Herren

NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 27. Spieltag

Nord: Mahlsdorf an der Spitze, Tasmania und Sparta mit Rekordsiegen

Der 27. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord: In acht Partien fielen bemerkenswerte 48 Tore – ein Schnitt von sechs Treffern pro Spiel – und es gab gleich zwei historische Kantersiege. Allen voran feierten der SV Sparta Lichtenberg beim 6:4-Heimerfolg und der SV Tasmania Berlin mit 10:2 sogar zweistellige Resultate. Im Aufstiegsrennen untermauerte BSV Eintracht Mahlsdorf mit einem souveränen Sieg seine Ambitionen auf den einzigen Regionalliga-Aufstiegsplatz, während Verfolger BFC Preussen im Topspiel bei Lichtenberg 47 nicht über ein Remis hinauskam. Am Tabellenende setzte es für den weiterhin punktlosen Rostocker FC eine weitere deutliche Niederlage, wodurch der Abstieg des Traditionsklubs praktisch besiegelt ist. Auch der Kampf um den rettenden 14. Platz spitzte sich zu: Staaken konnte keine Punkte verbuchen, während Konkurrent Optik Rathenow einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf landete. Die folgenden Spielberichte fassen alle Begegnungen des Wochenendes vom 9. bis 11. Mai 2025 detailliert zusammen:

SV Lichtenberg 47 – BFC Preussen 0:0 (0:0)

Das Berliner Gipfeltreffen zwischen dem Tabellendritten Lichtenberg und dem zweitplatzierten BFC Preussen endete torlos, obwohl beide Teams engagiert auf Sieg spielten. Vor über 2.285 Zuschauern – einer Rekordkulisse in der HOWOGE-Arena – entwickelte sich ein intensives Duell. Lichtenberg 47 hätte mit einem Erfolg den Rückstand auf Spitzenreiter Mahlsdorf verkürzen können, während Preussen die Tabellenführung zurückerobern wollte. Trotz zahlreicher Offensivaktionen blieben klare Torchancen Mangelware, da im letzten Drittel die Präzision fehlte. So stand am Ende ein 0:0, das im Aufstiegsrennen keinen der Kontrahenten entscheidend voranbringt. Preussen verpasste die Rückkehr auf Platz eins und liegt nun drei Punkte hinter Mahlsdorf, hat allerdings noch ein Spiel gegenüber dem Spitzenreiter in der Hinterhand. Lichtenberg 47 bleibt mit drei Zählern Rückstand in Schlagdistanz auf die Spitze.

FSV Optik Rathenow – FC Anker Wismar 3:2 (1:1)

Im Abstiegskampf sendete Optik Rathenow ein Lebenszeichen und fuhr gegen Anker Wismar einen wichtigen Heimsieg ein. Die Gastgeber begannen mutig und belohnten sich früh: Jonas Borkowski traf in der 19. Minute zum 1:0. Wismar kam jedoch noch vor der Pause zurück ins Spiel – Lucas Meyer markierte in der 43. Minute den 1:1-Ausgleich. Ungeachtet dieses Rückschlags blieb Rathenow spielbestimmend. In der zweiten Halbzeit erzielte Marouan Zghal in der 71. Minute die erneute Führung zum 2:1. Als Jamal Rogero in der 85. Minute per Distanzschuss auf 3:1 erhöhte, schien die Entscheidung gefallen. Zwar gelang Pascal Breier in der 89. Minute noch der Anschlusstreffer zum 3:2, doch dieser kam zu spät – Optik brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit diesen drei Punkten verlässt Rathenow vorerst die kritischsten Tabellenränge (Platz 13) und verschafft sich Luft im Abstiegskampf, während Wismar im gesicherten Mittelfeld verweilt.

SG Dynamo Schwerin – Berliner AK 07 1:2 (1:2)

Die Partie in Schwerin begann mit einem Blitzstart der Hausherren. Bereits in der 4. Minute brachte Vsevolods Čamkins Dynamo mit 1:0 in Führung. Doch die Freude währte nicht lange: Nach einer halben Stunde übernahm der favorisierte Berliner AK die Kontrolle und drehte noch vor der Pause das Spiel. Zunächst glich Fodelcio Gomes Pereira in der 30. Minute zum 1:1 aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlug Pereira erneut zu und erzielte in der 43. Minute per Flachschuss den 1:2-Führungstreffer für die Gäste. Im zweiten Durchgang verteidigten die Hauptstädter ihren knappen Vorsprung mit viel Einsatz. Allerdings mussten sie ab der 64. Minute in Unterzahl auskommen, nachdem Dodi Nsungu wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah. Schwerin drängte in Überzahl auf den Ausgleich, doch der BAK 07 verteidigte leidenschaftlich und rettete den Sieg über die Zeit. Mit diesem Auswärtserfolg verbessert sich der Berliner AK auf Rang 8, während Schwerin (Platz 12) weiter um den Klassenerhalt bangen muss.

TuS Makkabi Berlin – SV Grün-Weiss Ahrensfelde 5:0 (3:0)

Vor nur 38 Zuschauern im beschaulichen Mommsenstadion ließ TuS Makkabi dem Aufsteiger Ahrensfelde keinerlei Chance. Der Berliner Gastgeber agierte konzentriert und effizient. Das Torfestival eröffnete ein unglückliches Eigentor von Moritz Schöps in der 38. Minute, das Makkabi mit 1:0 in Front brachte. Beflügelt davon legte Makkabi noch vor dem Pausenpfiff doppelt nach: Patrick Roberto Lenz erhöhte in der 42. Minute auf 2:0, und nur zwei Minuten später stellte Teo Matković mit einem Volley zum 3:0 die Weichen auf Sieg. In der zweiten Halbzeit spielte Makkabi den Vorsprung souverän herunter und schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Deniz Sahin markierte in der 68. Minute das 4:0, ehe Christiantus Nnanna Onu in der 88. Minute den 5:0-Endstand besorgte. Makkabi feierte damit einen in dieser Höhe überraschend klaren Sieg und untermauerte seinen 6. Tabellenplatz. Für Ahrensfelde, das als Vorletzter (15.) weiter fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat, wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner.

SV Sparta Lichtenberg – TSG Neustrelitz 6:4 (1:2)

Ein wahres Torfestival ereignete sich in Lichtenberg, wo Sparta und Neustrelitz den Zuschauern ein denkwürdiges Offensivspektakel boten. Die Gäste aus Mecklenburg starteten furios: Bereits nach zehn Minuten führte Neustrelitz durch zwei Treffer von Gabriel Ziegler mit 2:0. Doch Sparta schlug umgehend zurück – Lukas Rehbein verkürzte postwendend in der 11. Minute auf 1:2. Mit diesem offenen Schlagabtausch ging es in die Kabinen. Direkt nach Wiederanpfiff gelang Sparta der Ausgleich: Carl-Wolf Schnur erzielte in der 46. Minute per Kopf das 2:2. Die Freude währte allerdings nur bis zur 59. Minute, als Manuel Härtel die Gäste erneut in Führung schoss (2:3). In der Schlussviertelstunde kippte die Partie endgültig zugunsten der Lichtenberger: Erst traf Nikolas Meyer in der 76. Minute mit einem Distanzschuss zum 3:3. Dann drehte Sparta richtig auf – Daniel Hänsch vollendete in der 79. Minute einen Konter zum 4:3 und Gani Gashi baute die Führung in der 87. Minute auf 5:3 aus. Doch die Gäste gaben nicht auf: Jerimiah Dosi schaffte in der 90. Minute den erneuten Anschluss zum 5:4. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit erlöste Yahya Al-Areed mit dem Treffer zum 6:4-Endstand die Heimfans. Zehn Tore in einem Spiel – dieser Schlagabtausch wird in Sparta Lichtenbergs Vereinsannalen einen besonderen Platz einnehmen. Mit dem Sieg festigt Sparta den 5. Platz, während Neustrelitz als Neunter im Mittelfeld bleibt und wichtige Punkte für einen möglichen Aufstiegsrennen-Eingriff liegen ließ.

SV Tasmania Berlin – Rostocker FC 10:2 (6:0)

Tasmania Berlin gelang gegen den weiterhin sieglosen Tabellenletzten Rostocker FC ein historischer Erfolg. Die Neuköllner feierten den höchsten Sieg der laufenden Saison und fügten Rostock eine weitere bittere Niederlage zu. Bereits zur Pause führten die Tasmanen mit 6:0 und ließen keinen Zweifel am Ausgang der Partie. In den ersten 45 Minuten trafen Rintaro Yajima (4. Minute), Mohammed Benyahia-Berjaoui (13., 21.), Daniel Kaiser (16.), Youssef Labbouz (37.) und Nathaniel Amamoo (43.) beinahe nach Belieben. Auch nach dem Seitenwechsel setzte Tasmania den Sturmlauf fort: Jin-Ho Heo (51., 82.) schnürte einen Doppelpack, Leon Paolucci steuerte in der 63. Minute ebenfalls einen Treffer bei, und Berjaoui durfte sich mit seinem dritten Tor (55.) zum Hattrick krönen. Vom offensiven Feuerwerk der Berliner überrollt, kam der Rostocker FC nur zu zwei späten Ehrentreffern durch Theo Neumann (79., 86.). Mit dem zweistelligen 10:2-Triumph untermauerte Tasmania ihren Aufwärtstrend und kletterte auf Rang 7. Für den Rostocker FC hingegen ist die historische Pleitenserie – 27 Niederlagen in 27 Spielen – ein trauriger Negativrekord; der Abstieg des Tabellen-16. steht damit bereits vorzeitig fest.

BSV Eintracht Mahlsdorf – Tennis Borussia Berlin 4:0 (2:0)

Ligaprimus Eintracht Mahlsdorf ließ gegen Traditionsklub TeBe Berlin nichts anbrennen und festigte mit einem souveränen Erfolg seine Tabellenführung. Die Mannschaft von Trainer Karsten Heine machte früh klar, dass sie den „Platz an der Sonne“ nicht räumen will. Bereits nach sieben Minuten lag Mahlsdorf komfortabel vorne: Justin Engfer traf in der 3. Minute zum 1:0, und Anton Kanther legte in der 7. Minute das 2:0 nach. Dieser Doppelschlag schockte die Gäste, die in der Folge kaum zu eigenen Chancen fanden. Mahlsdorf kontrollierte das Geschehen und baute den Vorsprung in der zweiten Hälfte weiter aus – Björn Jopek erhöhte in der 62. Minute per Direktabnahme auf 3:0, ehe Peter Köster in der 83. Minute den 4:0-Schlusspunkt setzte. Mit diesem deutlichen Heimsieg untermauert Eintracht Mahlsdorf eindrucksvoll seinen Anspruch auf die Meisterschaft. Drei Spieltage vor Saisonende führt Mahlsdorf mit 63 Punkten und einem Polster von drei Zählern auf den BFC Preussen, der allerdings noch ein Spiel weniger absolviert hat. Tennis Borussia bleibt trotz der deutlichen Niederlage im gesicherten Mittelfeld (Platz 10) und kann den Blick bereits auf die kommende Saison richten.

SC Staaken 1919 – F.C. Hansa Rostock II 3:6 (1:4)

Tore en masse bekamen die Zuschauer auch in Staaken zu sehen. Die U23 von Hansa Rostock stellte ihre Offensivstärke unter Beweis und überrollte den SC Staaken phasenweise. Bereits zur Halbzeit führte Rostock II komfortabel mit 4:1: Julian Hahnel (17.), Luca Stoldt (29.), Matheo Venohr (37.) und Randy Dei (45.+4) trafen für die Gäste, während David Koschnik zwischenzeitlich per Foulelfmeter zum 1:1 für Staaken ausgleichen konnte (28.). Nach dem Seitenwechsel bewies Staaken Moral und kämpfte sich noch einmal heran. Kevin Flemming verkürzte in der 51. Minute auf 2:4. In der 77. Minute schraubte jedoch Leo Bera mit einem platzierten Schuss das Ergebnis auf 5:2 für Hansa hoch. Zwar antwortete Staakens Benjamin Stein postwendend nur eine Minute später zum 3:5 (78.), doch mehr ließen die Hanseaten nicht zu. In der Nachspielzeit beseitigte Raul Celotto mit seinem Treffer zum 6:3 (90.+3) die letzten Zweifel am Auswärtssieg. Hansa Rostock II untermauert mit diesem torreichen Erfolg den 4. Tabellenplatz und bleibt in Schlagweite der Top-Drei. Für den SC Staaken hingegen bedeutet die Heimniederlage einen Rückschlag im Abstiegskampf – als 14. beträgt sein Vorsprung auf den Vorletzten Ahrensfelde nur fünf Punkte. In den verbleibenden drei Saisonspielen wird Staaken dringend punkten müssen, um den Klassenerhalt zu sichern.

 

Süd: Rudolstadt beißt sich zum Punktgewinn

Der 27. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd: Herausragend war der 8:2-Kantersieg des VfL Halle 96 gegen BSG Wismut Gera: Nach anfänglichem 0:1-Rückstand (Hamdou Diagne, 2. Min.) stürmte Halle mit einem Fünferpack von Stürmer Jegor Jagupov seinen Gästen davon. Auch Germania Halberstadt präsentierte sich im Heimspiel gegen Wernigerode offensiv stark und siegte durch einen Dreierpack von Joel-Pascal Klaschka sowie ein frühes Tor von Mika Hess ungefährdet 4:2. In Rudolstadt endete ein spektakuläres Duell zwischen dem Gastgeber und dem Bischofswerdaer FV 08 mit einem 3:3.

In der Tabelle festigt die U23 des 1. FC Magdeburg ihre Spitzenposition. Dahinter folgen der VfL Halle und der VfB 1921 Krieschow. Auch der VfB Auerbach (2:0-Sieg) und Germania Halberstadt (4:2) behielten im Verfolgerfeld ihre Serien bei. Ganz unten der Tabelle drohen BSG Wismut Gera (28 Punkte) und Blau-Weiß Zorbau (25) im Abstiegskampf derweil weiter ins Trudeln zu geraten.

Germania Halberstadt – FC Einheit Wernigerode 4:2 (3:1)

Die Hausherren starteten mit viel Druck und gingen nach einem schnellen Angriff in Führung: Mika Hess traf in der 9. Minute zur frühen 1:0-Führung. Germania setzte sofort nach und legte vor der Pause nach – Joel-Pascal Klaschka verwandelte einen Strafstoß zum 2:0 (29.). Ein Eigentor der Halberstädter kurz darauf (Nick Schmidt, 30.) brachte Wernigerode zurück ins Spiel, doch Klaschka erhöhte noch vor der Pause auf 3:1 (37.). In Durchgang zwei sorgte Klaschka mit seinem dritten Treffer (68.) für die Vorentscheidung, ehe Niclas Treu in der Schlussphase nur noch Ergebniskosmetik betrieb (87.). Die rustikale Schiedsrichterin Christine Weigelt blieb kaum vor gelben Karten zurück, wobei Halberstadt den verdienten Sieg in der Schlussphase sicher über die Zeit brachte. Vor 1228 Zuschauern eroberte Halberstadt durch das Resultat Rang sechs und hält Anschluss an die Aufstiegsplätze.

VfB Auerbach – SG Union Sandersdorf 2:0 (1:0)

Die Auerbacher blieben souverän und setzten sich verdient gegen Sandersdorf durch. Den Torreigen eröffnete Ben Colin Weigel mit einem trockenen Schuss in der 18. Minute, der von Gästetorwart Kempf unhaltbar abgefälscht wurde (1:0). Nur sieben Minuten nach Wiederbeginn staubte Weigel erneut ab und markierte so den Endstand (52.). Die Auerbacher Defensive ließen in der restlichen Spielzeit kaum nennenswerte Chancen zu. Einzig eine späte Gelb-Rote Karte (91.) trübte die Heimstimmung zum Schluss. Vor 219 Zuschauern rückte der VfB durch diesen Erfolg auf Platz fünf vor und hält den Druck auf die Tabellenspitze hoch.

VfB 1921 Krieschow – RSV Eintracht 1949 3:0 (1:0)

Krieschow baute seine starke Heimbilanz aus. Ein Traumstart von Stürmer Andy Hebler brachte den Kolkwitzern schon in der 39. Minute per unhaltbarem Volleyschuss aus 16 Metern das ersehnte 1:0 (Halbzeit). Nach der Pause setzte Krieschow nach und erhöhte bald darauf: Hebler trat in der 60. Minute zu einem klaren Handelfmeter an und verwandelte sicher zum 2:0. Der Endstand fiel durch einen schönen Heber von Jan Filipp Schulz in der 78. Minute (3:0). Die Defensive der Krieschower stand sicher und ließ keine nennenswerten Torchancen der Gäste zu. Vor 235 Zuschauern baute Krieschow seine Serie im Aufstiegskampf weiter aus und sicherte sich vorerst Platz drei in der Tabelle.

Ludwigsfelder FC – SC Freital 0:5 (0:2)

Für Ludwigsfelde endete das Heimspiel im Desaster. Freital übernahm sofort die Spielkontrolle und bestrafte die erste Unachtsamkeit: Felix Hennig netzte schon in der 3. Minute eiskalt zur 1:0-Führung für die Gäste ein. Zwei schnelle Tore setzte Hennig danach in Szene – auch das 2:0 fiel klassisch nach einem Einwurf und einem schnellen Spielzug (30.). Die Hausherren wirkte bedient, die Freitaler stürmten weiter und erhöhten durch Maximilian Bayer (74.) und Rick Edward Wuchrer (78.) auf 4:0. Bayer krönte seinen starken Auftritt mit seinem zweiten Treffer in der 85. Minute (5:0). Ludwigsfelde gelang offensiv überhaupt nichts, Torwart Eichhorn musste achtmal hinter sich greifen. Die deutliche Pleite vor nur 100 Zuschauern lässt die Mannschaft von Rezart Cami in akuter Abstiegsnot zurück, Rang 16 ist weiter nur drei Punkte vor dem rettenden Ufer.

VfL Halle 96 – BSG Wismut Gera 8:2 (3:1)

In diesem Spiel fielen Tore im Minutentakt. Zunächst erwischte Wismut Gera den besseren Start: Hamadou Diagne brachte die Gäste nach nur 2 Minuten überraschend mit 1:0 in Führung. Doch Halle antwortete umgehend; Nils Morten Bolz verwandelte in der 27. Minute einen gut vorgetragenen Angriff zum 1:1-Ausgleich. Kurz vor der Pause besorgte Robert Pessel das 2:1 (34.), und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit machte Jegor Jagupov den 3:1-Pausenstand klar (45.+2). Nach der Pause verschärfte Halle das Tempo: Jagupov erhöhte mit einem Doppelschlag (60., 69.) auf 5:1, ehe Marcel Kiessling zwischenzeitlich auf 4:2 verkürzen konnte (65.). Danach war Jagupov nicht zu bremsen – er traf zum fünften Mal (76.) und erneut kurz danach (81.) zum 7:2 bzw. 8:2-Endstand. Dazwischen hatte Americo Soares Das Neves in der 78. Minute sein erstes Saisontor erzielt (7:2). Halles Angriffswirbel brachte Wismut komplett aus dem Konzept; Leipzigs Schiedsrichter Köhler leitete das Spiel souverän. Nur 93 Zuschauer erlebten das Spektakel auf der Giebichensteiner Dieselstraße – sie wurden Zeugen der klarsten Auswärtsschlappe von Wismut in dieser Saison. Mit dem Kantersieg zieht Halle in der Tabelle weiter an Germania Halberstadt vorbei auf Platz zwei vorbei.

FC Einheit Rudolstadt – Bischofswerdaer FV 08 3:3 (1:0)

Der FC Einheit Rudolstadt und der Bischofswerdaer FV trennten sich in einer turbulenten Partie 3:3-Unentschieden. Nähere Angaben zum Spielverlauf können aufgrund unterschiedlicher Statistiken nicht vorgenommen werden.

FSV Budissa Bautzen – SV Blau-Weiß Zorbau 1:1 (0:1)

Das Tabellenschlusslicht aus Zorbau gelang in Bautzen ein wichtiger Punktgewinn. Die Gäste gingen bereits in der 13. Minute durch Joel Marks in Führung, der einen schnell ausgeführten Konter eiskalt abschloss. Bautzen tat sich bis dahin schwer und kam erst nach der Pause besser ins Spiel. In der 74. Minute brachte Innenverteidiger Julien Hentsch per Kopf die Hausherren zum 1:1-Ausgleich (nach Ecke) zurück. In der Schlussviertelstunde suchten beide Teams verzweifelt den Siegestreffer, doch die Defensive stand jeweils stabil. Vor 218 Zuschauern an der Müllerwiese endete die Partie leistungsgerecht unentschieden. Für Bautzen blieb es damit beim enttäuschenden siebten Heimpunkt – Zorbau hingegen schöpft mit dem Remis neuen Mut im Abstiegskampf.

1. FC Magdeburg II – FC Grimma 6:1 (2:1)

Die Magdeburger U23 feierte vor heimischer Kulisse einen souveränen Kantersieg und ehrte sich vorab als Meister der Staffel. Den ersten Nadelstich setzte allerdings Grimma: Torjäger Walter Louis traf nach 8 Minuten zum 0:1. Magdeburg blieb unbeirrt und konterte noch im ersten Durchgang: Enis Bytyqi glich aus (15.) und erhöhte wenig später zum 2:1 (37.). Im zweiten Durchgang dominierte dann die Heimelf: Der agile Mailand Nadjombe traf zum 3:1 (53.), Bytyqi per Doppelschlag (56., 61.) zum 5:1, ehe Nadjombe seinen Doppelpack in der 86. Minute komplettierte (6:1). Gravierende Abwehrfehler der Gäste und ein verdienter Leistungsanstieg des Meisters prägten die Szenerie. Jakob Scheibner leitete vor 148 Zuschauern die Partie, in der Magdeburg alle Auswechslungen bestens nutzte. Mit nun 66 Punkten bleiben die Blau-Weißen Tabellenführer und blicken beruhigt auf die letzten Saisonspiele.

Schlüsselstatistiken: Auffälligstes Fazit des Spieltags waren die zahlreichen Tor-Highlights und Strafstoß-Szenen: Jagupov (Halle) und Bytyqi (Magdeburg) erzielten jeweils vier (!) Tore in einer Partie. Insgesamt fielen am 27. Spieltag 32 Tore in acht Partien (Ø 4 Treffer/Spiel) – ein Höchstwert dieser Saison. Die Zuschauerzahlen schwankten dabei zwischen 93 in Halle und über 1200 in Halberstadt, wo die Stimmung entsprechend euphorisch war.

Texte: Holger Elias

Sport Freak

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