Herren

NOFV-Oberliga Nord: Zusammenfassung 27. Spieltag

Lichtenberg 47 demontiert Tennis Borussia mit 4:0 +++ Torfest in Rostock: Eintracht triumphiert mit 6:2 +++ Knappe Kiste in Berlin: TUS Makkabi überholt Tasmania +++ Jimenez Paris sichert Neustrelitz den 2:1-Sieg gegen Schwerin +++ Hertha 03 untermauert Spitzenposition mit 5:1-Kantersieg bei Sparta Lichtenberg +++ Zorn entscheidet: Mahlsdorf bezwingt Wismar mit 1:0 +++ Last-Minute-Wende: Rathenow sichert 2:1-Erfolg in Staaken +++ In der Saison 23/24 fielen in der NOFV-Oberliga Nord bisher 710 Tore, das entspricht einem Schnitt von 3,8 Treffern je Begegnung +++ Lenny Stein (FC Hertha 03 Zehlendorf) bleibt mit 20 Toren an der Spitze der Torjägerliste, gefolgt von Sebastian Reiniger (SV Lichtenberg 47 / 19 Treffer), Tom Nattermann (Tennis Borussia Berlin / 17) und Christoph Zorn (BSV Eintracht Mahlsdorf / 15 Treffer).

Tennis Borussia Berlin – Lichtenberg 47 0:4 (0:2)

In der NOFV-Oberliga Nord musste Tennis Borussia Berlin eine deutliche 0:4-Niederlage gegen Lichtenberg 47 hinnehmen. Im Heimspiel vor 438 Zuschauern zeigte sich der Gast aus Lichtenberg von Beginn an dominant und konnte früh durch Christian Gawe in Führung gehen. Dieser Treffer in der neunten Minute setzte die Weichen für den Spielverlauf.

Trotz eines versuchten Doppelwechsels zur Halbzeit durch Tennis Borussia's Trainer Umberto Sacchi, der Konstantinos Grigoriadis und Chadi Ramadan für frischen Wind sorgen ließ, baute Lichtenberg die Führung weiter aus. Willi Noack, der bereits vor der Pause das 2:0 erzielte, trug sich in der 55. Minute erneut in die Torschützenliste ein. Sebastian Reiniger besiegelte mit seinem Tor zum 4:0 in der 69. Minute das Schicksal von Tennis Borussia.

Die Tennis Borussen, die wegen der Niederlage auf den achten Tabellenplatz abrutschen, zeigen eine schwache Formkurve mit lediglich zwei Punkten aus den letzten fünf Spielen. Dem gegenüber stehen starke Lichtenberger, das sich mit diesem Sieg weiterhin auf dem zweiten Platz der Tabelle behauptet. Die defensive Stärke von Lichtenberg 47 wird durch die geringe Anzahl von 15 Gegentoren unterstrichen, was sie zu einem der Top-Teams der Liga macht.

Rostocker FC – RSV Eintracht 1949 2:6 (2:2)

In einem torreichen Schlagabtausch setzte sich der RSV Eintracht 1949 mit 6:2 beim Rostocker FC durch und bestätigte damit seine Favoritenrolle. Die Partie fand vor einer Kulisse von nur 75 Zuschauern in Rostock statt, wo sich die Gäste trotz eines ausgeglichenen Halbzeitstandes von 2:2 letztendlich deutlich durchsetzten.

Die Führung für den RSV Eintracht erzielte Phillip Vogel bereits in der 18. Minute. Doch der Rostocker FC zeigte kurz darauf Reaktion, als Daniel Kremer den Ausgleich in der 23. Minute markierte. Die Antwort auf Kremers Tor kam jedoch schnell von Karim Ben Cadi, der den Rostocker FC vorübergehend wieder in Führung brachte. Dennoch gelang es Justin Maximilian Neumann, durch einen Elfmeter kurz vor der Pause den Ausgleich zu sichern.

In der zweiten Halbzeit erwies sich Eintracht 1949 als die stärkere Mannschaft. Vogel brachte sein Team mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 55. Minute erneut in Führung. Nachdem in der 67. Minute drei neue Akteure für die Eintracht eingewechselt wurden, dominierte Benjamin Nwatu das Geschehen und erzielte innerhalb von zehn Minuten einen beeindruckenden Hattrick, der das Spiel endgültig entschied und den 6:2-Endstand herstellte.

Der Rostocker FC bleibt nach dieser Niederlage auf einem Abstiegsplatz und hat mit insgesamt 86 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga. Trotz gelegentlicher Aufblicke in der Offensive konnte die Mannschaft aus Rostock ihre Abwehrprobleme nicht in den Griff bekommen.

TUS Makkabi – SV Tasmania Berlin 1:0 (0:0)

Im Berliner Stadtduell der NOFV-Oberliga Nord zwischen dem TUS Makkabi und dem SV Tasmania Berlin konnte sich die Heimmannschaft knapp mit 1:0 durchsetzen. In einem intensiven Match, das bis zur letzten Minute spannend blieb, erwies sich ein später Elfmeter als entscheidend für das Endergebnis.

Das Spiel begann verhalten, beide Teams tasteten sich zunächst ab, ohne klare Chancen zu kreieren. Die frühe Auswechslung von Lirim Mema bei TUS Makkabi nach einer Verletzung in der 16. Minute brachte Unruhe ins Spiel, doch Maurice Froelian fügte sich gut ein. Die erste Halbzeit endete torlos, trotz einiger Ansätze, das Spiel zu kontrollieren.

In der zweiten Hälfte des Spiels intensivierten beide Mannschaften ihre Bemühungen, den Führungstreffer zu erzielen. Neil-Nigel Bier kam für Dzenis Hot bei Tasmania und brachte neue Impulse. Doch es war TUS Makkabi, die in der 82. Minute durch einen sicher verwandelten Elfmeter von Tim Häußler in Führung gingen. Dieser Treffer setzte Tasmania unter Druck, die in der Schlussphase mit einem Doppelwechsel reagierten, jedoch ohne den Ausgleich zu erzielen.

Das Ergebnis hat direkte Auswirkungen auf die Tabelle: TUS Makkabi überholt Tasmania und schiebt sich auf den fünften Platz, während Tasmania auf Rang sieben abrutscht. Die Statistik zeigt, dass beide Teams zuvor eine gemischte Saison hatten, jedoch zeigt sich Makkabi in kritischen Momenten etwas effektiver.

Dieses Spiel könnte für beide Teams ein Wendepunkt sein, insbesondere für TUS Makkabi, die sich mit diesem Sieg Selbstvertrauen für die kommenden Spiele holen. Für Tasmania hingegen ist es ein weiterer Rückschlag in einer Serie von inkonstanten Leistungen, was den Druck auf das Team und den Trainer weiter erhöht.

TSG Neustrelitz – SG Dynamo Schwerin 2:1 (1:1)

In einem packenden Match der NOFV-Oberliga Nord gelang der TSG Neustrelitz ein hart erkämpfter 2:1-Sieg gegen die SG Dynamo Schwerin. Vor heimischem Publikum bewiesen die Gastgeber Nervenstärke und drehten das Spiel nach einem frühen Rückstand.

Das Spiel begann dynamisch, mit einem schnellen Führungstreffer der Gäste aus Schwerin durch Evgeni Pataman bereits in der 9. Minute, was die 439 anwesenden Zuschauer überraschte. Doch TSG Neustrelitz ließ sich davon nicht beeindrucken und fand zur Mitte der ersten Halbzeit zurück ins Spiel. Kevin Riechert erzielte in der 28. Minute den Ausgleich, indem er das Leder gekonnt im Netz der Gegner versenkte.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte und einem 1:1-Pausenstand nahm das Spiel in der zweiten Halbzeit weiter Fahrt auf. TSG-Coach Jano Klempkow reagierte mit einem Doppelwechsel in der 64. Minute. Diese taktische Entscheidung zahlte sich aus, insbesondere als der spät eingewechselte Javier Alejandro Jimenez Paris in der 83. Minute das entscheidende Tor schoss. Sein Treffer sicherte den knappen Sieg und beendete das Spiel mit einem 2:1-Endstand.

Der Erfolg verbessert die Position von Neustrelitz in der Tabelle, wo sie nun auf dem sechsten Platz stehen, und hebt die Moral nach einem insgesamt gemischten Saisonverlauf mit elf Siegen, vier Remis und zehn Niederlagen. Auf der anderen Seite muss die SG Dynamo Schwerin weiterhin ihre Defensive stabilisieren, da das Team im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel hinnehmen muss. Trotz der Niederlage bleibt Schwerin auf Platz 13 der Tabelle.

SV Sparta Lichtenberg – FC Hertha 03 1:5 (0:2)

Im Berliner Derby der NOFV-Oberliga Nord demonstrierte der FC Hertha 03 eine beeindruckende Leistung und fügte dem SV Sparta Lichtenberg eine deutliche 5:1-Niederlage zu. Vor 220 Zuschauern zeigte Hertha von Beginn an, dass sie entschlossen waren, die Punkte mitzunehmen und ihre Führungsposition in der Liga zu festigen.

Das Spiel begann furios für die Gäste, als Albert Frank Millgramm bereits in der 10. Minute das erste Tor erzielte. Die frühe Führung setzte den Ton für den weiteren Spielverlauf. Die Situation für Sparta Lichtenberg verschlimmerte sich, als Süleyman Emre Durmus früh verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste und Lukas Noack kurz darauf mit einem unglücklichen Eigentor die Führung der Herthaner auf 2:0 verdoppelte. Noack hatte einen besonders schwierigen Tag, denn kurz nach der Halbzeitpause unterlief ihm ein weiteres Eigentor, was die Gäste mit 3:0 in Front brachte.

Sparta Lichtenberg antwortete schnell mit einem Tor durch Daniel Hänsch in der 50. Minute, das kurzzeitig Hoffnung aufkeimen ließ. Doch die Antwort von Hertha folgte prompt: Millgramm traf nur zwei Minuten später erneut zum 4:1. Trotz mehrerer Wechsel seitens Lichtenberg konnte der Spielfluss nicht wesentlich verbessert werden und Eric Stiller besiegelte mit dem 5:1 in der 87. Minute das Schicksal des Spiels.

Die souveräne Vorstellung des FC Hertha 03 unterstreicht ihre Ambitionen und Qualitäten, insbesondere in der Offensive. Mit dieser Leistung festigen sie ihre Spitzenposition in der Liga, während der SV Sparta Lichtenberg trotz der Niederlage auf dem dritten Platz bleibt und auf eine sonst starke Saison zurückblicken kann.

BSV Eintracht Mahlsdorf – FC Anker Wismar 1:0 (1:0)

Im NOFV-Oberliga Nord-Duell zwischen Eintracht Mahlsdorf und Anker Wismar sicherte sich der Gastgeber einen knappen 1:0-Sieg. Das entscheidende Tor fiel bereits in der ersten Halbzeit vor einer Kulisse von 74 Zuschauern in Berlin. Während der BSV Eintracht Mahlsdorf nicht vollends überzeugen konnte, reichte es doch, um die Punkte zuhause zu behalten.

Der einzige Treffer des Spiels wurde von Christoph Zorn erzielt, der kurz vor der Halbzeitpause das Netz traf. Mahlsdorf ging mit dieser Führung in die Pause und verteidigte den knappen Vorsprung über die gesamte zweite Hälfte. Der FC Anker Wismar bemühte sich nach dem Seitenwechsel um den Ausgleich, brachte mit Nikita Bondarenko und Bill Willms frische Akteure, konnte jedoch die Abwehr der Gastgeber nicht durchbrechen.

Eintracht Mahlsdorf reagierte ebenfalls mit einem Doppelwechsel, brachte Toby Michalski und Özer Ozan Pekdemir, um die Führung zu sichern. Die Schlussphase des Spiels war von intensiven Bemühungen des Anker-Teams geprägt, den Ausgleich zu erzielen, doch Mahlsdorf hielt stand und sicherte sich die drei Punkte.

Dieser Sieg stärkt die Position von Mahlsdorf im oberen Tabellendrittel, wo sie nun mit 13 Siegen, vier Unentschieden und acht Niederlagen auf dem vierten Platz stehen. Der FC Anker Wismar hingegen muss nach dieser Niederlage einen Rückschlag hinnehmen und rutscht auf den zehnten Tabellenplatz ab.

SC Staaken – FSV Optik Rathenow 1:2 (0:0)

Im Derby der NOFV-Oberliga Nord zwischen dem SC Staaken und dem FSV Optik Rathenow gingen die Gäste als knappe Sieger mit einem 2:1 vom Platz. Das Spiel spiegelte den intensiven Kampf beider Teams wider, wobei Rathenow in einem dramatischen Finale die Oberhand behielt.

Die erste Halbzeit endete torlos, obwohl beide Mannschaften bemüht waren, den Führungstreffer zu erzielen. Optik Rathenow reagierte in der Halbzeit mit einem Doppelwechsel, brachte Dawda Martin Njie und Niko Luciano Neal für mehr Offensive. Diese taktische Umstellung zahlte sich aus, als Efraim Koku Gakpeto in der 69. Minute das 1:0 für Rathenow erzielte und damit den Bann brach.

Der SC Staaken, der zu diesem Zeitpunkt unter Druck geriet, suchte nach Wegen, das Spiel zu drehen. Die Hoffnungen wurden jedoch jäh zunichte gemacht, als Jerome Leroy von Optik Rathenow in der Schlussphase mit zwei Toren (81. und 94. Minute) die Begegnung entschied. Staakens Trainer Thorsten Meyer hatte noch versucht, durch Einwechslungen frischen Wind zu bringen, aber die späten Tore Leroys ließen keine Zeit mehr für eine Reaktion.

Das Spiel zeigte deutlich, dass der SC Staaken in der Defensive weiterhin Probleme hat, was sich in der hohen Anzahl von Gegentoren in dieser Saison widerspiegelt. Der FSV Optik Rathenow hingegen bestätigte seine Formstärke der letzten Wochen und setzte seine Serie ohne Niederlage fort.

Dieser Sieg hilft Optik Rathenow, den neunten Platz zu festigen, während der SC Staaken auf dem zwölften Platz verharrt und sich auf die defensive Stabilität konzentrieren muss.

Zu Spielplan und Tabelle

Text: Holger Elias

Bild Startseite: GettyImages

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