Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 14. Spieltag

Jena – Dynamo 0:0 / SVB – Preussen 1:0 / VSG – FSV 63 3:1

Die Übersicht der Freitag-Begegnungen (23.10.26): Carl Zeiss Jena und der BFC Dynamo trennten sich am 14. Spieltag der Regionalliga Nordost vor 7653 Zuschauern mit 0:0. In einer zunächst offenen, später zunehmend zerfahrenen Partie ließen beide Mannschaften gute Chancen liegen; Jenas eingewechselter Angreifer Wollschläger verpasste gleich zweimal die mögliche Führung. Während die Siegesserie der Thüringer nach drei Erfolgen endete, blieben die Berliner zum elften Mal in Folge ungeschlagen. - Der SV Babelsberg 03 gewann gegen den BFC Preussen mit 1:0 und feierte seinen ersten Heimsieg der Saison. Gordon Büch traf in der 71. Minute, Maximus Babke verhinderte in der Nachspielzeit gegen Lenny Stein den Ausgleich. Nach dem 0:6 der Vorwoche verschafften sich die Potsdamer mit nun 16 Punkten fünf Zähler Vorsprung auf die Berliner. - Die VSG Altglienicke bezwang den FSV 63 Luckenwalde mit 3:1 und rückte zunächst auf Platz vier vor. Hartl, Saliger und Schickersinsky trafen für die Gastgeber, Schneider verkürzte per Strafstoß. Luckenwalde blieb mit sechs Punkten Letzter; Sportgeschäftsführer Hendrik Brösel bemängelte vor allem den Auftritt in der Anfangsphase.

 

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BFC-Serie hält auch in Jena: Elftes Spiel ohne Niederlage

FC Carl Zeiss Jena – BFC Dynamo 0:0

Der FC Carl Zeiss Jena hat am 14. Spieltag der Regionalliga Nordost den vierten Sieg in Folge verpasst. Vor 7653 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld kamen die Thüringer gegen den BFC Dynamo trotz guter Möglichkeiten nicht über ein 0:0 hinaus. Die Berliner blieben damit zum elften Mal nacheinander ungeschlagen. Beide Teams haben nun 26 Punkte und mussten Altglienicke vorbeiziehen lassen.

FCC-Trainer Grote änderte seine Startelf gegenüber dem 2:1 in Luckenwalde auf zwei Positionen. Butzen rückte für Hehne in die Abwehr, Eshele begann anstelle von Löder im Sturmzentrum. Bei den Gästen ersetzte Sommer den wegen einer Schambeinentzündung fehlenden Hainke im Tor.

Nach einer Protestminute für eine veränderte Aufstiegsregelung entwickelte sich eine offene Partie. Jena übernahm zunächst die Initiative und suchte über die Außen den Weg nach vorn. Lankford scheiterte aus spitzem Winkel an Sommer, während Eshele in der Mitte auf ein Zuspiel wartete (6.). Kurz darauf setzte sich Burmeister gegen Oellers durch, schloss aber ebenfalls aus ungünstiger Position ab (9.).

Der BFC hielt mit schnellen Gegenstößen dagegen. Nach Dadashovs Zuspiel tauchte Günay frei vor Härting auf, der mit einer starken Parade den Rückstand verhinderte (10.). Mit zunehmender Spielzeit bekamen die Berliner mehr Zugriff im Mittelfeld. Munser prüfte Sommer mit einem Schlenzer (26.), auf der Gegenseite zielte Günay knapp vorbei (27.). Auch Werner verfehlte das Tor. Einen indirekten Freistoß im Strafraum nach einer Rückgabe Guntes und Sommers anschließendem Handspiel setzte Lankford neben den Kasten (38.).

Nach der Pause gab zunächst der BFC den Ton an. Windsheimer schoss nach Günays Ablage knapp am rechten Pfosten vorbei (54.), Mattmüllers Freistoß aus zentraler Position geriet zu hoch (56.). Jena lauerte nun auf Konter, verlor aber Burmeister, der gestützt vom Feld musste. Für ihn kam Wollschläger, zugleich ersetzte Löder Eshele (60.). Löder musste allerdings bereits nach 20 Minuten mit Beschwerden am Knöchel wieder weichen.

Die Begegnung wurde zerfahrener. Fritz scheiterte per Kopf an Sommer (63.), ehe Wollschläger die Führung vergab: Frei vor dem Tor schoss er rechts vorbei (73.). Härting lenkte Sevens Kopfball über die Latte (85.). Zwei Minuten später rettete Sadrifar mit einem Tackling gegen den einschussbereiten Wollschläger. So blieb Jenas Schlussoffensive ohne Ertrag.

Zuschauer: 7653
Spielstätte: Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Schiedsrichter: Florian Strübing – Sirko Müke, Michael Bernowitz

Tore: keine – 0:0

Mannschaftsaufstellungen:

FC Carl Zeiss Jena: Härting, Reddemann, Lankford, Eshele (63. Löder; 82. Ajvazi), Talabidi, Munser (46. Teuber), Fritz, Werner (90. Hehne), Boog, Butzen, Burmeister (63. Wollschläger)

BFC Dynamo: Sommer, Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar, Dadashov (88. Bukusu), Oellers, Breitfeld (77. Fritzsche), Bölke (77. Liebelt), Windsheimer (88. Ceesay), Gunte, Günay (71. Seven)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Fritz, Teuber, Talabidi (FC Carl Zeiss Jena) – Günay, Miftaraj (BFC Dynamo).

 

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Preussen lässt Chancen liegen, Babelsberg jubelt

SV Babelsberg 03 – BFC Preussen 1:0 (0:0)

Eine Woche nach dem 0:6 bei Tasmania Berlin hat der SV Babelsberg 03 die erhoffte Reaktion gezeigt. Gegen den BFC Preussen gelang vor 2388 Zuschauern der erste Heimsieg dieser Saison. Gordon Büch entschied die Begegnung mit seinem Treffer in der 71. Minute, ehe Torhüter Maximus Babke den knappen Vorsprung in der Nachspielzeit festhielt.

Michael Braune veränderte die defensive Ordnung: Jannis Lang, Maximilian Kalckreuth und Amiro Amadou bildeten eine Dreierkette, gegen den Ball stand Babelsberg im 5-3-2. Im Aufbau reduzierte der SVB das Risiko. Paul Wegener trug die Kapitänsbinde, Simon Gollnack begann und Joshua Okpalaike saß zunächst auf der Bank. Zunächst spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab; Matthew Meiers Fernversuch (9.) und Lukas Lämmels Abschluss aus spitzem Winkel (43.) brachten keinen Treffer.

Nach der Pause setzte Preussen offensiv Akzente. Nikolas Frank verfehlte nach Ben Meyers Flanke das Tor (51.), die Distanzschüsse von Philip Fontein und Alexander Dikarev blieben für Babke beherrschbar. Babelsbergs Gegenstöße litten unter ungenauen Zuspielen.

Braune wechselte in der 62. Minute doppelt: Amadeus Ebel und Mingi Kang kamen für Meier und Tino Schmidt. Auch Daniel Volbert brachte neue Kräfte. Luca Butkovic ersetzte Adekunle (63.), Lenny Stein übernahm für Luis Inderwisch (66.). Die Wechsel änderten zunächst nichts am torlosen Spielstand.

Die Entscheidung fiel nach einer Ecke, die Preussen nicht ausreichend klärte. Büch traf von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck (71.). Die Berliner hatten nun noch rund 20 Minuten, um die drohende Niederlage abzuwenden. Fontein zielte aus elf Metern darüber (80.). Babke parierte schließlich Steins Kopfball nach einem Eckball (90.+1).

Babelsberg hatte zuvor Joshua Okpalaike für Simon Gollnack gebracht (78.) und wechselte kurz vor Schluss Theo Ogbidi für Samir Werbelow ein (87.). Preussen tauschte in der 86. Minute mit Ede Gramberg und Finn Cramer für Meyer und Frank ebenfalls noch zweimal, blieb aber ohne Ausgleich.

»Das war heute der Inbegriff eines dreckigen Sieges«, bilanzierte Braune laut MAZ. Für den SVB bedeutete das 1:0 nach dem schweren Rückschlag der Vorwoche einen wichtigen Schritt: Mit 16 Punkten vergrößerte er den Abstand zu Preussen auf fünf Zähler. Die Berliner warten nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg. Babelsbergs nächste Aufgabe führt die Mannschaft zu Rot-Weiß Erfurt.

Zuschauer: 2388
Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Schiedsrichter: Philipp Jacob – Jens Klemm, Lucas Leihkauf

Tore: 1:0 (71.) Büch

Mannschaftsaufstellungen:

SV Babelsberg 03: Babke, Kalckreuth, Lang, Wegener, Werbelow (87. Ogbidi), Lämmel, Meier (62. Ebel), Schmidt (62. Kang), Amadou, Büch, Gollnack (78. Okpalaike)

BFC Preussen: Palmowski, Lessel, Vierling, Fontein, Dikarev, Inderwisch (66. Stein), Adekunle (63. Butkovic), Wosz, Frank (86. Cramer), Aksakal, Meyer (86. Gramberg)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Schmidt (SV Babelsberg 03) – Vierling (BFC Preussen).

 

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VSG rückt vor, Luckenwalde bleibt am Tabellenende

VSG Altglienicke Berlin – FSV 63 Luckenwalde 3:1 (2:0)

Die VSG Altglienicke hat dem 3:1 beim BFC Preussen den nächsten Erfolg mit demselben Ergebnis folgen lassen. Gegen den FSV 63 Luckenwalde legten Jonas Hartl und Jonas Saliger vor 349 Zuschauern in der Spree-Arena den Grundstein, Dominik Schickersinsky erhöhte nach der Pause. Fabio Schneiders später Strafstoß änderte nichts an der zwölften Saisonniederlage des Tabellenletzten.

Luckenwalde fand nach Einschätzung seines Sportgeschäftsführers Hendrik Brösel insbesondere zu Beginn nicht die nötige Intensität. Gegenüber FuPa machte er die erste halbe Stunde für die Niederlage mitverantwortlich und bemängelte die fehlende Galligkeit. Die Qualität des VSG-Kaders lasse ein solches Defizit nicht zu. Hartls Führungstreffer in der 22. Minute gab dieser Anfangsphase auch im Ergebnis Gewicht.

Noch vor der Pause vergrößerte sich der Rückstand. Saliger erzielte das 2:0 (36.) und verschaffte Altglienicke einen Zwei-Tore-Vorsprung für den zweiten Durchgang. Für den FSV, der zuletzt gegen Carl Zeiss Jena knapp mit 1:2 verloren hatte, war die Ausgangslage damit bereits zur Halbzeit schwierig. Die Hoffnung, an den Auswärtssieg bei Chemie Leipzig anzuknüpfen, erhielt damit schon vor dem Seitenwechsel einen Dämpfer.

Müller reagierte zum Wiederbeginn mit einem Doppelwechsel: Lucas Will ersetzte Julian Mätzke, Claas Leon Zamzow kam für Felix Pilger. Der nächste Treffer gelang jedoch erneut den Gastgebern. Schickersinsky erhöhte in der 62. Minute auf 3:0 und rückte einen Luckenwalder Punktgewinn damit in weite Ferne.

Dan Twardzik nahm anschließend drei Wechsel auf einmal vor. Filip-Mihai Ilie, Ted Tattermusch und David Kebe ersetzten Jonas Nietfeld, Saliger und John Anthony Brooks (65.). Luckenwalde brachte in der 73. Minute mit Theodor Sakoufakis und Luca Dahlke für Phil Butendeich und Len Neumann weitere Kräfte. Zwei Minuten später kamen bei der VSG Tolga Cigerci und Philip Türpitz für Biyan Kizildemir und Hartl.

Erst in der Schlussphase gelang den Gästen eine Ergebniskorrektur. Kapitän Schneider verwandelte einen Strafstoß zum 3:1 (81.). Für eine Aufholjagd reichte es nicht mehr; Altglienicke brachte den zweiten Ligasieg nacheinander ins Ziel.

»Wir verlieren verdient gegen die VSG«, urteilte Brösel gegenüber FuPa. Während Altglienicke mit 27 Punkten zunächst auf Rang vier vorrückte, blieb der FSV mit sechs Zählern Letzter. Im nächsten Heimspiel gegen Hertha BSC II steht Luckenwalde erneut unter Zugzwang.

Zuschauer: 349
Spielstätte: Spree-Arena, Fürstenwalde/Spree
Schiedsrichter: Christoph Dallmann – Tobias Grzelka, Lennard Jasper Brenmoehl

Tore: 1:0 (22.) Hartl; 2:0 (36.) Saliger; 3:0 (62.) Schickersinsky; 3:1 (81.) Schneider (Strafstoß)

Mannschaftsaufstellungen:

VSG Altglienicke Berlin: Klatte, Sonnenberg, Kizildemir (75. Cigerci), Nietfeld (65. Ilie), Schickersinsky, Barylla, Saliger (65. Tattermusch), Hartl (75. Türpitz), Rieder, Brooks (65. Kebe), Kardam

FSV 63 Luckenwalde: Kühn, Butendeich (73. Sakoufakis), Mätzke (46. Will), Seidel, Jannene, Kaus (62. Heidrich), Neumann (73. Dahlke), Pilger (46. Zamzow), Schneider, Kühn, Jacobi

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kizildemir, Schickersinsky, Klatte (VSG Altglienicke) – Kaus, Schneider, Sakoufakis (FSV 63 Luckenwalde).

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Redaktion: Holger Elias (NOFV)

Bitte beachten Sie: Die Fotos unseres Medienpartners Ostsport.tv sind mit der jeweiligen Videozusammenfassung auf Youtube verlinkt. Es öffnet sich ein externes Fenster. - Grundlage für die Texte sind die übermittelten Ticker mit Aufstellungen, Torfolge, Spielverlauf und die offiziellen NOFV-Spielberichte.

 

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Sonnabend, 24.10.26, 14:00 Uhr

FSV Zwickau – FC Erzgebirge Aue

Derbyzeit in Westsachsen – mit unterschiedlichen Gefühlslagen bei beiden Mannschaften. Zwickau brachte aus Erfurt ein 2:2 mit, musste den Ausgleich allerdings erst mit der letzten Aktion hinnehmen. Philipp Harants spektakulärer Treffer aus der eigenen Hälfte und das zweite FSV-Tor durch Oliver Fobassam Nawe hatten einen Auswärtssieg greifbar gemacht. Vor allem vor der Pause setzten die Gäste Erfurt mit Ballgewinnen und schnellen Angriffen unter Druck. Nach dem Seitenwechsel wurden die eigenen Offensivaktionen seltener, ehe eine Ecke den späten Ausgleich brachte.

Aue verlor gegen Halle durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 0:1. Es war die vierte Pflichtspielniederlage nacheinander. Zusätzlich erschwerte der Platzverweis gegen Tim Maciejewski nach gut einer Stunde die Aufgabe. Die lange gehaltene Null brachte den Veilchen am Ende keinen Punkt.

Für Zwickau bietet das Derby die Gelegenheit, den nur zwei Zähler entfernten Nachbarn zu überholen. Aue braucht einen Erfolg, um die jüngste Entwicklung zu stoppen. Dabei dürfte entscheidend sein, wer seine Angriffe besser absichert: Der FSV hat seine Gefährlichkeit nach Ballgewinnen gezeigt, darf sich bei einer Führung aber nicht erneut zu weit zurückdrängen lassen. Aue muss seinerseits wieder mehr eigene Torgefahr entwickeln, nachdem die letzten beiden Ligaspiele ohne Treffer blieben.

 

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RSV Eintracht 1949 – SV Tasmania Berlin

Am Tabellenende treffen zwei Mannschaften aufeinander, die am vergangenen Wochenende neue Zuversicht gewonnen haben. Der RSV setzte sich durch Endi Jupollis Tor in der Nachspielzeit mit 1:0 bei Hertha BSC II durch. Für die Stahnsdorfer war es der erste Ligaerfolg seit dem 1. August. Tasmania beendete seine sieglose Serie noch deutlicher: Das 6:0 gegen Babelsberg war der bislang überzeugendste Ertrag der Berliner in dieser Saison.

Bemerkenswert war dabei die Verteilung der Tore. Sechs verschiedene Spieler trafen für Tasmania; die Entscheidung fiel praktisch schon vor der Pause. Für den RSV bedeutet das, seine Aufmerksamkeit nicht auf einen einzelnen Angreifer beschränken zu können. Die Gäste wiederum treffen auf eine Mannschaft, die zuletzt ohne Gegentor blieb und bis in die Nachspielzeit an ihre Chance glaubte.

Neun Punkte für Eintracht, acht für Tasmania: Der Abstand ist gering, die Bedeutung des direkten Duells entsprechend groß. Beide wollen verhindern, dass ihr Erfolg nur eine kurze Unterbrechung der schwierigen Saison bleibt. Ein erneuter Sieg würde nicht nur das eigene Konto verbessern, sondern zugleich einen unmittelbaren Konkurrenten auf Distanz halten. Gefragt ist deshalb, die Zuversicht des vergangenen Spieltags mit der nötigen Geduld zu verbinden.

 

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Chemnitzer FC – 1. FC Magdeburg II

Chemnitz hat seine Tabellenführung beim BFC Dynamo verteidigt, musste sich den Punkt beim 1:1 aber hart erarbeiten. Offensiv fand der CFC lange nur schwer in die Begegnung. Umso wichtiger war die schnelle Reaktion auf den Rückstand: Maurizio Grimaldi traf bereits drei Minuten nach der Berliner Führung zum Ausgleich. Die Mannschaft bewahrte damit ihre Widerstandskraft, auch wenn ihr der Gegner spielerisch viel abverlangte.

Magdeburgs U23 kommt mit frischem Selbstvertrauen. Das 4:2 gegen Greifswald beendete eine Serie von fünf Niederlagen. Nach einem Rückstand kurz nach der Pause drehten Elisio Widmann mit zwei Treffern, Kevin Manthey und Luis Trus die Partie. Innerhalb von gut 20 Minuten wurde aus dem 0:1 ein 4:1. Die Magdeburger zeigten dabei, welches Potenzial in ihrer Offensive steckt, wenn sie ihre Aktionen entschlossen zu Ende spielen.

Beim Tabellenführer wartet nun eine andere Aufgabe. Chemnitz stellt mit sieben Gegentoren weiterhin die stabilste Defensive der Liga. Der CFC wird zugleich wieder mehr eigene Kontrolle anstreben als zuletzt in Berlin. Für die Gäste gilt es, die gute Phase gegen Greifswald zu bestätigen, ohne sich beim Angriff auf den Spitzenreiter zu weit zu öffnen. Das jüngste Ergebnis war ein Befreiungsschlag; wie tragfähig er ist, zeigt sich nun gegen den bislang konstantesten Gegner der Liga.

 

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Sonnabend, 24.10.26, 16:00 Uhr

Greifswalder FC – FC Rot-Weiß Erfurt

Greifswald muss nach dem 2:4 in Magdeburg vor allem eine Phase auswerten, in der die Begegnung vollständig entglitt. Nach ordentlichem Beginn und der Führung durch Robert Leipertz kassierte der GFC vier Tore, ehe Fodelcio Gomes Pereira nur noch verkürzen konnte. Die Gäste hatten zunächst Druck erzeugt und Chancen besessen, verloren nach dem Ausgleich jedoch die Kontrolle über das Spiel.

Mit Erfurt kommt nun die bislang treffsicherste Mannschaft der Liga. 39 Tore stehen für Rot-Weiß zu Buche. Dass auch diese Offensive nicht jeden Rückschlag ausgleichen kann, zeigte allerdings das jüngste 2:2 gegen Zwickau: Erst der Kopfball von Til Linus Schwarz tief in der Nachspielzeit rettete einen Punkt. Zuvor hatten Fehler im Aufbau den Gegner zu gefährlichen Angriffen eingeladen.

Für Greifswald ist das eine Warnung und zugleich ein Ansatz für die eigene Spielgestaltung. Wer Erfurts Aufbau stört, kann zu Möglichkeiten kommen; wer dabei die Absicherung vernachlässigt, bietet einer durchschlagskräftigen Offensive Räume. Die Thüringer wollen nach zwei Ligaspielen ohne Sieg wieder dreifach punkten und den Kontakt zu Chemnitz halten. Der GFC benötigt dafür seinerseits eine deutlich stabilere Vorstellung über die gesamte Spielzeit als zuletzt in Magdeburg.

 

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Sonntag, 25.10.26, 14:00 Uhr

BSG Chemie Leipzig – Hertha BSC II

Chemie hat aus dem Leipziger Derby einen Punkt und eine Leistung mitgenommen, auf der sich aufbauen lässt. Beim 2:2 gegen Lok trafen Willi Reincke und Luis Jakobi zur Zwei-Tore-Führung. Noch vor der Pause fiel der Anschluss, spät folgte der Ausgleich. Torhüter Marcel Bergmann verhinderte in der Nachspielzeit sogar die Niederlage. So blieb neben der Enttäuschung über den verspielten Vorsprung auch die Erkenntnis, unter großem Druck bestehen zu können.

Herthas zweite Mannschaft erlebte einen bittereren Schluss. Gegen den RSV Eintracht fiel das Tor zum 0:1 erst in der Nachspielzeit. Statt eines weiteren Punktgewinns stand eine Heimniederlage gegen einen unmittelbaren Konkurrenten. Nun geht es zu einem Gegner, der ebenfalls bei zehn Punkten steht, aufgrund der besseren Tordifferenz aber vor den Berlinern rangiert.

Für Chemie liegt die Aufgabe darin, die Entschlossenheit aus der ersten Derbyhälfte erneut abzurufen und längere Phasen ohne Entlastung zu vermeiden. Hertha braucht vor allem mehr Durchschlagskraft: Zehn Tore aus 13 Begegnungen sind bislang die geringste Ausbeute der Liga. Beide Mannschaften können sich mit einem Sieg etwas Luft verschaffen. Nach den späten Gegentreffern des vergangenen Wochenendes wird dabei auch die Konzentration in der Schlussphase im Mittelpunkt stehen.

 

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Hallescher FC – 1. FC Lokomotive Leipzig

Halle hat seine Erfolgsserie in Aue mit großer Geduld fortgesetzt. Erst in der Nachspielzeit erzielte Fabrice Hartmann nach einer Flanke von Niklas Landgraf den Treffer zum 1:0. Es war der fünfte Ligasieg nacheinander. Der HFC steht damit punktgleich mit Erfurt und nur zwei Zähler hinter Chemnitz. Für Landgraf könnte das Heimspiel gegen Lok außerdem einen persönlichen Meilenstein bringen: Der Verein kündigt die Begegnung als sein mögliches 300. Pflichtspiel im HFC-Trikot an.

Lok reist nach einer Aufholjagd an. Im Stadtderby machte die Mannschaft einen 0:2-Rückstand wett. Jonas Arcalean verkürzte kurz vor der Pause, Ricky Bornschein glich in der Schlussphase aus. Danach war sogar noch der Sieg möglich. Der zweite Durchgang zeigte, welchen Druck die Leipziger entwickeln können; der frühe Rückstand verdeutlichte allerdings erneut, wie teuer Fehler und ungenutzte Möglichkeiten werden können.

Gegen Halle dürfte Lok eine ähnlich aufwendige Aufholjagd vermeiden wollen. Die Gastgeber haben erst neun Gegentore zugelassen und zuletzt zweimal mit 1:0 gewonnen. Ihre Geduld bis zur entscheidenden Szene ist derzeit eine Stärke. Für die Leipziger wird es darauf ankommen, ihre Angriffe mit klarer Strafraumbesetzung zu verbinden und zugleich dem HFC möglichst wenig Raum für seine Flügelaktionen zu lassen. Halle kann seine Position im Titelrennen festigen, Lok den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verbessern.

Redaktion der Vorschau: Holger Elias

Sport Freak

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