Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Vorschau 16. Spieltag
Erfurt in Leutzsch gefordert
Vier Begegnungen eröffnen am Freitagabend den 16. Spieltag der Regionalliga Nordost. Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt reist zu einer zuletzt dreimal ungeschlagenen BSG Chemie Leipzig, während der Hallesche FC gegen Schlusslicht Luckenwalde seine Verfolgerposition behaupten will. Einen Tag später empfängt der nur einen Punkt hinter Erfurt liegende Chemnitzer FC den Greifswalder FC. Zum Abschluss stehen am Sonntag unter anderem das Duell zwischen Zwickau und Lok Leipzig sowie das Aufeinandertreffen der zweiten Mannschaften von Hertha BSC und dem 1. FC Magdeburg auf dem Programm.
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Freitag, 06.11.2026, 19:00 Uhr
FC Carl Zeiss Jena – BFC Preussen
Zwei Spiele ohne eigenen Treffer haben Jenas Aufholjagd gebremst. Auf das 0:0 gegen den BFC Dynamo folgte ein 0:1 in Aue, bei dem der FCC zunächst defensiv ordentlich stand, im letzten Pass aber zu ungenau blieb. Nach Gelb-Rot für Sören Reddemann musste Jena die Schlussphase zudem in Unterzahl bestreiten. Gegen Preussen muss Jena seine Angriffe wieder konsequenter zu Ende spielen, um den Abstand zur Spitzengruppe nicht weiter wachsen zu lassen.
Die Berliner reisen mit dem Rückenwind eines 3:0 gegen Zwickau an. Frühe Führung, kompakte Defensive und die Verwertung der eigenen Möglichkeiten ergaben einen klaren Erfolg. Für Jena liegt darin eine Warnung: Mehr Ballbesitz allein wird gegen einen Gegner, der zuletzt wenig zuließ, kaum genügen. Preussen wiederum bietet sich die Gelegenheit, dem überzeugenden Heimauftritt auch auswärts ein Ausrufezeichen folgen zu lassen.
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VSG Altglienicke Berlin – SV Tasmania Berlin
Nach zwei 3:1-Siegen musste Altglienicke bei Lok Leipzig eine Niederlage mit demselben Ergebnis hinnehmen. Der 0:2-Pausenrückstand erwies sich als zu schwere Hypothek; auch Ted Tattermuschs Anschlusstreffer leitete keine Wende ein. Gegen Tasmania geht es für die VSG darum, wieder früher Zugriff auf die Begegnung zu bekommen und dem Gegner weniger Raum für dessen Angriffe zu überlassen.
Dass Tasmania selbst gegen einen Spitzenklub gefährlich werden kann, zeigte das 3:4 gegen Chemnitz. Die Berliner holten einen 1:3-Rückstand auf, standen am Ende dennoch ohne Punkt da. Die offensive Gegenwehr verdient Beachtung, die inzwischen 43 Gegentore markieren jedoch das zentrale Problem. Hinzu kamen gegen den CFC Gelb-Rote Karten für Pedro Vitor und Simo Collins. Altglienicke trifft damit auf einen angeschlagenen Gegner, dessen Angriffslust trotz der Niederlage deutlich sichtbar blieb.
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BSG Chemie Leipzig – FC Rot-Weiß Erfurt
Chemie hat aus den vergangenen drei Begegnungen fünf Punkte geholt, doch das jüngste 1:1 in Greifswald war ein hart erarbeiteter Erfolg unter schwierigen Bedingungen. Die Gastgeber vergaben zahlreiche Möglichkeiten; Leipzigs Ausgleich entstand durch ein Eigentor. Wie eng die personelle Lage war, verdeutlichte die Einwechslung von Ersatztorwart Florian Horenburg als Feldspieler in der Nachspielzeit. Gegen Erfurt wird neben der defensiven Geschlossenheit deshalb entscheidend sein, welche Wechselmöglichkeiten sich diesmal bieten.
Der Tabellenführer kommt nach einem 4:1 gegen Babelsberg nach Leutzsch. Mechak Quiala Tito und Sofiane Ikene sorgten früh für klare Verhältnisse, später trafen auch Dustin Forkel und der eingewechselte Romarjo Hajrulla. Mit 46 Toren stellt Erfurt den erfolgreichsten Angriff der Liga. Chemie braucht daher neben Widerstandskraft auch eigene Entlastung, um nicht dauerhaft in der Defensive gebunden zu werden.
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Hallescher FC – FSV 63 Luckenwalde
Das 1:1 bei Magdeburg II hielt Halles Serie ohne Niederlage am Leben, ließ aber auch Verbesserungsbedarf erkennen. Gegen das frühe Anlaufen der Gastgeber fand der HFC zunächst nur schwer Lösungen; erst Niclas Stierlins Ausgleich nach der Pause sicherte den Punkt. Für den Tabellendritten steht gegen Luckenwalde deshalb vor allem ein aktiverer Beginn auf der Aufgabenliste. Der Rückstand auf Erfurt beträgt vier Zähler.
Luckenwalde beendete mit dem 1:1 gegen Hertha BSC II eine Partie erstmals in dieser Saison unentschieden. Lucas Wills Führung reichte nicht zum erhofften Heimsieg, weil die Gäste noch vor der Pause ausglichen. Mit sieben Punkten bleibt der FSV Schlusslicht. In Halle wird es darauf ankommen, eigene Ballgewinne für Entlastungsangriffe zu nutzen und dem HFC nicht über längere Phasen ungestörten Druck zu ermöglichen.
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Sonnabend, 07.11.2026, 14:00 Uhr
Chemnitzer FC – Greifswalder FC
Vier Tore, drei Punkte – und dennoch reichlich Stoff für die Aufarbeitung: Chemnitz gewann bei Tasmania 4:3, verlor zwischenzeitlich jedoch eine 2:0- und eine 3:1-Führung. Ron Berlinskis Treffer entschied die Begegnung, die bis in die Nachspielzeit offen blieb. Für den Tabellenzweiten führt der Weg zu einem kontrollierteren Heimauftritt deshalb vor allem über eine bessere Absicherung nach eigenen Angriffen.
Greifswald reist nach einem 1:1 gegen Chemie Leipzig an, das angesichts der ausgelassenen Chancen zu wenig Ertrag brachte. Robert Leipertz hatte den GFC früh in Führung geschossen, ehe ein Eigentor von Lion Semić den Ausgleich bescherte. Möglichkeiten zum zweiten Treffer waren vorhanden. In Chemnitz wird die Chancenverwertung erneut ein Schlüssel: Der CFC hat zuletzt defensive Angriffsflächen angeboten, zugleich aber seine erhebliche Torgefahr unterstrichen.
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SV Babelsberg 03 – BFC Dynamo
Babelsberg muss die Folgen des 1:4 in Erfurt verarbeiten. Nach 16 Minuten lag der SVB bereits mit zwei Toren zurück; die anschließende Steigerung änderte nichts mehr an der klaren Niederlage. Für das Heimspiel gegen Dynamo rückt damit besonders die Anfangsphase in den Mittelpunkt. Babelsberg braucht von Beginn an engere Abstände und mehr Sicherheit, damit erneutem frühen Druck nicht wieder ein Rückstand folgt.
Der BFC reist nach einem 2:0 gegen den RSV Eintracht an. Rufat Dadashov und Ludwig Bölke trafen für die Berliner, die mit 29 Punkten den vierten Platz einnehmen. Nach dem torlosen Gastspiel in Jena blieb Dynamo damit zum zweiten Mal hintereinander ohne Gegentor. Für Babelsberg spricht dagegen der jüngste Heimauftritt: Gegen Preussen gelang am 14. Spieltag ein 1:0. An diese defensive Stabilität gilt es anzuknüpfen.
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Sonntag, 08.11.2026, 14:00 Uhr
FSV Zwickau – 1. FC Lokomotive Leipzig
Zwickau steht nach zwei 0:3-Niederlagen vor einer Bewährungsprobe. Sowohl gegen Aue als auch bei Preussen blieb der FSV ohne eigenen Treffer. In Berlin erschwerten der frühe Rückstand und fehlende Durchschlagskraft die Aufholjagd; auch die aktivere Phase nach dem Seitenwechsel brachte keinen Anschluss. Gegen Lok müssen die Sachsen wieder zu klareren Abschlüssen kommen, ohne dabei ihre Defensive zu öffnen.
Die Leipziger haben mit dem 3:1 gegen Altglienicke den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Doppeltorschütze Jonas Arcalean und Eliyas Strasner sorgten für die Treffer; in der Schlussphase war allerdings auch Torhüter Wendlinger gefordert. Der Erfolg liefert Selbstvertrauen, beseitigt aber nicht jede defensive Aufgabe. In der Tabelle trennen beide Mannschaften lediglich zwei Punkte – Zwickau könnte mit einem Heimsieg an Lok vorbeiziehen.
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RSV Eintracht 1949 – FC Erzgebirge Aue
Nach dem 0:2 beim BFC Dynamo wartet auf den RSV die nächste anspruchsvolle Begegnung. Mit neun Punkten steht Eintracht auf Rang 17 und benötigt dringend Ertrag, um den Anschluss an die unmittelbar davor platzierten Mannschaften zu halten. Gegen Aue muss der Gastgeber insbesondere verhindern, dass eine lange ausgeglichene Partie durch einen kurzen Moment mangelnder Aufmerksamkeit kippt.
Genau diese Konsequenz bewiesen die Gäste beim 1:0 gegen Jena. Marcel Bär verwertete nach der Pause einen Abpraller und entschied damit das Spiel. Aue blieb nach dem 3:0 in Zwickau erneut ohne Gegentor und verteidigte den Vorsprung gegen den am Ende dezimierten FCC. Für die Veilchen gilt es nun, die jüngste defensive Stabilität zu bewahren und gegen den tief im Tabellenkeller stehenden RSV geduldig Chancen herauszuarbeiten.
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Hertha BSC II – 1. FC Magdeburg II
Die beiden Nachwuchsmannschaften gehen mit unterschiedlichen jüngsten Erträgen in ihr direktes Duell. Hertha nahm beim 1:1 in Luckenwalde einen Punkt mit: Niklas Hildebrandt glich Lucas Wills Führung noch vor der Pause aus. Der späte Platzverweis gegen David Schopper belastete den Abschluss der Partie zusätzlich. Mit bislang elf Saisontoren fehlt den Berlinern vor allem die offensive Ausbeute, um sich deutlicher aus der unteren Tabellenregion zu lösen.
Magdeburg hat dagegen aus den vergangenen drei Begegnungen sieben Punkte geholt und ließ beim 1:1 gegen Halle erneut erkennen, wie wirkungsvoll sein frühes Anlaufen sein kann. Sivic brachte den FCM in Führung, zum dritten Sieg in Folge reichte es dennoch nicht. Hertha muss deshalb unter gegnerischem Druck sauber aufbauen; Magdeburg wird versuchen, aus seinen Ballgewinnen erneut unmittelbare Torgefahr zu entwickeln.
Redaktion: Holger Elias
