Herren
NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 25. Spieltag
NORD: Spitzenduo bleibt im Gleichschritt, Neustrelitz trifft tief in der Nachspielzeit, Siedenbollentin behauptet Rang sieben
Der 25. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord hielt die Spannung an der Tabellenspitze auf höchster Temperatur: Spitzenreiter SV Tasmania Berlin löste seine Pflichtaufgabe beim Schlusslicht FC Viktoria 1889 Berlin souverän, Verfolger SV Lichtenberg 47 antwortete mit einem konzentrierten 3:1 gegen S.D. Croatia Berlin und bleibt mit nur einem Punkt Rückstand in unmittelbarer Schlagdistanz. Dahinter festigte die TSG Neustrelitz den dritten Platz durch einen Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit, während F.C. Hansa Rostock II mit dem Auswärtssieg in Klosterfelde die dicht gedrängte Verfolgergruppe um Rang vier weiter verdichtete. Im Tabellenmittelfeld behauptete der SV Siedenbollentin durch das 1:1 bei Tennis Borussia Berlin Platz sieben vor dem punktgleichen TUS Makkabi Berlin, das seinerseits das Lichtenberger Duell gegen Sparta knapp gewann. Für TeBe bedeutete der Punktgewinn immerhin eine kleine Stabilisierung vor Dynamo Schwerin, während Croatia Berlin und Viktoria 1889 Berlin am Tabellenende weiter Boden verlieren.
TUS Makkabi Berlin – SV Sparta Lichtenberg 1911 1:0 (1:0)
TUS Makkabi Berlin hat sich auf der Julius-Hirsch-Sportanlage vor 37 Zuschauern in einer engen, von Zweikämpfen und wenigen klaren Abschlussmomenten geprägten Begegnung knapp gegen Sparta Lichtenberg behauptet. Den entscheidenden Stich setzte Tyron Koomson unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als er in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:0 traf und damit den späteren Endstand markierte. Sparta suchte nach dem Seitenwechsel zwar mit personellen Impulsen den Weg zurück in die Partie, blieb im letzten Drittel aber ohne die nötige Präzision, während Makkabi den Vorsprung mit defensiver Konsequenz über die sieben Minuten Nachspielzeit rettete. Trotz des Sieges bleibt Makkabi mit 37 Punkten auf Rang acht hinter dem punktgleichen SV Siedenbollentin, der nach dem 1:1 bei Tennis Borussia aufgrund der besseren Torausbeute bei gleicher Tordifferenz knapp davor rangiert. Insgesamt verteilte Schiedsrichter Lukas Eichenberg fünf Gelbe Karten.
Zuschauer: 37
Spielstätte: Julius-Hirsch-Sportanl. NR1, Berlin
Schiedsrichter: Lukas Eichenberg – Erik Keves, Danny Gerth
Tore: 1:0 (45.+1) Koomson
Mannschaftsaufstellungen:
TuS Makkabi Berlin: Lindner, Siakam (73. Tokgöz), Matkovic, Koomson, Sahin (73. Reißner), Conteh (89. Diop), Bruck (79. Gefrörer), Körber, Soumah, Sakhno, Diallo
SV Sparta Lichtenberg 1911: Brändicke, Nikol (73. Thomala), Meyer, Toktumur (62. Hänsch), Trojanovic, Dujkovic (62. Fleddermann), Tonk (72. Gampe), Schmüser, Schnur, Gashi, Sizov
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Matkovic, Gefrörer (TuS Makkabi Berlin) – Trojanovic, Dujkovic, Tonk (SV Sparta Lichtenberg 1911)
FC Viktoria 1889 Berlin – SV Tasmania Berlin 0:3 (0:1)
Tasmania Berlin ließ beim Tabellenletzten FC Viktoria 1889 Berlin nichts anbrennen und verteidigte mit dem 3:0-Auswärtssieg vor 69 Zuschauern im Stadion Lichterfelde die Tabellenführung. Youssef Labbouz brachte den Spitzenreiter in der 36. Minute auf Kurs, ehe Nathaniel Amartei Amamoo in der 75. Minute und Shean Mensah in der 87. Minute die Partie endgültig entschieden. Viktoria hielt phasenweise dagegen, konnte dem strukturellen Druck des Tabellenführers aber auf Dauer nicht standhalten; Tasmania blieb geduldig, kontrollierte die Räume und zog nach der Pause mit der abgeklärten Routine einer Spitzenmannschaft davon. Mit nun 55 Punkten bleibt das Team von Pardis Fardjad-Azad einen Zähler vor Lichtenberg 47, während Viktoria mit zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 34:88 weiter abgeschlagen am Tabellenende steht.
Zuschauer: 69
Spielstätte: Stadion Lichterfelde KR2, Berlin
Schiedsrichter: Michael Bernowitz – Willem Smakman, Oliver Nitzsche
Tore: 0:1 (36.) Labbouz; 0:2 (75.) Amamoo; 0:3 (87.) Mensah
Mannschaftsaufstellungen:
FC Viktoria 1889 Berlin: Pohlmann, Derin, Lolovic, Labroussis, Liepelt, Nassri (61. Soueidan), Tchadjei, Bekdemir, Lubert, Stojanovic (85. Ntoumani), Igbinigie (66. Dalal)
SV Tasmania Berlin: Mika, Labbouz, Yayla (80. Baak), Yajima, Cruz Magalhaes (80. Ulrich), Amamoo (85. Bokake-Befonga), Baca, Mensah, Beyreuther, Danko (80. Günay), Ajala-Alexis (57. Kaiser)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lubert, Soueidan (FC Viktoria 1889 Berlin) – Ajala-Alexis (SV Tasmania Berlin)
TSG Neustrelitz – FC Anker Wismar 1:0 (0:0)
Die TSG Neustrelitz hat im Parkstadion vor 293 Zuschauern einen dieser Siege eingefahren, die in einer Saison mehr wiegen können als ihr nüchterner Zahlenwert: Nach einer lange torlosen, hart umkämpften Partie gegen den FC Anker Wismar entschied Luis Inderwisch die Begegnung in der vierten Minute der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 1:0. Bis dahin hatte sich Wismar mit robuster Defensivarbeit und wachsender Zweikampfschärfe gegen den Neustrelitzer Druck gestemmt, musste nach mehreren Verwarnungen in der Schlussphase aber doch noch den bitteren späten Gegenschlag hinnehmen. Für die TSG bedeutet der Erfolg die Festigung des dritten Tabellenplatzes mit nun 46 Punkten; Anker Wismar bleibt mit 34 Zählern im Mittelfeld, aber ohne den erhofften Befreiungsschlag.
Zuschauer: 293
Spielstätte: Parkstadion, Neustrelitz
Schiedsrichter: Willem Smakman – Till Greve, Erik Wöllner
Tore: 1:0 (90.+4) Inderwisch
Mannschaftsaufstellungen:
TSG Neustrelitz: Höftmann, Härtel (78. Sfishta), Guth, Höfer (66. Kmetjuks), Müller (82. Akogo), Gäbel, Ziegler, Schreiber (66. Kruse), Bastin, Frühauf (66. Röth), Inderwisch
FC Anker Wismar: Kurth, Birkholz, Rode, John, Meyer (56. Jahnke), Kodanek, Billep, Breier, Schmitt, Hauer (77. Martin), Pataman
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Frühauf, Röth (TSG Neustrelitz) – Birkholz, John, Billep (FC Anker Wismar)
SV Lichtenberg 47 – S.D. Croatia Berlin 3:1 (1:0)
Der SV Lichtenberg 47 hielt dem Druck im Meisterschaftsrennen stand und besiegte S.D. Croatia Berlin in der HOWOGE-Arena »Hans Zoschke« vor 478 Zuschauern mit 3:1. Sebastian Reiniger brachte die Gastgeber kurz vor der Pause in der 43. Minute in Führung, doch Muhammed Berrak Akova sorgte nur drei Minuten nach Wiederbeginn für den Ausgleich und damit kurzzeitig für ein spürbares Flackern im Lichtenberger Spiel. Die Antwort fiel jedoch wuchtig aus: John Gruber traf in der 63. und 64. Minute binnen kürzester Zeit doppelt und riss die Partie damit aus der Schwebe. Lichtenberg bleibt mit 54 Punkten Tabellenzweiter und nur einen Schritt hinter Tasmania, während Croatia mit 19 Punkten weiter tief im Tabellenkeller festhängt. Bemerkenswert: Die Begegnung kam ohne eine einzige Verwarnung aus.
Zuschauer: 478
Spielstätte: HOWOGE-Arena »Hans Zoschke« NR1, Berlin
Schiedsrichter: Hannes Stein – Leander Dietz, Jette Wolf
Tore: 1:0 (43.) Reiniger; 1:1 (48.) Akova; 2:1 (63.) Gruber; 3:1 (64.) Gruber
Mannschaftsaufstellungen:
SV Lichtenberg 47: Zunker, Reiniger (75. Graf), Millgramm (86. Dyckhoff), Storm (75. Ceesay), Gawe, Gruber, Graupner, Goerlitz, Owczarek, Zekir Oglou (62. Becker), Krüger
S.D. Croatia Berlin: Kühn, Abu Hamid, Sari, Pelivan, Akinsete, Brecht (28. Zghal), Jagnjic, Schultze (81. Okezie-Andicene), Akova (72. Basaran/81. Meki), Kristo (72. Rehberg), Kenfack
Besondere Vorkommnisse: Keine Karten verzeichnet
SG Union Klosterfelde – F.C. Hansa Rostock II 1:3 (0:1)
F.C. Hansa Rostock II setzte auf dem Sportplatz an der Mühlenstraße in Wandlitz vor 392 Zuschauern ein deutliches Zeichen in der oberen Tabellenhälfte und gewann bei Union Klosterfelde mit 3:1. Maximilian Heiden brachte die Gäste in der 38. Minute in Führung, Leon Walter glich für Klosterfelde kurz nach der Pause in der 53. Minute aus, doch die Antwort der Rostocker Reserve kam fast im Gegenzug: Bennett Peters stellte in der 55. Minute auf 1:2, ehe Felikss Sprogis in der 67. Minute den Auswärtssieg absicherte. Für Klosterfelde war es ein empfindlicher Dämpfer im Kampf um die Plätze hinter dem Spitzentrio; Hansa II schloss mit nun 42 Punkten zur Gruppe um Klosterfelde und Mahlsdorf auf und unterstrich, dass die Nachwuchsmannschaft des FCH in dieser Saison mehr ist als ein unbequemer Begleiter.
Zuschauer: 392
Spielstätte: Sportplatz an der Mühlenstraße, Wandlitz
Schiedsrichter: Cedric de Parade – Christopher Gaunitz, Franz Bernhardt
Tore: 0:1 (38.) Heiden; 1:1 (53.) Walter; 1:2 (55.) Peters; 1:3 (67.) Sprogis
Mannschaftsaufstellungen:
SG Union Klosterfelde: Schubert, Kanther, Durmishi, Brando, Sobek (74. Kühn), Walter, Gustavus, Boritzki (64. Weber), Heinrich, Gildenberg, Kroh (20. Schölzke)
F.C. Hansa Rostock II: Hagemoser, Heiden (88. Kozelnik), Bauer, Bölter, Kelm (88. Schulz), Venohr, Hahnel, Reichardt, Peters (77. Sauer), Brzozowski (62. Sprogis), Falk
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kanther (SG Union Klosterfelde) – Hagemoser (F.C. Hansa Rostock II)
Berliner AK 07 – FSV Optik Rathenow 1:2 (0:0)
Optik Rathenow hat im Poststadion vor 114 Zuschauern einen wichtigen Auswärtssieg gelandet und den Berliner AK im direkten Tabellenumfeld mit 2:1 bezwungen. Nach einer torlosen ersten Hälfte wurde Yohji Irvan Koré zum Mann des Nachmittags: Der Rathenower Angreifer traf in der 61. Minute zum 0:1 und legte in der 85. Minute das 0:2 nach. Efe Önal brachte den BAK in der 89. Minute zwar noch einmal heran, doch der späte Anschlusstreffer blieb ohne weiteren Ertrag. Während Rathenow mit 30 Punkten auf Rang elf Luft nach unten gewinnt, bleibt der BAK mit 29 Zählern unmittelbar dahinter und muss vor allem seine Disziplin hinterfragen: Vier Gelbe Karten standen auf Berliner Seite zu Buche, Rathenow kam ohne Verwarnung durch die Partie.
Zuschauer: 114
Spielstätte: Poststadion Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Florian Markhoff – Till Greve, Andy Schmidt
Tore: 0:1 (61.) Koré; 0:2 (85.) Koré; 1:2 (89.) Önal
Mannschaftsaufstellungen:
Berliner AK 07: Amorin, Völker, Gomes Pereira, Beyazit, Önal, Lubaki (46. Hot), Mawd (61. Pastor), Geue (81. Abdul-Hamid), Wardau, Celik (61. Chen), Hecht (70. Yildirim)
FSV Optik Rathenow: Hawwary, Reichenbach, Solak, Aktürk (85. Bateman), Vicente (75. Onu), Aranda Aedo, Zdep, Koré, Gerlach, Hinze, Donner (65. Keles)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Völker, Lubaki, Mawd, Pastor (Berliner AK 07)
SG Dynamo Schwerin – BSV Eintracht Mahlsdorf 0:1 (0:0)
Der BSV Eintracht Mahlsdorf nahm aus Schwerin drei wertvolle Punkte mit und gewann vor 195 Zuschauern auf Rasenplatz 1 knapp mit 1:0. In einer lange ausgeglichenen Begegnung, in der beide Mannschaften um Zugriff im Zentrum und um klare Abschlusssituationen rangen, erzielte Nils Stettin in der 65. Minute den einzigen Treffer des Tages. Mahlsdorf verwaltete den Vorsprung anschließend mit der nötigen Ruhe und rückte mit nun 42 Punkten weiter in die stabile Spitzengruppe hinter Neustrelitz. Für Dynamo Schwerin dagegen blieb der Nachmittag ohne zählbaren Ertrag; mit 27 Punkten und nur geringem Abstand zur unteren Tabellenzone bleibt die Mannschaft weiter unter Druck. Schiedsrichter Tobias Behm verteilte je eine Gelbe Karte pro Team.
Zuschauer: 195
Spielstätte: Rasenplatz 1, Schwerin
Schiedsrichter: Tobias Behm – Marcel Riemer, Daniel Läser
Tore: 0:1 (65.) Stettin
Mannschaftsaufstellungen:
SG Dynamo Schwerin: Bergtholdt, Schilling, Kostik (65. Klingberg), Dei, Camkins (65. Khlan), Mohammadi (65. Reit), Wienke, Kazacoks, Runge, Almansori, Osse (75. Eyenga Lokilo)
BSV Eintracht Mahlsdorf: Büchel, Wagner, Köster, Stettin (82. Schade), Noack (90.+2 Quiring), Mätzke (76. El-Ahmar), Behrend, Rupp, Cvjetinovic, Worm, Hounsa (46. Reichstein)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kazacoks (SG Dynamo Schwerin) – Köster (BSV Eintracht Mahlsdorf)
Tennis Borussia Berlin – SV Siedenbollentin 1:1 (1:1)
Tennis Borussia Berlin und der SV Siedenbollentin trennten sich im Stadion Wilmersdorf vor 213 Zuschauern mit 1:1 und lieferten damit eine Partie, deren entscheidende Szenen bereits vor der Pause lagen. Die Gäste erwischten den besseren Start: Jakub Jan Klimko brachte Siedenbollentin in der 11. Minute mit 1:0 in Führung und zwang TeBe früh dazu, aus der Ordnung heraus mehr Risiko zu suchen. Die Berliner fanden nach gut einer halben Stunde die passende Antwort, als Mohammad Fahim Moradi in der 33. Minute zum 1:1 ausglich. Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zwar offen, doch weder Tennis Borussia noch Siedenbollentin gelang es, aus den Wechseln und Standardsituationen den entscheidenden zweiten Treffer zu formen. Für Siedenbollentin reicht der Punkt, um mit 37 Zählern Rang sieben vor dem punktgleichen TUS Makkabi Berlin zu behaupten; Tennis Borussia bleibt mit 28 Punkten auf Platz 13 und wahrt einen knappen Vorsprung auf Dynamo Schwerin. Schiedsrichter Florian Thomas zeigte insgesamt drei Gelbe Karten, zwei gegen TeBe und eine gegen Siedenbollentin.
Zuschauer: 213
Spielstätte: Stadion Wilmersdorf NR1, Berlin
Schiedsrichter: Florian Thomas – Tim Haubenschild, Jakob Reiche
Tore: 0:1 (11.) Klimko; 1:1 (33.) Moradi
Mannschaftsaufstellungen:
Tennis Borussia Berlin: Bangsow, Klawa, Ceesay, Yazdan Pourfard, Gencel, Jobe (85. Balsüzen), Kastrati, Kolobaric, Frölich, Martens, Moradi (85. Kummerow)
SV Siedenbollentin: Krause, Hartig, Kortüm, Eidtner, Knechtel, Klimko, Möller (65. Müller), Tiede, Ladwig, Keil, Kliefoth
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kastrati, Martens (Tennis Borussia Berlin) – Hartig (SV Siedenbollentin)
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SÜD: Krieschows Fünf-Tore-Orkan erschüttert Halberstadt – RSV bleibt vorn, Freital hält Anschluss
Der 25. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd brachte im Aufstiegsrennen keine tektonische Verschiebung an der Spitze, wohl aber deutliche Signale: Tabellenführer RSV Eintracht 1949 löste seine Auswärtsaufgabe in Wernigerode mit der Reife eines Titelkandidaten und behauptete mit 57 Punkten die Führung vor dem SC Freital, der beim Schlusslicht Heiligenstadt zwar wackelte, aber mit 2:1 gewann und bei 53 Zählern bleibt. Dahinter nutzte der VFC Plauen den knappen Heimsieg gegen Halle, um mit 47 Punkten auf Rang drei vorzurücken, während Germania Halberstadt nach einem dramatischen Einbruch in Krieschow und einer 1:5-Niederlage auf Platz vier zurückfiel. Im Tabellenkeller verschärfte sich die Lage für Heiligenstadt, Grimma und Stendal nur bedingt: Grimma verlor ein wildes Sieben-Tore-Spiel in Glauchau, Stendal holte gegen Bischofswerda immerhin einen Punkt, während Rudolstadt mit einem klaren 4:0 gegen Bautzen Luft nach unten gewann.
VFC Plauen – VfL Halle 96 1:0 (1:0)
Im Vogtlandstadion genügte dem VFC Plauen vor 510 Zuschauern ein früher, konsequent verteidigter Wirkungstreffer, um im oberen Tabellendrittel den nächsten wichtigen Schritt zu setzen. Tyron Profis brachte die Mannschaft von Norman Zschach in der 22. Minute mit 1:0 in Führung, und dieser Treffer blieb trotz fünfminütiger Nachspielzeit im zweiten Durchgang der einzige der Partie. Halle, das als Tabellensechster mit viel Offensivpotenzial angereist war, fand gegen die stabile Plauener Ordnung keinen entscheidenden Durchbruch; stattdessen blieb die Begegnung von der Spannung eines knappen Ergebnisses geprägt, ohne dass die Gäste Zählbares erzwingen konnten. Schiedsrichter André Blank zeigte auf Hallenser Seite Gelb gegen Albert Arzumanian in der 88. Minute und Ludwig Bölke in der dritten Minute der Nachspielzeit, während Plauen ohne Verwarnung blieb. Durch den Heimerfolg steht der VFC nun bei 47 Punkten und zog an Germania Halberstadt vorbei auf Rang drei.
Zuschauer: 510
Spielstätte: Vogtlandstadion Hauptstadion, Plauen
Schiedsrichter: André Blank – Tarik El-Hallag, Patrick Runknagel
Tore: 1:0 (22.) Profis
Mannschaftsaufstellungen:
VFC Plauen: Pischon, Tavares Ganime, Haake (87. Träger), Tanriver, Martynets, Winter (59. Hussain), Michalek, Sponer (76. Wagner), De Moura Beal, Schubert (76. Limmer), Profis (76. Plank)
VfL Halle 96: Stark, Hüttig, Arzumanian, Jagupov, Bölke, Pessel, Lubsch, Emmerich (76. Rayko), Marks, Oikonomidis, Haese
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Arzumanian, Bölke (VfL Halle 96)
FC Einheit Rudolstadt – FSV Budissa Bautzen 4:0 (2:0)
Rudolstadt setzte im Städtischen Stadion vor 115 Zuschauern ein klares Zeichen im Abstiegskampf und entschied die Begegnung mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit bereits früh in die gewünschte Richtung. Rudolstadt kletterte mit nun 28 Punkten weiter aus der unmittelbaren Gefahrenzone, während Bautzen mit 34 Zählern im gesicherten Mittelfeld verharrt.
Zuschauer: 115
Spielstätte: Städtisches Stadion Rudolstadt, Rudolstadt
Schiedsrichter: Max Göldner – Tobias Starost, Fabian Lubomierski
Tore: 1:0 (2.) k.A.; 2:0 (36.) k.A.; 3:0 (53.) k.A.; 4:0 (80.) k.A.
Mannschaftsaufstellungen:
FC Einheit Rudolstadt: k.A.
FSV Budissa Bautzen: Herrmann, Schröder, Rohlik, Zech, Schäller (46. Hanisch), Böhme (46. Müller), Hennig, Gerhardi, Hentsch (61. Orosz), Cellarius (46. Rohlik), Käppler
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: 2 x Rudolstadt – Gerhardi, Hentsch, Cellarius, Hanisch (Bautzen); Gelb-Rote Karten: 1 x Rudolstadt, Hanisch (Bautzen)
1. SC 1911 Heiligenstadt – SC Freital 1:2 (0:2)
Der SC Freital erledigte seine Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten, musste im Gesundbrunnenstadion vor 380 Zuschauern jedoch nach einer scheinbar beruhigenden ersten Hälfte noch einmal Widerstandskraft beweisen. Sandro Schulze brachte den Tabellenzweiten bereits in der 7. Minute in Führung, Bruno Schiemann erhöhte in der 36. Minute auf 0:2 und gab Freital zur Pause eine klare Ausgangslage. Heiligenstadt, dessen Lage am Tabellenende mit 16 Punkten weiter prekär bleibt, fand nach dem Seitenwechsel dennoch zurück in die Begegnung: Moritz Ruprecht verkürzte in der 63. Minute auf 1:2 und brachte damit neue Spannung in eine Partie, die Freital bis dahin kontrolliert hatte. In der Schlussphase wurde es zusätzlich ruppiger, Abdoul Aziz Dioum sah nach seiner Verwarnung in der 53. Minute in der 88. Minute Gelb-Rot, Ruprecht wurde in der 90. Minute ebenfalls verwarnt. Freital überstand die sechsminütige Nachspielzeit und hielt mit nun 53 Punkten den Druck auf Spitzenreiter RSV Eintracht aufrecht.
Zuschauer: 380
Spielstätte: Gesundbrunnenstadion, Heilbad Heiligenstadt
Schiedsrichter: Albert Lehmann – Luis Paul, Andreas Pak
Tore: 0:1 (7.) Schulze; 0:2 (36.) Schiemann; 1:2 (63.) Ruprecht
Mannschaftsaufstellungen:
1. SC 1911 Heiligenstadt: Stankovic, Wolanski (79. Gümpel), Abdoul Aziz, Göbel (79. Wilhelm), Stashenko, Schnellhardt, Ruprecht, Voilenko, Gorges, Fiedler (46. Vogt), Bako
SC Freital: Hartmann, Heidler (85. Wermann), Häfner (65. Fluß), Michael, Schulze (65. Frenzel), Schiemann (65. Wessely), Tänzer, Ranninger (78. Böcker), Menz, Horschig, Von Brezinski
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Abdoul Aziz, Ruprecht, Fiedler, Wilhelm (Heiligenstadt) – Michael, Fluß (Freital); Gelb-Rote Karte: Abdoul Aziz (Heiligenstadt)
1. FC Lok Stendal – Bischofswerdaer FV 08 2:2 (1:1)
Im Stadion am Hölzchen entwickelte sich vor 239 Zuschauern ein für den Tabellenkeller bedeutsames Duell, das Stendal trotz später Führung nicht über die Ziellinie brachte. Johann Weiß traf in der 10. Minute zum 0:1 für Bischofswerda und gab den Gästen früh die Richtung vor, doch Philipp-Maik Witte antwortete in der 28. Minute mit dem 1:1. Nach der Pause blieb die Begegnung lange offen, ehe der eingewechselte Felix Kaschlaw in der 81. Minute das 2:1 für Stendal erzielte und die Hoffnung auf einen dringend benötigten Heimsieg entfachte. Diese Hoffnung hielt jedoch nur fünf Minuten: Florian Baudisch, ebenfalls von der Bank gekommen, traf in der 86. Minute zum 2:2-Endstand. Bischofswerda nahm damit einen wertvollen Auswärtspunkt mit, während Stendal bei 20 Punkten bleibt und den Abstand auf die untere Tabellenregion nicht entscheidend vergrößern konnte. Die Partie verlief disziplinarisch vergleichsweise kontrolliert; nur Bischofswerdas Johann Weiß sah in der 78. Minute Gelb.
Zuschauer: 239
Spielstätte: Stadion am Hölzchen, Stendal
Schiedsrichter: Jason Poser – Horst Bachmann, Jan Vogt
Tore: 0:1 (10.) Weiß; 1:1 (28.) Witte; 2:1 (81.) Kaschlaw; 2:2 (86.) Baudisch
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Lok Stendal: Poser, Masuth, Grigo (70. Kaschlaw), Buschke (27. Knoblich), Schulze, Witte, Mahrhold, Schleicher, Kohl, Tovkach, Scheffler
Bischofswerdaer FV 08: Kiefer, Scharfe, Dolla (66. Krause), Weiß (85. Baudisch), Fromm, Sobe (66. Reh), Scholze, Hofmann, Stopp, Hecker (66. Bürger), Born
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Weiß (Bischofswerdaer FV 08)
VfB Empor Glauchau – FC Grimma 4:3 (3:2)
Im Sportpark Meeraner Straße lieferten Glauchau und Grimma vor 65 Zuschauern eines jener Spiele, in denen die Ergebnistafel kaum zur Ruhe kommt und jede defensive Unsauberkeit sofort nachhallt. Luis Werrmann brachte Empor in der 16. Minute mit 1:0 in Führung, Alexander Vogel glich in der 24. Minute aus. Dario Tomoski stellte in der 28. Minute auf 2:1, doch Jan Hübner antwortete in der 39. Minute mit dem 2:2, bevor Werrmann kurz vor der Pause in der 45. Minute erneut zuschlug und Glauchau mit 3:2 in die Kabine schickte. Nach dem Seitenwechsel baute Tomoski die Führung in der 59. Minute auf 4:2 aus; Grimma kam durch Valentin Seidl in der 81. Minute noch einmal auf 4:3 heran, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Neben sieben Toren prägten acht Gelbe Karten die intensive Begegnung: Glauchau wurde dreimal verwarnt, Grimma fünfmal. Für den Tabellenneunten Glauchau bedeutete der Erfolg den Sprung auf 30 Punkte, während Grimma mit 19 Zählern weiter tief im Tabellenkeller steckt.
Zuschauer: 65
Spielstätte: Sportpark Meeraner Str., Glauchau
Schiedsrichter: Christian Schlömann – Philipp Schubert, Rico Teichmann
Tore: 1:0 (16.) Werrmann; 1:1 (24.) Vogel; 2:1 (28.) Tomoski; 2:2 (39.) Hübner; 3:2 (45.) Werrmann; 4:2 (59.) Tomoski; 4:3 (81.) Seidl
Mannschaftsaufstellungen:
VfB Empor Glauchau: Ebersbach, Bernert, Hähnel, Albustin, Knoll (56. Anger), Werrmann, Sovago (90.+1 Schädel), Ullmann, Tomoski (90.+1 Mende), Rühling (69. Bernhardt), Sieber
FC Grimma: Cap, Mattheus (81. Markus), Janz, Pistol, Tröger (68. Werner), Rieger (68. Seidl), Vogel, Spreitzer (84. Nitschke), Hübner, Ziffert, Bartsch
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Hähnel, Rühling, Sieber (Glauchau) – Mattheus, Pistol, Rieger, Hübner, Ziffert (Grimma)
FC Einheit Wernigerode – RSV Eintracht 1949 1:3 (0:2)
Der RSV Eintracht 1949 bestätigte im Mannsberg-Stadion vor 227 Zuschauern seine Tabellenführung mit einer abgeklärten Auswärtsleistung. Saheed Mustapha traf in der 18. Minute zum 0:1, Dominik Kruska erhöhte in der 32. Minute auf 0:2 und sorgte dafür, dass der Spitzenreiter bereits zur Halbzeit die Partie fest im Griff hatte. Matthias Steinborn legte in der 52. Minute das 0:3 nach, womit der RSV seine Effizienz und seine Reife in den entscheidenden Zonen unterstrich. Wernigerode betrieb durch Gregor Schlichting in der 82. Minute Ergebniskosmetik, mehr ließ der Tabellenführer jedoch nicht zu. Beide Teams sahen jeweils drei Gelbe Karten, ohne dass die Partie aus der Kontrolle geriet. Der RSV steht nun bei 57 Punkten aus 24 Spielen und führt die Tabelle mit vier Zählern Vorsprung auf Freital an, während Wernigerode mit 26 Punkten weiter im unteren Mittelfeld um Stabilität kämpfen muss.
Zuschauer: 227
Spielstätte: Mannsberg-Stadion, Wernigerode
Schiedsrichter: Nils Schröter – Marko Wartmann, Matthias Lämmchen
Tore: 0:1 (18.) Mustapha; 0:2 (32.) Kruska; 0:3 (52.) Steinborn; 1:3 (82.) Schlichting
Mannschaftsaufstellungen:
FC Einheit Wernigerode: Lohse, Singbeil, Kuhnhold, Engelhardt (70. Liese), Radomski (63. Raeck), Farwig, Lisowski (63. Dörnte), Hess (78. Müller), Schlichting, Hunter, Pillich (78. Schmidt)
RSV Eintracht 1949: Brenn, Güllmeister, Samson, Hellwig, Göth, Plumpe (72. Jupolli), Kruska (90.+1 Seeger), Fron, Steinborn (90.+1 Yatkiner), Mustapha, Bilbija (72. Sommer)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kuhnhold, Schlichting, Raeck (Wernigerode) – Samson, Göth, Bilbija (RSV Eintracht 1949)
SG Union Sandersdorf – VfB Auerbach 06 0:1 (0:1)
Auerbach erkämpfte sich im Sport- und Freizeitzentrum Sandersdorf vor 63 Zuschauern einen knappen, aber tabellarisch wertvollen Auswärtssieg. Cedric Graf erzielte in der 45. Minute das einzige Tor des Tages und brachte den VfB unmittelbar vor dem Pausenpfiff in Führung. Sandersdorf bemühte sich nach dem Seitenwechsel um den Ausgleich, blieb aber gegen die kompakte Auerbacher Defensive ohne Torerfolg. Auffällig war die Kartenbilanz: Die Gastgeber sahen drei Gelbe Karten – Dennis Brunner in der 51., Julius Finn Mehnert in der 53. und Samyr Farkas in der 61. Minute –, während Auerbach ohne Verwarnung auskam. Mit dem Auswärtserfolg festigte der VfB Auerbach 06 Rang fünf und steht nun bei 43 Punkten, während Sandersdorf mit 26 Punkten weiter in einer Zone bleibt, in der jeder liegen gelassene Zähler die Abstiegsarithmetik unangenehm verschärfen kann.
Zuschauer: 63
Spielstätte: Sport- u. Freizeitzentrum, Sandersdorf
Schiedsrichter: Reinhard Meusel – Martin Falk, Tim Annemüller
Tore: 0:1 (45.) Graf
Mannschaftsaufstellungen:
SG Union Sandersdorf: Räthel, Schnabel, Sponholz, Farkas, Mehnert (61. Exner), Sauer (61. Walter), Brunner (72. Scheibe), Wonneberger (82. Jauck), Seifert, Choschnau (82. Koto'O Djouokou), Hamella
VfB Auerbach 06: Birke, Schardt, Birkner, Graf (64. Spranger), Hache, Kaiser (75. Cermus), Guzlajevs, Schmidt, Frohberg, Roscher (75. Voigt), Kadric (75. Brejcha)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Farkas, Mehnert, Brunner (SG Union Sandersdorf)
VfB 1921 Krieschow – VfB Germania Halberstadt 5:1 (0:1)
Das spektakulärste Ergebnis des Spieltages fiel im Sportpark Krieschow, wo die Gastgeber vor 216 Zuschauern nach einem Rückstand eine zweite Halbzeit von fast brutaler Konsequenz ablieferten. Germania Halberstadt geriet zunächst früh in Unterzahl, weil Joel-Paul Klaschka bereits in der 17. Minute die Rote Karte sah, ging aber dennoch durch Edhem Hujdurovic in der 38. Minute mit 0:1 in Führung. Nach der Pause kippte die Begegnung dann vollständig: Miguel Pereira Rodrigues glich in der 52. Minute aus, Paul Pahlow drehte das Spiel in der 71. Minute zum 2:1, und nur eine Minute später erhöhte Andy Hebler auf 3:1. Toby Michalski traf in der 78. Minute zum 4:1, bevor Hebler in der 80. Minute per Strafstoß den 5:1-Endstand herstellte. Krieschow verwandelte die numerische Überlegenheit nach dem Seitenwechsel in eine druckvolle, torhungrige Schlussoffensive, während Halberstadt nach dem Seitenwechsel auseinanderfiel und durch die Niederlage im Aufstiegsumfeld empfindlich an Boden verlor. Germania steht nun mit 46 Punkten nur noch auf Rang vier, Krieschow verbesserte sich mit 34 Punkten ins gesicherte Mittelfeld.
Zuschauer: 216
Spielstätte: Sportpark Krieschow, Hauptplatz, Kolkwitz
Schiedsrichter: Nicholas Köhler – Philipp Jacob, Benjamin Arnold
Tore: 0:1 (38.) Hujdurovic; 1:1 (52.) Pereira Rodrigues; 2:1 (71.) Pahlow; 3:1 (72.) Hebler; 4:1 (78.) Michalski; 5:1 (80.) Hebler
Mannschaftsaufstellungen:
VfB 1921 Krieschow: Siepert, Bittroff, Fuchs, Tesche (63. Hebler), Gerstmann (85. Grobstich), Felgenträger, Pereira Rodrigues (85. Krautz), Zurawsky, Grimm, Seibt (6. Michalski), Pahlow (85. Zizka)
VfB Germania Halberstadt: Guderitz, Heller, Hackethal, Grzega (76. Stobbe), Boateng (79. Huber), Hujdurovic (79. Kühnhardt), Rust, Zeidler (58. Heinrich), Arnold, Klaschka, Kuffner Sandri (76. Conrad)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Heller, Zeidler (VfB Germania Halberstadt); Rote Karte: Klaschka (VfB Germania Halberstadt)
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Redaktion: Holger Elias (NOFV) / Quellen: Spielberichte des NOFV
