Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Nachholspiele
Hertha 03 – Jena 0:3 / SVB – Dynamo 2:2 / ZFC – Preussen 2:3 / Preussen – FSV 63 3:1 / SVB – Chemie 5:0
Die Nachholspiele am Mittwoch (01.04.26) – (22. Spieltag) FC Hertha 03 Zehlendorf vs. FC Carl Zeiss Jena: Der FC Carl Zeiss Jena hat das Nachholspiel bei Hertha Zehlendorf verdient mit 3:0 gewonnen. Hessel brachte die Gäste per Foulelfmeter früh in Führung, ehe Oduah nach mehreren guten Aktionen den zweiten Treffer nachlegte und Joker Munser spät den Endstand herstellte. Zehlendorf war vor allem vor der Pause phasenweise im Spiel, blieb offensiv insgesamt aber zu harmlos. – (23. Spieltag) SV Babelsberg 03 vs. BFC Dynamo: Der BFC Dynamo führte in Babelsberg zweimal, musste sich nach einem späten Gegentor von Luis Müller aber mit einem 2:2 begnügen. Fritzsche hatte die Gäste früh in Front gebracht, Queißer glich rasch aus, ehe Knezevic den BFC in der Schlussphase erneut nach vorn köpfte. Weil Babelsberg bis zum Ende drückte, war der Ausgleich in der Nachspielzeit insgesamt verdient. – (16. Spieltag) ZFC Meuselwitz vs. BFC Preussen: Der BFC Preussen hat beim ZFC Meuselwitz nach 0:1-Rückstand noch mit 3:2 gewonnen. Hansch brachte die Gastgeber früh in Führung, doch nach der Pause drehten Fontein, Butkovic und Hoch die Partie zugunsten der Berliner. Fischer verkürzte spät noch einmal, doch Meuselwitz kam trotz großer Chancen in der Nachspielzeit nicht mehr zum Ausgleich.
Am Samstagnachmittag (28.03.26) spielten: Der BFC Preussen hat das Nachholspiel gegen den FSV 63 Luckenwalde mit 3:1 gewonnen und damit im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn ein wichtiges Zeichen gesetzt. Frank und Schröder sorgten mit einem Doppelschlag vor der Pause für klare Verhältnisse, Ramadan erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 3:0. Der Anschluss durch Will brachte den Gästen zwar noch einmal Hoffnung, änderte aber nichts mehr am verdienten Berliner Heimsieg.
Die Partie vom Freitagabend (27.03.26): Der SV Babelsberg 03 hat das Kellerduell gegen die BSG Chemie Leipzig nach torloser erster Hälfte mit 5:0 gewonnen. Covic, Didoss mit einem Doppelpack, Silic und Lang trafen für die Gastgeber, die nach dem Seitenwechsel jede Leipziger Unsicherheit konsequent bestraften. Chemie brach in der zweiten Halbzeit komplett ein und vergab durch Mäder beim Stand von 0:4 zudem noch einen Foulelfmeter.
---------- 22. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Jena lässt wenig anbrennen und gewinnt souverän
Hertha Zehlendorf – FC Carl Zeiss Jena 0:3 (0:1)
Der FC Carl Zeiss Jena hat seine Pflichtaufgabe beim Schlusslicht mit der gebotenen Seriosität gelöst und in Zehlendorf einen verdienten 3:0-Auswärtssieg eingefahren. Im Ernst-Reuter-Sportfeld legten die Thüringer früh den Grundstein, als Maxim Hessel einen Foulelfmeter verwandelte, hielten die Gastgeber danach mit Phasen ordentlichen Widerstands zwar im Spiel, ließen offensiv aber zu wenig Wucht erkennen. Als Emeka Oduah nach der Pause lange am zweiten Treffer arbeitete und ihn schließlich doch erzielte, war die Partie entschieden. Den Schlusspunkt setzte der erst 17-jährige Munser mit seinem ersten Regionalliga-Tor.
Jena trat vor 955 Zuschauern von Beginn an mit der klareren Haltung auf. Keine Minute war gespielt, da schaufelte Kapitän Butzen bereits den ersten Ball gefährlich in die Tiefe, wenig später zog Lankford nach 24 Sekunden per Scherenschlag Richtung langes Eck ab. Zehlendorf war sofort gewarnt, fand aber zunächst kaum Zugriff gegen die bewegliche Jenaer Offensive, die über Oduah, Lankford und Wähling immer wieder Tempo aufnahm. Schon in der 4. Minute musste Dedidis einen hoppelnden Flachschuss Lankfords stark aus dem Eck kratzen, zwei Minuten später verfehlte Schulze auf der Gegenseite nach Ablage von Jones deutlich.
Die Gäste blieben die aktivere Mannschaft, präsenter in den zweiten Bällen, sauberer in den Staffelungen und insgesamt entschlossener in ihren Vorstößen. Konsequenterweise fiel die Führung nach einer Viertelstunde. Lankford köpfte im Strafraum quer, Fritz wollte am langen Pfosten nachsetzen, ehe Zehlendorfs Keeper Dedidis im überhasteten Herausfliegen den Jenaer regelwidrig abräumte. Der Elfmeterpfiff war folgerichtig, die Gelbe Karte gegen den Torhüter ebenso. Hessel übernahm Verantwortung und schob den Ball flach ins linke untere Eck – Dedidis ahnte die Ecke, kam aber einen Moment zu spät herunter (15.).
Hertha brauchte einige Minuten, um sich von diesem frühen Nackenschlag zu sortieren. Zwar blieb Jena zunächst tonangebend, doch nach der klaren Anfangsphase schlichen sich beim FCC kleine Ungenauigkeiten ein. Talabidi zog ein taktisches Foul und sah Gelb (20.), im Aufbau wurde nicht mehr ganz so sauber gearbeitet, und plötzlich bekam Zehlendorf jene Räume, die zu Beginn komplett gefehlt hatten. Vor allem Jones war nun stärker eingebunden, kam entgegen, behauptete Bälle, band Mitspieler ein. Smailovic versuchte nach einem langen Einwurf einen Strafstoß zu ziehen, bekam dafür aber zurecht keinen Pfiff (25.).
Die beste Phase der Gastgeber fiel in die Schlussviertelstunde der ersten Hälfte. Zunächst musste Liesegang nach einem abgefälschten 16-Meter-Schuss von Jones sein ganzes Können aufbieten, um den Ball aus dem Eck zu kratzen (34.). Es war die bis dahin beste Chance der Berliner und zugleich ein Warnsignal an die Thüringer, die in dieser Phase in den Zweikämpfen etwas schlampig agierten. Fast im Gegenzug hätte Jena freilich den alten Abstand ausgebaut: Yamada leistete sich einen haarsträubenden Fehlpass, Fritz schaltete schnell, Oduah legte sich die Kugel im Strafraum zurecht und drosch sie an den linken Pfosten. Der Nachschuss von Fritz strich knapp über den Querbalken (37.). So blieb es bei einer knappen, aber verdienten Jenaer Pausenführung.
Nach dem Wechsel versuchte Zehlendorf mit Wicht für Capoano zunächst personell nachzuschärfen, doch am grundsätzlichen Bild änderte sich wenig. Jena behielt die Kontrolle, ohne zunächst auf das zweite Tor zu drängen. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, das Tempo war gedrosselt, die Partie wirkte lange auf einem schmalen Grat zwischen Stabilität und Nachlässigkeit. Genau darin lag für Hertha die kleine Hoffnung, doch offensiv brachten die Gastgeber im zweiten Durchgang über weite Strecken kaum Verwertbares auf den Rasen. Eine Ecke landete bei Wicht, dessen Versuch aus der zweiten Reihe über den Spann rutschte (69.), mehr Druck entstand daraus aber nicht.
Dafür arbeitete Oduah mit Nachdruck an der Vorentscheidung. Erst prüfte er Dedidis nach 55 Minuten mit einem eher harmlosen Abschluss, dann drängte er Wilton in einer starken Einzelaktion weg, zielte aufs lange Eck und scheiterte am glänzend reagierenden Zehlendorfer Schlussmann (77.). Zwei Minuten später fehlte dem Jenaer Angreifer nach einem Tempolauf über halbrechts nur wenig, als sein scharfer Flachschuss knapp links vorbeistrich (79.). Es waren bereits die Szenen eines Stürmers, der seine Überlegenheit zunehmend auch in Zählbares übersetzen wollte.
In der 82. Minute gelang ihm genau das. Oduah zog aus spitzem Winkel ab, Wilton stand nur noch begleitend daneben, Dedidis bekam den Arm nicht schnell genug hoch – und der Ball schlug im kurzen Eck ein. Es war das längst fällige 2:0 für einen Jenaer Angreifer, der der auffälligste Offensivspieler des Abends gewesen war und der Zehlendorfer Defensive nahezu permanent Probleme bereitet hatte. Spätestens jetzt war die Begegnung entschieden.
Dass der FCC in der Schlussphase sogar noch erhöhte, unterstrich die klare Hierarchie dieses Abends. Kaum auf dem Platz, durfte sich der 17-jährige Munser nach Vorarbeit von Suljic und Burmeister über sein erstes Regionalliga-Tor freuen. Aus Nahdistanz ließ er Dedidis keine Chance und setzte den Schlusspunkt unter einen reifen Jenaer Auftritt (88.). Zehlendorf, das in der ersten Hälfte noch einzelne Widerhaken gesetzt hatte, konnte dem Favoriten in der Schlussphase nichts mehr entgegensetzen.
So stand am Ende ein Sieg, der aus Jenaer Sicht kaum glanzvoll, aber in seiner Struktur überzeugend daherkam. Der FCC war vom Anpfiff an wacher, in den entscheidenden Momenten klarer und im letzten Drittel gefährlicher. Zehlendorf hielt die Partie über weite Strecken offen, weil Jena zwischenzeitlich zu nachlässig wurde, doch die Gastgeber entwickelten insgesamt zu wenig Durchschlagskraft, um den Rückstand ernsthaft zu bedrohen. Mit dem 3:0 wahrt Carl Zeiss zumindest seine kleine Chance im oberen Tabellenbereich, während Hertha trotz engagierter Ansätze im Keller feststeckt.
Zuschauer: 955
Spielstätte: Ernst-Reuter-Sportf. NR1, Berlin
Schiedsrichter: Sirko Müke – Florian Markhoff, Michael Bernowitz
Tore: 0:1 (15.) Hessel; 0:2 (82.) Oduah; 0:3 (88.) Munser
Mannschaftsaufstellungen:
FC Hertha 03 Zehlendorf: Dedidis, Smailovic, Wilton, Jones (75. Hebisch), May (64. Günay), Capoano (46. Wicht), Yamada, Schulz, Yoldas, Wachs (64. Hasenberg), Schulze (64. Doll)
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Lankford (73. Burmeister), Oduah (83. Munser), Prokopenko (73. Suljic), Talabidi, Krämer, Fritz (64. Weihrauch), Werner, Butzen, Hessel, Wähling (83. Teuber)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Dedidis, Wilton, Hasenberg (Hertha 03 Zehlendorf) – Talabidi (FC Carl Zeiss Jena)
---------- 23. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Babelsberg entreißt Dynamo den Sieg in der Schlussphase
SV Babelsberg 03 – BFC Dynamo 2:2 (1:1)
Es war ein Nachholspiel, das früh Fahrt aufnahm, zwischendurch mehrfach die Seite zu wechseln schien und am Ende doch keinen Sieger fand. Der BFC Dynamo hatte den SV Babelsberg 03 nach einer umkämpften Partie bereits am Rand einer Niederlage, ehe Luis Müller die Gastgeber tief in der Schlussphase doch noch für ihren hohen Aufwand belohnte. Vor 4.169 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion trennten sich beide Teams 2:2 – ein Resultat, das dem Spielverlauf insgesamt gerecht wurde, für die Berliner aber dennoch wie zwei verlorene Punkte wirken musste.
Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start. Schon in der 2. Minute spielte Ho klug in den Lauf von Dadashov, der sofort auf Fritzsche weiterleitete. Der Angreifer fackelte nicht lange und jagte den Ball wie schon im Pokal entschlossen ins kurze Eck zur frühen BFC-Führung. Dynamo blieb zunächst wach, attackierte griffig und setzte mit zwei Eckbällen nach. Doch Babelsberg brauchte nur wenige Minuten, um die Partie zu öffnen. Nach einer Ecke sprang der Ball glücklich zu Queißer, der sich drehte und aus dem Gewühl heraus zum 1:1 ins lange Eck traf (8.).
Damit war das Spiel früh wieder auf Anfang gestellt – und entwickelte sich nun zu einer offenen Begegnung mit Vorteilen für die Gastgeber. Babelsberg kam mehrfach gefährlich an und zwang Ortegel zu mehreren starken Paraden. Erst lenkte der BFC-Schlussmann einen tückischen Versuch von Ogbidi aufmerksam ab (19.), wenig später entschärfte er auch einen Abschluss von der Strafraumgrenze reaktionsschnell. Zudem hatte der SVB bei einer weiteren Ecke Pech, als ein abgefälschter Ball an den Querbalken sprang (11.). Der BFC hielt mit Druckphasen und Standards dagegen, doch weil Babelsberg in den gefährlichen Räumen präsenter wirkte, ging das 1:1 zur Pause in Ordnung.
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie zunächst etwas an Rhythmus. Dynamo stabilisierte sich jedoch und brachte mit den Einwechslungen neue Energie in sein Spiel. Fritzsche blieb der auffälligste Berliner Offensivmann, während Babelsberg zwar weiter auf Ballbesitzphasen kam, in der Entscheidungsfindung aber nicht mehr ganz so zwingend wirkte. Auf der Gegenseite verpasste Reincke mit einem Distanzversuch die mögliche Führung, ehe Babelsberg durch Schätzle und Dahlke weitere Warnzeichen setzte.
Als vieles bereits auf ein Remis hindeutete, schlug der BFC nach einem Eckball doch noch zu. Knezevic stieg in der 82. Minute am höchsten und köpfte die Gäste zur 2:1-Führung. Es war der Lohn einer Berliner Phase, in der Dynamo kompakter verteidigte, besser presste und die Partie zunehmend in enge Räume zwang. Babelsberg reagierte mit wütenden Angriffen, der BFC verteidigte nun mit großer Leidenschaft, warf sich in Abschlüsse und suchte die Führung über die Zeit zu retten.
Das gelang nicht. In der Nachspielzeit erhöhte der Gastgeber den Druck maximal und kam doch noch zum verdienten Ausgleich. Luis Müller traf in der 90. Minute zum 2:2 und sorgte dafür, dass die Schlussphase nicht mit einem etwas schmeichelhaften Auswärtssieg der Berliner endete. Babelsberg drängte danach sogar noch auf den Sieg, doch die letzte Möglichkeit rauschte knapp vorbei.
So blieb ein intensives, wechselhaftes und unterhaltsames 2:2. Dynamo wird sich über den spät verspielten Vorsprung ärgern, Babelsberg dagegen kann für seine Beharrlichkeit einen verdienten Punkt verbuchen.
Zuschauer: 4169
Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Schiedsrichter: Daniel Bartnitzki – Marko Wartmann, Paul Baudis
Tore: 0:1 (2.) Fritzsche; 1:1 (7.) Queißer; 1:2 (83.) Knezevic; 2:2 (90.+2) Müller
Mannschaftsaufstellungen:
SV Babelsberg 03: Babke, Silic, Lang, Schätzle, Covic (85. Werbelow), Lessel, Didoss, Dahlke (72. Büch), Hasse (59. Postelt), Queißer, Ogbidi (72. Müller)
BFC Dynamo: Ortegel, Liebelt, Amadou, Fritzsche (90.+5 Osawe), Dadashov (46. Reincke), Oellers, Breitfeld, Windsheimer (90. Polte), Knezevic, Kuffour (46. Shcherbakovski), Ho (80. Putaro)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lang, Schätzle (SV Babelsberg 03)
---------- 16. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Hoch trifft aus der Ferne und besiegelt den Umschwung
ZFC Meuselwitz – BFC Preussen 2:3 (1:0)
Lange sah es so aus, als könne der ZFC Meuselwitz seine schwierige Phase mit einem Heimsieg stoppen. Die Thüringer begannen druckvoll, verdienten sich die Führung und hielten die Berliner zunächst gut vom eigenen Tor fern. Doch nach der Pause kippte die Partie vollständig: Der BFC Preussen übernahm die Kontrolle, drehte das Spiel mit drei Treffern binnen 18 Minuten und brachte den Sieg trotz hektischer Schlussphase über die Zeit. So stand am Ende ein 3:2-Erfolg der Gäste, der sich vor allem aus ihrer klaren Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel speiste.
Auf der Glaserkuppe legten zunächst die Gastgeber mit spürbar mehr Entschlossenheit los. Meuselwitz wirkte frisch, präsent in den Zweikämpfen und suchte immer wieder früh den Weg über die Flügel. Schon in der 5. Minute setzte Pfeil mit einer Flanke von links das erste Achtungszeichen, kurz darauf flog Hansch nach einer Hereingabe am langen Pfosten in den Ball, traf aber noch einen Mitspieler (7.). Preussen hatte in dieser Anfangsphase Mühe, den Druck sauber aufzulösen. Meuselwitz störte früh, presste mutig und zwang die Berliner mehrfach zu langen Bällen, die kaum für Entlastung sorgten.
Die verdiente Folge war das 1:0 in der 13. Minute. Ein weiter Ball von der linken Seite segelte an den langen Pfosten, wo sich Hansch durchsetzte und die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte jagte. Es war ein Treffer, der zur Anfangsphase passte: entschlossen, direkt und mit jener Wucht vorgetragen, die die Gastgeber bis dahin auszeichnete. Auch danach blieb der ZFC zunächst tonangebend. Oke und Pfeil schoben immer wieder an, Balde und Pauling suchten die Schnittstellen, und im Zentrum arbeitete Stiller energisch gegen den Ball.
Preussen brauchte gut 20 Minuten, um in die Partie hineinzufinden. Zunächst blieb der erste Abschluss von Butkovic aus 16 Metern harmlos (17.), doch allmählich wurden die Berliner griffiger. Meuselwitz konnte das hohe Tempo der Anfangsphase nicht mehr ganz halten, die Offensivaktionen wurden seltener, während die Gäste nun sauberer zirkulieren ließen und stärker über die Außenbahnen kamen. Ramadan holte einen Eckball heraus (31.), Butkovic versuchte es aus der Distanz (34.), und nach einer weiteren Ecke setzte Stein einen Kopfball nur knapp rechts vorbei (43.). Der ZFC rettete die Führung dennoch in die Pause, weil die erste halbe Stunde die klar bessere gewesen war und Sedlak bei allem Berliner Druck nicht zu einer Glanztat gezwungen wurde.
Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Kräfteverhältnis jedoch deutlich. Volbert brachte Adekunle für Frank – und mit ihm kam sofort mehr Wucht ins Berliner Offensivspiel. Preussen agierte nun zielstrebiger, gewann mehr zweite Bälle und kam deutlich schneller in die gefährlichen Räume. Bereits in der 53. Minute musste Sedlak gegen den flachen Abschluss des Jokers stark ins rechte untere Eck abtauchen. Auf der Gegenseite hatte Meuselwitz die große Chance, das Spiel in eine andere Richtung zu schieben: Pauling setzte sich nach einem Konter rechts durch, drang in den Strafraum ein, fand mit seinem Pass in die Mitte aber keinen Abnehmer (56.). Kurz darauf köpfte Hansch nach einer Ecke links vorbei (56.).
Es waren die letzten deutlichen Warnsignale der Gastgeber, ehe das Spiel kippte. In der 59. Minute fiel der verdiente Ausgleich: Fontein zog aus 18 Metern flach ab und traf präzise ins linke untere Eck. Der Treffer gab den Berlinern sichtbar zusätzliche Sicherheit, während Meuselwitz die Ordnung verlor. Die einfachen Bälle kamen nicht mehr an, das Umschalten stockte, und die Körpersprache wurde zunehmend unzufrieden. Preussen nutzte diese Phase eiskalt.
Nur sieben Minuten nach dem 1:1 drehten die Gäste die Partie komplett. Adekunle hatte auf der linken Seite zu viel Platz und legte in die Mitte, wo Butkovic aus sieben Metern unbedrängt ins rechte Eck vollendete (66.). Es war ein Tor, das den Bruch im Meuselwitzer Spiel schonungslos offenbarte: Zu wenig Zugriff, zu viel Zuschauen, zu wenig Konsequenz im Strafraum. Die Gastgeber reagierten erst in der 69. Minute mit einem Doppelwechsel, doch da war Preussen längst am Drücker und sogar einem weiteren Treffer näher. Meyer zog aus halblinker Position ab, Adekunle staubte zwar ab, stand dabei aber im Abseits (69.).
Als Hoch dann in der 77. Minute das 3:1 nachlegte, schien die Partie entschieden. Ein Konter lief in Richtung Meuselwitzer Tor, Sedlak war weit aus seinem Kasten geeilt und kam noch vor Adekunle an den Ball, doch Hoch reagierte gedankenschnell und traf aus beinahe 45 Metern ins verwaiste Gehäuse. Es war ein spektakulärer Treffer und zugleich die logische Belohnung für eine Berliner Mannschaft, die nach der Pause klar überlegener, spielerisch sauberer und in ihren Aktionen entschlossener gewesen war.
Ganz erledigt war die Begegnung damit allerdings noch nicht. Meuselwitz zeigte nach langer Lethargie plötzlich wieder Leben und verkürzte in der 82. Minute auf 2:3. Pauling setzte sich auf der rechten Seite stark durch und legte in die Mitte, wo Fischer aus acht Metern einschob. Dass sich der Vorbereiter bei dieser Aktion am Oberschenkel verletzte, passte zur bitteren Gemengelage eines Abends, an dem der ZFC erst spät wieder aufwachte. In der Schlussphase drängten die Thüringer tatsächlich noch auf den Ausgleich. Stiller wurde zunächst geblockt (85.), dann hätte Seidemann nach Vorarbeit von Bürger beinahe das 3:3 erzielt, schoss aus neun Metern aber einen Berliner an (90.+5). Kurz zuvor hatte Stiller bereits an Albers seinen Meister gefunden (90.+3).
Dass die Gäste in der Nachspielzeit durch Fontein sogar das vierte Tor verpassten, als Jeck seinen Schuss per Kopf auf der Linie klärte (90.+6), änderte nichts mehr am Gesamteindruck. Preussen gewann nicht unverdient, weil die Berliner nach schwachem Start das Spiel immer stärker an sich zogen und nach der Pause die klar bessere Mannschaft waren. Meuselwitz begann couragiert, verlor aber mit fortschreitender Spielzeit Struktur, Sicherheit und Präsenz. Erst der späte Anschlusstreffer riss die Gastgeber noch einmal aus ihrer Starre – zu spät, um den Berliner Auswärtssieg noch zu verhindern.
Zuschauer: 362
Spielstätte: Hauptplatz bluechip Arena, Meuselwitz
Schiedsrichter: Christopher Gaunitz – Benjamin Seidl, Simone Jakob
Tore: 1:0 (13.) Hansch; 1:1 (59.) Fontein; 1:2 (66.) Butkovic; 1:3 (77.) Hoch; 2:3 (82.) Fischer
Mannschaftsaufstellungen:
ZFC Meuselwitz: Sedlak, Stiller, Oke, Pfeil, Nitschke, Wurr (78. Bürger), Pauling (84. Seidemann), Balde (69. Eckardt), Hansch, Schmökel (69. Fischer), Jeck
BFC Preussen: Albers, Brandt, Fontein, Maric, Butkovic (89. Dikarev), Schröder (61. Hoch), Ramadan, Häusl, Frank (46. Adekunle), Stein, Meyer
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Hansch (ZFC Meuselwitz) – Butkovic, Schröder, Häusl (BFC Preussen)
---------- 21. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Luckenwalde taumelt nach Berliner Doppelschlag
BFC Preussen – FSV 63 Luckenwalde 3:1 (2:0)
Es war eines dieser Nachholspiele, in denen nicht nur Punkte, sondern auch Nerven, Rhythmus und Selbstverständnis auf dem Prüfstand stehen. Der BFC Preussen hat sich in diesem Duell der Tabellennachbarn als die reifere, konsequentere und vor allem effizientere Mannschaft erwiesen und den FSV 63 Luckenwalde mit 3:1 niedergerungen. Vor 288 Zuschauern an der Malteserstraße legten die Berliner den Grundstein mit einem Doppelschlag vor der Pause, hielten die Gäste auch nach dem Seitenwechsel auf Distanz und setzten mit dem dritten Treffer den entscheidenden Stoß. Der Anschluss durch Will kam für die Brandenburger zu spät.
Die Partie begann ohne große Anlaufzeit, aber zunächst auch ohne jene Szenen, die ein solches Kellerduell früh hätten entzünden können. Beide Mannschaften begegneten sich mit der Vorsicht zweier Kontrahenten, die genau wussten, welchen Wert diese Punkte im engen Tabellenmittelfeld besitzen. Preussen suchte von Beginn an den direkteren Weg in die Tiefe, Luckenwalde wirkte im Aufbau zwar bemüht, fand aber gegen die wachsame Berliner Ordnung zunächst kaum Räume zwischen den Linien.
Ein früher Rückschlag traf die Gäste schon nach gut einer halben Stunde, als Hathaway verletzungsbedingt weichen musste und durch Merke ersetzt wurde (31.). Ob dieser Wechsel den Rhythmus der Luckenwalder zusätzlich störte, ließ sich nicht eindeutig festmachen – auffällig war jedoch, dass Preussen kurz darauf die Partie klar an sich riss. In der 33. Minute belohnten sich die Hausherren für ihre zielstrebigere Spielanlage: Frank brachte den BFC mit 1:0 in Führung und verschaffte den Gastgebern genau jenes Momentum, das in solch engen Spielen häufig den Ausschlag gibt.
Luckenwalde hatte sich von diesem ersten Nadelstich noch nicht sortiert, da setzte Preussen bereits nach. Nur fünf Minuten später schlug Schröder zu und erhöhte auf 2:0 (38.). Dieser Doppelschlag traf die Gäste ins Mark. Während die Berliner nun mit wachsender Sicherheit auftraten und die Partie kontrollierter anlegten, wirkte der FSV in dieser Phase gehemmt, in den entscheidenden Momenten einen Tick zu spät und im letzten Drittel ohne jene Schärfe, die es gebraucht hätte, um dem Spiel sofort wieder eine andere Richtung zu geben.
Mit der 2:0-Führung ging es in die Pause, und aus Sicht der Berliner sprach vieles dafür, dass sie an diesem Nachmittag den klareren Plan verfolgten. Preussen stand kompakt, schaltete nach Ballgewinnen geradlinig um und nutzte die Räume, die Luckenwalde vor allem im Übergangsspiel anbot. Die Gäste dagegen mussten reagieren – und taten dies zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel: Jannene kam für Neumann, Schleinitz für Butendeich. Es war der Versuch, mehr Stabilität und zugleich mehr Zugriff ins Spiel zu bringen.
Doch statt einer schnellen Aufholjagd setzte Preussen den nächsten Stich. Nur zehn Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Ramadan auf 3:0 (55.) und ließ die Berliner Anhänger endgültig spüren, dass dieses Nachholspiel eine klare Wendung genommen hatte. Der dritte Treffer war nicht nur Ausdruck der Effizienz des Aufsteigers, sondern auch ein Spiegel des Spielverlaufs: Preussen blieb wach, präzise und unangenehm direkt, während Luckenwalde in den entscheidenden Zonen keine Kontrolle herstellen konnte.
Erst danach fanden die Gäste zumindest phasenweise besser in die Begegnung. Braune griff erneut ein, brachte nach einer Stunde Will für Maciejewski sowie Bachmann für König (60.) und setzte damit auf frische Impulse in der Offensive. Tatsächlich gelang Luckenwalde nun eher der Zugriff, und in der 67. Minute verkürzte Will auf 1:3. Der Anschlusstreffer öffnete für einen Moment das Fenster für eine spannendere Schlussphase, weil er den Brandenburgern zumindest die Hoffnung zurückgab, aus einer lange unerquicklich verlaufenen Partie doch noch Kapital zu schlagen.
Allein: Preussen ließ sich von diesem Gegentor nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Berliner verteidigten den Vorsprung mit der nötigen Klarheit, hielten die Gäste von einer wirklichen Druckphase fern und brachten die Begegnung ohne größere Verwerfungen über die Zeit. Dass Volbert in der Schlussphase mit Dikarev für Butkovic noch einmal wechselte (84.), passte ins Bild eines Nachmittags, an dem seine Mannschaft die Kontrolle nicht mehr aus der Hand gab.
So blieb am Ende ein Heimsieg, der in seiner Entstehung ebenso schlicht wie wirkungsvoll war: Preussen traf in den richtigen Momenten, nutzte seine Drangphase vor der Pause mit maximalem Ertrag und setzte nach dem Seitenwechsel den Knockout, ehe Luckenwalde überhaupt eine ernsthafte Aufholbewegung entwickeln konnte. Der Treffer von Will betrieb am Ende nur noch Ergebniskosmetik.
Für den BFC Preussen ist dieses 3:1 mehr als ein gewöhnlicher Dreier. In einem direkten Duell mit einem unmittelbaren Tabellennachbarn bewiesen die Berliner jene Reife, die im weiteren Saisonverlauf den Unterschied machen kann. Luckenwalde dagegen wird sich fragen müssen, warum die Mannschaft vor allem in den Schlüsselmomenten der ersten Halbzeit zu wenig Widerstand leistete. Der FSV kam zwar noch einmal heran, doch der Nachmittag gehörte über weite Strecken dem Gastgeber – und das völlig verdient.
Zuschauer: 288
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Sirko Müke – Willem Smakman, Michael Bernowitz
Tore: 1:0 (32.) Frank, 2:0 (38.) Schröder, 3:0 (55.) Ramadan, 3:1 (69.) Will
Mannschaftsaufstellungen:
BFC Preussen: Albers, Brandt, Fontein, Maric, Butkovic (82. Dikarev), Schröder (75. Hoch), Ramadan, Häusl, Frank, Stein, Meyer
FSV 63 Luckenwalde: Tittel, Pollasch, Butendeich (46. Schleinitz), Seidel, Neumann (46. Jannene), Schneider, Hathaway (28. Merke), Kühn, König (60. Bachmann), Maciejewski (60. Will), Gollnack
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Häusl (BFC Preussen) – Pollasch, Kühn, Bachmann (FSV 63 Luckenwalde)
---------- 21. SPIELTAG DER REGIONALLIGA NORDOST ----------
Keller, ade! SVB zerlegt Chemie nach der Pause
SV Babelsberg 03 – BSG Chemie Leipzig 5:0 (0:0)
Lange war es ein nervöses Kellerduell, in dem auf beiden Seiten die Angst vor dem nächsten Fehler spürbar durch das Karl-Liebknecht-Stadion waberte. Doch nach einer zähen ersten Hälfte drehte der SV Babelsberg 03 mächtig auf, nutzte die Leipziger Ballverluste mit brutaler Konsequenz und demontierte die BSG Chemie Leipzig am Ende mit 5:0. Was zur Pause noch nach Abstiegskampf in Reinform aussah, wurde nach dem Seitenwechsel zu einer Machtdemonstration der »Nulldreier«, die sich mit fünf Treffern in 38 Minuten Luft im Tabellenkeller verschafften.
Vor 4.996 Zuschauern begann Chemie zunächst mutig und suchte mit hohem Pressing den frühen Zugriff. Schon in der fünften Minute eroberten die Gäste tief in der Babelsberger Hälfte den Ball, brachten die anschließende Flanke aber nicht gefährlich genug in den Strafraum. Auch danach wirkte Leipzig in der Anfangsphase wach, robust in den Zweikämpfen und willens, dem Spiel seinen Rhythmus aufzuzwingen. Babelsberg wiederum brauchte einige Minuten, um in die Partie zu finden, setzte dann aber erste Akzente über die Flügel und suchte mit Einwürfen, Ecken und zweiten Bällen den Weg in die Box.
Viel Hochglanz bot die Begegnung zunächst nicht. Die Gastgeber hatten optisch etwas mehr Kontrolle, Chemie verteidigte die zahlreichen Flankenversuche jedoch meist ordentlich weg. So blieben klare Gelegenheiten zunächst Mangelware. Didoss prüfte die Leipziger Defensive mit einem Schuss im Strafraum (18.), Bürger kam nach einer einstudierten Ecke aussichtsreich zum Abschluss, doch Lihsek rettete in höchster Not (22.). Auf der Gegenseite sorgte ein Freistoß nach Foul an Seidel für Unruhe, ehe Langners abgefälschter Abschluss aus dem Rückraum geklärt wurde (35.).
Die beste Phase des ersten Durchgangs erlebte die Partie kurz vor der Pause. Zunächst tauchte Ratifo frei vor Babke auf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Babelsberger Schlussmann (37.). Im direkten Gegenzug jagte Didoss den Ball ins Außennetz. Es blieb eine Szene, die bereits andeutete, wo für Babelsberg im Umschalten Räume aufgingen. Dennoch ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen – ein Ergebnis, das zum zerfahrenen Charakter dieser ersten 45 Minuten passte.
Nach dem Wechsel veränderte sich das Bild abrupt. Babelsberg brachte Schätzle für Bürger und schaltete sichtbar einen Gang höher, während Chemie seine Ordnung verlor. Bereits in der 49. Minute musste Wendt doppelt retten, erst per Kopf nach einer Flanke, dann gegen Didoss. Wenig später fiel die Führung – und sie war der Auftakt zu einem Leipziger Zusammenbruch. Bell sah bei einer Aktion in der eigenen Hälfte unglücklich aus, Babelsberg schaltete über links schnell um, Schmidt spielte den Ball gefühlvoll in den Fünfmeterraum, wo sich Covic gegen Bell behauptete und zum 1:0 einschob (52.).
Chemie reagierte zwar beinahe mit dem Ausgleich, doch Langner verpasste den richtigen Moment (53.). Statt Stabilität zu gewinnen, gerieten die Gäste nun immer tiefer in jenen Strudel, aus dem sie nicht mehr herausfanden. Babelsberg roch die Unsicherheit. Didoss zog immer wieder mit Tempo an, Schmidt fand zwischen den Linien Räume, und die Leipziger Abwehr wirkte bei jedem Umschaltmoment einen Schritt zu langsam.
Das 2:0 fiel nach einem Muster, das den weiteren Verlauf exemplarisch abbildete: Covic eroberte den Ball an der Mittelinie, schickte Didoss auf die Reise, und der Stürmer ließ zunächst Sanin, dann auch den zurückeilenden Hoops alt aussehen, ehe er entschlossen vollendete (62.). Chemie bemühte sich noch einmal um eine Antwort, kombinierte sich sogar in den Strafraum, doch Lihseks Abschluss strich am langen Pfosten vorbei (68.). Es war bereits eine jener Szenen, in denen klar wurde, dass Leipzig an diesem Abend nicht mehr die Kraft für eine Wende entwickeln würde.
Die Vorentscheidung besorgte wiederum Didoss – und diesmal mit Klasse statt Wucht. Hasse trieb den Ball über rechts nach vorn, Müller leitete technisch fein mit der Sohle weiter, und Didoss streichelte den Ball aus 18 Metern in den Winkel (70.). Es war der schönste Angriff des Abends und zugleich der Treffer, der Chemie endgültig die Schultern herunterzog. Babelsberg spielte nun mit der Gelassenheit einer Mannschaft, die gemerkt hatte, dass ihr alles gelang, während Leipzig bei nahezu jedem Gegenstoß auseinanderfiel.
Silic erhöhte per direkt verwandeltem Freistoß aus 18 Metern auf 4:0 (78.) – spätestens da war aus einem Kellerduell ein Debakel geworden. Dass Chemie kurz vor Schluss per Strafstoß noch die Chance auf Ergebniskosmetik bekam, änderte nichts am Gesamtbild. Weil Lang Akono im Strafraum schubste, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, doch Mäder vergab diese seltene Gelegenheit kläglich (85.). Den Schlusspunkt setzte stattdessen wieder Babelsberg: Nach einem Freistoß kam Lang zunächst per Kopf zum Abschluss, Bergmann parierte, Ogbidi legte den Abpraller erneut auf, und Lang drückte den Ball aus Nahdistanz zum 5:0-Endstand über die Linie (88.).
So stand am Ende ein Resultat, das in der Höhe aus der ersten Halbzeit noch nicht abzusehen war, sich nach dem Seitenwechsel aber aus Babelsbergs gnadenloser Effizienz und Chemies kompletter Auflösung ergab. Der SVB gewann dieses direkte Duell im Abstiegskampf nicht nur, sondern setzte ein Ausrufezeichen, das im Tabellenkeller nachhallen dürfte. Für Leipzig dagegen war es ein bitterer Abend, an dem eine passable erste Hälfte in einer erschreckenden zweiten versank.
Zuschauer: 4996
Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Schiedsrichter: Eric Weisbach – Johannes Schipke, Laurenz Werner
Tore: 1:0 (52.) Covic, 2:0 (64.) Didoss, 3:0 (73.) Didoss, 4:0 (78.) Silic, 5:0 (89.) Lang
Mannschaftsaufstellungen:
SV Babelsberg 03: Babke, Silic, Lang, Covic (72. Werbelow), Schmidt (68. Ogbidi), Lessel (84. Kalckreuth), Didoss, Dahlke, Hasse, Bürger (46. Schätzle), Queißer (68. Müller)
BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Hoops, Langner (72. Bulland), Seidel, Aliji (57. Mäder), Seidemann (72. Hoffmann), Wendt (51. Bell), Sanin, Lihsek, Lisinski, Ratifo (72. Akono)
Besondere Vorkommnisse: Covic (Gelb)
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Redaktion: Holger Elias (NOFV)
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