Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Vorschau 15. Spieltag

Vorschau auf den 15. Spieltag

Die Spitze ist erneut in Bewegung geraten. Rot-Weiß Erfurt hat mit der Aufholjagd in Greifswald Platz eins zurückerobert, Chemnitz nach der Heimniederlage gegen Magdeburg II die Führung verloren. Halle blieb gegen Lok Leipzig dank eines späten Ausgleichs in Reichweite. Am kommenden Wochenende können die Saalestädter zunächst vorlegen – müssen dafür aber bei jener Magdeburger U23 bestehen, die gerade den CFC bezwungen hat. Chemnitz reist zur wiedererstarkten Tasmania, Erfurt empfängt Babelsberg. Schon am Freitag steht Altglienickes Gastspiel bei Lok im Blickpunkt, während Luckenwalde und Hertha BSC II im direkten Duell dringend Punkte benötigen.

 

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Freitag, 30.10.2026, 19:00 Uhr

1. FC Lokomotive Leipzig – VSG Altglienicke Berlin

Wieder eine starke Reaktion auf einen Rückstand, wieder kein Sieg: Lok Leipzig hat beim 2:2 in Halle gezeigt, dass die Mannschaft auch gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe bestehen kann. Jonas Arcalean und Artur Mergel drehten den Pausenrückstand in eine Führung. Erst Fabrice Hartmanns Freistoß in der Nachspielzeit nahm den Leipzigern den greifbaren Auswärtserfolg. Nach dem 0:0 in Babelsberg und dem 2:2 im Stadtderby war es das dritte Unentschieden nacheinander.

Nun kommt mit Altglienicke eine Mannschaft nach Probstheida, die ihre jüngsten Aufgaben mit größerem Ertrag gelöst hat. Auf das 3:1 bei Preussen folgte ein weiterer 3:1-Erfolg gegen Luckenwalde. Jonas Hartl, Jonas Saliger und Dominik Schickersinsky brachten die VSG mit drei Toren in Front, ehe der Gegner nur noch verkürzen konnte. Die Berliner sind dadurch auf Rang vier vorgerückt.

Für Lok wird es darauf ankommen, die in Halle gezeigte Zielstrebigkeit erneut abzurufen und eine gute Phase auch im Ergebnis abzusichern. Mit 18 Punkten liegt die Mannschaft neun Zähler hinter der VSG. Altglienicke kann seinerseits unterstreichen, dass es sich dauerhaft in der Spitzengruppe festsetzen will. Die Gastgeber werden den Berlinern allerdings mehr abverlangen wollen als zuletzt Luckenwalde: vor allem durch frühe Ballgewinne und einen konsequenten Zug zum Tor.

 

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BFC Dynamo – RSV Eintracht 1949

Der BFC Dynamo bleibt schwer zu bezwingen. Das 0:0 in Jena war bereits das elfte Ligaspiel ohne Niederlage in Folge. Beide Mannschaften hatten Möglichkeiten auf den Sieg; die Berliner überzeugten erneut mit ihrer Organisation gegen den Ball und setzten selbst gefährliche Akzente. Nach zwei Unentschieden soll gegen den RSV nun wieder ein voller Erfolg folgen, um den Abstand zur Spitze nicht größer werden zu lassen.

Eintracht konnte den Auswärtssieg bei Hertha BSC II dagegen nicht bestätigen. Beim 1:2 gegen Tasmania gerieten die Stahnsdorfer nach einer Ecke in Rückstand und kassierten kurz nach der Pause das zweite Gegentor. Endi Jupollis Anschluss in der Nachspielzeit kam zu spät. Der RSV steht damit wieder auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Die Rollen sind entsprechend verteilt, doch der jüngste Erfolg des RSV bei Hertha zeigt, dass die Gäste auch auswärts Punkte holen können. Dynamo wird Geduld benötigen, falls sich nicht früh Räume öffnen. Für Eintracht ist entscheidend, Standards besser zu verteidigen und eigene Angriffe früher gefährlich zu Ende zu bringen als gegen Tasmania. Nur auf eine späte Gelegenheit zu setzen, wäre gegen einen seit Wochen stabilen Gegner eine schwierige Ausgangslage.

 

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FSV 63 Luckenwalde – Hertha BSC II

Sechs Punkte gegen zehn Punkte: Das Freitagabendspiel in Luckenwalde hat für beide Mannschaften unmittelbare Bedeutung im Kampf um den Anschluss. Der FSV könnte mit einem Sieg bis auf einen Zähler an Hertha heranrücken. Die Berliner wiederum hätten die Chance, den Abstand zum Schlusslicht auf sieben Punkte auszubauen.

Luckenwalde musste zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Nach dem 1:2 gegen Jena folgte das 1:3 bei Altglienicke. Dort lag der FSV bereits mit drei Toren zurück, ehe Florian Schneider per Strafstoß verkürzte. Der Erfolg bei Chemie Leipzig hat somit noch keine nachhaltige Wende eingeleitet. Vor allem die 34 Gegentore nach 14 Partien zeigen, weshalb der Mannschaft trotz eigener Treffer so häufig der Ertrag fehlt.

Herthas Probleme liegen besonders im Abschluss. Auch beim 0:2 in Leutzsch blieb die U23 ohne Tor, obwohl sie gut begann und spät noch Möglichkeiten besaß. Nach der Niederlage gegen den RSV war es die zweite torlose Partie nacheinander. In Luckenwalde treffen damit zwei unterschiedliche Schwächen aufeinander: Der FSV muss seine Defensive stabilisieren, Hertha aus seinen Spielanteilen mehr Gefahr entwickeln. Wer diesen Schritt schafft, kann einen direkten Konkurrenten empfindlich treffen.

 

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Sonnabend, 31.10.2026, 13:00 Uhr

1. FC Magdeburg II – Hallescher FC

Magdeburgs U23 hat aus dem Ende ihrer Niederlagenserie einen bemerkenswerten Aufschwung gemacht. Nach dem 4:2 gegen Greifswald gewann die Mannschaft auch beim damaligen Spitzenreiter Chemnitz – und drehte erneut einen Rückstand. Luis Trus und Kevin Manthey sorgten nach Johannes Pistols Führungstreffer für das 2:1. Die Magdeburger ließen sich auch an der Gellertstraße nicht von ihrer spielerischen Linie abbringen und nutzten ihre Chancen entschlossen.

Der nächste Gegner aus der Spitzengruppe ist damit gewarnt. Halle brachte gegen Lok Leipzig nach fünf Ligasiegen in Folge diesmal nur ein 2:2 zustande, konnte angesichts des Spielverlaufs aber über den Punkt erleichtert sein. Auf Soufian Benyaminas Führung folgten zwei Leipziger Treffer. Erst Hartmann rettete den HFC in der Nachspielzeit – nach dem entscheidenden Tor in Aue bereits sein zweiter wichtiger später Treffer hintereinander.

Mit einem Sieg könnte Halle zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernehmen. Dafür wird mehr Kontrolle nötig sein als in der zweiten Hälfte gegen Lok. Hinzu kommt der Platzverweis gegen Niklas Landgraf, der das Personalthema vor dem Gastspiel verschärft. Magdeburg kann dagegen mit dem Selbstvertrauen zweier Siege antreten. Für die U23 liegt die nächste Herausforderung darin, ihre mutige Offensive mit ausreichend Absicherung gegen die erfahrenen Hallenser zu verbinden.

 

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Sonnabend, 31.10.2026, 14:00 Uhr

BFC Preussen – FSV Zwickau

Zwei Mannschaften suchen nach einer Antwort auf einen enttäuschenden Spieltag. Preussen verlor in Babelsberg mit 0:1 und blieb damit zum fünften Mal in Folge in der Liga ohne Sieg. Bis weit in die zweite Hälfte hielt der BFC die Partie offen, ehe Gustav Büch den entscheidenden Treffer erzielte. Inzwischen ist Tasmania nach Punkten gleichgezogen; der Abstand zu den hinter Preussen liegenden Teams ist geschrumpft.

Zwickau reist nach dem 0:3 im Westsachsenderby an. Gegen Aue fehlten über weite Strecken Präzision und Durchschlagskraft. Als die Gastgeber nach der Pause stärker drängten, bestraften die Veilchen die entstandenen Räume mit Kontern. Auch die Einwechslung des zurückgekehrten Morris Schröter änderte den Verlauf nicht mehr.

Für den FSV muss es in Berlin darum gehen, Angriffe klarer vorzubereiten und Ballverluste besser abzusichern. Preussen benötigt seinerseits wieder mehr Torgefahr, ohne die Ordnung aufzugeben, die in Babelsberg lange einen Punktgewinn möglich machte. Die Gäste haben mit 19 Punkten die günstigere Ausgangslage, können daraus nach dem Derby aber keinen Anspruch auf einen Selbstläufer ableiten. Für beide bietet die Begegnung die Gelegenheit, einer schwierigen Woche einen anderen Abschluss zu geben.

 

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Sonnabend, 31.10.2026, 14:30 Uhr

FC Erzgebirge Aue – FC Carl Zeiss Jena

Der Derbysieg hat Aue entlastet, nun folgt die Bewährungsprobe gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn. Mit dem 3:0 in Zwickau beendeten die Veilchen ihre Serie von vier Pflichtspielniederlagen. Ali Loune brachte sie in Führung, die eingewechselten Finn Heidrich und Aurel Loubongo erhöhten nach Gegenangriffen. Aue verband defensive Stabilität mit entschlossenen Offensivaktionen und erzielte seinen bislang höchsten Saisonsieg.

Jena reist nach einem 0:0 gegen Dynamo an, das vor allem die Frage nach der Chancenverwertung offenließ. Die Thüringer fanden Möglichkeiten, brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Trainer Marco Grote fasste seine Bewertung beim MDR knapp zusammen: „Mit dem Spiel bin ich absolut einverstanden, mit dem Ergebnis nicht.“ Nach drei Siegen musste sich der FCC wieder mit einem Punkt begnügen.

Nur zwei Zähler trennen die Mannschaften. Aue könnte mit einem Heimsieg an Jena vorbeiziehen, der FCC den Vorsprung auf fünf Punkte vergrößern. Für die Gastgeber geht es darum, die Qualität des Derbyauftritts zu bestätigen. Jena darf seinerseits nicht nur auf mehr Glück im Abschluss hoffen, sondern muss seine guten Angriffe konsequenter vollenden. Zugleich gilt es, Aues schnelle Wege nach Ballgewinnen zu unterbinden – gerade dann, wenn der FCC selbst mit vielen Spielern nachrückt.

 

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Sonntag, 01.11.2026, 14:00 Uhr

Greifswalder FC – BSG Chemie Leipzig

Zum zweiten Mal hintereinander hat Greifswald eine Führung aus der Hand gegeben. Nach dem 2:4 in Magdeburg verlor der GFC auch gegen Erfurt, diesmal mit 2:3. Dabei hatte die Mannschaft den Gegner zunächst stark unter Druck gesetzt und durch Mcmoordy Hüther sowie Grace Bokake mit 2:0 geführt. Selbst nach der Erfurter Wende blieb ein Punkt möglich, doch der späte Strafstoß von Can Kroll-Thiel ging über das Tor.

Chemie kommt dagegen nach dem ersten Heimsieg der Saison mit Rückenwind. Gegen Hertha BSC II hielten die Leipziger zunächst dem Druck der Gäste stand und entschieden die Begegnung nach der Pause durch Willi Reincke und Malick Sanogo mit 2:0 für sich. Nach dem Punkt im Derby ist das ein weiterer Schritt nach vorn.

Der Erfolg beseitigt allerdings nicht alle Sorgen: Kapitän Philipp Wendt musste früh ausgewechselt werden und sah später auf der Bank Rot. Bei Philipp Kühn bestätigte sich der zunächst geäußerte Verdacht auf eine Gehirnerschütterung nach Vereinsangaben nicht. Unabhängig von der endgültigen Besetzung wird Chemie in Greifswald erneut Widerstandskraft benötigen. Der GFC hat seine offensive Qualität zuletzt gezeigt; nun muss er verhindern, dass eine gute Anfangsphase wieder ohne Punkte bleibt. Für die Gäste liegt die Chance darin, diese Verunsicherung zu nutzen, ohne sich vom Greifswalder Druck zu weit zurückdrängen zu lassen.

 

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SV Tasmania Berlin – Chemnitzer FC

Vor wenigen Wochen hätte die Tabelle vor allem für Chemnitz gesprochen. Inzwischen hat Tasmania zwei Siege nacheinander eingefahren und sich vom letzten Platz gelöst. Auf das 6:0 gegen Babelsberg folgte ein 2:1 beim RSV Eintracht. Kerem Yayla und Konstantinos Grigoriadis trafen, der späte Anschluss änderte nichts mehr am Erfolg. Die Berliner haben damit nicht nur ihre Punkteausbeute verbessert, sondern auch unterschiedliche Wege zum Sieg gefunden.

Chemnitz muss dagegen den Verlust der Tabellenführung verarbeiten. Beim 1:2 gegen Magdeburg II reichte Pistols Führungstreffer nicht. Nach dem 1:0 verlor der CFC die Kontrolle, während der Gegner seine Angriffe konsequent zu Ende spielte. Für eine Mannschaft, deren Erfolg bislang stark auf defensiver Verlässlichkeit beruhte, war das ein ungewohnter Verlauf.

Trotz des jüngsten Rückschlags geht Chemnitz als Favorit in die Begegnung. Tasmanias Aufschwung macht jedoch deutlich, dass dafür eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit nötig sein wird. Die Gastgeber können aus ihren Erfolgen Mut schöpfen, müssen gegen die Qualität des CFC aber auch längere Phasen ohne Ball überstehen. Für Chemnitz zählt, nach einer eigenen Führung weiter aktiv zu bleiben und dem Gegner keine Gelegenheit zu geben, sich wie zuletzt Magdeburg zurück ins Spiel zu arbeiten.

 

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FC Rot-Weiß Erfurt – SV Babelsberg 03

Erfurt kehrt als Tabellenführer ins Steigerwaldstadion zurück. Beim 3:2 in Greifswald machte Rot-Weiß einen Zwei-Tore-Rückstand wett: Caciel traf zweimal, Hajrulla steuerte den zwischenzeitlichen Ausgleich bei. Die Aufholjagd unterstrich die Offensivqualität der Thüringer. Sie darf allerdings nicht verdecken, wie viele Schwierigkeiten der Mannschaft die erste halbe Stunde bereitete und dass Greifswald ganz spät noch den Ausgleich vom Elfmeterpunkt verpasste.

Babelsberg hat nach dem 0:6 bei Tasmania ebenfalls eine Reaktion gezeigt, allerdings auf andere Weise. Beim 1:0 gegen Preussen blieb die Defensive wieder ohne Gegentor, Büch entschied die Partie in der Schlussphase. Der Erfolg war ein wichtiger Schritt, um nach der deutlichen Niederlage wieder Sicherheit zu gewinnen.

In Erfurt wird diese Stabilität besonders gefordert sein. Rot-Weiß stellt mit 42 Treffern den bislang erfolgreichsten Angriff der Liga. Die Gäste müssen dessen Tempo begrenzen und zugleich eigene Entlastung schaffen. Für die Gastgeber lautet die Aufgabe, früher ins Spiel zu finden als in Greifswald. Nach zwei Begegnungen, in denen sie Rückstände aufholen mussten, wäre ein kontrollierter Beginn die beste Voraussetzung, um die zurückgewonnene Spitzenposition zu behaupten.

Redaktion der Vorschau: Holger Elias

Sport Freak

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