Frauen und Mädchen

Frauen-Regionalliga Nordost: Tore, klare Siege und ein Neun-Tore-Spektakel

© Sebastian Dühring

Der 8. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost hatte einiges zu bieten: deutliche Ergebnisse, eine Partie mit neun Treffern, ein enges Remis – und eine Begegnung, die nicht angepfiffen wurde. Besonders turbulent ging es in Hohen Neuendorf zu, wo Turbine Potsdam II in einem echten Schlagabtausch knapp die Oberhand behielt. Eine Partie des 8. Spieltags war bereits vorgezogen worden: RB Leipzig II und Turbine Potsdam II standen sich schon am 30. September gegenüber.

F.C. Hansa Rostock – Türkiyemspor Berlin 1978 4:0 (3:0)

Mit drei Treffern innerhalb von nur sieben Minuten stellte der F.C. Hansa Rostock die Weichen für einen deutlichen 4:0-Heimerfolg gegen Türkiyemspor Berlin. Nach einer knappen halben Stunde eröffnete Mette Bönsch (28.) den Torreigen. Amalia Wichmann (33.) und Nora Kimmel (35.) legten kurz darauf nach und sorgten bereits vor der Halbzeit für klare Verhältnisse.

Nach dem Seitenwechsel blieb es lange bei der 3-Tore-Führung, ehe die eingewechselte Jula Bergner (85.) in der Schlussphase den 4:0 Endstand erzielte. Für die Rostockerinnen war es der erste Saisonsieg, während Türkiyemspor auch im sechsten Ligaspiel ohne Punktgewinn blieb.

FC Carl Zeiss Jena II – 1. FC Union Berlin U23 2:1 (0:0)

Der FC Carl Zeiss Jena II hat die Partie gegen die U23 des 1. FC Union Berlin nach einem Rückstand noch gedreht. In einer recht ausgeglichenen Begegnung tasteten sich beide Mannschaften ab. Zwar gab es auf beiden Seiten die eine und andere Offensivaktion, doch fehlte im Abschluss die nötige Präzision. Somit ging es auch torlos in die Halbzeitpause.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff erwischten die Berlinerinnen den besseren Start. Lea Aseko Nkili (47.) nutzte einen missglückten Ball der Jenaer Defensive, umspielte die Torhüterin und schob zur Gästeführung ein. Anschließend entwickelte sich eine offene Partie, in der die Gastgeberinnen ihre Möglichkeiten konsequenter verwerteten. Die zur Pause eingewechselte Karla Görlitz (61.) traf zunächst zum Ausgleich. Nur zehn Minuten später war die Begegnung gedreht: Nach einem Einwurf gelangte der Ball über eine Hereingabe in die Strafraummitte, wo Anna Axer (71.) zum 2:1 vollendete.

Union konnte in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr mit einem Treffer antworten und musste trotz einer engagierten Vorstellung ohne Punkte die Heimreise antreten. Jena belohnte sich dagegen für die erfolgreiche Aufholjagd mit drei Zählern.

Chemnitzer FC – 1. FFV Erfurt 0:3 (0:2)

Der 1. FFV Erfurt erwischte beim Aufsteiger Chemnitzer FC einen Auftakt nach Maß. Bereits in der 4. Minute brachte Angelina Lübcke die Thüringerinnen in Führung. Noch vor der Halbzeit erhöhte Lea Schrenk (38.) auf 2:0 und verschaffte den Gästen damit eine sehr Ausgangsposition für den zweiten Durchgang.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ der nächste Treffer nicht lange auf sich warten. Jasmin Sautter (51.) baute den Vorsprung auf 3:0 aus und sorgte frühzeitig für die Vorentscheidung. Weitere Tore fielen dann nicht mehr, sodass Erfurt einen weiteren Auswärtssieg verbuchte.

SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf – 1. FFC Turbine Potsdam II 4:5 (2:2)

Ein wahres Torfestival lieferten sich der SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf und die zweite Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam vor knapp 80 Zuschauenden. In einer abwechslungsreichen Begegnung mit neun Treffern setzten sich die Gäste am Ende knapp mit 5:4 durch.

Den Auftakt machte Alexandra Almasalme (16.), die Hohen Neuendorf per Strafstoß in Führung brachte. Doch die Antwort der Potsdamerinnen folgte prompt: Alea Pospiech (20.) glich aus, ehe Neele Repmann (22.) die Gastgeberinnen erneut nach vorn brachte. Auch darauf hatte Turbine eine Antwort. Helene Duwe (27.) stellte noch vor der Pause auf 2:2.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Potsdamerinnen erstmals die Führung. Erneut war es Alea Pospiech (48.), die zum 3:2 erfolgreich war. Helene Duwe (58.) erhöhte mit ihrem zweiten Treffer auf 4:2, bevor Luna Alma Windsperger (75.) mit dem 5:2 für eine vermeintlich komfortable Führung sorgte.

Doch Hohen Neuendorf gab sich lange nicht geschlagen. Laurina Osmani (76.) verkürzte nur eine Minute später auf 3:5, und Svea Kurrek (89.) brachte die Gastgeberinnen kurz vor Schluss sogar noch auf 4:5 heran. Zum Ausgleich reichte es allerdings nicht mehr – Turbine nahm nach einem turbulenten Schlagabtausch die drei Punkte mit nach Hause.

FSV Babelsberg 74 – SV Eintracht Leipzig-Süd 1:1 (0:0)

Der FSV Babelsberg 74 und der SV Eintracht Leipzig-Süd trennten sich nach einer ausgeglichenen Begegnung mit 1:1 unentschieden. Beide Mannschaften suchten bereits im ersten Durchgang den Weg nach vorn, ließen jedoch die nötige Präzision im Abschluss vermissen. So ging es trotz Möglichkeiten auf beiden Seiten torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zielstrebiger. Babelsberg setzte in der 54. Minute durch Aline Helm ein erstes Ausrufezeichen, ehe Sophie Chapman (56.) die Gastgeberinnen in Führung brachte. Nach einer Aktion über die Außenbahn nutzte sie den Abpraller zum 1:0. Leipzig-Süd erhöhte anschließend den Druck und bekam in der 72. Minute nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen. Laura Schubert (74.) verwandelte sicher zum 1:1. In der Schlussphase suchten vor allem die Gäste noch einmal den Weg zum Siegtreffer und kamen zu mehreren Abschlüssen, doch Babelsberg hielt dagegen. So blieb es bei einer Punkteteilung, die dem insgesamt ausgeglichenen Spielverlauf entsprach.

RB Leipzig II – 1. FC Magdeburg (Nichtantritt Heim)

Das für Sonntag angesetzte Spiel zwischen RB Leipzig II und dem 1. FC Magdeburg fand nicht statt. Die Leipzigerinnen traten zur Begegnung gegen den FCM nicht an. Eine offizielle Spielwertung liegt bislang nicht vor.

Vorgezogenes Spiel vom 8. Spieltag: RB Leipzig II – 1. FFC Turbine Potsdam II 2:1 (1:1)

Bereits am 30. September wurde die verlegte Begegnung zwischen RB Leipzig II und dem 1. FFC Turbine Potsdam II ausgetragen. Die Potsdamerinnen gingen zunächst in Führung: Helene Duwe erzielte in der 33. Minute das 0:1. Leipzig antwortete noch vor der Pause. Janita Jolien Kramer traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:1 (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften zu Abschlüssen kamen. Mit zunehmender Spielzeit erhöhte Leipzig den Druck und belohnte sich schließlich: Erneut war es Kramer, die in der 79. Minute zum 2:1 traf und damit ihren Doppelpack schnürte.

Turbine suchte in der Schlussphase noch einmal den Weg zum Ausgleich und kam unter anderem zu einem Freistoß sowie einer späten Ecke. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. Leipzig brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich die drei Punkte.


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