Herren
NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 6. Spieltag
NORD: Spitzentrio punktgleich, Siedenbollentin feiert Spektakel
Der 6. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord: Mit Sparta Lichtenberg, Tasmania Berlin und Hansa Rostock II marschiert ein punktgleiches Trio an der Spitze, während Siedenbollentin mit einem Last-Minute-Sieg seine Ambitionen unterstrich. Viktoria Berlin und Optik Rathenow bleiben nach wilden Spielen weiter sieglos, während auch im Mittelfeld die Kräfteverhältnisse enger zusammenrücken.
SV Sparta Lichtenberg – Union Klosterfelde 1:1 (1:0)
Vor 150 Zuschauern in der Fischerstraße musste Tabellenführer Sparta Lichtenberg einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Zwar brachte Daniel Hänsch die Hausherren früh in Führung (13.), doch Union Klosterfelde fightete sich zurück und belohnte sich spät: Gentuar Durmishi traf in der 83. Minute zum Ausgleich. Trotz klarer Spielanteile fehlte Sparta im zweiten Durchgang die Durchschlagskraft. Mit dem Remis behaupteten die Lichtenberger Rang eins, teilen sich die Spitze aber nun mit zwei Verfolgern.
Tasmania Berlin – Berliner AK 3:1 (2:1)
Tasmania bleibt weiter im Flow und besiegte den Berliner AK verdient mit 3:1. Konstantinos Grigoriadis eröffnete früh (9.), doch Abdulkadir Beyazit glich per Strafstoß aus (25.). Noch vor der Pause sorgte Nathaniel Amamoo für die erneute Führung (29.). In einer hitzigen Partie mit zahlreichen Gelben Karten und einem Platzverweis gegen Rico Steinhauer (24.) setzte Rici Bokake-Befonga den Schlusspunkt (82.). 135 Zuschauer sahen eine robuste, aber spielstarke Tas-Truppe, die ihre Ambitionen im Titelkampf unterstrich.
FC Anker Wismar – SG Dynamo Schwerin 2:1 (0:0)
Das Mecklenburg-Derby bot Dramatik pur. Nach torloser erster Hälfte brachte Nico Billep Anker in Führung (79.), ehe Mario Schilling per Strafstoß ausglich (85.). In der Nachspielzeit entschied ein unglückliches Eigentor von Schwerins Almansori (90.+3) das Spiel vor 200 Zuschauern zugunsten der Wismarer, die damit weiter im oberen Tabellendrittel bleiben.
FC Viktoria 1889 Berlin – Tennis Borussia 3:3 (1:1)
Im Berliner Traditionsduell entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch. TeBe ging durch Pourfard früh in Führung (12.), doch Mark-Oliver Wittek egalisierte (28.). Nach einem Eigentor von Bilbija (54.) und Gencels Treffer (55.) schien Viktoria auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch Ebrima Jobe rettete den Lila-Weißen mit einem Doppelpack (66., 73.) das Remis. 270 Zuschauer erlebten ein intensives Stadtderby ohne Sieger.
TuS Makkabi Berlin – TSG Neustrelitz 1:2 (0:2)
Die Gäste aus Neustrelitz überraschten beim favorisierten TuS Makkabi mit einer kaltschnäuzigen Vorstellung. Manuel Härtel stellte mit einem Doppelpack (30., 44.) schon vor der Pause die Weichen. Zwar drückte Makkabi nach dem Seitenwechsel, doch mehr als ein spätes Eigentor von Petters (90.+3) sprang nicht heraus. Nur 37 Zuschauer sahen die erste Heimniederlage der Berliner, während Neustrelitz sich oben festsetzt.
FSV Optik Rathenow – Hansa Rostock II 2:3 (0:0)
Drama in Rathenow: Erst in der Schlussphase nahm die Partie Fahrt auf. Nima Amiri brachte Optik in Führung (73.), doch binnen zehn Minuten drehten Krebs (77.), Sauer (87.) und Schulz (90.) das Spiel für die Hansa-Reserve. Zwar verkürzte Amiri noch in der Nachspielzeit (90.+1), doch der Jubel gehörte den Rostockern, die mit nun 13 Punkten weiter ganz oben mitmischen. Für Rathenow bleibt trotz 219 Zuschauern erneut nur Ernüchterung.
Eintracht Mahlsdorf – SD Croatia Berlin 4:1 (0:1)
Eintracht Mahlsdorf drehte nach der Pause auf und feierte gegen Croatia einen klaren 4:1-Heimerfolg. Zwar lag man durch Mehmet Uzuners Treffer (42.) zunächst zurück, doch Nils Stettin (51., 62.), Julian Mätzke (77.) und Arijan Emini (89.) sorgten für klare Verhältnisse. Croatia schwächte sich durch die Gelb-Rote Karte von El Alaoui (35.) selbst. 108 Zuschauer sahen eine dominante zweite Hälfte der Mahlsdorfer.
SV Siedenbollentin – SV Lichtenberg 47 4:3 (1:0)
Das Spektakel des Spieltages gab es in Siedenbollentin. Daniel Eidtner brachte die Hausherren per Elfmeter in Front (41.), doch nach turbulenten 90 Minuten stand es 3:3, ehe Eidtner erneut vom Punkt traf (88.). Lichtenbergs Sebastian Reiniger hatte mit einem Doppelpack (78., 82.) für Hoffnung gesorgt, doch am Ende feierten die 246 Zuschauer einen umjubelten Heimsieg, der den SVS in die Spitzengruppe katapultiert.
SÜD: Freitals Dominanz, Halberstadts Doppelschlag und Plauens Kantersieg
Der sechste Spieltag der NOFV-Oberliga Süd: Tabellenführer SC Freital behauptete mit einem souveränen Heimsieg seine Spitzenposition, während Germania Halberstadt durch ein spätes Ausrufezeichen weiter in der Verfolgergruppe bleibt. Einheit Rudolstadt musste einen herben Rückschlag einstecken, und der VFC Plauen stellte mit einem deutlichen Erfolg seine Offensivstärke unter Beweis. Im Tabellenkeller verharrt Lok Stendal nach der Niederlage in Halberstadt am Ende.
VfB Germania Halberstadt – 1. FC Lok Stendal 3:1 (1:1)
Im Harzer Derby setzte sich Halberstadt letztlich verdient durch. Marcel Kohn brachte die Gastgeber früh in Führung (10.), doch Niclas Buschke glich unmittelbar nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit aus (46.). In einer intensiven Phase nutzte Joel-Pascal Klaschka seine Kaltschnäuzigkeit und traf doppelt (54., 75.), wobei vor allem der dritte Treffer nach einem Fehler der Stendaler Defensive sehenswert herausgespielt war. Vor 396 Zuschauern festigte Germania damit Platz vier, während die Gäste weiter sieglos am Tabellenende rangieren.
VfL Halle 96 – VfB Empor Glauchau 2:2 (0:1)
Die 107 Zuschauer im Stadion am Zoo erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst lag Halle nach einem Treffer von Florian Hähnel (34.) zurück. Achilleas Oikonomidis (58.) und Benny Jan Haese (88.) drehten die Partie scheinbar zugunsten der Gastgeber. Doch in der Nachspielzeit sicherte Marian Albustin Glauchau mit dem 2:2-Ausgleich noch einen Zähler.
FSV Budissa Bautzen – Einheit Wernigerode 0:3 (0:1)
Bautzen steckt weiter im Abwärtstrend. Bereits früh brachte Ben Engelhardt die Gäste in Führung (19.). Nach der Pause sorgte Usman Taiwo (52.) für die Vorentscheidung, ehe Joker Nyger Marley Hunter in der Schlussphase den Endstand herstellte (86.). Vor 235 Zuschauern gelang Wernigerode damit ein klarer Auswärtssieg.
SC Freital – Union Sandersdorf 3:0 (1:0)
Der Tabellenführer ließ nichts anbrennen. Robin Fluß traf bereits in der 9. Minute, ehe Jonas Adler (57.) und Finn Heidler (74.) nachlegten. Die Gäste aus Sandersdorf fanden vor 210 Zuschauern nie richtig in die Partie, während Freital die Begegnung souverän kontrollierte.
Einheit Rudolstadt – VfB Krieschow 0:3 (0:1)
Ein bitterer Nachmittag für Rudolstadt: Colin Raak brachte die Gäste kurz vor der Pause in Führung (45.+2). Nach dem Seitenwechsel erhöhte Philipp Knechtel (55.), ehe Toby Michalski (87.) den klaren Auswärtserfolg perfekt machte. Krieschow bleibt damit im oberen Tabellendrittel etabliert.
VFC Plauen – 1. SC Heiligenstadt 4:0 (2:0)
Plauen feierte vor 667 Zuschauern einen ungefährdeten Kantersieg. Matheus de Moura Beal (13.) und Tyron Profis (31.) stellten früh die Weichen. In der Schlussphase sorgte Johan Martynets mit einem Doppelpack (85., 90.+2) für den Endstand. Heiligenstadt bleibt auch nach sechs Spieltagen ohne Sieg.
RSV Eintracht Stahnsdorf – FC Grimma 0:0
Torlos trennten sich beide Mannschaften in einer von Zweikämpfen geprägten Partie. Zwar hatte Grimma nach einer Gelb-Roten Karte gegen Kevin Werner (73.) lange in Unterzahl zu bestehen, doch Stahnsdorf konnte den numerischen Vorteil nicht nutzen. 68 Zuschauer sahen ein Duell ohne große Höhepunkte.
VfB Auerbach – Bischofswerdaer FV 2:0 (2:0)
Ein starker Beginn reichte Auerbach zum Heimsieg. Max Roscher traf früh (6.), Felix Hache erhöhte per Strafstoß (40.). Im zweiten Durchgang verwalteten die Vogtländer den Vorsprung souverän. 308 Zuschauer sahen zudem eine Gelb-Rote Karte für Roscher (52.), die aber keine Wende zugunsten des Bischofswerdaer FV einleitete.
Zusammenfassung: Holger Elias (NOFV)
