Frauen und Mädchen
Frauen-Regionalliga: Zusammenfassung 18. Spieltag
Der 18. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost hatte einiges zu bieten: klare Siege, knappe Entscheidungen und Partien, die erst in der Schlussphase entschieden wurden. Während einige Teams ihre Offensivstärke eindrucksvoll unter Beweis stellten, zeigten andere große Moral und hielten Spiele lange offen. Entsprechend bleibt auch das Tabellenbild weiterhin in Bewegung.
1.FC Magdeburg – B.W. Hohen Neuendorf 5:0 (1:0)
Vor über 10 Zuschauerinnen und Zuschauern entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der Hohen Neuendorf gut dagegenhielt und die Räume eng machte. Magdeburg hatte zwar mehr Ballbesitz, tat sich im letzten Drittel aber zunächst schwer. Erst in der 32. Minute wurde der Aufwand belohnt, als Charlotte Klein zur Führung traf.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich: Magdeburg erhöhte das Tempo und nutzte nun konsequent die sich bietenden Räume. Tabea Alsleben baute die Führung aus (57.), welche Kira Sofie Bölke in der 65. Minute auf drei Tore erhöhte. Neele Abraham sorgte mit ihrem Tor in der 72. Minute endgültig für klare Verhältnisse. Hohen Neuendorf konnte dem Druck kaum noch etwas entgegensetzen, während Magdeburg weiter nach vorne spielte und durch Hanna Eckl (89.) den Schlusspunkt setzte.
1.FFC Turbine Potsdam II – Hertha BSC 0:1 (0:1)
In Potsdam entwickelte sich eine intensive und taktisch geprägte Begegnung. Tabellenführer Hertha BSC erwischte den besseren Start und ging in der 22. Minute durch die Ex-Potsdamerin Mieke Schiemann in Führung. In der Folge blieb die Partie umkämpft, mit viel Einsatz im Mittelfeld und wenigen klaren Torchancen. Turbine II versuchte im weiteren Verlauf, mehr Spielkontrolle zu gewinnen und kam vor allem nach dem Seitenwechsel zu besseren Offensivaktionen. Doch die Berliner Defensive stand kompakt und ließ kaum klare Abschlüsse zu. So blieb es bis zum Ende beim knappen, aber nicht unverdienten Auswärtssieg für Hertha sowie drei wichtigen Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft.
1.FFV Erfurt – 1. FFC Fortuna Dresden 2:0 (1:0)
Das Team aus Dresden präsentierte sich in den Anfangsminuten mutig und ließ die Gastgeberinnen schwer ins Spiel kommen. Nach gut einer halben Stunde musste das Team aus Dresden dennoch den ersten Gegentreffer hinnehmen, als Maja Felicitas Bauerschmidt zur Führung einnetzte (28.).
Im zweiten Durchgang blieb Erfurt die aktivere Mannschaft und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Dresden versuchte, über Umschaltmomente gefährlich zu werden, kam jedoch nur selten in aussichtsreiche Positionen. Mit dem Treffer von Lea Schrenk, nach einer guten Stunde Spielzeit (61.), sorgten die Gastgeberinnen schließlich für die Vorentscheidung und Heimerfolg. Bis zum Abpfiff kontrollierte Erfurt das Geschehen und brachte den Sieg souverän über die Zeit.
1.FC Union Berlin II – SV Eintracht Leipzig-Süd 1:2 (0:1)
Aufsteiger SV Eintracht Leipzig-Süd startete bei den favorisierten Gastgeberinnen druckvoll in die Partie und belohnte sich früh: Emily Reissmann schoss bereits in der 11. Minute zum Führungstreffer ein. Auch danach blieben die Gäste zunächst das aktivere Team, während Union II Schwierigkeiten hatte, ins Spiel zu finden.
Mit zunehmender Spielzeit kamen die Berlinerinnen jedoch besser in die Partie und steigerten sich vor allem im zweiten Durchgang deutlich. Der Ausgleich durch Megan Reichenbach (71.) war die Folge einer engagierten Phase. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – mit dem glücklicheren Ende für die Eintracht-Kickerinnen aus Leipzig: Emma Cheyenne Müller nutzte eine Gelegenheit in der 89. Minute zum umjubelten Siegtreffer. Das Team aus Leipzig festigte mit dem neunten Saisonsieg den 6. Tabellenplatz.
FC Carl Zeiss Jena II – Türkiyemspor Berlin 1:1 (0:0)
In einer langen Zeit ausgeglichenen Begegnung neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld. Torchancen blieben Mangelware, sodass es torlos in die Pause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel mussten Zuschauenden geduldig auf den ersten Treffer der Partie warten. Die Gastgeberinnen nutzten eine seiner Möglichkeiten und ging in der 71. Minute durch Emy Bührig in Führung. Die Antwort von Türkiyemspor ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nur wenige Minuten später gelang Anna-Sophie Fechner der Ausgleich (76.). In der Schlussphase versuchten beide Teams noch einmal, den Siegtreffer zu erzwingen, doch es blieb bei der leistungsgerechten Punkteteilung.
RB Leipzig II – F.C. Hansa Rostock 8:0 (3:0)
Der gastgebende Tabellenzweite RB Leipzig II legte einen furiosen Start hin und stellte früh die Weichen auf Sieg. Janita Jolien Kramer traf bereits in der Anfangsphase doppelt (8./22.) und sorgte für klare Verhältnisse. Leipzig blieb auch danach gegen den Tabellenletzten klar spielbestimmend und erhöhte durch Evita Judith Kogel vor der Pause bereits auf 3:0 (42.).
Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Dominanz fort. Natalie Grenz traf gleich doppelt (47./53.) und hat nun 22 Treffer der gesamten 75 RB-Tore erzielt. Mit Linn Haack (58.), Mia Werner (67.) sowie Leni Preuß (88.) konnten sich drei weitere Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen und schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Am Ende gingen die Hansa-Kickerinnen, wie auch schon im Hinspiel, mit 0:8 Niederlage vom Feld.
Fazit:
Der Spieltag unterstrich einmal mehr die Unterschiede innerhalb der Liga: Während einige Teams mit klaren Erfolgen überzeugten, wurden andere Begegnungen erst spät entschieden. Hertha BSC behauptet weiterhin die Spitzenposition, während RB Leipzig II mit seiner Offensivleistung ein deutliches Ausrufezeichen setzte. Gleichzeitig zeigen enge Duelle wie in Berlin oder Jena, dass viele Teams auf Augenhöhe agieren und jeder Punkt hart erarbeitet werden muss.
