Herren
NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 5. Spieltag
NORD: Sparta erobert das Derby – Spitzengruppe bleibt eng zusammen
Der 5. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord: Während Sparta Lichtenberg im prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell gegen Lichtenberg 47 die Oberhand behielt und die Tabellenspitze behauptete, setzte Makkabi Berlin mit einem klaren Auswärtssieg ein weiteres Ausrufezeichen. Hansa Rostock II dominierte vor heimischem Publikum, während Neustrelitz gegen Rathenow ein Offensivfeuerwerk zündete. Am Tabellenende bleibt Viktoria Berlin weiter ohne Punkte, Optik Rathenow verharrt mit nur einem Zähler in akuter Abstiegsgefahr.
TSG Neustrelitz – FSV Optik Rathenow 5:1 (1:1
Im Parkstadion drehte Neustrelitz nach ausgeglichener erster Hälfte mächtig auf. Kevin Akogo brachte die Gastgeber früh in Führung (11.), ehe Onu für Rathenow postwendend ausglich (12.). Nach der Pause legte die TSG ein wahres Offensivspektakel hin: Schreiber (47.), Höfer (72.), Härtel (75.) und Guth per Strafstoß (81.) sorgten für klare Verhältnisse. Rathenow kassierte zudem eine Gelb-Rote Karte (68., Gök), was die Aufholjagd endgültig verhinderte. Vor 286 Zuschauern feierte die TSG damit einen souveränen Heimsieg.
SV Tasmania Berlin – Union Klosterfelde 0:0
Torlos, aber keineswegs ereignislos verlief die Partie im Werner-Seelenbinder-Sportpark. Gleich drei Platzverweise prägten die Begegnung: Häußler (31.) und Magalhaes (54.) flogen bei Tasmania, Boritzki (76.) bei Union. Trotz numerischer Wechselspiele gelang keinem Team der Lucky Punch. Vor nur 89 Zuschauern blieb es beim 0:0 – für beide Seiten ein Zähler mit gemischtem Wert.
SV Lichtenberg 47 – Sparta Lichtenberg 0:2 (0:1)
Das Lichtenberger Derby zog mit 1188 Zuschauern die größte Kulisse an diesem Spieltag. Sparta entschied das Prestige-Duell dank kaltschnäuziger Chancenverwertung für sich: Sizov traf früh (14.), Thomala machte kurz vor Schluss alles klar (85.). Lichtenberg 47 stemmte sich leidenschaftlich gegen die Niederlage, konnte die kompakte Defensive Spartas aber nicht knacken. Mit diesem Erfolg verteidigte Sparta die Tabellenspitze.
SD Croatia Berlin – SV Siedenbollentin 1:1 (0:1)
In einem intensiven Duell im Friedrich-Ebert-Stadion gingen die Gäste durch Klimko (29.) in Führung. Nach der Pause egalisierte Uzuner für Croatia (56.), doch die Hausherren schwächten sich durch eine Rote Karte gegen Birol (90.+1). Siedenbollentin verpasste es in Überzahl, den Auswärtssieg einzufahren. Am Ende stand vor 79 Zuschauern ein gerechtes Remis.
Hansa Rostock II – Eintracht Mahlsdorf 4:0 (4:0)
Hansa II legte im Volksstadion einen Blitzstart hin: Schulz traf doppelt (7./10.), Kozelnik (21.) und Bölter (35.) stellten noch vor der Pause auf 4:0. In der zweiten Hälfte verwalteten die Rostocker das Ergebnis souverän, während Mahlsdorf kaum zur Entfaltung kam. 107 Zuschauer sahen eine dominante Vorstellung des Hansa-Nachwuchses, der sich in der Spitzengruppe festsetzt.
Tennis Borussia Berlin – TuS Makkabi Berlin 0:3 (0:0)
Das Berliner Stadtduell im Mommsenstadion blieb bis zur Pause offen, ehe Makkabi eiskalt zuschlug. Joker Coleman (50./76.) entschied die Partie mit einem Doppelpack, Camara erhöhte kurz darauf (78.). TeBe schwächte sich zusätzlich durch eine Gelb-Rote Karte gegen Danko (90.+3). 356 Zuschauer bejubelten einen verdienten Makkabi-Erfolg, der die Mannschaft in der Tabelle auf Rang zwei hält.
SG Dynamo Schwerin – FC Viktoria Berlin 3:1 (1:0)
Dynamo Schwerin bleibt zu Hause eine Macht. Dei brachte die Hausherren früh in Front (14.), Küc glich nach der Pause für Viktoria aus (54.). Doch Schwerin schlug sofort zurück: Mohammadi (60.) und Kapitän Schilling per Strafstoß (64.) machten den Sieg perfekt. Vor 200 Zuschauern musste Viktoria die fünfte Niederlage im fünften Spiel hinnehmen und bleibt Tabellenletzter.
Berliner AK 07 – FC Anker Wismar 4:3 (2:0)
Ein echtes Spektakel bot der BAK im Stadion Rehberge. Pereira (20.) und Keles (45.) sorgten für eine komfortable Pausenführung, Beyazit (52.) und Yildirim (55.) erhöhten sogar auf 4:0. Doch Wismar antwortete furios: Pataman (58.) und Breier (60./88.) brachten die Gäste noch einmal gefährlich nahe heran. Am Ende zitterte der BAK vor 100 Zuschauern den knappen 4:3-Erfolg ins Ziel.
SÜD: Freital überrollt Wernigerode – Halle bleibt ungeschlagen an der Spitze
Der 5. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd: Während Tabellenführer VfL Halle 96 seine Erfolgsserie mit einem souveränen Auswärtssieg in Stendal fortsetzte, setzte der SC Freital mit einem 5:0-Kantersieg in Wernigerode ein deutliches Ausrufezeichen. Auch Rudolstadt drehte spät in Sandersdorf ein verloren geglaubtes Spiel. Am Tabellenende verharren Stendal und Heiligenstadt im Keller, während die Spitze immer enger zusammenrückt.
1. SC Heiligenstadt – RSV Eintracht 1949 1:1 (0:1)
Im Duell der Kellerkinder trennten sich Heiligenstadt und Eintracht 1949 vor 435 Zuschauern leistungsgerecht 1:1. Die Gäste gingen in der 36. Minute durch Krüsemann in Führung, ehe Kapitän Wolanski per Strafstoß (53.) den Ausgleich erzielte. Beide Teams kassierten jeweils vier Gelbe Karten, was den zerfahrenen Charakter der Partie unterstrich.
VfB Empor Glauchau – FSV Budissa Bautzen 1:1 (1:1)
133 Zuschauer sahen ein kampfbetontes Unentschieden. Hertel brachte Glauchau früh (9.) in Front, doch Bautzens Kapitän Käppler stellte nur wenige Minuten später (26.) den Endstand her. In einer Partie mit insgesamt sieben Gelben Karten neutralisierten sich beide Seiten weitgehend.
1. FC Lok Stendal – VfL Halle 96 0:2 (0:1)
Der Spitzenreiter ließ beim Tabellenletzten nichts anbrennen. Marks traf in der 36. Minute zur Führung, Jagupov machte nach 65 Minuten alles klar. Vor 426 Zuschauern holte Halle den vierten Sieg im fünften Spiel und verteidigte mit 20:5 Toren eindrucksvoll die Tabellenführung. Stendal bleibt mit nur einem Punkt abgeschlagen Letzter.
Bischofswerdaer FV – Germania Halberstadt 1:2 (0:0)
In Bischofswerda dauerte es bis zur zweiten Halbzeit, ehe die Partie Fahrt aufnahm. Rust brachte die Gäste in der 55. Minute in Führung, Hackethal erhöhte per Strafstoß (77.). Zwar gelang Krautschick in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer, doch Germania brachte den Sieg vor 182 Zuschauern über die Zeit und bleibt damit in der Spitzengruppe.
FC Grimma – VfB Auerbach 2:2 (0:1)
Vor nur 86 Zuschauern entwickelte sich ein packendes Duell. Spranger brachte Auerbach in Front (29.), doch Grimma drehte die Partie durch Hübner (50.) und Vogel (74.). Erst ein Strafstoß von Hache in der 81. Minute rettete den Vogtländern das Remis.
VfB Krieschow – VFC Plauen 1:2 (0:1)
Im Topspiel zweier ambitionierter Teams setzte sich Plauen vor 310 Zuschauern knapp durch. Profis traf nach 17 Minuten, Sponer erhöhte kurz nach der Pause (60.). Krieschow verkürzte zwar durch Grimm (63.), doch trotz hektischer Schlussphase und einer Gelb-Roten Karte gegen Haake (90.+2) brachten die Gäste den Auswärtssieg über die Zeit.
Union Sandersdorf – Einheit Rudolstadt 2:3 (2:1)
In einer dramatischen Schlussphase drehte Rudolstadt die Partie binnen zwei Minuten. Zwar hatte Sandersdorf durch einen Doppelpack von Sauer (2., 12.) früh 2:0 geführt, doch Rupprecht avancierte mit einem Hattrick (37., 80., 81.) vor nur 56 Zuschauern zum Matchwinner. Rudolstadt bleibt damit in der Spitzengruppe.
Einheit Wernigerode – SC Freital 0:5 (0:4)
Ein Debakel erlebte Einheit Wernigerode vor 151 Zuschauern gegen den SC Freital. Bereits zur Pause stand es nach Toren von Weidauer (12.), einem Eigentor von Hess (17.), Schiemann (20.) und Frenzel (40.) 0:4. Weidauer setzte per Strafstoß (55.) noch einen drauf. Wernigerode steckt tief im Tabellenkeller, während Freital punktgleich mit Halle oben mitmischt.
Zusammenfassungen: Holger Elias (NOFV)
