die Gäste den besseren Start. Luckenwalde ließ den Ball sicher laufen und nutzte seinen ersten klaren Angriff: Dahlke bediente Zamzow von links, der vor Hiemann die Ruhe bewahrte und zum 0:1 ins rechte Eck schob (10.). Für den FSV 63 war es im neunten Regionalliga-Duell mit Zwickau der erste Treffer überhaupt. Eine Minute später lag der Ball erneut im Tor, Pollasch hatte zuvor jedoch im Abseits gestanden.

Zwickau wirkte zunächst verunsichert, fand dann aber über die rechte Seite in die Begegnung. Breitenbücher scheiterte an Jasper Kühn, ein Verteidiger blockte Besongs Nachschuss (21.). Die nächste Aktion brachte den Ausgleich: Nach Besongs Ablage am zweiten Pfosten rauschte Hannemann heran und vollendete zum 1:1 (22.). Nun drängten die Westsachsen den Gegner tiefer zurück. Besong zielte zu zentral (34.), Breitenbücher aus halbrechter Position knapp über das Tor (41.).

Als vieles bereits auf ein Remis zur Pause hindeutete, erzwang Haubner die Wende. Er eroberte an der Strafraumgrenze gegen Pollasch den Ball, behauptete sich im direkten Duell und schob ihn überlegt in den linken Winkel (45.+1). Die Führung war Ausdruck der deutlichen Zwickauer Steigerung nach dem schwachen Auftakt.

Luckenwalde kam entschlossener aus der Kabine. Pollaschs Freistoß aus 18 Metern zwang Hiemann zu einer Parade (48.). Auf der Gegenseite landete Ziemers Kopfball am Außennetz (53.). Während die Gäste mehr Zug nach vorn entwickelten, agierte der FSV zu passiv – bis Pilger, bereits verwarnt, im Mittelfeld zu spät gegen Moritz kam und folgerichtig Gelb-Rot sah (62.).

Die Überzahl spielte Zwickau allerdings nicht konsequent aus. Breitenbücher verfehlte aus 18 Metern knapp (63.), danach verlor die Begegnung durch zahlreiche Wechsel an Rhythmus. Luckenwalde bemühte sich bis zum Ende, kam aber kaum noch in gefährliche Abschlusspositionen. Jacobi setzte einen Freistoß aus großer Distanz vorbei (90.+1), Haubners letzter Versuch wurde geblockt (90.+4). So blieb es vor 3.870 Zuschauern beim 2:1, mit dem Zwickau seine makellose Bilanz gegen Luckenwalde ausbaute.

Zuschauer: 3870
Spielstätte: GGZ-Arena, Zwickau
Schiedsrichter: Johannes Drößler – Patrick Kluge, Benjamin Strebinger

Tore: 0:1 (10.) Zamzow; 1:1 (24.) Hannemann; 2:1 (45.+2) Haubner

Mannschaftsaufstellungen:

FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, Breitenbücher (69. Möbius), Startsev (69. Riesen), Sengersdorf, Besong (69. Seidel), Fobassam Nawe, Ziemer, Harant (83. Sezer), Haubner, Hannemann (83. Albert)

FSV 63 Luckenwalde: Kühn, Collins, Pollasch (69. Jannene), Koplin (69. Kühn), Mätzke, Seidel, Zamzow (69. Heidrich), Dahlke (84. Neumann), Pilger, Hathaway (78. Will), Jacobi

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Breitenbücher, Startsev, Möbius (FSV Zwickau) – Pilger, Kühn, Neumann (FSV 63 Luckenwalde); Gelb-Rote Karte: Pilger (FSV 63 Luckenwalde, 62.)

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel / Quelle: FSV Zwickau

 

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Esheles Hacke entscheidet die Hitzeschlacht

Manassé Eshele erzielte mit einem Geniestreich per Hacke zum 0:1 seinen ersten Treffer für den FC Carl Zeiss Jena. Foto: Holger Elias

BSG Chemie Leipzig – FC Carl Zeiss Jena 0:1 (0:0)

Ein Geniestreich von Manassé Eshele hat dem FC Carl Zeiss Jena den Auswärtssieg im Alfred-Kunze-Sportpark beschert. In einer lange ausgeglichenen, von Hitze, Protestunterbrechungen und vielen Zweikämpfen geprägten Partie erzielte der Angreifer das einzige Tor mit der Hacke. Chemie Leipzig erhöhte spät den Druck, blieb vor dem Tor aber ohne die nötige Konsequenz.

Nach dem Protest gegen die ungelöste Aufstiegsfrage der Regionalligen entwickelte sich bei mehr als 30 Grad zunächst eine temporeiche Begegnung. Chemie reklamierte vergeblich einen Strafstoß, als FCC-Torwart Liesegang einen hohen Ball unterschätzte und mit einem Leipziger zusammenprallte (7.). Jena wirkte insgesamt ballsicherer: Burmeisters Distanzversuch wehrte Bergmann zur Ecke ab (10.), Wendt klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Löder (18.).

Die größte Möglichkeit der Gastgeber folgte nach 21 Minuten. Lisinski flankte gefühlvoll von rechts, doch Hoffmann und Neuzugang Kühn verpassten den Ball freistehend. Jena blieb strukturierter, ohne aus seinem leichten Übergewicht Kapital zu schlagen. Eshele konnte Munsers Freistoß am langen Pfosten nicht kontrolliert verwerten (38.). So ging es torlos in die Kabinen.

Der zweite Durchgang begann mit einer gut dreiminütigen Unterbrechung, weil aus dem Jenaer Block Tennisbälle auf den Rasen flogen. Danach wurde Chemie aktiver, ohne die Gäste dauerhaft zurückzudrängen. Kratzers Schuss blieb hängen (49.), Kühn lupfte direkt in Liesegangs Arme (55.). Jena antwortete über schnelles Umschalten: Bergmann parierte Werners Abschluss, Reddemann setzte den Nachschuss über das Tor (53.).

Für eine weitere Zäsur sorgte Alijis Einsteigen mit gestrecktem Bein gegen den kurz zuvor eingewechselten Hehne. Der Jenaer musste vom Platz getragen werden, während Hollenbach für seine Beschwerde Gelb sah (64.). Vier Minuten später wechselte Marco Grote erneut – und unmittelbar danach fiel die Entscheidung. Löder flankte von rechts an den Fünfmeterraum, Eshele nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an und beförderte ihn mit der Hacke am Gegenspieler vorbei ins rechte Eck (69.).

Jena übernahm nun die Kontrolle und hätte bei drei Abschlüssen binnen weniger Sekunden nachlegen können (73.). Chemie warf in der Schlussphase lange Bälle und Standards nach vorn. Lokilo köpfte aus sechs Metern über das Tor (89.), Profis traf eine Hereingabe am kurzen Pfosten nicht richtig (90.+1). Beim letzten Freistoß blieb Jakobi zunächst in der Mauer hängen, den Nachschuss hielt Liesegang im Nachfassen (90.+8). So musste der FCC bis zum Abpfiff zittern, brachte Esheles Kunststück aber über die Zeit.

Zuschauer: 4999
Spielstätte: Alfred-Kunze-Sportpark Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Lukas Pilz – Johannes Schipke, Luis Paul

Tore: 0:1 (71.) Eshele

Mannschaftsaufstellungen:

BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Hollenbach (74. Eyenga Lokilo), Pfeil, Aliji, Wendt, Hoffmann, Sanin (46. Bulland), Kühn, Lisinski, Jakobi, Kratzer (80. Profis)

FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Reddemann, Lankford, Eshele (80. Wollschläger), Munser (68. Teuber), Löder (80. Hoppe), Fritz, Werner (57. Hehne; 68. Ajvazi), Boog, Butzen, Burmeister

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Hollenbach, Pfeil, Aliji, Sanin, Jakobi (BSG Chemie Leipzig) – Lankford, Löder, Ajvazi (FC Carl Zeiss Jena)

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel / Quelle: BSG Chemie Leipzig

 

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Sadrifars Traumtor reicht dem BFC nicht

Hertha BSC II – BFC Dynamo 1:1 (0:0)

Der BFC Dynamo hat einen möglichen Auswärtssieg spät aus der Hand gegeben. Nach einer weitgehend ereignisarmen ersten Hälfte steigerten sich die Gäste deutlich und gingen durch einen sehenswerten Treffer von Valdemar Sadrifar in Führung. Doch Herthas U 23 schlug nach einer kurz ausgeführten Ecke zurück: Jelani Ndi sicherte den Berlinern mit einem gefühlvollen Schlenzer das 1:1.

Beide Mannschaften beteiligten sich zunächst an einer Protestaktion und ließen den Ball in der ersten Minute ruhen. Danach versuchte der BFC, die Initiative zu übernehmen. Über die rechte Seite kombinierten sich die Gäste erstmals an den Strafraum, doch Breitfelds Zuspiel auf Dadashov kam einen Moment zu spät – Abseits (15.).

Die erste große Chance gehörte allerdings Hertha. Ein Abschluss prallte in der 18. Minute vom linken Innenpfosten, rollte über die gesamte Torlinie und sprang auch noch an den rechten Pfosten, ehe er ins Feld zurückkehrte. Mehr Aluminiumpech war kaum möglich. Danach neutralisierten sich beide Teams zwischen den Strafräumen. Zwar gelangten sie mit gefälligen Kombinationen in die gegnerische Hälfte, doch Präzision und Entschlossenheit fehlten im letzten Drittel. Erst kurz vor der Pause sorgte Levin Mattmüller für Gefahr. Seinen direkt auf das Tor gezogenen Freistoß aus rund 25 Metern entschärfte Herthas Torhüter Heide mit einer starken Parade (45.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dynamo deutlich den Druck. Breitfeld bereitete von rechts vor, Mattmüller brachte den Ball jedoch nicht kontrolliert auf das Tor (49.). Kurz darauf musste die Begegnung unterbrochen werden, weil aus dem Gästeblock Tennisbälle auf den Rasen flogen (53.). Der Protest bremste den Berliner Vorwärtsdrang nur vorübergehend. Mattmüllers platzierter Distanzschuss stellte Heide noch vor keine größeren Probleme (59.), ehe Dadashov nach einer geschickten Drehung knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (64.). Einen direkt aufs Tor geschlagenen Eckball von Günay parierte Herthas Schlussmann ebenfalls aufmerksam (67.).

In der 75. Minute belohnte sich der BFC schließlich für seine Steigerung. Sadrifar bekam den Ball halbrechts vor dem Strafraum und zirkelte ihn mit hoher Präzision in den linken oberen Winkel – ein Treffer von besonderer Qualität. Die Gäste drängten anschließend auf die Entscheidung, doch der eingewechselte Savicevic brachte bei seinem Abschluss nicht genügend Druck hinter den Ball (79.).

Das rächte sich. Hertha führte eine Ecke kurz aus, Ndi zog nach innen und schlenzte den Ball zum 1:1 ins Netz (84.). In einer turbulenten Schlussphase hatten die Gastgeber sogar den Siegtreffer vor Augen, scheiterten jedoch am stark reagierenden Paul Hainke (89.). Auf der anderen Seite köpfte Mattmüller in der Nachspielzeit knapp über das Tor (90.+2). So blieb es vor 984 Zuschauern beim Remis, das aufgrund der stärkeren zweiten Hälfte vor allem für den BFC vermeidbar war.

Zuschauer: 984
Spielstätte: Stadion auf dem Wurfplatz, Berlin
Schiedsrichter: Marko Wartmann – Chris Rauschenberg, Albert Lehmann

Tore: 0:1 (75.) Sadrifar; 1:1 (84.) Ndi

Mannschaftsaufstellungen:

Hertha BSC II: Heide, Kourouma, Ngwa, Schößler (46. Aslanidis; 71. Akoto), Kannewurf (46. Canpolat), Brekalo, Ogbaidze, Hildebrandt, Ndi, Adetokunbo-Adeleye, Weiland

BFC Dynamo: Hainke, Liebelt, Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar, Dadashov (76. Savicevic), Mantatu Rogero (46. Günay), Oellers, Breitfeld (87. Seven), Bölke (82. Reincke), Windsheimer (76. Fritzsche)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Hildebrandt (Hertha BSC II) – Mattmüller (BFC Dynamo)

Externer Link: Pressegespräch nach dem Spiel / Quelle: BFC Dynamo

 

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Okpalaike entreißt Baraze den großen Abend

SV Babelsberg 03 – RSV Eintracht 1949 3:3 (1:1)

Der SV Babelsberg 03 hat sich in einem turbulenten Nachbarschaftsduell tief in der Nachspielzeit einen Punkt gesichert. Aufsteiger RSV Eintracht ging dreimal durch Isma Baraze in Führung und schien dessen Dreierpack bereits mit einem Auswärtssieg zu krönen. Doch der eingewechselte Joshua Okpalaike entriss den Gästen in der 102. Minute noch das 3:3.

Nach dem 1:3 bei der U 23 des 1. FC Magdeburg veränderte Babelsbergs Trainer Michael Braune seine Anfangsformation auf drei Positionen. Lukas Lämmel, Joshua Okpalaike und Tobias Hasse rückten zunächst auf die Bank. Beim RSV zahlte sich dagegen Thomas Frankes Entscheidung aus, Baraze wieder in die Startelf zu beordern. Der 21-Jährige benötigte nur neun Minuten, um die Gäste mit 1:0 in Führung zu bringen.

Babelsberg musste früh ein weiteres Mal umstellen. Für Marko Perovic kam bereits in der 15. Minute Lämmel – und ausgerechnet der zunächst geschonte Mittelfeldspieler brachte die Filmstädter zurück. In der 36. Minute erzielte er den Ausgleich. Die Potsdamer hatten damit den Fehlstart korrigiert und gingen mit einem 1:1 in die Pause.

Nach Wiederbeginn benötigten die Gastgeber nur drei Minuten, um die Begegnung zunächst vollständig zu drehen. Theo Ogbidi, bereits am Dienstag in Magdeburg erfolgreich, traf zum 2:1 (48.). Doch der RSV ließ sich weder von diesem Rückschlag noch von Babelsbergs wachsendem Druck aus der Partie drängen. Baraze schlug erneut zu und stellte nach einer Stunde auf 2:2 (60.).

Braune brachte in der 65. Minute Simon Gollnack für Ogbidi und erhöhte später mit Okpalaike sowie Tom Berger noch einmal die offensiven Möglichkeiten. Die erneute Führung gelang allerdings dem Aufsteiger: Baraze vollendete seinen außergewöhnlichen Abend mit dem dritten Treffer zum 3:2 (79.). Aus einem frühen Ausrufezeichen war ein lupenreiner Dreierpack geworden.

Babelsberg warf nun alles nach vorn, während die Eintracht den knappen Vorsprung durch eine außergewöhnlich lange Schlussphase zu tragen versuchte. Als der RSV bereits unmittelbar vor seinem zweiten Saisonsieg stand, wurde der eingewechselte Okpalaike zum Babelsberger Retter. In der zwölften Minute der Nachspielzeit erzielte der Angreifer das 3:3 und verhinderte die dritte Niederlage nacheinander.

Für die Filmstädter besaß dieser späte Treffer besondere Bedeutung: Gegen Jena und Altglienicke hatten sie im Karl-Liebknecht-Stadion bereits in der Nachspielzeit insgesamt drei Punkte verloren, diesmal profitierten sie selbst vom letzten Angriff. Der RSV bestätigte dagegen erneut seine Konkurrenzfähigkeit, muss sich nach dem 1:1 gegen dezimierte Leipziger jedoch zum zweiten Mal binnen einer Woche über zwei entglittene Punkte ärgern.

Zuschauer: 3120
Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Schiedsrichter: Jens Klemm – John Bartsch, Oliver Seib

Tore: 0:1 (9.) Baraze Adam; 1:1 (36.) Lämmel; 2:1 (47.) Ogbidi; 2:2 (60.) Baraze Adam; 2:3 (79.) Baraze Adam; 3:3 (90.+12) Okpalaike

Mannschaftsaufstellungen:

SV Babelsberg 03: Babke, Kalckreuth, Wegener, Meier (78. Berger), Perovic (15. Lämmel), Ebel, Kang (46. Hasse), Herrmann (78. Okpalaike), Ogbidi (66. Gollnack), Büch, von Piechowski

RSV Eintracht 1949: Güldner, Herrmann (73. Williams), Pohlenz, Smailovic, Baraze Adam, Hasenberg, Capoano (78. Jupolli), Kim, Chornenkyi (85. Boulehris), Kasola (85. Göth), Kukanda

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Ogbidi, Büch (SV Babelsberg 03) – Kukanda, Chornenkyi, Pohlenz (RSV Eintracht 1949).

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel / Quelle: SV Babelsberg

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Redaktion: Holger Elias (NOFV)

Bitte beachten Sie: Die Fotos unseres Medienpartners Ostsport.tv sind mit der jeweiligen Videozusammenfassung auf Youtube verlinkt. Es öffnet sich ein externes Fenster. - Grundlage für die Texte sind die übermittelten Ticker mit Aufstellungen, Torfolge, Spielverlauf und die offiziellen NOFV-Spielberichte.

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