Herren
NOFV-Oberliga Nord: Zusammenfassung 25. Spieltag
Kampf bis zum Schluss: TeBe sichert sich 1:1 gegen Rathenow +++ Lichtenberg 47 dominiert in Rostock mit rekordverdächtigem 8:0 +++ Trotz Doppelrot: Zehlendorfer Hertha bringt 1:0-Minimalsieg in Neustrelitz über die Zeit +++ Dramatisches Ende: RSV Eintracht 1949 überwindet Fürstenwalde 2:1 +++ Staaken gewinnt Torfestival gegen Tasmania mit 4:3 +++ Al-Areed glänzt: Sparta Lichtenberg dominiert Makkabi mit 3:1 +++ Spannung bis zum Schluss: Mahlsdorf besiegt Schwerin 3:2 +++ In der NOFV-Oberliga Nord fielen bisher 664 Tore, das entspricht einem Schnitt von 3,8 Treffer pro Begegnung +++ Im Kampf um die Torjägerkrone führt weiter Lenny Stein (FC Hertha 03 Zehlendorf) mit 20 Toren, ihm folgen Sebastian Reiniger (SV Lichtenberg 47 / 18 Treffer) und Tom Nattermann (Tennis Borussia Berlin), der 17 Tore erzielte.
Tennis Borussia Berlin – FSV Optik Rathenow 1:1 (0:1)
Im Samstagsduell der NOFV-Oberliga Nord zeigte sich wieder einmal, wie nah Freude und Enttäuschung im Fußball beieinanderliegen können. Tennis Borussia Berlin und der FSV Optik Rathenow lieferten sich ein spannendes Match, das mit einem 1:1-Unentschieden endete und die Erwartungen eines ausgeglichenen Spiels erfüllte.
Die Gäste aus Rathenow gingen dank eines zielgenauen Treffers von Marouan Zghal in der 17. Minute früh in Führung. Die erste Halbzeit verlief ohne weitere Höhepunkte und so ging es mit dem knappen Vorsprung für Rathenow in die Pause. In der zweiten Hälfte brachte Rathenows Trainer Ingo Kahlisch frischen Wind ins Spiel, indem er Niko Luciano Neal und William Justin Tshilumba Kabuya einwechselte. Diese taktische Umstellung schien jedoch Tennis Borussia Berlin zu beflügeln, die in der Schlussphase durch Tom Nattermann den verdienten Ausgleich erzielten. Nattermanns Tor in den letzten Minuten war ein schwerer Schlag für Rathenow, die bis dahin auf einen Auswärtssieg hofften.
Das Unentschieden hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Tabellensituation beider Teams. Tennis Borussia Berlin bleibt mit diesem Punkt auf dem sechsten Platz, während Rathenow auf dem zehnten Platz verweilt. Beide Mannschaften zeigen in der aktuellen Saison eine gemischte Form. Während Berlin zuletzt schwächelte und keine der letzten fünf Partien gewinnen konnte, zeigte Rathenow in den vergangenen Spielen eine aufsteigende Formkurve.
Rostocker FC – Lichtenberg 47 0:8 (0:3)
Am vergangenen Samstag dominierte Lichtenberg 47 das Spielgeschehen in der NOFV-Oberliga Nord mit einem überwältigenden 8:0-Sieg beim Rostocker FC. Vor lediglich 111 Zuschauern zeigte der Verein eine beeindruckende Leistung und unterstrich seine Favoritenrolle eindrucksvoll.
Die Partie begann mit einem frühen Tor von Sebastian Reiniger, der Lichtenberg bereits in der ersten Minute in Führung brachte. Hannes Graf verdoppelte den Vorsprung in der 19. Minute, bevor Gabriel Figurski Vieira kurz vor der Halbzeitpause das 3:0 erzielte. Die Gastmannschaft ging mit einer soliden Führung in die Kabine und setzte ihre Dominanz in der zweiten Hälfte fort.
Reiniger fand in der 56. und 69. Minute erneut das Tor, während Graf zwischen seinen Treffern in der 63. Minute traf. Nach drei Spielerwechseln in der 69. Minute behielt Lichtenberg weiterhin die Kontrolle und erweiterte den Vorsprung durch Kevin Owczarek und Florian Zorn, die in den Schlussminuten die letzten Treffer zum 8:0-Endstand setzten.
TSG Neustrelitz – FC Hertha 03 Zehlendorf 0:1 (0:1)
Im spannungsgeladenen Match des 25. Spieltags der NOFV-Oberliga Nord musste die TSG Neustrelitz eine knappe 0:1-Niederlage gegen den FC Hertha 03 Zehlendorf hinnehmen. Das einzige Tor des Spiels erzielte Eric Stiller kurz vor der Halbzeitpause, was trotz mehrerer Spielerwechsel und einer hitzigen zweiten Halbzeit mit drei roten Karten ausreichte, um den Gästen den Sieg zu sichern. Damit erklomm die Hertha erneut die Tabellenspitze.
Die Partie begann mit einem aktiven FC Hertha, der die frühen Minuten dominierte, doch Neustrelitz fand zunehmend besser ins Spiel. Eine Schlüsselszene ereignete sich in der 35. Minute, als Lenny Stein von Hertha nach einem Foulspiel die rote Karte erhielt, was die Gastgeber kurzzeitig in Überzahl brachte. Diese Chance konnte Neustrelitz jedoch nicht nutzen, und kurz darauf gelang Stiller das Tor für Zehlendorf.
Die zweite Halbzeit war geprägt von einer aggressiven Spielweise und mehreren Unterbrechungen. Hertha 03 verlor zwei weitere Spieler durch rote Karten, was ihnen eine beträchtliche Unterzahl bescherte. Trotzdem schaffte es Neustrelitz nicht, aus der numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen, und die Gäste verteidigten geschickt bis zum Schlusspfiff.
Die Zuschauer im Parkstadion sahen ein intensives Spiel, das von strategischen Zügen, entscheidenden Momenten und nicht zuletzt durch die harte Gangart beider Teams bestimmt war. Neustrelitz wird nun versuchen, aus den positiven Ansätzen der Partie zu lernen, während Hertha 03 den knappen Sieg feiern kann.
Während Lichtenberg seine Position an der Tabellenspitze festigte, zeigt sich der Rostocker FC als das Team mit der schwächsten Defensive der Liga, mit insgesamt 80 Gegentoren in dieser Saison. Die Niederlage markierte die dritte in Folge für die Heimmannschaft, die sich weiterhin am unteren Ende der Tabelle wiederfindet.
SC Staaken – SV Tasmania Berlin 4:3 (2:3)
In einem atemberaubenden Schlagabtausch gelang dem SC Staaken ein dramatischer 4:3-Sieg gegen den SV Tasmania Berlin. Das Spiel, das zahlreiche Wendungen und entscheidende Momente bot, war ein wahrer Test der Ausdauer und des Willens beider Teams.
Die Partie begann mit einem schnellen Tor von Tasmania, als Maximilian Henning Storm bereits in der 7. Minute nach einer präzisen Vorarbeit traf. Doch der SC Staaken ließ sich nicht unterkriegen und antwortete mit einem sehenswerten Volley von Sebastian Gigold nach einer langen Ballpassage zum 1:1 in der 21. Minute. Die erste Halbzeit blieb intensiv und der SV Tasmania konnte durch ein Strafstoßtor von Philip Schulz sowie einen weiteren Treffer durch Batikan Yilmaz, kurz vor der Halbzeit, eine 3:2-Führung herausspielen.
In der zweiten Hälfte zeigte sich der wahre Kampfgeist des SC Staaken. Nach mehreren vergebenen Chancen gelang es Efraim Koku Gakpeto, in der 87. Minute das Spiel zu egalisieren und dann in der 94. Minute das entscheidende Tor zum 4:3 zu erzielen, nachdem er sich gegen zwei Verteidiger durchgesetzt hatte und mit einem geschickten Heber vollendete. Dieses Tor besiegelte die sensationelle Wende in einem Spiel, das von hoher Intensität und emotionalen Höhen und Tiefen geprägt war.
Der SC Staaken bewies eine bemerkenswerte Resilienz und Turnaround-Fähigkeit, indem er einen Rückstand aufholte und das Spiel in den letzten Momenten für sich entschied. Für den SV Tasmania Berlin war es trotz der starken Leistung in der ersten Hälfte ein herber Rückschlag, da er nicht in der Lage war, die Führung über die Zeit zu retten.
SV Sparta Lichtenberg – TuS Makkabi 3:1 (2:0)
Im Berliner Stadtduell der NOFV-Oberliga Nord zwischen dem SV Sparta Lichtenberg und dem TuS Makkabi zeigte sich der SV Sparta als dominante Kraft und sicherte sich einen deutlichen 3:1-Erfolg. Die Begegnung erfüllte die Erwartungen vieler, die den Gastgebern aufgrund ihrer bisherigen Leistungen die Favoritenrolle zugesprochen hatten.
Bereits in der ersten Halbzeit legte der SV Sparta den Grundstein für ihren Sieg. Yahya Al-Areed glänzte mit einem Doppelpack in der 27. und 40. Minute, womit er seine Mannschaft komfortabel in Führung brachte. Diese Tore gaben den Ton für den Rest des Spiels an und zeigten die Offensivstärke des SV Sparta, die sie über die Saison hinweg ausgezeichnet hat.
In der zweiten Halbzeit setzte TuS Makkabi mit Spielerwechseln auf eine Wende, die jedoch ausblieb. Stattdessen erhöhte Gojko Karupovic in der 78. Minute nach seiner Einwechslung auf 3:0 für den SV Sparta, was die Hoffnungen der Gäste auf ein Comeback weiter schmälerte. Obwohl Jeronimo Mattmüller zwei Minuten später den Ehrentreffer für den TuS Makkabi erzielte, war der Sieg für die Lichtenberger nie ernsthaft in Gefahr.
Mit diesem Ergebnis behauptet der SV Sparta Lichtenberg weiterhin die dritte Position in der Tabelle und demonstriert, dass ihre Offensive schwer zu stoppen ist. Das Team hat in dieser Saison bereits 65 Tore erzielt, eine beeindruckende Zahl, die ihre Angriffsstärke unterstreicht. Der TuS Makkabi hingegen muss nach dieser Niederlage weiter an seiner Form arbeiten, um in der Tabelle wieder aufzusteigen.
RSV Eintracht 1949 - FSV Union Fürstenwalde 2:1 (1:1)
Im spannenden Duell sicherte sich der RSV Eintracht 1949 einen knappen 2:1-Sieg gegen den FSV Union Fürstenwalde. Das Spiel, das durch schnelle und entscheidende Tore geprägt war, zeigte die Schlagfertigkeit beider Teams, wobei die Eintracht mit einem späten Tor den Sieg nach Hause holte.
Die Partie begann fulminant, als Phillip Vogel bereits in der 2. Minute den RSV Eintracht 1949 in Führung brachte. Doch die Antwort von FSV Union Fürstenwalde ließ nicht lange auf sich warten. Ein Elfmeter, verursacht in der 3. Minute, wurde von Arne Böttcher sicher verwandelt, was das Spiel schon früh ausgeglichen gestaltete.
Nach der Halbzeit zeigten beide Teams weiterhin Engagement, doch die entscheidenden Momente kamen erst in der Schlussphase des Spiels. In der 79. Minute brachte Saheed Mustapha, der später eine Gelbe Karte erhielt, den RSV Eintracht erneut in Führung. Dieses Tor stellte sich als der Siegtreffer heraus, da Union Fürstenwalde trotz einiger Wechsel und Versuche, das Spiel zu drehen, den Ausgleich nicht mehr erzielen konnte.
BSV Eintracht Mahlsdorf – SG Dynamo Schwerin 3:2 (1:0)
Die BSV Eintracht Mahlsdorf errang am Sonntag einen knappen 3:2-Sieg gegen die SG Dynamo Schwerin. Vor heimischem Publikum gelang es der Eintracht, früh im Spiel die Initiative zu ergreifen und diesen Vorteil bis zum Schlusspfiff zu verteidigen.
Bereits in der 3. Minute brachte Christoph Zorn die Gastgeber mit einem schnellen Treffer in Führung. Trotz verschiedener Angriffe beider Teams blieb es bis zur Halbzeit bei diesem knappen Vorsprung. Kurz nach der Pause baute Jason Rupp die Führung für Mahlsdorf mit seinem Tor in der 55. Minute weiter aus.
Die SG Dynamo Schwerin reagierte darauf mit einem massiven personellen Wechsel in der 64. Minute, um das Spiel noch zu drehen. Die Einwechslung von Arnold-Marius Lietz zahlte sich aus, als er in der 74. Minute den Anschlusstreffer erzielte. Doch die Freude der Gäste währte nicht lange, denn Nils Stettin stellte mit seinem Treffer in der 79. Minute den alten Abstand wieder her.
In einer spannenden Schlussphase gelang es Sebastian Drews von Dynamo, in der 89. Minute noch einmal zu verkürzen, was den Endspurt des Spiels besonders nervenaufreibend machte. Trotz der späten Bemühungen von Dynamo konnte Mahlsdorf den Sieg über die Zeit retten und wichtige Punkte sichern.
Mit diesem Sieg festigt die BSV Eintracht Mahlsdorf ihren vierten Tabellenplatz und bestätigt ihre Formstärke der letzten Spiele. Dynamo Schwerin hingegen muss weiterhin an seiner Defensivleistung arbeiten, um den Trend der häufigen Gegentore umzukehren und aus dem Tabellenkeller zu kommen.
Text: Holger Elias
Bild Startseite: GettyImages
