Herren
NOFV-Oberliga Süd: Zusammenfassung 25. Spieltag
Sandersdorfs Stärke zeigt sich in zweiter Halbzeit: 4:0 gegen Marienberg +++ VFC Plauen unaufhaltsam: 2:0-Sieg beim SV 09 Arnstadt festigt Führung +++ Auerbach dominiert Halle: Vierfacher Triumph zu Hause +++ Magdeburg II durchbricht Bischofswerdaers Serie mit 3:1-Auswärtssieg +++ Rudolstadt überrascht Freital: Souveräner 2:0-Auswärtssieg +++ Frühe Tore sichern Halberstadt den 2:0-Heimsieg gegen Budissa +++ FC Grimma festigt die Abwehr und bezwingt Krieschow 2:0 +++ Eigentor entscheidet: FC Einheit überholt Ludwigsfelder in der Tabelle +++ Die Teams der NOFV-Oberliga Süd erzielten bisher 662 Tore, das entspricht einem Schnitt von 3,3 Treffern je Partie +++ Bester Torschütze ist Corvin Kosak (VfB Germania Halberstadt) mit 19 Toren, gefolgt von Paul Kämpfer (VfB Auerbach / 14 Tore) und Miguel Pereira Rodrigues (Bischofswerdaer FV 08), der 13 Treffer erzielte.
SG Union Sandersdorf – FSV Motor Marienberg 4:0 (0:0)
In einer deutlichen Begegnung der NOFV-Oberliga Süd zeigte die SG Union Sandersdorf ihre Dominanz mit einem 4:0 Heimsieg über den FSV Motor Marienberg. Die erste Halbzeit verlief trotz der Favoritenrolle von Sandersdorf torlos, was Spannung für den zweiten Durchgang versprach.
Nach einer eher ereignislosen ersten Hälfte, in der sich beide Teams vorsichtig abtasteten, leitete Pascal Pannier mit seinem Tor in der 62. Minute eine Wende im Spiel ein. Dieses erste Tor gab Sandersdorf sichtlich Rückenwind und der Trainer Thomas Sawetzki nutzte die Gelegenheit, um frischen Wind in seine Mannschaft zu bringen. Mit den Einwechslungen von Franz Bochmann und Kai Wonneberger nahm das Spiel an Fahrt auf. Wonneberger erwies sich als Schlüsselfigur und erzielte zwei entscheidende Tore in der 73. und 81. Minute, womit er die Hoffnungen des Gastes zunichtemachte.
Der Schlusspunkt wurde durch Steffen Fritzsch gesetzt, der in der 88. Minute den Endstand von 4:0 markierte und damit die Überlegenheit seines Teams unterstrich. Die SG Union Sandersdorf, die auch in der Tabelle auf Platz sechs steht, zeigte sich in guter Form und erfüllte die Erwartungen mit neun Punkten aus den letzten fünf Spielen.
Auf der anderen Seite offenbarte sich die Krise des FSV Motor Marienberg, dessen Abwehrschwächen sich weiterhin als Achillesferse erwiesen. Mit der schwächsten Defensive der Liga und einem offensiven Defizit, das sich in nur 24 erzielten Toren manifestiert, bleibt der Klub im Tabellenkeller stecken. Die Bilanz von einem Punkt aus den letzten fünf Spielen spricht Bände über die prekäre Situation des Teams.
SV 09 Arnstadt – VFC Plauen 0:2 (0:1)
Im Duell der NOFV-Oberliga Süd zwischen dem SV 09 Arnstadt und dem VFC Plauen setzten sich die Gäste mit 2:0 durch und bestätigten ihre Überlegenheit, die sich bereits im Hinspiel mit einem 3:0 Sieg abzeichnete. Der VFC Plauen bleibt damit auf Kurs und verstärkt seine Position an der Spitze der Tabelle.
Das Spiel begann zunächst ausgeglichen, jedoch konnte Jasin Jusic in der 29. Minute den Tabellenführer in Führung bringen. Dieses Tor setzte die Weichen für den weiteren Spielverlauf, in dem Arnstadt zwar bemüht war, jedoch keine effektiven Akzente setzen konnte. Der erste Durchgang endete somit mit einer knappen Führung für die Gäste.
In der zweiten Halbzeit brachte Trainer Karsten Oswald mit Abraham Yeboah Boateng frische Kräfte ins Spiel, was sich als entscheidender Schachzug erwies. Boateng nutzte seine Chance und erzielte in der 79. Minute das zweite und letztlich entscheidende Tor für Plauen. Kurz vor Schluss kamen noch Maximilian Seiml und Darsein Antonio Gabriel für die Gäste ins Spiel, die dabei halfen, den Sieg über die Zeit zu bringen.
Die Defensive des SV 09 Arnstadt erwies sich erneut als Schwachstelle und das Team bleibt auf einem Abstiegsplatz mit deutlichen Defiziten sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Die Niederlage gegen Plauen markierte die dritte in Folge für Arnstadt, was die prekäre Lage des Teams weiter verschärft. Bis zum rettenden Ufer sind inzwischen neun Punkte.
Auf der anderen Seite bestätigte der VFC Plauen seine Defensivstärke, die ihn durch die Saison trägt und ihn kaum Gegentore hinnehmen lässt. Mit einer Serie von nun sechs Spielen ohne Niederlage unterstreicht Plauen seine Ambitionen auf den Titel.
VfB Auerbach – VfL Halle 96 4:0 (2:0)
Im heimischen Stadion erledigte der VfB Auerbach seine Aufgaben mit Bravour und fügte VfL Halle 96 eine deutliche 0:4-Niederlage zu. Vor den Augen von 367 Zuschauern demonstrierte Auerbach eindrucksvoll seine Überlegenheit und bestätigte damit die Formstärke der letzten Spiele.
Schon früh im Spiel zeigte sich die Heimmannschaft entschlossen, die Partie zu dominieren. Lucas Seidel brachte den VfB Auerbach in der 20. Minute in Führung. Die Zuschauer mussten nicht lange auf das zweite Tor warten, denn Paul Kämpfer verdoppelte in der 37. Minute die Führung. Mit diesem komfortablen Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.
Um den Spielfluss aufrechtzuerhalten und frische Kräfte zu mobilisieren, vollzog der VfL Halle 96 zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Doppelwechsel, der jedoch wenig am Spielgeschehen änderte. Paul Kämpfer erhöhte in der 53. Minute auf 3:0, was seine herausragende Leistung in diesem Spiel unterstrich. Die letzte Viertelstunde sah noch einen Treffer durch den Einwechselspieler Aleksandrs Guzlajevs, der in der 76. Minute den Endstand von 4:0 markierte.
Die souveräne Leistung des VfB Auerbach festigte nicht nur den fünften Tabellenplatz, sondern baute auch ihre Serie von sieben ungeschlagenen Spielen weiter aus. Für VfL Halle 96 hingegen verschärft sich die Situation im Mittelfeld der Tabelle, wo die Mannschaft weiterhin um jeden Punkt kämpfen muss.
Bischofswerdaer FV – 1. FC Magdeburg II 1:3 (1:1)
Im Duell der NOFV-Oberliga Süd zwischen dem Bischofswerdaer FV und der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg setzten sich die Gäste mit einem klaren 3:1 durch und brachen damit die bisher ungeschlagene Serie von Bischofswerdaer FV seit Saisonbeginn.
Das Spiel begann vielversprechend für die Gastgeber, als Rajk Lisinski in der 33. Minute den Führungstreffer erzielte. Doch die Freude währte nicht lange, denn Stefan Korsch sorgte sechs Minuten später mit einem verwandelten Elfmeter für den Ausgleich, was die Partie wieder offen gestaltete. Mit einem 1:1-Unentschieden zogen sich beide Teams in die Halbzeit zurück.
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte 1. FC Magdeburg II Pierre Weber für Eldin Dzogovic, eine taktische Veränderung, die sich bezahlt machte. Niclas Buschke drehte das Spiel in der 52. Minute mit seinem Tor zum 2:1 für Magdeburg. Bischofswerdaer reagierte mit einem Doppelwechsel, konnte jedoch den Spielfluss der Gäste nicht unterbrechen. In der Nachspielzeit sicherte Joel Marks mit dem dritten Tor für Magdeburg den 3:1-Endstand und stellte die Weichen endgültig auf Sieg.
Dieser Sieg verstärkt die Position von Magdeburg II auf dem vierten Tabellenplatz, während Bischofswerdaer trotz der Niederlage immer noch eine solide Saison spielt. Magdeburgs Angriffsstärke zeigte sich einmal mehr, was durch die insgesamt 59 erzielten Tore dieser Saison untermauert wird. Obwohl die letzten fünf Spiele nur sechs Punkte einbrachten, bleibt Magdeburg II ein ernstzunehmender Gegner in der Liga.
SC Freital – FC Einheit Rudolstadt 0:2 (0:1)
In einer spannenden Begegnung der Oberliga sicherte sich FC Einheit Rudolstadt einen überraschenden 2:0-Auswärtssieg beim SC Freital. Dieser Erfolg steht in starkem Kontrast zum Hinspiel, in dem Rudolstadt noch deutlich mit 1:4 unterlegen war.
Die Gäste aus Rudolstadt starteten entschlossen ins Spiel und erzielten bereits in der 16. Minute durch Marco Riemer die Führung. Dies setzte den Ton für den Rest des Spiels, in dem die Heimmannschaft Freital trotz einiger taktischer Änderungen nicht den Ausgleich erreichen konnte. Trainer Christopher Beck vom SC Freital brachte zur zweiten Halbzeit Finn Heidler für Marian Weinhold, in der Hoffnung, frischen Wind in die Offensive zu bringen.
Die entscheidenden Momente des Spiels kamen jedoch erst spät. In der 70. Minute machte Freital einen Dreifachwechsel, um das Spiel zu drehen, doch diese Maßnahmen blieben erfolglos. Rudolstadt verstärkte ebenfalls seine Reihen mit einem Doppelwechsel in der 77. Minute. Die Bemühungen zahlten sich aus, als Florian Giebel in der Nachspielzeit den Sieg mit seinem Tor zum 2:0 endgültig besiegelte.
Dieser wichtige Sieg half dem FC Einheit Rudolstadt allerdings nicht, aus den Abstiegsrängen herauszukommen. Für den SC Freital ändert sich in der Tabelle nichts: Das Team steht sicher im Mittelfeld.
VfB Germania Halberstadt – FSV Budissa Bautzen 2:0 (2:0)
Im Heimspiel der NOFV-Oberliga Süd konnte der VfB Germania Halberstadt einen überzeugenden 2:0-Sieg gegen den FSV Budissa Bautzen verbuchen. Das Ergebnis bestätigte die Erwartungen der Experten, die Halberstadt bereits im Vorfeld als Favoriten sahen, eine Einschätzung, die sich im Verlauf des Spiels deutlich bewahrheitete.
Denis Vukancic eröffnete das Torfestival für die Hausherren bereits in der 16. Minute, was den Ton für den weiteren Spielverlauf setzte. Wenige Minuten später erhöhte Corvin Kosak zur Freude der 311 anwesenden Zuschauer in der 22. Minute auf 2:0. Mit diesem komfortablen Vorsprung zog sich Halberstadt in die Halbzeit zurück.
In der zweiten Halbzeit versuchte Budissa Bautzen durch frische Kräfte, darunter der Ersatzspieler Julien Hentsch, das Spiel zu wenden. Die Hausherren reagierten mit eigenen Wechseln, brachten Drilon Halilaj und Patrick Baudis für frische Impulse. Doch trotz dieser taktischen Umstellungen blieben weitere Tore aus und das Spiel endete mit 2:0.
Mit diesem Sieg festigte VfB Germania Halberstadt seine Position auf dem dritten Tabellenplatz und unterstrich seine Stärke, insbesondere in der Offensive, die mit 59 Toren die Liga anführt. Die Saisonbilanz von Halberstadt bleibt beeindruckend, trotz einer leichten Delle in der jüngsten Formkurve.
Der FSV Budissa Bautzen, trotz der Niederlage, behielt seinen elften Platz in der Tabelle. Die Mannschaft hat jedoch noch viel Potenzial zur Verbesserung, besonders wenn man die Ergebnisse der letzten Spiele betrachtet, aus denen nur fünf Punkte hervorgingen.
FC Grimma – VfB 1921 Krieschow 2:0 (1:0)
Im Oberliga-Match konnte sich der FC Grimma am Sonntag zu Hause mit einem 2:0-Sieg gegen den VfB 1921 Krieschow durchsetzen und somit Revanche für die vorherige Niederlage nehmen. Die Partie versprach aufgrund der ausgeglichenen Vergangenheit der Teams Spannung, doch die Grimmaer erwiesen sich vor heimischer Kulisse als das stärkere Team.
Die erste Halbzeit begann mit einem frühen Wechsel bei den Gastgebern, als Jannik Ole Huhn verletzungsbedingt ausgewechselt und durch Matty Goldammer ersetzt wurde. Diese Veränderung schien den FC Grimma nicht zu stören, denn kurz darauf, in der 25. Minute, erzielte Max Nitschke das 1:0. Trotz einiger Versuche gelang es dem VfB 1921 Krieschow nicht, das Blatt vor der Halbzeit zu wenden.
In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel lange Zeit offen, bis die Grimmaer in der Schlussphase ihre Führung ausbauten. Nach einem Doppelwechsel in der 83. Minute, bei dem Stefan Ronneburg und Michel Schwarz eingewechselt wurden, erzielte Ronneburg nur fünf Minuten später das entscheidende 2:0. Dieses Tor besiegelte den Sieg für den FC Grimma, der sich damit weiter von den unteren Tabellenrängen absetzen konnten.
Die Abwehr des FC Grimma, die über die Saison hinweg anfällig erschien, stand in diesem Spiel solide, was zu einem wichtigen Sieg und einer nun vier Spiele andauernden Unbesiegtheit führte. Der VfB 1921 Krieschow hingegen rutschte nach dieser Niederlage auf den siebten Tabellenplatz.
FC Einheit Wernigerode – Ludwigsfelder FC 2:1 (1:0)
Im spannenden Aufeinandertreffen der NOFV-Oberliga Süd setzte sich der FC Einheit Wernigerode mit einem knappen 2:1-Sieg gegen den Ludwigsfelder FC durch. Das Spiel, das vor 171 Zuschauern in Wernigerode stattfand, hielt, was es versprach: Spannung bis zum letzten Pfiff.
Bereits in der 7. Minute erzielte Nick Schmidt das erste Tor und brachte den FC Einheit in Führung. Die Heimmannschaft dominierte die erste Halbzeit und ging mit einem Vorsprung in die Pause. In der zweiten Hälfte des Spiels brachte Trainer Thorsten Beck Yannik Schleske ins Spiel, um den Druck auf die Defensive der Gegner zu erhöhen. Diese Strategie zahlte sich aus, als Schleske in der 79. Minute den Ausgleich für Ludwigsfelder erzielte.
Als das Spiel auf ein Unentschieden zuzusteuern schien, kam es in der 89. Minute zu einer entscheidenden Wendung: Ein Eigentor von Fabian Herrmann brachte den FC Einheit erneut in Führung. Dieses Mal konnte Ludwigsfelder den Rückstand nicht mehr aufholen und Wernigerode sicherte sich drei wichtige Punkte.
Trotz des Sieges bleibt die Defensive des FC Einheit eine Baustelle, da das Team im Durchschnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel kassiert. Die Stärke der Mannschaft liegt jedoch in ihrer Offensivleistung, mit insgesamt 48 erzielten Toren in dieser Saison. Mit diesem Sieg verbessert der FC Einheit seine Bilanz auf neun Siege, vier Unentschieden und zwölf Niederlagen, was ihm einen Sprung auf den neunten Platz in der Tabelle ermöglicht.
Für den Ludwigsfelder FC bedeutet die Niederlage einen Rückfall auf den zehnten Tabellenplatz, eine Position, die das Team sicherlich bald zu verbessern sucht, um in der Tabelle wieder aufzusteigen.
Text: Holger Elias
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