Herren

NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 2. Spieltag

NORD: Lichtenberger jubeln – Viktoria unter Druck

Der zweite Spieltag der NOFV-Oberliga Nord 2025/26 brachte klare Siege, späte Entscheidungen und bittere Rückschläge. Sparta Lichtenberg setzte mit einem 4:0 gegen Optik Rathenow ein Ausrufezeichen und schob sich damit in die obere Tabellenregion. Viktoria Berlin II und Aufsteiger Siedenbollentin kassierten dagegen empfindliche Heimniederlagen. In Schwerin erlebten die Zuschauer ein Tor-Drama bis in die Nachspielzeit, während Makkabi Berlin im Schlussspurt einen wichtigen Dreier erkämpfte.

SV Sparta Lichtenberg 1911 – FSV Optik Rathenow 4:0 (3:0)

Sparta legte vor heimischer Kulisse einen Blitzstart hin: Nikol brachte die Gastgeber bereits nach zwölf Minuten in Führung, Schmüser (29.) und Hänsch (42.) erhöhten noch vor der Pause. Rathenow fand kaum ins Spiel, musste sich den druckvollen Angriffen der Lichtenberger beugen und kassierte in der Schlussminute durch Meyer (90.) den vierten Treffer. Vor 134 Zuschauern zeigte sich die Elf von Dragan Kostic gnadenlos effektiv.

SV Tasmania Berlin – F.C. Hansa Rostock II 0:1 (0:0)

In einer weitgehend ausgeglichenen Partie vor 105 Zuschauern entschied ein Treffer von Schwarz in der 51. Minute zugunsten der jungen Hanseaten. Tasmania versuchte danach, den Ausgleich zu erzwingen, blieb aber an der kompakten Defensive der Rostocker hängen. Beide Teams sahen je zwei Gelbe Karten, die Begegnung blieb fair, aber intensiv.

FC Anker Wismar – SD Croatia Berlin 3:0 (1:0)

Wismar setzte sich souverän durch: Pataman traf früh (15.), ehe Tille per Strafstoß (73.) und Meyer (82.) den Vorsprung ausbauten. Croatia hatte Mühe, sich aus der Defensive zu befreien, und wurde für die wenigen Offensivaktionen nicht belohnt. 156 Zuschauer sahen eine konzentrierte Vorstellung des FCA, der damit seinen ersten Saisonsieg feierte.

FC Viktoria 1889 Berlin – SV Lichtenberg 47 1:3 (1:2)

Lichtenberg erwischte den besseren Start: Gawe (3.) und Ohlow (16.) sorgten früh für eine komfortable Führung. Pick verkürzte (41.) für Viktoria, doch Reiniger (72.) stellte den alten Abstand wieder her. Die 322 Zuschauer erlebten ein intensives Stadtduell, in dem Viktoria trotz guter Ansätze an der Kaltschnäuzigkeit der Gäste scheiterte.

TuS Makkabi Berlin – SG Union Klosterfelde 1:0 (0:0)

Die Partie blieb lange torlos, ehe Joker Coleman in der 89. Minute den umjubelten Siegtreffer erzielte. Vor nur 69 Zuschauern entwickelte sich ein zähes Ringen, in dem Makkabi dank des späten Treffers drei wichtige Punkte einfuhr. Klosterfelde vergab kurz vor Schluss die Chance auf einen Ausgleich.

SG Dynamo Schwerin – TSG Neustrelitz 3:2 (0:1)

In einem packenden Duell brachte Kmetjuks Neustrelitz in Führung (18.), und auch nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Dei (53.) traf er erneut (58.). Doch Schwerin antwortete mit unbändigem Willen: Almansori (67.) glich aus, ehe Eyenga Lokilo in der fünften Minute der Nachspielzeit den Heimsieg perfekt machte. 292 Zuschauer feierten ihr Team ausgelassen.

SV Siedenbollentin – BSV Eintracht Mahlsdorf 1:4 (0:2)

Mahlsdorf dominierte von Beginn an und ging durch Stettin (14., 38.) mit zwei Toren in die Pause. El-Ahmar erhöhte (57.), Appiah verkürzte (64.) für den Aufsteiger, doch Köster stellte per Elfmeter (83.) den Endstand her. Vor 385 Zuschauern war Mahlsdorf das abgeklärtere Team und verdiente sich den klaren Auswärtssieg.

 

SÜD: Torfestival und Last-Minute-Drama

Der zweite Spieltag der NOFV-Oberliga Süd bot alles, was Fußballherzen höherschlagen lässt: ein wildes 4:4 in Halle, eine 7:0-Gala von Budissa Bautzen, zwei späte Ausgleichstreffer sowie bittere Niederlagen für Heimteams in umkämpften Partien. Vor allem in der Schlussphase vieler Begegnungen überschlugen sich die Ereignisse – mit späten Toren, Wendungen und Emotionen pur.

VfL Halle 96 – RSV Eintracht 1949 4:4 (2:2)

Im torreichsten Spiel des Tages wechselten Führung und Ausgleich mehrfach. Halle startete furios: Jagupov (1.) und Bölke (12.) stellten früh auf 2:0. Doch Steinborn (26., Handelfmeter) und Mustapha (33.) brachten den RSV zurück ins Spiel. Marks (48.) sorgte für die erneute Hallenser Führung, die Göth (57.) egalisierte. Oikonomidis (74.) stellte auf 4:3, doch erneut Göth (90.+1) rettete den Gästen einen Punkt.

FSV Budissa Bautzen – FC Grimma 7:0 (5:0)

Bautzen fegte Grimma vom Platz und legte schon vor der Pause den Grundstein für den Kantersieg. Käppler (8.) und Rohlik (15.) trafen, ein Eigentor von Vogel (26.) sowie Hennig per Elfmeter (39.) und Hentsch (44.) sorgten für die Vorentscheidung. In der Schlussphase erhöhten Baudisch (79.) und Haustein (89.) zum Endstand.

SC Freital – Bischofswerdaer FV 08 1:2 (0:2)

Die Gäste aus Bischofswerda nutzten ihre Chancen eiskalt: Scharfe (16.) und Hofmann (35.) stellten zur Pause auf 0:2. Freital drängte nach dem Seitenwechsel, kam durch Schiemann (82., Foulelfmeter) heran, konnte aber trotz Schlussoffensive nicht mehr ausgleichen.

FC Einheit Rudolstadt – 1. FC Lok Stendal 2:0 (0:0)

In einer intensiven Partie vor 302 Zuschauern entschied Rudolstadt das Spiel erst spät. Starke (75.) brach den Bann, Rupprecht (90.+3) machte den Heimsieg perfekt.

VFC Plauen – VfB Empor Glauchau 0:1 (0:0)

Vor 1034 Zuschauern entwickelte sich ein enges Spiel mit wenigen Großchancen. Die Entscheidung fiel in der 52. Minute, als Werrmann für die Gäste traf. Plauens Bemühungen blieben ohne Erfolg.

VfB 1921 Krieschow – FC Einheit Wernigerode 1:2 (1:0)

Hebler (5.) brachte Krieschow in Führung, doch Wernigerode drehte die Partie durch Treffer von St. Louis (72.) und Hunter (88.). Eine bittere Heimniederlage für den VfB, der lange wie der Sieger aussah.

SG Union Sandersdorf – 1. SC 1911 Heiligenstadt 2:2 (1:1)

Sandersdorf ging durch Exner (20.) in Front, ehe Gümpel (41.) ausglich. Vogt (70.) brachte Heiligenstadt in Führung, doch Joker Stashenko (84.) sicherte den Gastgebern einen Zähler.

VfB Germania Halberstadt – VfB Auerbach 06 1:0 (1:0)

Ein Treffer von Boateng (41.) reichte Germania Halberstadt, um drei Punkte zu behalten. Auerbach drängte nach der Pause auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der stabilen Defensive und Keeper Cichos.

Zusammenfassungen: Holger Elias

Sport Freak

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