Herren

NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 4. Spieltag

Nord: Torfestivals und Last-Minute-Drama

Der 4. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord bot ein Füllhorn an Emotionen: Von einem wahren Torspektakel in Lichtenberg über ein Last-Minute-Drama bei Tasmania bis hin zum souveränen Auswärtserfolg der Neustrelitzer in Berlin. In der Tabelle spitzt sich die Lage zu: Mit 10 Punkten thront Sparta Lichtenberg an der Spitze, knapp verfolgt von TuS Makkabi, Tasmania und TeBe. Im dicht gedrängten Mittelfeld halten sich Wismar, Mahlsdorf und Siedenbollentin, während Viktoria Berlin, Rathenow und Schwerin den Anschluss ans rettende Ufer suchen. Die Liga präsentiert sich nach vier Spieltagen als ungemein ausgeglichen – jeder Ausrutscher kann weitreichende Folgen haben.

SV Sparta Lichtenberg 1911 – SD Croatia Berlin 6:3 (2:1)
Vor 146 Zuschauern an der Fischerstraße entwickelte sich ein Offensivspektakel. Sparta legte durch Schmüser (2.) und Nikol (24.) früh vor, ehe Woznikiewicz (36.) für Croatia verkürzte. Nach der Pause brach die Begegnung endgültig auf: Nikol (46.), Hänsch (60.), Gashi (84.) und Meyer (90.+2) schraubten das Ergebnis auf 6:2, während Uzuner (78.) und Temel (90.+4) für die Gäste trafen. Ein furioses Torfestival, das Sparta eindrucksvoll für sich entschied.

SV Tasmania Berlin – SV Lichtenberg 47 2:1 (1:0)
Im Werner-Seelenbinder-Sportpark vor 319 Zuschauern entschied ein Treffer in letzter Sekunde die Partie. Labbouz brachte Tasmania in der 26. Minute in Führung, Reiniger glich für Lichtenberg nach einer Stunde aus. Als sich beide Teams bereits mit dem Remis abgefunden hatten, sorgte Amamoo in der 95. Minute für ekstatischen Jubel der Heimfans.

FC Anker Wismar – SG Union Klosterfelde 3:3 (3:2)
Ein Spiel mit wechselnden Führungen sahen 202 Zuschauer in Wismar. Özcin brachte die Gäste früh in Front (16.), ehe Tille per Strafstoß (28.) ausglich. Nach Durmishis Treffer (33.) antworteten Hurtig (42.) und Kodanek (45.+3) noch vor der Pause – 3:2 für Anker. Doch erneut Özcin (47.) markierte den Endstand. Ankers John sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (30.), was die Schlussphase zusätzlich würzte.

FC Viktoria 1889 Berlin – Berliner AK 07 2:4 (1:0)
Im Stadion Lichterfelde jubelten zunächst die Gastgeber: Tchadjei brachte Viktoria in der 23. Minute in Führung. Doch nach dem Seitenwechsel drehte der BAK auf und traf innerhalb von zwölf Minuten vierfach: Yildirim (63., 74.), Nsungu (68.) und Beyazit (75.) stellten auf 1:4. Hasani gelang in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik (90.+2). 198 Zuschauer erlebten ein Lehrstück in Sachen Effizienz.

TuS Makkabi Berlin – SG Dynamo Schwerin 2:1 (0:1)
Ein dramatisches Duell vor nur 26 Besuchern: Dei brachte die Gäste nach einer halben Stunde in Führung. Lange tat sich Makkabi schwer, ehe Soumah (81.) und Koomson per Strafstoß (86.) das Spiel spät drehten. Schwerins Camkins sah zudem Rot (84.), was den Endspurt der Berliner begünstigte.

Tennis Borussia Berlin – TSG Neustrelitz 0:3 (0:1)
Im Mommsenstadion musste sich TeBe klar geschlagen geben. Heinle brachte Neustrelitz in der 15. Minute in Führung. In der Schlussphase sorgte Laribi mit einem Doppelpack (79., 90.+5) für klare Verhältnisse. 308 Zuschauer erlebten eine ernüchternde Vorstellung der Veilchen, während die Gäste mit cleverer Spielanlage überzeugten.

BSV Eintracht Mahlsdorf – FSV Optik Rathenow 2:2 (2:2)
Ein temporeiches erstes Drittel vor 155 Zuschauern am Rosenhag: Zorn (5.) brachte Mahlsdorf in Front, Amiri (19.) glich aus. Noack (21.) traf zur erneuten Führung, die Koré (33.) postwendend egalisierte. Nach der turbulenten Anfangsphase blieb es beim leistungsgerechten Remis.

SV Siedenbollentin – Hansa Rostock II 2:2 (1:1)
Vor beeindruckenden 950 Zuschauern im Fritz-Reuter-Sportpark sah es lange nach einem Coup der Gäste aus. Eidtner brachte Siedenbollentin in Führung (44.), Bauer antwortete im Gegenzug (45.+1). Nach der Pause legte Zamzow (55.) für Hansa nach, ehe Eidtner (73.) erneut traf und das umkämpfte Derby mit einem gerechten 2:2 beschloss.

 

Süd: Halle stürmt an die Spitze

Der 4. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd brachte klare Favoritensiege, dramatische Punkteteilungen und brisante Derby-Atmosphäre. Während der VfL Halle 96 mit einem Kantersieg die Tabellenspitze erklomm, setzten auch Rudolstadt, Freital und Krieschow wichtige Akzente. Plauen, Auerbach und Bautzen mussten sich dagegen jeweils mit Unentschieden begnügen. Grimma feierte einen überraschenden Auswärtssieg in Halberstadt und verschaffte sich wertvolle Luft im Tabellenkeller.

VfL Halle 96 – Bischofswerdaer FV 08 6:0 (3:0)
Mit einem wahren Offensivfeuerwerk schoss der VfL Halle den Bischofswerdaer FV regelrecht aus dem Stadion am Zoo. Ein Eigentor von Weiß (10.) leitete das Debakel ein, ehe Hüttig (17.), Jagupov (42.), Bölke (52.), Kurti (68.) und Marks (88.) den Sieg in die Höhe schraubten. Die Gäste waren nach dem frühen Rückstand völlig von der Rolle, kassierten zudem vier Gelbe Karten und kamen nie ins Spiel. 127 Zuschauer sahen einen Halle-Auftritt, der die Mannschaft von Trainer Luca Shubitidze an die Tabellenspitze katapultierte.

FSV Budissa Bautzen – 1. FC Lok Stendal 1:1 (0:0)
Vor 246 Zuschauern entwickelte sich auf der Müllerwiese eine intensive Partie, in der die Gäste aus Stendal nach einem Foulelfmeter durch Schulze (50.) in Führung gingen. Budissa rannte lange vergeblich an, ehe Zech (83.) den verdienten Ausgleich erzielte. Die Emotionen kochten hoch: Lok-Kapitän Mahrhold sah Gelb, sein Mitspieler Möhlhenrich sogar Gelb-Rot. Am Ende teilten sich beide Teams die Punkte.

SC Freital – VfB Empor Glauchau 2:0 (1:0)
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an das Kommando. Schiemann brachte Freital nach 20 Minuten verdient in Front, Weidauer erhöhte in der 71. Minute auf 2:0. Glauchau fand kaum ins Spiel, während Freital trotz fünf Gelben Karten nichts mehr anbrennen ließ. 237 Zuschauer sahen eine souveräne Vorstellung der Beck-Elf, die sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzt.

FC Einheit Rudolstadt – FC Einheit Wernigerode 2:1 (2:0)
Im Derby behielt Rudolstadt vor 255 Zuschauern knapp die Oberhand. Schlegel verwandelte früh einen Strafstoß (21.), Smyla legte vor der Pause nach (41.). Zwar kam Wernigerode nach dem Anschluss von Schlichting (64.) zurück ins Spiel, doch die Heimelf brachte den Sieg über die Zeit. Rudolstadt klettert mit diesem Prestige-Erfolg in die obere Tabellenhälfte.

VFC Plauen – SG Union Sandersdorf 1:1 (0:0)
676 Zuschauer sahen eine leidenschaftliche Partie im Vogtlandstadion. Sandersdorf ging kurz nach Wiederbeginn durch Farkas (48.) in Führung, ehe Martynets (70.) den Ausgleich markierte. Plauen drängte in der Schlussphase auf den Sieg, blieb aber in der dicht gestaffelten Abwehr der Gäste hängen. Beide Teams verpassten so den Sprung nach vorn.

VfB Krieschow – 1. SC Heiligenstadt 2:1 (1:1)
Ein Elfmeter von Pereira Rodrigues (14.) brachte die Hausherren in Front, Vogt glich für die Gäste nach 27 Minuten aus. Nach dem Seitenwechsel war es Gerstmann (70.), der die Partie für Krieschow entschied. Heiligenstadt schwächte sich durch die Gelb-Rote Karte für Kapitän Möhlhenrich zusätzlich. Vor 291 Zuschauern sicherte sich Krieschow drei wichtige Zähler.

VfB Auerbach – RSV Eintracht 1949 1:1 (0:0)
Im Duell zweier ambitionierter Teams sahen 378 Zuschauer eine kampfbetonte Begegnung. Lehmann brachte die Gäste in Führung (68.), ehe Spranger (79.) den Ausgleich erzielte. In einer hitzigen Schlussphase sah Eintracht-Spieler Ekalle Gelb-Rot. Am Ende blieb es beim gerechten Remis.

VfB Germania Halberstadt – FC Grimma 0:1 (0:1)
Einen Überraschungserfolg landete Grimma im Friedensstadion. Jan Hübner erzielte in der 30. Minute das Tor des Tages. Halberstadt versuchte in der zweiten Halbzeit alles, doch die Gäste verteidigten leidenschaftlich und retteten den knappen Vorsprung über die Zeit. 288 Zuschauer feierten einen Auswärtssieg, der Grimma im Tabellenkeller enormen Auftrieb verleiht.

Texte: Holger Elias (NOFV)

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