Herren
NOFV-Oberliga Nord: Zusammenfassung 28. Spieltag
Tasmania Berlin trotzt Tabellenführer Hertha 03 ein 2:2 ab +++ Knappes 1:0: Lichtenberg 47 siegt gegen Mahlsdorf +++ Souveräner Auswärtssieg: TeBerlin siegt in Fürstenwalde 2:0 +++ Anker Wismar überrollt den SC Staaken mit 4:1 +++ Dynamo Schwerin überrascht mit 4:1-Sieg gegen TuS Makkabi +++ Dominant: Neustrelitz feiert ein 4:0 gegen Optik Rathenow +++ Überraschungserfolg: Rostocker FC schlägt Sparta Lichtenberg mit 4:1 +++ In den 28 Spielen der Saison 23/24 fielen in der NOFV-Oberliga Nord bislang 736 Tore, das entspricht einem Schnitt von 3,8 Treffern je Partie +++ Lenny Stein (FC Hertha 03 Zehlendorf) führt mit 20 Treffern die Torschützenliste an. Ihm folgen mit 19 Toren Sebastian Reiniger (SV Lichtenberg 47) und mit 17 Treffern Tom Nattermann (Tennis Borussia Berlin)
SV Tasmania Berlin – FC Hertha 03 2:2 (1:0)
In einem packenden Spiel der NOFV-Oberliga Nord erkämpfte sich der SV Tasmania Berlin ein verdientes 2:2-Unentschieden gegen den favorisierten FC Hertha 03. Vor 223 Zuschauern in Berlin boten beide Mannschaften ein spannendes Duell, das bis zum Schluss offen blieb.
Die Partie begann ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Es dauerte jedoch bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit, ehe die Hausherren den Führungstreffer erzielten. Batikan Yilmaz brachte Tasmania Berlin kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung und sorgte damit für großen Jubel bei den Heimfans.
Nach der Pause erhöhte Hertha 03 den Druck und suchte den Ausgleich. In der 58. Minute gelang Eric Stiller der ersehnte Treffer zum 1:1. Nur vier Minuten später erzielte Abdulkadir Beyazit per Elfmeter die 2:1-Führung für die Gäste. Hertha 03 schien nun auf der Siegerstraße zu sein, doch Tasmania Berlin zeigte Kampfgeist und gab sich nicht geschlagen.
In der 83. Minute belohnte sich Tasmania Berlin für ihre Bemühungen. Philip Schulz erzielte den späten Ausgleich zum 2:2 und sorgte dafür, dass das Spiel wieder offen war. In der Schlussphase nahm der Zehlendorfer Trainer Robert Schröder noch einen Doppelwechsel vor, doch es blieb beim Unentschieden.
Durch das Remis rutscht Tasmania Berlin auf den achten Tabellenplatz ab. Die Mannschaft von Trainer Onur Yesilli muss sich nach vier sieglosen Spielen in Folge nun dringend wieder stabilisieren.
Hertha 03 bleibt trotz der Punkteteilung Tabellenführer und hat mit 91 Toren den besten Angriff der Liga. Die Mannschaft zeigt eine beeindruckende Saisonbilanz mit nur einer Niederlage und 65 Punkten. Der Kampf um den Aufstieg bleibt spannend und die Zehlendorfer müssen weiterhin konzentriert bleiben, um den Spitzenplatz zu verteidigen. Der Abstand zum Zweiten, Lichtenberg 47, beträgt lediglich ein Pluspünktchen.
Lichtenberg 47 – BSV Eintracht Mahlsdorf 1:0 (0:0)
In einem hart umkämpften Spiel der NOFV-Oberliga Nord setzte sich Lichtenberg 47 mit einem knappen 1:0 gegen BSV Eintracht Mahlsdorf durch. Vor heimischem Publikum in Berlin gelang es den Gastgebern, ihre starke Defensive erneut unter Beweis zu stellen und den zweiten Tabellenplatz zu behaupten.
Die Partie begann zurückhaltend und beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten blieben Tore in der ersten Halbzeit aus. Lichtenberg 47 konnte seine gewohnte Offensivstärke nicht zur Geltung bringen, während Mahlsdorf defensiv stabil agierte.
Zur zweiten Halbzeit brachte der Lichtenberger Trainer Nils Kohlschmidt John Gruber für Maximilian Schmidt. Die Maßnahme zahlte sich aus: In der 64. Minute brach Willi Noack den Bann und erzielte das entscheidende Tor zum 1:0 für die Hausherren. Der Treffer resultierte aus einem schnellen Konter, bei dem Noack seine Schnelligkeit und Präzision unter Beweis stellte.
In der Schlussphase setzte Kohlschmidt auf Sicherheit und nahm einen Doppelwechsel vor. Für den Torschützen Noack und Christian Gawe kamen Gani Gashi und Florian Zorn ins Spiel, um die Defensive zu verstärken. Mahlsdorf bemühte sich vergeblich um den Ausgleich, fand jedoch keinen Weg durch die kompakte Abwehr von Lichtenberg 47.
Mit diesem Sieg festigt Lichtenberg 47 den zweiten Tabellenplatz und unterstreicht erneut seine defensive Stärke, da das Team in dieser Saison erst 15 Gegentore hinnehmen musste. Die beeindruckende Bilanz von 20 Siegen, vier Unentschieden und nur zwei Niederlagen spricht für die konstante Leistung der Mannschaft. Zudem ist Lichtenberg 47 nun seit drei Spielen ungeschlagen.
Trotz der Niederlage bleibt der BSV Eintracht Mahlsdorf auf dem vierten Tabellenplatz. Die Mannschaft zeigte eine solide Leistung und kann positiv auf die Endphase der Saison blicken, da sie zuvor vier Spiele in Folge ungeschlagen blieb.
FSV Union Fürstenwalde – Tennis Borussia Berlin 0:2 (0:1)
Im Freitagsspiel der NOFV-Oberliga Nord sicherte sich Tennis Borussia Berlin einen klaren 2:0-Auswärtssieg beim FSV Union Fürstenwalde. Die Berliner zeigten eine dominante Leistung und ließen dem Gegner kaum Chancen.
Tennis Borussia Berlin legte einen starken Start hin und ging bereits in der zwölften Minute in Führung. Konstantinos Grigoriadis traf präzise ins Netz und setzte damit früh ein Zeichen. Fürstenwalde konnte in der ersten Halbzeit kaum gefährliche Akzente setzen und fand kein Mittel gegen die gut organisierte Defensive der Gäste.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Berlins Trainer Umberto Sacchi Björn Heydemann für den Torschützen Grigoriadis. Der Fürstenwalder Trainer Robert Fröhlich versuchte mit dem Wechsel von Lennox Nachkunst für Arne Böttcher ebenfalls, neue Impulse zu setzen, doch die Gastgeber blieben weiterhin blass.
In der Schlussphase nahm Fröhlich einen Doppelwechsel vor, brachte Matti Bienwald und Leon Paolucci für Niklas Kosch und Hysen Muca. Doch es waren die Gäste, die kurz vor Schluss erneut zuschlugen: Marvin Kleihs erzielte in der 85. Minute das entscheidende 2:0 und besiegelte damit den verdienten Sieg für Tennis Borussia Berlin.
Union Fürstenwalde bleibt nach dieser Niederlage tief im Tabellenkeller stecken und steht bereits seit Wochen als zweiter Absteiger fest. Die acht Punkte und 22 Niederlagen waren einfach zu viel. Der Offensive gelangen in dieser Saison gerade einmal 20 Tore. Die Serie von zwölf Niederlagen in Folge zeigt die aktuelle Misere des Teams deutlich.
Tennis Borussia Berlin hingegen klettert durch diesen Sieg auf den sechsten Tabellenplatz. Trotz einer durchwachsenen Phase in den letzten Spielen zeigte die Mannschaft ihre Klasse und sicherte sich wichtige drei Punkte. Die Berliner wollen diesen Schwung mitnehmen und in den verbleibenden Partien weiter punkten.
FC Anker Wismar – SC Staaken 4:1 (1:1)
Der FC Anker Wismar besiegte in einem einseitigen Match den SC Staaken mit 4:1. Die rund 135 Zuschauer im Wismarer Stadion sahen ein Spiel, das bereits in der ersten Minute an Fahrt aufnahm.
Leon Nevermann brachte die Gastgeber gleich zu Beginn in Führung und setzte damit ein frühes Zeichen. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn Maurice Engst glich in der 16. Minute für den SC Staaken aus und stellte die Weichen auf ein spannendes Spiel. Bis zur Halbzeit blieb es bei diesem 1:1 und beide Teams gingen mit der Hoffnung auf einen Sieg in die Kabine.
Doch in der zweiten Hälfte schaltete der FC Anker Wismar einen Gang höher. Julian Hahnel avancierte zum Mann des Spiels, als er mit einem schnellen Doppelpack in der 52. und 55. Minute den SC Staaken schockte und seine Mannschaft mit 3:1 in Führung brachte. Die Gäste hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen und fanden sich zunehmend in der Defensive wieder.
Trainer Matthias Fink versuchte, durch einen Doppelwechsel neue Impulse zu setzen, aber auch diese Maßnahme blieb erfolglos. In der 76. Minute machte Lucas Meyer den Sack endgültig zu und erhöhte auf 4:1. Kurz darauf wechselte der FC Anker Wismar noch einmal durch und brachte frische Kräfte, um den Sieg über die Zeit zu bringen.
Mit diesem Erfolg verbessert sich der FC Anker Wismar auf den neunten Tabellenplatz und sammelt wichtige Punkte im Kampf um eine bessere Platzierung. Für den SC Staaken hingegen setzte sich die Serie enttäuschender Ergebnisse fort. Mit einer Abwehr, die im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel zulässt und bereits 67 Gegentreffer hinnehmen musste, steht das Team im unteren Mittelfeld der Tabelle. Die Bilanz von 15 Niederlagen, neun Siegen und zwei Unentschieden spricht eine deutliche Sprache. Einzig positiv ist wohl die Tatsache, dass der SC Staaken mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben kann.
SG Dynamo Schwerin – TuS Makkabi 4:1 (1:1)
In der NOFV-Oberliga Nord sorgte die SG Dynamo Schwerin für eine faustdicke Überraschung und bezwang den favorisierten TuS Makkabi mit einem überzeugenden 4:1. Trotz hoher Erwartungen enttäuschten die Gäste und mussten mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.
Die Partie begann ausgeglichen, doch nach 27 Minuten setzte Mario Schilling das erste Ausrufezeichen und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Leon Cheung jedoch den Ausgleich für TuS Makkabi erzielen und sorgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte für das 1:1.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich das Spiel zunehmend zugunsten der Schweriner. Ein verwandelter Strafstoß von Nicklas Klingberg in der 52. Minute stellte die Weichen auf Sieg. Die anschließenden Wechsel auf beiden Seiten brachten frischen Wind, doch vor allem die Dynamo-Elf profitierte davon. Trainer Frank Ridder bewies ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen, die das Spiel letztendlich entschieden.
Evgeni Pataman avancierte zum Matchwinner, als er in der 71. und 86. Minute mit einem Doppelpack die Führung auf 4:1 ausbaute. Der TuS Makkabi fand daraufhin keine Antwort mehr und musste sich geschlagen geben.
Vor 270 begeisterten Zuschauern feierte die SG Dynamo Schwerin einen wichtigen Sieg und sammelte wertvolle Punkte, um sich vom Tabellenkeller abzusetzen. Trotz einer weiterhin durchwachsenen Saisonbilanz von acht Siegen, drei Unentschieden und 15 Niederlagen zeigte die Mannschaft Moral und Kampfgeist und rettete sich so an das sichere Ufer.
Für den TuS Makkabi hingegen setzte sich eine Phase der Enttäuschungen fort. Der Rückschlag in Schwerin ließ das Team auf den siebten Tabellenplatz abrutschen. Mit der Favoritenrolle im Gepäck angereist, blieb die Mannschaft hinter den eigenen Erwartungen zurück.
FSV Optik Rathenow – TSG Neustrelitz 0:4 (0:2)
In der NOFV-Oberliga Nord setzte TSG Neustrelitz am Samstag ein starkes Zeichen und feierte einen klaren 4:0-Auswärtssieg beim FSV Optik Rathenow. Das Team von Trainer Thomas Franke zeigte sich von Beginn an in bester Spiellaune und dominierte die Partie über die gesamte Spielzeit.
Bereits in der elften Minute brachte Dennis Ladwig die Gäste in Führung und setzte damit den ersten Akzent des Spiels. Rathenow konnte dem frühen Druck der Neustrelitzer kaum etwas entgegensetzen. In der 27. Minute nutzte Javier Alejandro Jimenez Paris eine weitere Gelegenheit und erhöhte auf 2:0. Mit diesem komfortablen Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.
Auch in der zweiten Halbzeit ließ TSG Neustrelitz nicht nach. Manuel Härtel traf in der 74. Minute zum 3:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Kurz darauf wechselte Trainer Franke doppelt und brachte Emiliano Zefi und Dustin Keil ins Spiel, die für Jimenez Paris und Justus Guth kamen. Den Schlusspunkt setzte Tom Kliefoth in der 85. Minute mit dem vierten Treffer, was die Dominanz der Gäste nochmals unterstrich. In den letzten Minuten der Partie nutzte Franke die Gelegenheit für einen Dreifachwechsel, bei dem Rei Oami, Max Lucas Schwenn und Malte Gäbel ins Spiel kamen.
Trotz der klaren Unterlegenheit zeigte FSV Optik Rathenow Kampfgeist, konnte jedoch den Lauf von zehn ungeschlagenen Spielen nicht fortsetzen. Mit diesem Sieg klettert die TSG Neustrelitz auf den fünften Tabellenplatz und hält die Hoffnung auf eine noch bessere Platzierung am Leben. Die letzten fünf Spiele brachten ihnen sechs von möglichen 15 Punkten ein, was Raum für Verbesserungen lässt.
Für den FSV Optik Rathenow hingegen bleibt es spannend, da sich das Team weiterhin im unteren Mittelfeld der Tabelle behaupten müssen. Der klare Sieg der TSG Neustrelitz zeigt hingegen, dass mit der Mannschaft in den verbleibenden beiden Spielen der Saison noch zu rechnen sein wird.
Rostocker FC – SV Sparta Lichtenberg 4:1 (1:1)
In der NOFV-Oberliga Nord erlebte der SV Sparta Lichtenberg am Sonntag eine herbe Enttäuschung. Trotz ihrer Favoritenrolle mussten sie sich dem Rostocker FC deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Die Partie im Rostocker Leichtathletikstadion verlief dabei ganz anders als erwartet.
Die Rostocker begannen das Spiel mutig und wurden bereits in der 18. Minute belohnt: Remmy Jason Orlando Kruse brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Doch der Jubel hielt nicht lange an. Schon acht Minuten später glich Etienne Nikol für die Gäste aus. Die 21 Zuschauer im Stadion sahen bis zur Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel ohne weitere Tore.
Mit frischem Elan kehrte der Rostocker FC aus der Kabine zurück und erwischte einen Traumstart in die zweite Halbzeit. Djibril N Diaye stellte in der 47. Minute die Weichen auf Sieg, als er zum 2:1 traf. Lichtenberg versuchte zu reagieren und brachte in der 60. Minute gleich drei neue Spieler aufs Feld. Doch die erhoffte Wende blieb aus.
Stattdessen bauten die Gastgeber ihre Führung weiter aus. In der 70. Minute sorgte Karim Ben Cadi für das vorentscheidende 3:1. Die Gäste zeigten sich geschockt und fanden keine Antwort mehr auf das dynamische Spiel der Rostocker. Trainer Dragan Kostic versuchte mit zwei weiteren Wechseln die Wende, doch die blieb aus.
Stattdessen setzte kurz vor Schluss Tom Weiß mit seinem Treffer in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 4:1. Mit diesem verdienten Sieg sicherte sich der Rostocker FC drei Punkte und sorgte für eine faustdicke Überraschung.
Trotz des Erfolgs verbleibt der Rostocker FC auf einem Abstiegsplatz. Mit nur 20 Punkten und einer Bilanz von sechs Siegen, zwei Unentschieden und 19 Niederlagen ist die Saison eine der schwierigsten in der Vereinsgeschichte. Besonders die Abwehr zeigte sich oft anfällig, wie die 87 Gegentore belegen.
Für Sparta Lichtenberg hat die Niederlage keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Tabellenplatzierung. Mit einer starken Offensive, die bisher 70 Tore erzielte, stehen sie trotz der wackeligen Abwehr im oberen Drittel der Tabelle. Insgesamt kann die Mannschaft auf 15 Siege, fünf Unentschieden und sieben Niederlagen zurückblicken.
Text: Holger Elias
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