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NOFV-Oberliga Süd: Zusammenfassung 5. Spieltag

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NOFV-Oberliga Süd: Zusammenfassung 5. Spieltag

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg II. Gewinnt auch in Arnstadt mit 2:0 +++ Ein entfesselter VfL Halle 96 macht gegen Angstgegner Budissa Bautzen mit 5:2 endlich »Nägel mit Köpfen« +++ Spektakulärer 4:1-Heimerfolg für die SG Union Sandersdorf gegen den Ludwigsfelder FC +++ Neumanns Hattrick sichert fulminanten 5:0-Auftritt von Germania Halberstadt gegen den FC Grimma +++ Der Bischofswerdaer FV und der VFC Plauen bleiben mit einem gerechten 1:1-Unentschieden oben dran +++ An den ersten fünf Spieltagen fielen 162 Tore, das entspricht einem Schnitt von exakt 4 Treffern je Partie +++ Alleiniger Spitzenreiter in der Torschützenliste ist mit 6 Toren Corvin Kosak (VfB Germania Halberstadt). Ihm folgen sechs Akteure mit je 4 Treffern.

SG Union Sandersdorf - Ludwigsfelder FC 4:1 (2:1)

Die SG Union Sandersdorf setzte sich am Freitagabend mit einem beeindruckenden 4:1 gegen den Ludwigsfelder FC durch. Trotz der klaren Rollenverteilung vor dem Spiel, bei dem SG Union Sandersdorf als Favorit galt, bot die Partie zahlreiche Höhepunkte und Wendungen.

Vor 132 gespannten Zuschauern eröffnete Tarik Reinhard bereits in der 4. Minute den Torreigen und brachte die Hausherren in Führung. Doch der Ludwigsfelder FC ließ sich nicht unterkriegen: Nur drei Minuten später glich Alexander Eirich aus und sorgte für Jubel bei den Gästen. Doch die Freude währte nicht lange, denn Dennis Brunner stellte in der 20. Minute den alten Abstand wieder her.

Nach einer torlosen Phase und mit einem 2:1-Vorsprung für Union Sandersdorf ging es in die Halbzeitpause. Trainer Thomas Sawetzki reagierte in der 72. Minute mit einem Doppelwechsel und brachte frische Kräfte ins Spiel. Doch auch der Ludwigsfelder FC versuchte, mit einem Doppelwechsel in der 76. Minute, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Es war erneut Tarik Reinhard, der in der 79. Minute mit seinem zweiten Treffer den Vorsprung ausbaute. Elia Miro Friebe setzte in der 86. Minute den Schlusspunkt und besiegelte den 4:1-Erfolg für die SG Union Sandersdorf.

Mit diesem beeindruckenden Sieg behält Sandersdorf verdient die drei Punkte zu Hause und setzt ein klares Statement in der Liga.

SV 09 Arnstadt - 1. FC Magdeburg II 0:2 (0:0)

Spitzenreiter 1. FC Magdeburg II. Setzte sich am vergangenen Samstag mit einem klaren 2:0 beim SV 09 Arnstadt durch. Obwohl die Favoritenrolle klar bei den Elbestädtern lag, hielten die Arnstädter in der ersten Halbzeit tapfer dagegen und ließen keinen Treffer zu.

Doch nach der Pause schlug der Ligaprimus zu: Felix Vogler brachte die Gäste in der 51. Minute in Führung und ließ die mitgereisten Fans jubeln. Der SV 09 Arnstadt versuchte mit frischem Wind von der Bank das Ruder herumzureißen, doch die Defensive der Magdeburger stand sicher. In der 87. Minute setzte Niclas Buschke den Schlusspunkt und besiegelte den 2:0-Erfolg für die Gäste.

Die Abwehrprobleme der Arnstädter wurden auch in diesem Spiel offensichtlich. Bislang kamen sie auf einen Durchschnitt von mehr als zwei Gegentoren pro Partie. Die Bilanz von nur einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen lässt wenig Raum für Optimismus, auch wenn sich die Oberligasaison in noch einem frühen Stadium befindet.

Der 1. FC Magdeburg II. hingegen präsentiert sich in Topform. Mit einer beeindruckenden Offensive, die bereits 17 Tore erzielte, und nur einer Niederlage, mischt das Team weiterhin an der Spitze der NOFV-Oberliga Süd mit. Dieser Sieg unterstreicht ihre Ambitionen und zeigt, dass mit dem 1. FC Magdeburg II. in dieser Saison definitiv zu rechnen sein dürfte.

VfL Halle 96 - FSV Budissa Bautzen 5:2 (3:1)

Was für ein Spektakel! Das Duell zwischen dem VfL Halle 96 und dem FSV Budissa Bautzen war an Spannung, Drama und Toren kaum zu überbieten. Mit einem 5:2-Erfolg holten sich die Gastgeber am Ende hochverdient die begehrten drei Punkte. Aber das Ergebnis sagt bei weitem nicht alles aus, was diese Partie so besonders machte...

Etwas Luft schaffen gegenüber dem unteren Tabellendrittel, so könnte die Ausrichtung beider Teams vor dem Duell treffend beschrieben werden können. Dabei hatten die Gäste sicher die bessere Ausgangsposition, denn die Offensivabteilung der Budissa-Kicker erzielte in den bisherigen Saisonspielen mehr als drei Treffer pro Partie! Dagegen zeigte sich bislang die Defensive der Hallenser eher löchrig. 12 Tore in den vorherigen vier Spielen zeigten den Gastgebern ihren wunden Punkt auf.

Auf ihrer Website fächerten sich die Hausherren mit einer gehörigen Portion Selbstironie selbst etwas Mut zu. Mit dem FSV Budissa Bautzen gastiere »der wohl mit Abstand absolute »Lieblingskontrahent« bei unserer Oberligamannschaft«, schrieb der gut aufgelegte Autor Andreas Jahnecke und erinnerte daran, dass die bisherige Bilanz gegen die Budissen »dringend renovierungsbedürftig« aussehe: In den bisherigen 13 Spielen gab im »statistischen Drama gegen die Sachsen« nur einen einzigen Erfolg und zwei Unentschieden – dafür hagelte zehn Niederlagen… Ganz zu schweigen von der Tordifferenz…

Was so ist, muss nicht so bleiben. Manchmal versteht sich Aussichtslosigkeit als Mutmacher, als Auslöser unvorhergesehener Kraftakte, die selbst physikalische Gesetze ins Wanken zu bringen vermag. Und nicht zuletzt sei an Erich Kästner erinnert, der da meinte, dass der Humor der Regenschirm der Weisen sei.

Tatsächlich schien an diesem Sonntagnachmittag alles etwas anders, oder seitenverkehrt: Die Partie begann mit einem druckvollen Angriff der Gastgeber. In der 13. Minute erzielte Luka Vujanic, nach einem klasse Pass von Konrad Heinrich Korngiebel, das erste Tor des Spiels. Es war sein viertes Saisontor und es sollte nicht sein letztes Highlight bleiben.

Kaum hatten die Fans den Jubel verschluckt, legte Francesco Lubsch in der 19. Minute nach und erhöhte auf 2:0. Danny Wagner lieferte die Vorlage, seine vierte der Saison. Bautzen antwortete prompt und verkürzte zwei Minuten später durch Tom Hagemann auf 2:1. Denny Wagner stellte mit der erneuten Führung in der 42. Minute erneut auf den alten Abstand und sicherte den Gastgebern eine ruhige Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel startete der VfL Halle 96 wieder durch: Alain Amani Biregey erzielte in der 61. Minute das 4:1 und es schien, als sei die Partie entschieden. Doch beide Teams hatten noch nicht genug. Budissa Bautzen erspielte sich einige Großchancen, konnte aber Jagodzik im Tor der Hallenser nicht überwinden.

Dann kam der große Moment von Jegor Jagupov. In der 80. Minute schoss er sein erstes Saisontor und brachte das Stadion zum Beben. Es war das 5:1 und gleichzeitig die Entscheidung. Bautzens eingewechselter Tom Hentschel sorgte in der Nachspielzeit noch für den 5:2 Endstand, aber der Sieg der Gastgeber war ohnehin nicht mehr in Gefahr.

VfB Auerbach - VfB 1921 Krieschow 1:3 (1:2)

Der VfB 1921 Krieschow setzte sich am Samstag vor 391 Zuschauern mit einem 3:1-Auswärtssieg beim VfB Auerbach durch. Der Star des Spiels war ohne Zweifel Artur Dawid Bednarczyk, der mit einem Doppelpack in den ersten 16 Minuten die Weichen auf Sieg stellte.

Die Gäste dominierten die erste Halbzeit und gingen mit einer verdienten Führung in die Pause. Der VfB Auerbach reagierte und brachte frische Kräfte in der Hoffnung aufs Feld, die partie noch drehen zu können. Doch trotz der Bemühungen und einem späten Anschlusstreffer durch Ondrej Brejcha in der 82. Minute, gab Krieschow den Sieg nicht mehr aus der Hand. Martin Dahm setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt und besiegelte den 3:1-Erfolg für die Gäste.

In den letzten Minuten des Spiels gab Trainer Toni Lempke dem jungen William Paul Schnakenberg noch die Chance, sich zu zeigen, und wechselte ihn für den Torschützen Dahm ein.

Vor 391 Zuschauern zeigte der VfB 1921 Krieschow eine beeindruckende Leistung und sicherte sich verdient die drei Punkte.

FSV Motor Marienberg - FC Einheit Rudolstadt 3:2 (2:1)

In einem packenden Schlagabtausch konnte sich der FSV Motor Marienberg mit 3:2 gegen den FC Einheit Rudolstadt durchsetzen. Trotz eines frühen Rückstands zeigte Motor Charakter und drehte die Partie zu seinen Gunsten.

Vor 193 gespannten Zuschauern brachte Maximilian Schlegel die Gäste aus Rudolstadt bereits in der sechsten Minute per Elfmeter in Führung. Doch die Freude währte nicht lange. Kevin Werner glich in der 41. Minute für Motor aus und nur drei Minuten später sorgte Fabio Anger für die Pausenführung der Gastgeber

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Rudolstädter alles, um zurück ins Spiel zu kommen. Doch es war erneut Werner, der mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 77. Minute den Vorsprung für die Gastgeber auf 3:1 ausbaute. Schlegel gelang zwar noch der Anschlusstreffer zum 2:3, doch am Ende reichte es nicht für die Gäste.

Trotz des Sieges bleibt die Defensive von Motor ein Sorgenkind. Mit 17 Gegentoren stellt man die schwächste Abwehr der Liga. Dennoch konnte man bereits zwei Siege einfahren und gibt sich kämpferisch.

Für den FC Einheit Rudolstadt wird die Lage indes immer prekärer: Nach fünf Spielen wartet das Team noch immer auf den ersten Sieg.

VfB Germania Halberstadt - FC Grimma 5:0 (2:0)

In einer beeindruckenden Vorstellung setzte sich VfB Germania Halberstadt mit einem deutlichen 5:0 gegen den FC Grimma durch. Die Gastgeber ließen von Beginn an keinen Zweifel daran, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde.

Corvin Kosak sorgte mit einem Doppelschlag in der 25. und 43. Minute für klare Verhältnisse und schickte die Grimmaer mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel setzte Denis Neumann mit einem fulminanten Hattrick (55./63./87.) den Schlusspunkt unter eine dominante Vorstellung von VfB Germania Halberstadt.

Während die Gastgeber mit gezielten Wechseln frischen Wind ins Spiel brachten und ihre Führung souverän verwalteten, suchte der FC Grimma vergeblich nach Antworten. Die Defensive von VfB Germania Halberstadt stand wie eine Mauer und ließ nur fünf Gegentore in der gesamten Saison zu.

Mit diesem beeindruckenden Sieg setzt sich VfB Germania Halberstadt weiter in der Spitzengruppe fest und zeigt, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Der FC Grimma hingegen muss sich nach dieser herben Niederlage sammeln und an der Defensive arbeiten, die bereits 14 Gegentore kassierte.

SC Freital - FC Einheit Wernigerode 4:2 (2:2)

Der SC Freital setzte sich am Samstag mit 4:2 gegen den FC Einheit Wernigerode durch und sicherte sich drei Punkte. Vor heimischer Kulisse und 187 begeisterten Zuschauern boten beide Teams ein Fußballfest.

Kaum hatte das Spiel begonnen, zappelte der Ball auch schon im Netz. William Wessely brachte die Gastgeber bereits in der dritten Minute in Führung. Doch der FC Einheit zeigte sich unbeeindruckt: Moritz Singbeil glich in der 26. Minute aus. Doch die Freude währte nur kurz, denn Oliver Genausch schoss die Hainsberger nur zwei Minuten später wieder in Front. Kurz vor der Halbzeitpause sorgte Bocar Baro mit seinem Treffer zum 2:2 für einen Paukenschlag.

Nach dem Seitenwechsel legte der SC Freital erneut vor: Felix Hennig traf in der 48. Minute zum 3:2. Beide Trainer reagierten mit Wechseln, um frischen Wind ins Spiel zu bringen. Doch es war erneut der SC Freital, der jubeln durfte. William Wessely krönte seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer des Tages in der Nachspielzeit und besiegelte den 4:2-Endstand.

Mit diesem Sieg unterstrich der SC Freital seine Ambitionen und zeigte, dass man in dieser Saison ein ernstzunehmender Gegner ist. Der FC Einheit Wernigerode hingegen muss sich nach dieser Niederlage sammeln und in den kommenden Spielen wieder zu alter Stärke finden.

Bischofswerdaer FV 08 - VFC Plauen 1:1 (0:0)

In einem intensiven Duell trennten sich der Bischofswerdaer FV und der VFC Plauen mit einem gerechten 1:1-Unentschieden. Beide Teams zeigten, warum sie in dieser Saison zu den Top-Mannschaften gehören.

Die erste Halbzeit verlief ohne nennenswerte Höhepunkte und so gingen beide Mannschaften torlos in die Pause. Doch Trainer Karsten Oswald von Bischofswerdaer FV hatte in der Halbzeitpause offenbar die richtigen Worte gefunden und schickte Tommy Barth ins Rennen. Dieser Wechsel sollte sich auszahlen: Rajk Lisinski brachte die Gastgeber in der 64. Minute in Front und ließ die Fans jubeln. Doch VFC Plauen zeigte Moral. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung gelang dem Joker Tim Kießling der wichtige Ausgleichstreffer.

Am Ende konnten beide Teams mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Der Bischofswerdaer FV bestätigte mit dem Unentschieden seine Anwartschaft im oberen Tabellendrittel und beeindruckte erneut mit seiner Offensivpower, die bereits 12 Tore in dieser Saison erzielte.

Der VFC Plauen hingegen bewies, dass die Defensive das Prunkstück des Teams ist. Mit nur drei Gegentoren in dieser Saison stellt Plauen die stärkste Abwehr der Liga. Beide Teams werden sicherlich noch für viele Highlights in dieser Saison sorgen.

Text: Holger Elias

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