Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Vorschau 13. Spieltag

Die Tabellenführung hat gewechselt, die nächsten richtungsweisenden Begegnungen stehen bereits bevor: Nach dem 3:1 im Spitzenspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt reist der Chemnitzer FC als neuer Erster zum BFC Dynamo. Die Erfurter können schon am Freitag gegen den FSV Zwickau vorlegen. Besondere Aufmerksamkeit gilt am Sonnabend dem Leipziger Derby zwischen dem 1. FC Lokomotive und der BSG Chemie. Auch im unteren Tabellendrittel hat der vergangene Spieltag Bewegung gebracht: Der FSV 63 Luckenwalde verließ mit seinem Erfolg in Leutzsch den letzten Platz und möchte nun gegen den FC Carl Zeiss Jena nachlegen.

 

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Freitag, 16. Oktober 2026, 19:00 Uhr

FC Rot-Weiß Erfurt – FSV Zwickau

Die erste Saisonniederlage kostete den FC Rot-Weiß Erfurt zugleich die Tabellenführung. Beim 1:3 in Chemnitz fanden die Thüringer nach dem Pausenrückstand durch den Ausgleich von Dorian Forkel zwar zurück ins Spiel, gerieten aber nur drei Minuten später durch ein Eigentor erneut ins Hintertreffen. Die Chance auf einen Punkt blieb bis in die Schlussphase bestehen, ehe der CFC in der Nachspielzeit alles entschied. Nun kommt es für Rot-Weiß darauf an, diesen Rückschlag schnell zu verarbeiten. Mit einem Heimsieg würden die Erfurter zumindest bis zum Sonntag wieder an die Spitze rücken.

Zwickau reist nach dem 2:0 gegen Tasmania Berlin mit einem Erfolgserlebnis an. Nach vier Ligaspielen ohne Sieg brachten die Treffer von Hannemann und Albert dem FSV die erhofften drei Punkte. Allerdings benötigten die Westsachsen Geduld: Zur Pause stand es noch 0:0, erst im zweiten Durchgang gelang der Durchbruch.

Für die Gäste dürfte die defensive Ordnung gegen die bislang treffsicherste Offensive der Liga besonders wichtig werden. Erfurt hat nach zwölf Partien bereits 37 Tore erzielt. Zwickau wird zugleich eigene Entlastung benötigen, um sich nicht dauerhaft in die eigene Hälfte drängen zu lassen. Die Gastgeber wiederum wollen an ihre Durchschlagskraft anknüpfen und verhindern, dass aus der ersten Niederlage eine längere Unterbrechung ihres erfolgreichen Saisonstarts wird.

 

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Hertha BSC II – RSV Eintracht 1949

Herthas zweite Mannschaft hat beim 1:1 gegen den BFC Preussen einen weiteren Punkt gesammelt. Auf die frühe Führung durch Ndi folgte noch vor der Pause der Ausgleich. Nun bietet das Heimspiel gegen den RSV Eintracht die Gelegenheit, den Abstand zur unteren Tabellenregion zu vergrößern: Hertha geht mit zehn Punkten in die Begegnung, die Gäste aus Stahnsdorf stehen bei sechs.

Wie widerstandsfähig der RSV sein kann, zeigte das knappe 0:1 beim Halleschen FC. Schon seit der 29. Minute in Unterzahl, hielt Eintracht die Partie lange offen. Der entscheidende Gegentreffer fiel unmittelbar nach dem Seitenwechsel; in der Schlussphase kam ein weiterer Platzverweis hinzu. Das Ergebnis war damit auch Ausdruck einer großen Abwehrleistung unter schwierigen Bedingungen. Punkte brachte sie allerdings nicht.

Für Hertha wird es darauf ankommen, die gegnerische Defensive durch Tempo und präzise Kombinationen auseinanderzuziehen. Der RSV braucht neben der in Halle gezeigten Widerstandskraft mehr eigene Torgefahr und einen disziplinierten Auftritt. Die Partie bietet beiden Mannschaften die Möglichkeit, gegen einen direkten Konkurrenten Boden gutzumachen. Entsprechend wertvoll wäre ein Sieg, der für die Gastgeber den Vorsprung ausbauen und für die Gäste den Anschluss herstellen würde.

 

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SV Tasmania Berlin – SV Babelsberg 03

Tasmania hat nach der 0:2-Niederlage in Zwickau die Rote Laterne übernommen. Mit fünf Punkten und bereits 38 Gegentoren stehen die Berliner vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Der Auftritt in Westsachsen bot dennoch Ansatzpunkte: In der ersten Hälfte hielt Tasmania die Begegnung offen und besaß durch Berko eine gute Gelegenheit. Nach dem Rückstand gelang es jedoch nicht mehr, der Partie eine Wende zu geben.

Babelsberg reist mit dem Rückenwind eines torlosen Unentschiedens gegen Lok Leipzig an. Gegen die offensiv gefährlichen Gäste blieb die Mannschaft ohne Gegentreffer, wobei Torhüter Niclas Müller einen wichtigen Anteil am Punktgewinn hatte. Für das Gastspiel beim Tabellenletzten ist das eine Grundlage, auf der die Babelsberger aufbauen können. Zugleich wird mehr eigener Druck nötig sein, wenn aus einem Punkt wieder drei werden sollen.

Tasmania braucht einen Auftritt, der defensive Stabilität und entschlossenere Abschlüsse verbindet. Ein frühes Erfolgserlebnis könnte helfen, die zuletzt fehlende Sicherheit zurückzugewinnen. Babelsberg wird dagegen versuchen, die Berliner unter Druck zu setzen, ohne ihnen Räume für schnelle Gegenangriffe zu öffnen. Nach dem 0:0 gegen Lok rückt damit vor allem die eigene Chancenverwertung in den Blick.

 

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Sonnabend, 17. Oktober 2026, 14:00 Uhr

1. FC Lokomotive Leipzig – BSG Chemie Leipzig

Das Leipziger Derby steht unter unterschiedlichen Vorzeichen. Lok nahm aus Babelsberg ein 0:0 mit und stabilisierte damit die Defensive nach dem torreichen 3:4 gegen Erfurt. Für einen Auswärtssieg waren Möglichkeiten vorhanden, doch unter anderem Adetula, Öztürk und Ziane konnten die Chancen nicht nutzen. Vor dem Stadtduell gilt es nun, die defensive Ordnung zu bewahren und im Abschluss wieder zwingender zu werden.

Chemie muss dagegen die 1:3-Heimniederlage gegen Luckenwalde verarbeiten. Nach dem frühen Rückstand fanden die Leutzscher zu selten Wege durch die gegnerische Abwehr. Ein Konter und ein Gegentreffer nach einer Ecke vergrößerten im zweiten Durchgang den Abstand; Profis gelang nur noch der Anschlusstreffer. Der erhoffte nächste Schritt blieb damit aus.

Mit 16 Punkten liegt Lok vor dem Derby sieben Zähler vor Chemie. Für die Gastgeber bietet das Stadtduell die Möglichkeit, sich wieder stärker an der oberen Tabellenhälfte zu orientieren. Die BSG benötigt Punkte, um den Abstand zu den hinter ihr liegenden Mannschaften zu wahren. Entscheidend dürfte sein, wer bei aller Intensität die bessere Balance findet: Lok muss seine Chancen konsequenter nutzen, Chemie darf dem Gegner weder durch Fehler im Aufbau noch bei Standards einfache Möglichkeiten eröffnen. Beide Mannschaften haben aus dem vergangenen Wochenende konkrete Aufgaben mitgenommen.

 

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BFC Preussen – VSG Altglienicke Berlin

Nach dem 1:1 gegen Hertha BSC II steht für den BFC Preussen das nächste Berliner Duell an. Gegen die Herthaner beantwortete Aksakal den frühen Rückstand noch vor der Pause mit dem Ausgleich. Es war bereits das fünfte Unentschieden der Preussen in dieser Saison. Die Mannschaft hat damit regelmäßig gepunktet, wartet aber auf weitere Siege, um sich deutlicher von den unteren Tabellenplätzen abzusetzen.

Altglienicke musste zuletzt einen Rückschlag hinnehmen. Die 0:1-Niederlage gegen den BFC Dynamo beendete eine Serie von drei Ligaerfolgen. Nach dem Gegentreffer durch Günay fehlten der VSG gegen die gut organisierte Defensive des Gegners die entscheidenden Lösungen. Trotz ihres Einsatzes blieb die Mannschaft ohne eigenen Treffer.

Für die Gäste geht es nun darum, wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Mit 21 Punkten ist die Spitzengruppe weiterhin erreichbar, ein weiterer Punktverlust würde den Anschluss jedoch erschweren. Preussen kann aus der Reaktion auf den Rückstand gegen Hertha Zuversicht schöpfen. Gegen Altglienicke wird erneut ein konzentrierter Auftritt nötig sein – und im eigenen Angriff die Effizienz, um aus einer ausgeglichenen Phase einen Vorteil zu machen.

 

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FSV 63 Luckenwalde – FC Carl Zeiss Jena

Luckenwalde hat sich mit einem deutlichen Lebenszeichen zurückgemeldet. Das 3:1 bei Chemie Leipzig beendete eine Serie von acht Liganiederlagen und brachte dem FSV den Sprung vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz. Will legte mit dem frühen Führungstreffer den Grundstein, Pilger und Seidel erhöhten nach der Pause. Besonders wertvoll war, dass die Mannschaft ihre Führung nicht nur verteidigte, sondern die sich bietenden Möglichkeiten zum Ausbau nutzte.

Mit Jena wartet nun allerdings ein Gegner aus der Spitzengruppe. Der FCC setzte sich am vergangenen Spieltag mit 2:1 gegen den 1. FC Magdeburg II durch. Munser brachte die Gastgeber in Führung, nach dem Magdeburger Ausgleich sorgte Burmeister in der Schlussphase für den Sieg. Jena bewies damit Geduld und die Fähigkeit, auch nach einem Rückschlag noch einmal zuzulegen.

Für Luckenwalde besteht die Aufgabe darin, die in Leipzig gezeigte Geschlossenheit erneut auf den Platz zu bringen. Der Erfolg hat die Ausgangslage verbessert; mit sechs Punkten bleibt der Bedarf an weiteren Zählern groß. Jena wird seinerseits vermeiden wollen, dem FSV durch einen frühen Treffer zusätzliche Sicherheit zu geben. Nach dem knappen Heimsieg gegen Magdeburg könnte erneut entscheidend werden, wer in den wichtigen Momenten die klareren Aktionen findet.

 

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Sonntag, 18. Oktober 2026, 14:00 Uhr

FC Erzgebirge Aue – Hallescher FC

Aue steht vor der Aufgabe, seine jüngsten Rückschläge zu stoppen. Auf die Niederlagen gegen Chemie Leipzig und im Landespokal folgte das 0:1 in Greifswald. An Möglichkeiten fehlte es an der Küste nicht: Unter anderem Bär und Maciejewski hätten treffen können. Der frühe Gegentreffer ließ sich jedoch nicht mehr ausgleichen. Damit rückt vor dem Heimspiel gegen Halle vor allem die Chancenverwertung in den Mittelpunkt.

Der HFC hat dagegen den vierten Ligasieg in Folge eingefahren. Das 1:0 gegen den RSV Eintracht war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Trotz langer Überzahl gelang nur der Treffer von Atilgan kurz nach Wiederbeginn. Die Hallenser hielten mit dem Erfolg den Kontakt zur Spitze, erhielten aber zugleich Hinweise darauf, wo sie sich steigern müssen: im Passspiel und in der Konsequenz vor dem gegnerischen Tor.

Vier Punkte trennen die Mannschaften vor diesem Spieltag. Aue kann den Abstand mit einem Heimsieg deutlich verkürzen, Halle seine Position in der Spitzengruppe festigen. Die Gäste bringen mit bislang neun Gegentoren eine stabile defensive Bilanz mit. Für Aue wird es deshalb besonders wichtig, gute Angriffe sauber zu Ende zu spielen. Halle wiederum dürfte sich darauf einstellen, dass ungenaue Zuspiele und ausgelassene Chancen gegen diesen Gegner schwerer wiegen können als zuletzt.

 

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1. FC Magdeburg II – Greifswalder FC

Magdeburgs zweite Mannschaft blieb in Jena trotz einer spielerisch ansprechenden Vorstellung ohne Punkte. Nach dem Rückstand gelang Sivic im zweiten Durchgang der Ausgleich, doch der späte Gegentreffer zum 1:2 machte die Hoffnung auf einen Ertrag zunichte. Die Partie zeigte erneut, wie schmal der Abstand zwischen einem guten Auftritt und einem erfolgreichen Ergebnis sein kann. Gegen Greifswald muss die U23 ihre Qualität nun über die gesamte Spielzeit in Punkte umsetzen.

Der GFC reist nach dem 1:0 gegen Erzgebirge Aue mit einem Erfolgserlebnis an. Heim erzielte das entscheidende Tor, anschließend bewahrte unter anderem Torhüter Jakubov die Führung. Greifswald besaß seinerseits Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, musste aber bis zum Schluss aufmerksam bleiben. Mit 22 Punkten ist die Mannschaft weiter in Reichweite der vorderen Plätze.

Die Gastgeber werden versuchen, den Ball laufen zu lassen und sich erneut ausreichend Chancen zu erarbeiten. Gegen einen Gegner, der zuletzt einen knappen Vorsprung ins Ziel brachte, zählen jedoch auch Geduld und Absicherung. Greifswald kann an seine Entschlossenheit in den entscheidenden Situationen anknüpfen. Für beide Seiten dürfte der Umgang mit Ballverlusten wichtig werden: Die Magdeburger wollen ihre spielerischen Möglichkeiten nutzen, die Gäste ihre Gelegenheiten zu schnellen Angriffen.

 

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BFC Dynamo – Chemnitzer FC

Der neue Tabellenführer muss gleich bei einem formstarken Verfolger antreten. Mit dem 3:1 gegen Erfurt übernahm Chemnitz die Spitze und setzte im direkten Duell ein Ausrufezeichen. Auf den zwischenzeitlichen Ausgleich antwortete der CFC umgehend, in der Nachspielzeit machte Berlinski den Sieg endgültig sicher. Neben der besten Defensive der Liga – sechs Gegentore nach zwölf Spielen – spricht auch diese Reaktion für das Selbstvertrauen der Mannschaft.

Der BFC Dynamo hat seinerseits eine beachtliche Serie aufgebaut. Durch das 1:0 bei Altglienicke blieb er zum neunten Mal in Folge in der Liga ungeschlagen. Günay erzielte nach einem Zuspiel von Dadashov den entscheidenden Treffer. Danach verteidigten die Berliner ihren Vorsprung konzentriert und ließen die VSG nicht mehr zum Ausgleich kommen.

Fünf Punkte liegen vor dem direkten Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams. Mit einem Heimsieg könnte Dynamo bis auf zwei Zähler an den CFC heranrücken. Die Chemnitzer haben dagegen die Möglichkeit, einen unmittelbaren Verfolger weiter zu distanzieren. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt knappe Spielsituationen zu ihren Gunsten entschieden haben. Ob der BFC seine Serie ausbauen oder Chemnitz die neue Spitzenposition behaupten kann, dürfte auch davon abhängen, wer die wenigen offenen Räume konsequenter nutzt.

Redaktion der Vorschau: Holger Elias

Sport Freak

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