Herren

NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 23. Spieltag

NORD: Tasmanias Sturz, Lichtenbergs Atem im Nacken

Der 23. Spieltag der Oberliga Nord hatte es in sich: Spitzenreiter Tasmania Berlin kassierte im Berliner Traditionsduell bei Tennis Borussia eine schmerzhafte 1:3-Niederlage, während der SV Lichtenberg 47 seinen Pflichtsieg gegen Rathenow einfuhr und den Abstand zur Spitze auf einen Punkt verkürzte – bei weiterhin einem Spiel weniger. Dahinter festigte die TSG Neustrelitz mit einem furiosen 5:0 gegen Viktoria Berlin Rang drei, während Hansa Rostock II, der FC Anker Wismar und der Berliner AK ihre Positionen mit abgeklärten Erfolgen stärkten. Im Tabellenkeller blieb die Lage für Croatia Berlin und Viktoria prekär, und auch Sparta Lichtenberg musste nach einer dramatischen Schlussphase in Schwerin einen Rückschlag hinnehmen. Das noch ausstehende Nachholspiel zwischen Union Klosterfelde und Eintracht Mahlsdorf hält zusätzlich Brisanz für das obere Tabellendrittel bereit.

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Tennis Borussia Berlin vs. SV Tasmania Berlin 3:1 (3:0)

Im Stadion Wilmersdorf setzte Tennis Borussia vor 1006 Zuschauern das Ausrufezeichen dieses Spieltags und riss den Tabellenführer mit einer gnadenlos effizienten ersten Halbzeit aus dem Rhythmus. Ebrima Jobe brachte die Gastgeber bereits in der 7. Minute in Front, Emir Can Gencel erhöhte nach 24 Minuten per Strafstoß, ehe Jobe in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts mit seinem zweiten Treffer den Pausenstand auf 3:0 stellte. Tasmania fand nach dem Seitenwechsel zwar durch Fatih Baca (58.) noch einmal Anschluss, doch der Rückstand aus einer fahrigen und zugleich hektischen ersten Hälfte wog zu schwer. Zusätzlich schwächte sich der Favorit in einer ohnehin nervös geführten Partie durch die Gelb-Rote Karte gegen Konstantin Grigoriadis (89.) entscheidend selbst. Für TeBe war es ein ebenso prestigeträchtiger wie tabellarisch wertvoller Sieg, für Tasmania ein Dämpfer mit Signalwirkung im Aufstiegsrennen.

Zuschauer: 1006

Spielstätte: Stadion Wilmersdorf NR1, Berlin

Schiedsrichter: Oskar Lämpel – Benjamin Arnold, Nicholas Köhler

Tore: 1:0 (7.) Jobe; 2:0 (24.) Gencel; 3:0 (45.+2) Jobe; 3:1 (58.) Baca

Mannschaftsaufstellungen:

Tennis Borussia Berlin: Bangsow, Klawa (90.+4 Iraki), Ceesay, Yazdan Pourfard, Abu Hejab, Gencel (89. Roßbach), Jobe, Kolobaric, Dethlefs, Frölich, Martens (68. Isik)

SV Tasmania Berlin: Mika, Labbouz (68. Kaiser), Yajima, Beyreuther, Grigoriadis (46. Baca), Cruz Magalhaes, Danko, Bokake-Befonga (46. Ulrich), Yayla (60. Amamoo), Steinhauer, Mensah (74. Bekdemir)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Dethlefs, Frölich, Gencel, Isik (Tennis Borussia Berlin) – Mika, Beyreuther, Danko, Steinhauer, Bekdemir (SV Tasmania Berlin); Gelb-Rote Karte: Grigoriadis (SV Tasmania Berlin)

SV Lichtenberg 47 vs. FSV Optik Rathenow 1:0 (0:0)

Lichtenberg 47 erfüllte in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ vor 883 Besuchern seine Pflicht mit der Nüchternheit einer Spitzenmannschaft, ohne dabei spielerisch zu glänzen. Nach torloser erster Halbzeit war es John Gruber, der die Partie in der 52. Minute mit dem einzigen Treffer entschied. Gerade in einer Phase, in der sich ein zähes Ringen mit überschaubarer Fehlerquote und wenigen klaren Schneisen durch die Defensivreihen abzeichnete, besaß dieses Tor besonderes Gewicht. Rathenow hielt die Begegnung lange offen, blieb offensiv aber letztlich zu stumpf, um dem Titelanwärter ernsthaft in die Bilanz zu fahren. So wurde aus keinem glanzvollen, aber einem hochgradig bedeutenden Arbeitssieg jene Vorlage, mit der Lichtenberg den Druck auf Spitzenreiter Tasmania spürbar erhöhte.

Zuschauer: 883

Spielstätte: HOWOGE-Arena »Hans Zoschke« NR1, Berlin

Schiedsrichter: Lennard Jasper Brenmoehl – Matthias Bastian, Tobias Grzelka

Tore: 1:0 (52.) Gruber

Mannschaftsaufstellungen:

SV Lichtenberg 47: Zunker, Schock Negrete, Reiniger, Storm (46. Graf), Gawe (89. Grießig), Gruber (90. Schroeder), Graupner (46. Becker), Goerlitz, Owczarek, Zekir Oglou, Krüger

FSV Optik Rathenow: Hawwary, Reichenbach, Solak (81. Preljevic), Onu (74. Vicente), Aktürk, Aranda Aedo, Phong, Zdep (65. Koré), Gerlach, Hinze, Donner (65. Keles)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Storm, Graf (SV Lichtenberg 47) – Phong (FSV Optik Rathenow)

Berliner AK 07 vs. SV Siedenbollentin 3:0 (0:0)

Im Poststadion hielt die Partie vor 130 Zuschauern zunächst lange ihr Gleichgewicht, ehe der Berliner AK nach der Pause mit einem explosiven Vierzehn-Minuten-Fenster die Entscheidung herbeiführte. Malik Mawd brach das Spiel in der 61. Minute auf, legte nur vier Minuten später seinen zweiten Treffer zum 2:0 nach und verwandelte die bis dahin offene Begegnung in eine klare Angelegenheit. Als Fodelcio Gomes Pereira in der 73. Minute das 3:0 folgen ließ, war Siedenbollentin endgültig aus dem Tritt gebracht. Der BAK nutzte damit eine konzentrierte zweite Hälfte, in der er seine Offensivaktionen deutlich zielstrebiger und vertikaler ausspielte als noch vor dem Seitenwechsel. Für die Gastgeber war das ein überzeugender Heimerfolg, der Stabilität ins Tabellenbild bringt; Siedenbollentin verpasste dagegen einen wichtigen Schritt, um sich weiter vom unteren Bereich abzusetzen.

Zuschauer: 130

Spielstätte: Poststadion Stadion NR1, Berlin

Schiedsrichter: Jakob Scheibner – Marcel Riemer, Jonas Marx

Tore: 1:0 (61.) Mawd, 2:0 (65.) Mawd, 3:0 (73.) Gomes Pereira

Mannschaftsaufstellungen:

Berliner AK 07: Amorin, Völker, Gomes Pereira (85. Balde), Önal, Lubaki (81. Hot), Yildirim (73. Beyazit), Mawd (81. Uysal), Wardau, Celik, Pastor, Chen (73. Abdul-Hamid)

SV Siedenbollentin: Krause, Hartig (66. Möller), Selchow, Eidtner (83. Philippen), Müller, Knechtel, Klimko (76. Teetz), Tiede, Ladwig, Keil (83. Harsch), Kliefoth

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Chen (Berliner AK 07) – Ladwig (SV Siedenbollentin)

SG Dynamo Schwerin vs. SV Sparta Lichtenberg 1911 3:2 (1:1)

Im Schweriner Rasenplatz 1 entwickelte sich vor 193 Zuschauern eine Begegnung mit offenem Visier und zwei Wendungen innerhalb der Schlussviertelstunde. Marvin Runge brachte die Gastgeber schon in der 5. Minute nach vorn, Daniel Hänsch egalisierte in der 36. Minute zum 1:1. Nach der Pause stellte Bradley Jean-Claude Eyenga Lokilo in der 62. Minute auf 2:1 für Dynamo, ehe Sparta durch den an diesem Nachmittag treffsicheren Hänsch in der 83. Minute erneut zurückschlug. Doch die Antwort der Gastgeber folgte beinahe postwendend: Nicklas Klingberg erzielte nur zwei Minuten später das 3:2 und setzte damit den Schlusspunkt unter eine intensiv geführte Partie, in der Schwerin die entscheidenden Momente konsequenter zu Ende spielte. Für Sparta war es eine bittere Niederlage, weil der Punktgewinn bereits greifbar schien; für Dynamo ein Sieg, der im Mittelfeld neue Luft verschafft.

Zuschauer: 193

Spielstätte: Rasenplatz 1, Schwerin

Schiedsrichter: Jonas Marx – Max Göldner, Daniel Läser

Tore: 1:0 (5.) Runge, 1:1 (36.) Hänsch, 2:1 (62.) Eyenga Lokilo, 2:2 (83.) Hänsch, 3:2 (85.) Klingberg

Mannschaftsaufstellungen:

SG Dynamo Schwerin: Bergtholdt, Limprecht, Schilling, Dei (78. Akindele), Mohammadi (61. Osse), Reit (61. Klingberg), Wienke, Kazacoks, Runge, Almansori (78. Kostik), Eyenga Lokilo (78. Tarnow)

SV Sparta Lichtenberg 1911: Korn, Noack, Nikol, Toktumur (64. Fleddermann), Thomala, Trojanovic (78. Gampe), Tonk, Schnur, Gashi (76. Bäker), Hänsch, Sizov

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Almansori, Tarnow (SG Dynamo Schwerin) – Noack, Fleddermann (SV Sparta Lichtenberg 1911)

TuS Makkabi Berlin vs. FC Anker Wismar 0:2 (0:0)

Was sich an der Julius-Hirsch-Sportanlage vor lediglich 26 Zuschauern lange als zähe und ausgeglichene Partie darstellte, kippte im letzten Viertel klar zugunsten der Gäste. Wismar blieb geduldig, ließ sich von der torlosen ersten Halbzeit nicht aus der Ordnung tragen und schlug dann mit bemerkenswerter Konsequenz zu: Evgeni Pataman erzielte in der 73. Minute das 1:0, Lucas Meyer legte zehn Minuten später das 2:0 nach. Damit zerlegte der FC Anker die Berliner Hoffnung auf einen späten Heimerfolg mit einem kühlen Doppelschlag. Makkabi, im oberen Mittelfeld unterwegs, verlor damit nicht nur drei Punkte, sondern auch die Chance, in der verdichteten Tabellenkonstellation weiter nach oben zu schieben. Wismar dagegen setzte ein robustes Zeichen auswärts.

Zuschauer: 26

Spielstätte: Julius-Hirsch-Sportanl. NR1, Berlin

Schiedsrichter: Tim Haubenschild – Lars Albert, Carl Wundram

Tore: 0:1 (73.) Pataman, 0:2 (83.) Meyer

Mannschaftsaufstellungen:

TuS Makkabi Berlin: Lindner, Özkaya (75. Tokgöz), Siakam, Ziemann, Bah (35. Diallo), Sahin (69. Koomson), Conteh, Bruck, Körber, Soumah, Sakhno (75. Reißner)

FC Anker Wismar: Kurth, Meyer (86. Scheufler), Esdorf, Kodanek, Billep (86. Martin), Jahnke (66. Mura), Hurtig, Breier, Schmitt, Hauer (56. John), Pataman

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kodanek, Billep (FC Anker Wismar)

TSG Neustrelitz vs. FC Viktoria 1889 Berlin 5:0 (2:0)

Die TSG Neustrelitz machte im Parkstadion vor 216 Zuschauern kurzen Prozess und entschied die Partie praktisch schon in der Anfangsphase. Kevin Akogo traf nach 60 Sekunden zur Führung, Manuel Härtel legte in der 8. Minute nach, und Marius Schreiber stellte bereits nach 17 Minuten auf 3:0. Damit war die Statik der Begegnung früh festgeschrieben: Neustrelitz dominierte, Viktoria geriet unter permanenten Druck und fand nie zu einer belastbaren Spielstruktur. Nach dem Seitenwechsel schraubten Toni Bastin (57.) und erneut Härtel (86.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Für die TSG war dieser klare Heimsieg weit mehr als nur eine standesgemäße Erledigung – er untermauerte mit Nachdruck den Anspruch auf einen festen Platz in der Spitzengruppe. Viktoria hingegen taumelt nach dem nächsten deutlichen Rückschlag weiter tief im Tabellenkeller.

Zuschauer: 216

Spielstätte: Parkstadion, Neustrelitz

Schiedsrichter: Tobias Behm – Nils Böhme, Tino Stein

Tore: 1:0 (1.) Akogo, 2:0 (8.) Härtel, 3:0 (17.) Schreiber, 4:0 (57.) Bastin, 5:0 (86.) Härtel

Mannschaftsaufstellungen:

TSG Neustrelitz: Da Silva Telin..., Röth (76. Petters), Härtel, Akogo, Müller, Ziegler, Schreiber (76. Krüger), Bastin, Frühauf (63. Laribi), Zirarov (63. Sfishta), Kruse (46. Kmetjuks)

FC Viktoria 1889 Berlin: Pohlmann, Derin, Dalal (73. Aykut), Labroussis (73. Soueidan), Tchadjei, Xiao (46. Watson), Bekdemir, Wittek, Balde (60. Ntoumani), Türkay (60. Stojanovic), Lolovic

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Bekdemir, Lolovic (FC Viktoria 1889 Berlin)

S.D. Croatia Berlin vs. F.C. Hansa Rostock II 0:2 (0:1)

Hansa Rostock II zog seine Auswärtspartie im Friedrich-Ebert-Stadion vor 130 Zuschauern sachlich und abgeklärt durch. Moritz Rosenberg brachte die Gäste bereits in der 10. Minute in Führung und verschaffte der Rostocker Reserve damit früh die Kontrolle über die Begegnung. Croatia versuchte, sich in die Partie zurückzuarbeiten, blieb im letzten Drittel jedoch zu harmlos, um die Statik des Spiels ernsthaft zu verändern. Als Bennett Peters in der 54. Minute auf 2:0 erhöhte, war die Richtung endgültig vorgegeben. Hansa musste danach nicht mehr glänzen, sondern verwaltete mit disziplinierter Spielkontrolle und sauberem Positionsspiel den Vorsprung. Für Croatia wurde die Aufgabe im Abstiegskampf durch diese Heimniederlage noch drängender.

Zuschauer: 130

Spielstätte: Friedrich-Ebert-Stadion KR1, Berlin

Schiedsrichter: Florian Thomas – Jakob Reiche, Thomas Kießig

Tore: 0:1 (10.) Rosenberg, 0:2 (54.) Peters

Mannschaftsaufstellungen:

S.D. Croatia Berlin: Cevik, Demir (86. Okezie-Andicene), Daskan, Sari, Pelivan, Temel, Brecht, Jagnjic (57. Abu Hamid), Kristo (86. Meki), Lux, Rehberg (65. Akova)

F.C. Hansa Rostock II: Klewin, Bauer, Kozelnik (46. Schulz), Bölter (68. Sauer), Kelm, Sprogis, Hahnel (83. Krebs), Rosenberg, Peters (68. Venohr), Falk, Zamzow

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Demir, Abu Hamid (S.D. Croatia Berlin)

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Unter dem Strich hat dieser Spieltag die Oberliga Nord an der Spitze weiter elektrisiert: Tasmania ist zwar noch vorn, doch Lichtenberg 47 hat den Titelkampf neu auf Spannung gezogen, Neustrelitz lauert dahinter mit wachsender Wucht, und das ausstehende Nachholspiel von Union Klosterfelde gegen Eintracht Mahlsdorf hält zusätzlichen Zündstoff bereit. Hinter der Spitzengruppe war es ein Wochenende der klaren Signale: Hansa, Anker, BAK und Schwerin sammelten Substanz, während sich im Tabellenkeller für Croatia Berlin und Viktoria Berlin die Schlinge enger zieht.

Die Begegnung des 23. Spieltages der Oberliga Nord zwischen der SG Union Klosterfelde und dem BSV Eintracht Mahlsdorf wird am Mittwoch, 15.04.2026, ab 19:30 Uhr nachgeholt.

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SÜD: Plauen stoppt Freital, Eintracht übernimmt Pole Position

Der 23. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd hat das Rennen an der Spitze neu aufgeladen. Während der RSV Eintracht 1949 seine Aufgabe beim 1. FC Lok Stendal mit kühler Effizienz löste und damit nach der von Dir vorgegebenen Tabelle mit 51 Punkten vorne liegt, kassierte der SC Freital im Topspiel beim VFC Plauen einen schmerzhaften Rückschlag. Germania Halberstadt blieb nach dem wilden 2:2 in Wernigerode zwar auf Rang drei, ließ aber die große Chance aus, noch dichter an das Führungsduo heranzurücken.

Dahinter verdichtete sich das Feld weiter: Der VfL Halle 96 setzte mit einem abgeklärten Auswärtssieg in Sandersdorf seinen Aufwärtstrend fort, Bischofswerda und Heiligenstadt meldeten sich im Tabellenkeller mit Nachdruck zurück, Budissa Bautzen landete in Krieschow einen robusten Auswärtserfolg, und zwischen Glauchau und Auerbach blieb in einer zähen Begegnung alles ohne Tor.

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VFC Plauen vs. SC Freital 1:0 (1:0)

Das Spitzenspiel hielt, was seine Konstellation versprach: hohe Intensität, enge Räume, harte Zweikämpfe und ein Resultat mit beträchtlicher Wirkung für das Aufstiegsrennen. Vor 711 Zuschauern im Vogtlandstadion fiel die Entscheidung tief in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs, als Tyron Profis einen Foulelfmeter in der 45.+1 Minute zum 1:0 verwandelte. Freital drängte nach der Pause auf die Antwort, erschwerte sich die Aufholjagd jedoch durch die Gelb-Rote Karte gegen Rico Tänzer in der 75. Minute. Plauen verteidigte den Vorsprung mit großer Disziplin und meldete sich damit als ernstzunehmender Faktor im oberen Tabellendrittel zurück.

Zuschauer: 711

Spielstätte: Vogtlandstadion Hauptstadion, Plauen

Schiedsrichter: Til Kiwitt – David Isaias Petzak, Franziska Koch

Tore: 1:0 (45.+1) Profis

Mannschaftsaufstellungen:

VFC Plauen: Schulze, Haake, Tanriver, Limmer (87. Schubert), Martynets (87. Wagner), Michalek (87. Träger), Plank, De Moura Beal, Tavares Ganime, Profis (77. Kämpfer), Hussain (71. Winter)

SC Freital: Kamenz, Heidler (81. Böcker), Wessely, Weidauer (67. Schiemann), Häfner (81. Frenzel), Michael (46. Kösterke), Schulze (67. Fluß), Tänzer, Menz, Horschig, Von Brezinski

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Schulze, Haake, Limmer, Michalek, Profis, Hussain (Plauen) – Weidauer, Häfner, Tänzer (Freital); Gelb-Rote Karte: Tänzer (Freital)

1. FC Lok Stendal vs. RSV Eintracht 1949 0:1 (0:0)

Der neue Tabellenführer lieferte in Stendal keinen Glanzauftritt, wohl aber ein reifes Auswärtsspiel. Vor 307 Zuschauern hielt Lok die Partie bis in die zweite Halbzeit hinein offen, ehe der zur Pause eingewechselte Till Plumpe in der 68. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Stendal schwächte sich kurz darauf selbst, als Philipp-Maik Witte in der 73. Minute die Rote Karte sah. Der RSV Eintracht 1949 brachte den knappen Vorsprung anschließend mit jener Nüchternheit ins Ziel, die im Saisonendspurt häufig den Unterschied zwischen Verfolger und Spitzenmannschaft ausmacht.

Zuschauer: 307

Spielstätte: Stadion am Hölzchen, Stendal

Schiedsrichter: Jette Wolf – Sven Schröder, Marcel Mallassa

Tore: 0:1 (68.) Plumpe

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Lok Stendal: Poser, Ilchenko (67. Buschke), Masuth, Grigo (88. Balliet), Schulze (75. Knoblich), Witte, Mahrhold, Stark, Tovkach, Kaschlaw, Scheffler

RSV Eintracht 1949: Brenn, Güllmeister, Hellwig, Göth (71. Yatkiner), Kruska, Ekalle (85. Sommer), Fron (85. Seeger), Steinborn (90.+3 Koschembahr), Mustapha, Jupolli (46. Plumpe), Bilbija

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Schulze, Mahrhold, Tovkach (Lok Stendal) – Hellwig, Ekalle, Fron, Steinborn (RSV Eintracht 1949); Rote Karte: Witte (Lok Stendal)

FC Einheit Wernigerode vs. VfB Germania Halberstadt 2:2 (0:0)

Das Harz-Duell vor 754 Zuschauern brauchte keinen langen Anlauf und explodierte nach der Pause förmlich. Benjamin St. Louis brachte Wernigerode in der 48. Minute nach vorn, doch Halberstadt reagierte sofort: Joel-Pascal Klaschka glich in der 50. Minute aus und drehte die Partie mit seinem zweiten Treffer in der 66. Minute. Die Antwort der Gastgeber folgte beinahe postwendend, als Niclas Treu nur zwei Minuten später zum 2:2 traf. Bemerkenswert war nicht nur die Schlagzahl dieser zweiten Halbzeit, sondern auch die Fairness: Beide Teams kamen insgesamt mit nur einer Gelben Karte aus. Für Halberstadt war es ein Punkt mit zwei Gesichtern – beachtlich nach Rückstand, aber zu wenig, um im Titelrennen maximalen Druck zu erzeugen.

Zuschauer: 754

Spielstätte: Mannsberg-Stadion, Wernigerode

Schiedsrichter: Paul Baudis – Daniel Bartnitzki, Paul Bräuer

Tore: 1:0 (48.) St. Louis; 1:1 (50.) Klaschka; 1:2 (66.) Klaschka; 2:2 (68.) Treu

Mannschaftsaufstellungen:

FC Einheit Wernigerode: Sparwasser, Singbeil, Kuhnhold, Engelhardt, Wersig, Lisowski, St. Louis, Schlichting (67. Taiwo), Hunter, Treu (86. Pandyal), Pillich

VfB Germania Halberstadt: Guderitz, Hackethal, Grzega, Stobbe, Boateng, Hujdurovic, Rust, Zeidler, Klaschka, Kuffner Sandri (86. Kühnhardt), Kohn

Besondere Vorkommnisse:

SG Union Sandersdorf vs. VfL Halle 96 0:2 (0:0)

Lange hielt Sandersdorf die Partie offen, ehe sie nach dem Seitenwechsel binnen weniger Minuten kippte. Vor 120 Zuschauern brachte Jegor Jagupov die Hallenser in der 52. Minute per Strafstoß auf Kurs, nur vier Minuten später legte Erik Emmerich das 0:2 nach. Union stemmte sich mit Einsatz gegen die Niederlage, fand gegen die abgeklärtere Struktur der Gäste jedoch keinen entscheidenden Zugriff mehr. Für den VfL Halle 96 war es ein Auswärtssieg, der die Ambitionen im oberen Tabellenmittelfeld deutlich unterstrich.

Zuschauer: 120

Spielstätte: Sport- u. Freizeitzentrum Pl.2, Sandersdorf

Schiedsrichter: André Blank – Konrad Götze, Richard Lorenz

Tore: 0:1 (52.) Jagupov, 0:2 (56.) Emmerich

Mannschaftsaufstellungen:

SG Union Sandersdorf: Räthel, Schnabel, Sponholz (81. Jauck), Farkas (57. Exner), Mehnert, Sauer (58. Scheibe), Brunner (81. Walter), Wonneberger (86. Koto'O Djouokou), Nakano, Ihbe, Hamella

VfL Halle 96: Stark, Hüttig, Kurti (68. Frühauf), Arzumanian, Jagupov, Bölke (78. Haese), Pessel, Lubsch (86. Racine), Emmerich (78. Rayko), Marks, Oikonomidis

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Farkas, Brunner (SG Union Sandersdorf) – Bölke (VfL Halle 96)

VfB 1921 Krieschow vs. FSV Budissa Bautzen 0:3 (0:1)

In Kolkwitz erwischte der VfB einen bitteren Nachmittag. Vor 233 Zuschauern verwandelte Felix Hennig in der 40. Minute einen Foulelfmeter zur Bautzener Führung. Spätestens mit der Roten Karte gegen Alexander Bittroff in der 58. Minute geriet die Statik der Begegnung aus Krieschower Sicht ins Wanken. Budissa nutzte die Räume in der Schlussphase kompromisslos: Hennig traf in der 89. Minute erneut, Maximilian Noack setzte in der Nachspielzeit mit dem 0:3 den Schlusspunkt. Es war ein Auswärtserfolg, der Härte, Effizienz und Nervenstärke bündelte.

Zuschauer: 233

Spielstätte: Sportpark Krieschow, Hauptplatz, Kolkwitz

Schiedsrichter: Julius Hanft – Til Kiwitt, Frank Tallner

Tore: 0:1 (40.) Hennig, 0:2 (89.) Hennig, 0:3 (90.+2) Noack

Mannschaftsaufstellungen:

VfB 1921 Krieschow: Mellack, Bittroff, Knechtel (78. Tesche), Fuchs, Gerstmann, Raak (78. Krautz), Felgenträger (67. Zurawsky), Pereira Rodrigues, Michalski (78. Hebler), Pahlow (78. Tesche), Zizka (67. Seibt)

FSV Budissa Bautzen: Herrmann, Schröder, Rohlik (78. Noack), Zech, Kloß (86. Cellarius), Schäller (78. Hanisch), Hennig, Gerhardi, Müller (16. Böhme), Käppler, Hentsch (86. Noack)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Knechtel, Fuchs, Gerstmann, Michalski, Pahlow (Krieschow) – Hennig, Böhme (Bautzen); Rote Karte: Bittroff (Krieschow)

1. SC 1911 Heiligenstadt vs. FC Einheit Rudolstadt 2:1 (1:1)

Im Kellerduell entwickelte sich vor 358 Zuschauern eine Partie mit hohem Druck und wachsender Dramatik. Rudolstadt erwischte den besseren Beginn und ging in der 23. Minute in Führung. Heiligenstadt antwortete mit Maciej Wolanski, der in der 32. Minute per Strafstoß ausglich. Brisant wurde es nach der Gelb-Roten Karte gegen Wolanski in der 63. Minute, doch selbst in Unterzahl stemmten sich die Gastgeber gegen den Rückschlag und wurden belohnt: Fabian Schnellhardt traf in der 75. Minute zum umjubelten 2:1. Dass der Rudolstädter Kapitän in der Schlussphase ebenfalls mit Gelb-Rot vom Feld musste (90.), verlieh dem Abstiegskampf-Duell zusätzlich Schärfe.

Zuschauer: 358

Spielstätte: Gesundbrunnenstadion, Heilbad Heiligenstadt

Schiedsrichter: Lucas Leihkauf – Christine Weigelt, Louis Kehl

Tore: 0:1 (23.) k.A., 1:1 (32.) Wolanski, 2:1 (75.) Schnellhardt

Mannschaftsaufstellungen:

1. SC 1911 Heiligenstadt: Stankovic, Wolanski, Köhler (90. Abdoul Aziz), Tavares (77. Gümpel), Michalek, Schnellhardt, Pietsch, Ruprecht (77. Göbel), Voilenko, Gorges, Fiedler (65. Stashenko)

FC Einheit Rudolstadt: k.A.

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Wolanski, Gümpel (Heiligenstadt) – 3 x Rudolstadt; Gelb-Rote Karten: Wolanski (Heiligenstadt) und 1 x Rudolstadt

Bischofswerdaer FV 08 vs. FC Grimma 5:1 (2:0)

Der BFV verwandelte die Begegnung vor 194 Zuschauern in eine eindrucksvolle Machtdemonstration. Eduard Hofmann (22.) und Johannes Dolla (24.) stellten die Weichen mit einem frühen Doppelschlag. Nach der Pause rollte der Angriffsdruck weiter über Grimma hinweg: Franz Born erhöhte in der 58. Minute, Luis Bürger traf fünf Minuten später zum 4:0, ehe der eingewechselte Leon Noah Scholze in der 79. Minute das 5:0 nachlegte. Kevin Werner betrieb mit seinem Treffer in der Nachspielzeit lediglich Ergebniskosmetik. Für Grimma war es ein schwerer Rückschlag im Abstiegskampf, für Bischofswerda ein Befreiungsschlag mit Nachdruck.

Zuschauer: 194

Spielstätte: Volksbank Arena Bischofswerda, Bischofswerda

Schiedsrichter: Oliver Seib – Lars Albert, Philipp Altmann

Tore: 1:0 (22.) Hofmann, 2:0 (24.) Dolla, 3:0 (58.) Born, 4:0 (63.) Bürger, 5:0 (79.) Scholze, 5:1 (90.+1) Werner

Mannschaftsaufstellungen:

Bischofswerdaer FV 08: Kiefer, Scharfe, Dolla (46. Reh), Weiß (66. Scheunert), Fromm, Sobe (82. Rettig), Bürger (66. Krautschick), Hofmann, Stopp, Hecker (75. Scholze), Born

FC Grimma: Cap, Janz, Pistol, Rieger, Vogel (75. Werner), Spreitzer, Hübner (75. Reisinger), Ziffert, Kind, Schulze (46. Tröger), Katzenberger

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Weiß (Bischofswerda) – Rieger (Grimma)

VfB Empor Glauchau vs. VfB Auerbach 06 0:0

Diese Begegnung blieb vor 175 Zuschauern vor allem ein Ringen um Räume, Zweikämpfe und Kontrolle. Glauchau suchte über Physis und Kompaktheit in der Partie zu bleiben, Auerbach reagierte nach gut einer Stunde mit einem Fünffach-Impuls von der Bank, doch auch das brachte keinen Torertrag. So stand am Ende eine Nullnummer, die das Spiel treffend spiegelte: diszipliniert geführt, aber offensiv zu selten mit der letzten Präzision und Durchschlagskraft.

Zuschauer: 175

Spielstätte: Sportpark Meeraner Str., Glauchau

Schiedsrichter: Leon Maximilian Metz – Benjamin Strebinger, Nils Schröter

Tore:

Mannschaftsaufstellungen:

VfB Empor Glauchau: Ebersbach, Hähnel, Albustin (72. Ibisevic), Knoll (46. Schädel), Werrmann, Hertel (46. Bernert), Ullmann, Tomoski, Rühling, Sieber, Barth

VfB Auerbach 06: Birke, Schardt, Birkner, Graf (62. Voigt), Hache (62. Spranger), Kaiser (62. Weigel), Guzlajevs, Schmidt, Frohberg, Roscher (81. Schneider), Kadric (62. Brejcha)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Albustin, Knoll (Glauchau) – Graf, Voigt (Auerbach)

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Redaktion: Holger Elias (NOFV) / Quellen: Spielberichte des NOFV

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