Herren
NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 24. Spieltag
NORD: Tasmania nutzt Lichtenbergs Stolperer, Sparta zündet das Offensivfeuerwerk
Der 24. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord hat das Titelrennen weiter konturiert und zugleich im Tabellenkeller neue Spannungen erzeugt. Spitzenreiter Tasmania Berlin erledigte seine Pflichtaufgabe im Berliner Duell gegen TuS Makkabi souverän, während Verfolger SV Lichtenberg 47 in Rostock ins Leere lief und wertvollen Boden verlor. Dahinter hielt die TSG Neustrelitz mit einem Remis den Kontakt zur Spitzengruppe, Mahlsdorf und Hansa Rostock II untermauerten ihre Ambitionen im oberen Mittelfeld, und Sparta Lichtenberg setzte mit einem furiosen 5:1 das offensiv auffälligste Ausrufezeichen dieses Wochenendes.
S.D. Croatia Berlin – TSG Neustrelitz 2:2 (1:1)
Im Friedrich-Ebert-Stadion stemmte sich der abstiegsbedrohte Gastgeber mit bemerkenswerter Energie gegen den Favoriten aus Mecklenburg und verdiente sich vor 77 Zuschauern einen Punkt. Muhammed Berrak Akova brachte Croatia bereits in der 12. Minute in Führung, ehe Manuel Härtel kurz vor der Pause zum 1:1 ausglich (40.). Als Marius Schreiber die Gäste unmittelbar nach dem Seitenwechsel sogar nach vorn schob (50.), drohte die Partie endgültig in Richtung der TSG zu kippen, doch erneut Akova stellte mit seinem zweiten Treffer in der 57. Minute den Endstand her. Dass Croatia in einer intensiven Begegnung vier Gelbe Karten sammelte und Neustrelitz zweimal verwarnt wurde, unterstrich den kämpferischen Charakter eines Resultats, das für die Berliner im Abstiegskampf Hoffnung spendet, für Neustrelitz im Rennen um die Spitzenplätze jedoch eher wie ein gebremster Schritt wirkt.
Zuschauer: 77
Spielstätte: Friedrich-Ebert-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Oskar Lämpel – Oliver Seib, Paul Jursch
Tore: 1:0 (12.) Akova; 1:1 (40.) Härtel; 1:2 (50.) Schreiber; 2:2 (57.) Akova
Mannschaftsaufstellungen: S.D. Croatia Berlin: Kühn, Demir (72. Daskan), Abu Hamid (60. Brecht), Sari, Pelivan, Temel (90. Basaran), Akinsete, Meki (60. Kristo), Kenfack, Akova, Rehberg (72. Tchienguin Touko); TSG Neustrelitz: Höftmann, Härtel, Guth, Höfer (86. Kmetjuks), Müller (68. Akogo), Gäbel, Ziegler, Schreiber (68. Kruse), Bastin, Frühauf (68. Laribi), Inderwisch
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Demir, Abu Hamid, Rehberg, Kristo – Härtel, Ziegler
FSV Optik Rathenow – SG Union Klosterfelde 1:1 (0:0)
Im Stadion Vogelgesang verpasste Klosterfelde vor 192 Zuschauern einen wichtigen Auswärtssieg im Verfolgerfeld. Nach torloser erster Hälfte nutzte Michel Sobek in der 48. Minute die erste entscheidende Szene der zweiten Halbzeit zur Gästeführung, doch Rathenow blieb im Spiel und kam in der 71. Minute durch Luka Zdep per Strafstoß zum 1:1. Die Partie bewegte sich insgesamt auf schmalem Grat, ohne aus dem Rahmen zu kippen; jeweils nur eine Gelbe Karte auf beiden Seiten spricht für eine kontrollierte, wenn auch umkämpfte Auseinandersetzung. Für Union ist dieses Remis gemessen an der Tabellennähe zu den vorderen Rängen ein kleiner Dämpfer, Rathenow wiederum sammelt im unteren Mittelfeld einen Punkt, der in der Endabrechnung noch Gewicht bekommen kann.
Zuschauer: 192
Spielstätte: Stadion Vogelgesang, Stadion, Rathenow
Schiedsrichter: Sven Schröder – Johann Schwarz, Florian Alexander Meer
Tore: 0:1 (48.) Sobek; 1:1 (71.) Zdep
Mannschaftsaufstellungen: FSV Optik Rathenow: Hawwary, Reichenbach, Solak (59. Keles), Onu (59. Zdep), Aktürk, Aranda Aedo, Phong, Koré (74. Bateman), Gerlach, Hinze, Donner (59. Vicente); SG Union Klosterfelde: Schubert, Kanther, Durmishi, Brando, Sobek, Mücke (70. Berg), Gustavus, Kühn (61. Weber), Heinrich, Gildenberg (85. Markhoff), Kroh
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Phong – Weber
F.C. Hansa Rostock II – SV Lichtenberg 47 1:0 (1:0)
Der Tabellenzweite aus Berlin kassierte im Rostocker Volksstadion einen empfindlichen Rückschlag. Schon in der 6. Minute köpfte beziehungsweise verwertete Till Kozelnik die frühe Führung für die Hansa-Reserve, die diesen Vorsprung vor 210 Zuschauern mit disziplinierter Defensivarbeit über die gesamte Spielzeit trug. Lichtenberg fand keinen Weg, die Partie noch einmal aufzubrechen, obwohl die Gäste personell nachsteuerten; am Ende blieben nur zwei Gelbe Karten und die ernüchternde Erkenntnis, dass die Offensivabteilung an diesem Nachmittag stumpf blieb. Für Hansa II ist der Heimsieg ein klares Signal in Richtung oberes Tabellenmittelfeld, für Lichtenberg dagegen ein Rückschlag im direkten Schatten des Spitzenreiters.
Zuschauer: 210
Spielstätte: Volksstadion, Rostock
Schiedsrichter: Andy Stolz – Daniel Läser, Philip Kublank
Tore: 1:0 (6.) Kozelnik
Mannschaftsaufstellungen: F.C. Hansa Rostock II: Maurer, Heiden (81. Schulz), Bauer, Kozelnik, Bölter, Kelm (90.+2 Krebs), Venohr, Sauer (67. Peters), Hahnel, Brzozowski (46. Rosenberg), Falk; SV Lichtenberg 47: Zunker, Becker (81. Storm), Reiniger, Millgramm (75. Grießig), Gawe, Gruber, Graupner, Goerlitz, Owczarek, Zekir Oglou (69. Graf), Krüger
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Peters – Goerlitz, Millgramm
FC Anker Wismar – FC Viktoria 1889 Berlin 3:1 (0:1)
Diese Begegnung vollzog einen markanten Stimmungsumschwung. Viktoria startete im Stadionkomplex Wismar mutig und ging durch Aboudoul Rachid Tchadjei bereits in der 11. Minute in Führung, verteidigte den Vorsprung zunächst leidenschaftlich und durfte bis weit in die zweite Hälfte auf etwas Zählbares hoffen. Dann jedoch brach die Partie binnen weniger Minuten auf: Florian Miftari sah nach seiner Verwarnung aus der 44. Minute in der 57. Minute Gelb-Rot, und in Überzahl drehte Anker die Begegnung durch Pascal Breier (70.), Danilo John (75.) und Max Hauer (83.) noch klar. Vor 117 Zuschauern zeigte sich damit die alte Härte des Abstiegskampfes: Viktoria verlor nicht nur das Resultat, sondern durch den Platzverweis auch die strukturelle Ordnung; Wismar hingegen bewies Geduld und Konsequenz.
Zuschauer: 117
Spielstätte: Stadionkomplex Stadion, Wismar
Schiedsrichter: Jonas Marx – Daniel Läser, Marcel Riemer
Tore: 0:1 (11.) Tchadjei; 1:1 (70.) Breier; 2:1 (75.) John; 3:1 (83.) Hauer
Mannschaftsaufstellungen: FC Anker Wismar: Kurth, Birkholz (66. John), Wallenta (29. Billep), Meyer (84. Martin), Esdorf, Kodanek, Billep, Jahnke (66. Hauer), Hurtig, Breier, Schmitt (29. Rode); FC Viktoria 1889 Berlin: Pohlmann, Derin (90.+2 Aykut), Miftari, Labroussis (84. Xiao), Liepelt (90.+2 Ntoumani), Tchadjei (90.+2 Soueidan), Bekdemir, Balde (55. Dalal), Wittek, Lolovic, Stojanovic
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Birkholz, Schmitt – Miftari; Gelb-Rote Karte: Miftari
SV Tasmania Berlin – TuS Makkabi Berlin 3:0 (0:0)
Der Tabellenführer brauchte im W.-Seelenb.-Sportpark eine Halbzeit, um in den Rhythmus zu finden, setzte sich nach dem Seitenwechsel dann aber mit der Autorität eines Aufstiegskandidaten durch. Nathaniel Amartei Amamoo brach in der 59. Minute den Widerstand Makkabis, Shean Mensah legte in der 68. Minute nach, und Jeanpaul Uzuamaka Ajala-Alexis beseitigte mit dem 3:0 in der 78. Minute die letzten Zweifel. Vor 136 Zuschauern war auffällig, wie sehr Makkabi im zweiten Durchgang den Zugriff verlor und zudem mit sechs Gelben Karten den eigenen Frust dokumentierte. Tasmania dagegen spielte den Vorsprung sachlich und abgeklärt herunter und untermauerte damit seine Stellung an der Spitze auf nachdrückliche Weise.
Zuschauer: 136
Spielstätte: W.-Seelenb.-Sportpark NR1, Berlin
Schiedsrichter: Lukas Eichenberg – Erik Keves, Danny Gerth
Tore: 1:0 (59.) Amamoo; 2:0 (68.) Mensah; 3:0 (78.) Ajala-Alexis
Mannschaftsaufstellungen: SV Tasmania Berlin: Mika, Baca, Labbouz (46. Yayla), Yajima, Beyreuther, Cruz Magalhaes, Danko (81. Bokake-Befonga), Amamoo (81. Jakob), Ajala-Alexis (81. Ulrich), Mensah (85. Kaiser), Häußler; TUS Makkabi Berlin: Salihovic, Özkaya (79. Siakam), Matkovic, Koomson, Ziemann, Sahin (68. Diallo), Conteh, Bruck, Körber, Soumah, Sakhno (79. Reißner)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Baca, Mensah – Özkaya, Matkovic, Bruck, Körber, Soumah, Sakhno
SV Sparta Lichtenberg 1911 – Tennis Borussia Berlin 5:1 (2:0)
Sparta lieferte auf dem Paul-Kalkbrenner-Sportfeld die spektakulärste Offensivvorstellung des Spieltags ab. Schon nach zwei Minuten eröffnete Etienne Nikol den Torreigen, Viktor Sizov erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 (42.). Nach dem Seitenwechsel brach TeBe dann förmlich auseinander: Noch einmal Nikol (54.) sowie zweimal Nikolas Meyer (69., 72.) schraubten das Ergebnis auf 5:0, ehe Ebrima Jobe in der 90. Minute zumindest den Ehrentreffer für die Gäste markierte. Vor 325 Zuschauern zeigte Sparta eine bemerkenswerte Durchschlagskraft und ließ kaum Zweifel daran, weshalb die Mannschaft im Berliner Mittelfeld zu den offensiv auffälligeren Formationen zählt; Tennis Borussia dagegen musste einen weiteren Rückschlag im Kampf um Stabilität hinnehmen.
Zuschauer: 325
Spielstätte: Paul-Kalkbrenner-Sportfeld KR1, Berlin
Schiedsrichter: Nicholas Köhler – Philipp Jacob, Benjamin Arnold
Tore: 1:0 (2.) Nikol; 2:0 (42.) Sizov; 3:0 (54.) Nikol; 4:0 (69.) Meyer; 5:0 (72.) Meyer; 5:1 (90.) Jobe
Mannschaftsaufstellungen: SV Sparta Lichtenberg 1911: Brändicke, Noack (58. Okojie Enatoh), Nikol (74. Thomala), Meyer (74. Hänsch), Toktumur, Trojanovic, Dujkovic (74. Gampe), Tonk (80. Polster), Schnur, Gashi, Sizov; Tennis Borussia Berlin: Bangsow, Klawa (63. Salihovic), Ceesay (74. Roßbach), Yazdan Pourfard, Gencel, Isik (26. Iraki), Jobe, Kolobaric, Dethlefs, Frölich, Martens (74. Kummerow)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Noack – Martens
SV Siedenbollentin – SG Dynamo Schwerin 3:1 (2:0)
In Siedenbollentin entwickelte sich vor 215 Zuschauern eine ruppige, von Karten und Unterbrechungen geprägte Partie. Tom Kliefoth brachte die Gastgeber früh in Führung (8.), Daniel Eidtner legte in der 28. Minute das 2:0 nach. Schwerin geriet zusätzlich in Unterzahl, weil Dominik Limprecht bereits in der 27. Minute Rot sah, hielt aber dennoch über weite Strecken dagegen und verkürzte durch Bradley Jean-Claude Eyenga Lokilo per Strafstoß auf 2:1 (63.). Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit beseitigte Ande-Finjas Müller mit dem 3:1 die letzten Zweifel. Sieben Gelbe Karten für Siedenbollentin, sechs Verwarnungen für Schwerin und dazu der Platzverweis spiegeln eine Begegnung wider, die eher über Robustheit als über Eleganz definiert war.
Zuschauer: 215
Spielstätte: Fritz Reuter Sportpark, Siedenbollentin
Schiedsrichter: Ole Donner – Tom Kahl, Borwin Julius Adler
Tore: 1:0 (8.) Kliefoth; 2:0 (28.) Eidtner; 2:1 (63.) Eyenga Lokilo; 3:1 (90.+7) Müller
Mannschaftsaufstellungen: SV Siedenbollentin: Krause, Hartig, Kortüm, Eidtner, Knechtel, Klimko, Möller (70. Müller), Tiede, Ladwig, Keil, Kliefoth (82. Harsch); SG Dynamo Schwerin: Suaib, Limprecht, Schilling, Khlan (57. Kostik), Dei, Mohammadi (57. Eyenga Lokilo), Reit (57. Camkins), Wienke, Kazacoks (80. Akindele), Almansori, Osse (46. Tarnow)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Hartig, Eidtner, Knechtel, Klimko, Möller, Tiede, Kliefoth – Osse, Kazacoks, Almansori, Klingberg, Camkins, Akindele; Rote Karte: Limprecht
BSV Eintracht Mahlsdorf – Berliner AK 07 2:0 (1:0)
Mahlsdorf erledigte seine Aufgabe gegen den Berliner AK mit jener nüchternen Effizienz, die im Endspurt einer Saison oft besonders wertvoll ist. Anthony Worm traf am Rosenhag unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff zur Führung (45.), ehe Nils Stettin in der 84. Minute per Strafstoß alles klarmachte. Vor 78 Zuschauern ließ die Mannschaft von Karsten Heine vergleichsweise wenig zu und kontrollierte die Begegnung, ohne dabei großen Glanz entfalten zu müssen. Für Mahlsdorf bedeutet dieser Erfolg, den Kontakt zu den oberen Tabellenregionen zu halten; der BAK wiederum bleibt in einer Zone gefangen, in der jeder verpasste Punktgewinn die Perspektive weiter eintrübt.
Zuschauer: 78
Spielstätte: Am Rosenhag NR, Berlin
Schiedsrichter: Valentin Vogel – Hannes Hermann, Tobias Grzelka
Tore: 1:0 (45.) Worm; 2:0 (84.) Stettin
Mannschaftsaufstellungen: BSV Eintracht Mahlsdorf: Obst, Wagner, Benkert, Scholz (26. Quiring), Stettin, Noack, Mätzke (83. El-Ahmar), Reichstein (67. Hounsa), Behrend, Rupp, Worm; Berliner AK 07: Amorin, Völker, Gomes Pereira, Önal, Lubaki, Yildirim (72. Chen), Mawd (60. Geue), Balde (46. Prokaziuk), Wardau, Celik, Pastor (60. Beyazit)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Mätzke – Balde, Pastor, Önal
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SÜD: RSV marschiert vornweg, Freital verspielt den Griff nach oben
Der 24. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd hat die Kräfteverhältnisse im Aufstiegs- und Abstiegskampf mit Nachdruck weiter konturiert. Während Tabellenführer RSV Eintracht 1949 seine Spitzenposition mit einem souveränen Heimsieg untermauerte, ließ Verfolger SC Freital in einem wilden 3:3 gegen Rudolstadt nach einer 2:0-Führung empfindliche Punkte liegen. Germania Halberstadt hielt als Dritter mit einem kontrollierten 3:1 gegen Sandersdorf Schritt, Auerbach gewann auswärts in Wernigerode, und im Tabellenkeller setzte Grimma mit dem 5:2 gegen Lok Stendal ein laut vernehmbares Lebenszeichen.
Bischofswerdaer FV 08 – 1. SC 1911 Heiligenstadt 1:1 (1:0)
Im Duell zweier Mannschaften aus dem unteren Tabellensegment verpasste der BFV vor 168 Zuschauern in der Volksbank Arena einen Heimsieg, obwohl Martin Sobe die Gastgeber bereits in der 9. Minute in Führung gebracht hatte. Bischofswerda verwaltete diesen Vorsprung lange, ohne die Partie endgültig zu schließen, und musste sich deshalb in der Schlussphase für seine fehlende Konsequenz bestrafen lassen: Der zur 38. Minute eingewechselte Abdoul Aziz Dioum traf in der 82. Minute zum 1:1 für die Gäste aus Heiligenstadt. Zusätzliche Brisanz erhielt die Begegnung durch den Platzverweis gegen den eingewechselten Jonas Krautschick in der 90. Minute, sodass die Hausherren den Schlusspunkt nicht nur sportlich, sondern auch personell teuer bezahlten.
Zuschauer: 168
Spielstätte: Volksbank Arena Bischofswerda, Bischofswerda
Schiedsrichter: Hannes Stein – Leon Fenger, Ahmet Karakus
Tore: 1:0 (9.) Sobe; 1:1 (82.) Abdoul Aziz
Mannschaftsaufstellungen: Bischofswerdaer FV 08: Kiefer, Scharfe, Dolla, Weiß (77. Scheunert), Fromm, Sobe, Bürger (73. Scholze), Hofmann, Stopp, Hecker (60. Krautschick), Born (77. Krause); 1. SC 1911 Heiligenstadt: Stankovic, Wolanski, Köhler (38. Abdoul Aziz), Tavares (78. Vogt), Michalek (57. Stashenko), Schnellhardt, Pietsch (78. Wilhelm), Ruprecht (78. Fiedler), Voilenko, Gorges, Bako
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Tavares, Voilenko, Gorges (Heiligenstadt); Rote Karte: Krautschick (Bischofswerdaer FV 08)
RSV Eintracht 1949 – VfB Empor Glauchau 3:1 (2:1)
Der Spitzenreiter setzte auf dem Stahnsdorfer Sportplatz an der Heinrich-Zille-Straße früh ein klares Zeichen und zwang die Partie mit hoher Effizienz rasch in seine Richtung. Tom Fron eröffnete bereits in der 6. Minute, Saheed Mustapha legte nur fünf Minuten später das 2:0 nach, ehe Luis Werrmann Glauchau in der 38. Minute wieder an den Anschluss heranführte. Doch als Empor nach dem Seitenwechsel auf eine offenere Phase hoffen durfte, stellte Matthias Steinborn in der 62. Minute mit dem 3:1 die Ordnung wieder her. Vor nur 67 Zuschauern blieb die Begegnung damit zwar atmosphärisch eher nüchtern, sportlich aber war sie für den RSV ein weiterer Beleg seiner Stabilität an der Tabellenspitze.
Zuschauer: 67
Spielstätte: Sportplatz Heinrich-Zille-Straße, Platz 1, Stahnsdorf
Schiedsrichter: Willem Smakman – Till Greve, Erik Wöllner
Tore: 1:0 (6.) Fron; 2:0 (11.) Mustapha; 2:1 (38.) Werrmann; 3:1 (62.) Steinborn
Mannschaftsaufstellungen: RSV Eintracht 1949: Brenn, Güllmeister, Samson, Hellwig, Göth, Plumpe (64. Yatkiner), Kruska, Fron (86. Sommer), Steinborn (75. Jupolli), Mustapha, Bilbija; VfB Empor Glauchau: Ebersbach, Bernert (84. Kibart), Hähnel, Albustin (72. Mende), Knoll (79. Schädel), Werrmann, Sovago, Bernhardt, Rühling (83. Rothe), Sieber, Barth
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Samson, Plumpe (RSV Eintracht 1949) – Bernert, Hähnel, Sovago, Bernhardt, Barth (VfB Empor Glauchau)
FC Grimma – 1. FC Lok Stendal 5:2 (0:0)
Diese Partie war das furiose Gegenstück zu einem zähen ersten Durchgang. Nach torlosen 45 Minuten brachte Niclas Buschke die Gäste unmittelbar nach Wiederbeginn in Führung (46.), doch anschließend kippte die Begegnung mit bemerkenswerter Wucht zugunsten der Grimmaer. Kevin Werner (55.), Philipp Katzenberger (64.) und Jan Hübner (70.) drehten die Partie im Husarensportpark binnen einer Viertelstunde auf 3:1. Zwar verkürzte Buschke per Strafstoß noch einmal auf 2:3 (75.), doch Grimma ließ sich nun nicht mehr beirren: Hübner mit seinem zweiten Treffer (89.) und Alexander Vogel tief in der Nachspielzeit (90.+3) schraubten das Resultat auf 5:2. Von erheblichem Gewicht war dabei auch die Gelb-Rote Karte gegen Stendals Felix Knoblich in der 68. Minute, die den Gästen in ihrer ohnehin fragilen Phase zusätzlich die Statik nahm. Vor 136 Zuschauern war das für Grimma ein Sieg von großem Wert im Kampf gegen die Abstiegszone, für Lok Stendal dagegen ein weiterer schwerer Rückschlag.
Zuschauer: 136
Spielstätte: Husarensportpark Grimma Hauptplatz, Grimma
Schiedsrichter: Paul Baudis – Matthias Lämmchen, Richard Lorenz
Tore: 0:1 (46.) Buschke; 1:1 (55.) Werner; 2:1 (64.) Katzenberger; 3:1 (70.) Hübner; 3:2 (75.) Buschke; 4:2 (89.) Hübner; 5:2 (90.+3) Vogel
Mannschaftsaufstellungen: FC Grimma: Cap, Mattheus, Pistol, Werner (72. Kind), Tröger, Rieger (90.+3 Seidl), Vogel, Hübner (90.+2 Nitschke), Ziffert, Bartsch, Katzenberger (72. Spreitzer); 1. FC Lok Stendal: Poser, Ilchenko, Masuth, Grigo (68. Tovkach), Buschke, Schulze (72. Salge), Knoblich, Mahrhold, Kohl, Kaschlaw (72. Schleicher), Scheffler
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Pistol, Rieger (FC Grimma) – Knoblich, Mahrhold (1. FC Lok Stendal); Gelb-Rote Karte: Knoblich (1. FC Lok Stendal)
SC Freital – FC Einheit Rudolstadt 3:3 (2:0)
Das spektakulärste Stück Fußball dieses Spieltags spielte sich vor 817 Zuschauern in der WGF-Arena ab – und endete für den Aufstiegsaspiranten aus Freital trotz zwischenzeitlicher Kontrolle wie ein moralischer Dämpfer. Antonio Frenzel (27.) und Ricardo Michael (30.) hatten die Hausherren scheinbar auf einen geradlinigen Heimsieg gestellt, doch Rudolstadt kehrte mit bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit aus der Kabine zurück. Freital drohte in dieser wilden Phase vollständig die Kontrolle zu entgleiten, rettete sich aber durch Colin von Brezinski, der in der 70. Minute umgehend zum 3:3 traf. Danach blieb die Partie offen, doch weitere Treffer fielen nicht mehr. Im Rennen um Platz eins wog dieses Remis für Freital schwer, zumal aus einer souveränen Ausgangslage binnen weniger Minuten ein nervöses Hinterherlaufen geworden war.
Zuschauer: 817
Spielstätte: WGF-Arena Stadion des Friedens, Freital
Schiedsrichter: Jette Wolf – Philipp Gentsch, Marcel Mallassa
Tore: 1:0 (27.) Frenzel; 2:0 (30.) Michael; 2:1 (51.); 2:2 (65.); 2:3 (68.) k.A.; 3:3 (70.) Von Brezinski
Mannschaftsaufstellungen: SC Freital: Kamenz, Fluß, Wessely (46. Schulze), Weidauer (60. Häfner), Michael, Adler, Frenzel (60. Heidler), Tänzer, Menz, Horschig, Von Brezinski; FC Einheit Rudolstadt: k.A.
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Horschig, Häfner, Schulze (SC Freital) – 2 x Rudolstadt
FSV Budissa Bautzen – VFC Plauen 1:1 (1:1)
Im Bautzener Stadion Müllerwiese entwickelte sich vor 260 Zuschauern eine Partie, die ihre entscheidenden Szenen bereits vor der Pause setzte. Johan Martynets brachte den VFC in der 24. Minute nach vorn, womit der Tabellenvierte zunächst den erhofften Zugriff auf die Begegnung bekam. Doch Budissa antwortete kurz vor dem Seitenwechsel durch Steve Schröder, der in der 42. Minute den 1:1-Ausgleich erzielte und damit die Kräfteverhältnisse wieder ausglich. Der zweite Durchgang blieb danach umkämpft, aber torlos; Plauen brachte trotz fünf Wechseln und personeller Nachjustierungen keinen weiteren Treffer zustande, Bautzen verteidigte den Punktgewinn diszipliniert und mit der nötigen Robustheit. Für den VFC war das im Ringen um die Spitzenplätze ein spürbarer Dämpfer, für Budissa ein achtbares Ergebnis gegen ein Team aus der oberen Tabellenregion.
Zuschauer: 260
Spielstätte: Stadion Müllerwiese Rasenplatz, Bautzen
Schiedsrichter: Leon Maximilian Metz – Marvin Lautensack, Luke-Bastian Hanekamm
Tore: 0:1 (24.) Martynets; 1:1 (42.) Schröder
Mannschaftsaufstellungen: FSV Budissa Bautzen: Herrmann, Schröder, Rohlik, Zech, Kloß (65. Hentsch), Noack, Schäller (79. Orosz), Hennig, Gerhardi, Käppler, Haustein (46. Hanisch); VFC Plauen: Schulze, Tanriver (70. Tavares Ganime), Limmer (70. Schubert), Martynets, Winter (70. Profis), Michalek, Plank (83. Wagner), Sponer, De Moura Beal, Kämpfer (83. Glaser), Hussain
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kloß (FSV Budissa Bautzen) – Limmer, Plank, Hussain (VFC Plauen)
VfL Halle 96 – VfB 1921 Krieschow 3:1 (2:1)
Im Stadion am Zoo lieferte der VfL Halle 96 vor 78 Zuschauern eine Partie ab, in der er nach frühem Rückstand vor allem mit Reife und Geduld antwortete. Miguel Pereira Rodrigues schockte die Gastgeber bereits in der 9. Minute mit dem 1:0 für Krieschow, doch Jegor Jagupov übernahm anschließend die Hauptrolle: Zunächst traf er in der 21. Minute zum Ausgleich, dann in der 38. Minute zur Hallenser Führung. Dazwischen lag der möglicherweise spielentscheidende Einschnitt: Krieschows Colin Raak sah in der 36. Minute die Rote Karte, wodurch die Gäste über eine Stunde in Unterzahl bestreiten mussten. Halle nutzte die numerische Überlegenheit im zweiten Durchgang kontrollierter und weniger hektisch, ehe Benny Jan Haese in der 72. Minute das 3:1 markierte. Für den Tabellensechsten war das ein Sieg mit Substanz, weil er auf einem klaren Strukturvorteil nach dem Platzverweis gründete und nicht auf bloßem Zufall.
Zuschauer: 78
Spielstätte: Stadion am Zoo, Halle (Saale)
Schiedsrichter: Christine Weigelt – Christopher Gaunitz, Lea Kretschmar
Tore: 0:1 (9.) Pereira Rodrigues; 1:1 (21.) Jagupov; 2:1 (38.) Jagupov; 3:1 (72.) Haese
Mannschaftsaufstellungen: VfL Halle 96: Stark, Hüttig, Kurti (46. Rayko), Arzumanian (65. Haese), Jagupov, Bölke, Pessel (86. Bärwald), Lubsch, Emmerich (73. Frühauf), Marks (86. Racine), Oikonomidis; VfB 1921 Krieschow: Mellack (76. Siepert), Fuchs, Tesche (80. Krautz), Raak, Felgenträger, Pereira Rodrigues (80. Wojenmaster), Hebler (46. Knechtel), Zurawsky, Grimm, Seibt, Michalski (66. Zizka)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kurti, Arzumanian, Racine (VfL Halle 96) – Seibt, Zizka (VfB 1921 Krieschow); Rote Karte: Raak (VfB 1921 Krieschow)
VfB Germania Halberstadt – SG Union Sandersdorf 3:1 (2:1)
Der Tabellendritte aus Halberstadt legte im Friedensstadion einen Auftakt hin, der Sandersdorf sofort in die Defensive drängte. Philipp Heller traf bereits in der 10. Minute, Emilio Stobbe erhöhte nur zwei Minuten später auf 2:0 – ein Doppelschlag, der der Begegnung früh eine klare Richtung gab. Zwar brachte Kai Wonneberger die Gäste in der 31. Minute wieder heran, doch Germania blieb in der Gesamtanlage stabiler, kontrollierte weite Strecken des zweiten Abschnitts und setzte erst in der Nachspielzeit den endgültigen Schlussstrich: Davis Boateng traf in der 90.+1 Minute zum 3:1. Vor 317 Zuschauern war das kein rauschender Offensivvortrag über die volle Distanz, wohl aber ein seriöser und tabellarisch wichtiger Heimsieg, mit dem Halberstadt seine Position im oberen Feld festigte.
Zuschauer: 317
Spielstätte: Friedensstadion, Halberstadt
Schiedsrichter: Johann Schwarz – Leander Dietz, Marcel Mallassa
Tore: 1:0 (10.) Heller; 2:0 (12.) Stobbe; 2:1 (31.) Wonneberger; 3:1 (90.+1) Boateng
Mannschaftsaufstellungen: VfB Germania Halberstadt: Guderitz, Heller (67. Heinrich), Hackethal, Grzega (67. Kohn), Stobbe (85. Kühnhardt), Boateng, Hujdurovic (73. Arnold), Rust, Zeidler, Klaschka, Kuffner Sandri; SG Union Sandersdorf: Räthel, Schnabel, Sponholz, Mehnert, Brunner (80. Nakano), Wonneberger, Exner (70. Farkas), Walter (70. Scheibe), Seifert (80. Jauck), Ihbe (54. Koto'O Djouokou), Hamella
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Heinrich, Kohn (VfB Germania Halberstadt) – Seifert, Ihbe (SG Union Sandersdorf)
FC Einheit Wernigerode – VfB Auerbach 06 0:2 (0:1)
Auerbachs Auswärtssieg im Mannsberg-Stadion trug die Handschrift einer Mannschaft, die geduldig auf ihre Momente wartete und defensiv kaum Schwankungen zeigte. Cedric Graf erzielte in der 41. Minute das 1:0 und verschaffte dem Tabellenfünften damit noch vor der Pause den verdienten Vorteil. Wernigerode bemühte sich vor 390 Zuschauern um eine Antwort, fand aber gegen die stabile Auerbacher Ordnung zu selten den Zugriff auf die gefährlichen Räume. Als die Gastgeber in der Schlussphase mehr Risiko nahmen, nutzte der eingewechselte Timo Schneider dies in der 90.+2 Minute zum 2:0-Endstand. Es war ein abgeklärter, beinahe nüchterner Auswärtserfolg, der Auerbach im Verfolgerfeld fest verankert hielt, während Wernigerode eine weitere verpasste Gelegenheit im Kampf um Abstand nach unten quittieren musste.
Zuschauer: 390
Spielstätte: Mannsberg-Stadion, Wernigerode
Schiedsrichter: Jakob Scheibner – Tim Gerstenberg, Tino Stein
Tore: 0:1 (41.) Graf; 0:2 (90.+2) Schneider
Mannschaftsaufstellungen: FC Einheit Wernigerode: Lohse, Singbeil, Kuhnhold, Wersig, Farwig (80. Pandyal), Lisowski, Schlichting (85. Radomski), Taiwo (72. Dörnte), Hunter, Treu (72. Engelhardt), Pillich; VfB Auerbach 06: Birke, Schardt, Birkner, Graf (73. Kadric), Hache (90.+3 Brejcha), Kaiser (88. Voigt), Guzlajevs, Schmidt, Weigel (73. Schneider), Frohberg, Roscher (73. Spranger)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Wersig, Taiwo (FC Einheit Wernigerode)
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Redaktion: Holger Elias (NOFV) / Quellen: Spielberichte des NOFV
