Frauen und Mädchen
Frauen-Regionalliga Nordost: Acht auf einen Streich, Derbyspannung und Türkiyemspors Torflaute
Tore gab es reichlich, gleichmäßig verteilt waren sie allerdings nicht. Besonders der 1. FC Magdeburg hatte beim 8:2 in Babelsberg großen Anteil an der stattlichen Ausbeute des 8. Spieltags. Leipzig-Süd und Union Berlin II nahmen ebenfalls deutliche Auswärtssiege mit nach Hause. Deutlich knapper ging es im Thüringer Nachbarschaftsduell zwischen Jena und Erfurt zu. Und während Chemnitz seinen Heimsieg feiern durfte, wartet Türkiyemspor weiter auf ein eigenes Tor.
F.C. Hansa Rostock – 1. FC Union Berlin II 0:4 (0:1)
Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es lange Zeit war. In Rostock stand zur Pause lediglich ein Treffer zwischen beiden Mannschaften: Marike Laidler hatte Union in der 36. Minute mit einem Schuss aus rund 20 Metern in Führung gebracht.
Erst im zweiten Durchgang zogen die Berlinerinnen davon. Megan Reichenbach traf fünf Minuten nach Wiederbeginn zum 2:0, ehe Lea Aseko Nkili mit ihrem Doppelpack für die endgültige Entscheidung sorgte. Die eingewechselte Angreiferin war zunächst in der 68. Minute erfolgreich und verwandelte in der Nachspielzeit zudem einen Strafstoß zum 4:0 (90.+3). 150 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Partie an der Ostseeküste.
FC Carl Zeiss Jena II – 1. FFV Erfurt 2:1 (2:0)
Nachbarschaftsduell, Thüringen-Derby – und am Ende nur ein Tor Unterschied. Die Gastgeberinnen erwischte dabei die bessere erste Hälfte. Karla Görlitz sorgte in der 19. Minute für das 1:0, Julia Arnold legte in der 39. Minute nach. Entschieden war damit noch nichts. Mandy Uhl brachte Erfurt in der 63. Minute wieder heran und machte die Schlussphase noch einmal spannend. Jena verteidigte den knappen Vorsprung jedoch bis zum Abpfiff und sicherte sich damit die drei Punkte im brisanten Duell der beiden Thüringer Nachbarn.
Chemnitzer FC – Türkiyemspor Berlin 2:0 (2:0)
Die Torflaute hält an: Türkiyemspor Berlin blieb auch beim Aufsteiger Chemnitz ohne eigenen Treffer. Für den CFC dagegen reichten zwei erfolgreiche Aktionen in der ersten halben Stunde, um die Partie auf seine Seite zu ziehen. Vanessa Oehmichen brachte die Gastgeberinnen in der 17. Minute in Führung, Yella Mihalyi ließ elf Minuten später den zweiten Chemnitzer Treffer folgen. Nach Wiederanpfiff versuchte Türkiyemspor, zwar noch einmal heranzukommen, und kam zu Möglichkeiten. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr – Chemnitz brachte das 2:0 über die Zeit, Türkiyemspor wartet weiter auf den ersten eigenen Treffer sowie Punkt in der Saison.
SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf – SV Eintracht Leipzig-Süd 1:4 (0:2)
Keine Viertelstunde war gespielt, da hatte Leipzig-Süd bereits zweimal zugeschlagen. Nele Oberstein stellte in der 7. Minute auf 1:0 für die Gäste, Carla Ruf sorgte in der 15. Minute für den perfekten Start. Und Leipzig machte nach der Unterbrechung dort weiter: Maleen Jankowski erhöhte in der 51. Minute auf 3:0. Hohen Neuendorf gab sich dennoch nicht geschlagen, suchte offensiv seine Möglichkeiten und kam zu mehreren Abschlüssen. Statt des Anschlusstreffers fiel zunächst jedoch das vierte Leipziger Tor durch Lucienne Martin (74.). Vier Minuten später belohnte Gerda Varamann die Bemühungen der Gastgeberinnen zumindest noch mit dem 1:4.
FSV Babelsberg 74 – 1. FC Magdeburg 2:8 (2:5)
Wer bei dieser Partie ein paar Minuten verpasste, konnte schnell einen Treffer übersehen. Schon nach fünf Minuten eröffnete Greta Marie Müller das Torfestival für Magdeburg. Sophie Chapman antwortete mit dem Babelsberger Ausgleich (12.), bevor Kira Josefin Bölke innerhalb von nur drei Minuten zweimal zuschlug (20., 23.). Aline Helm ließ die Gastgeberinnen mit dem 2:3 in der 28. Minute noch einmal hoffen. Doch Bölke hatte noch nicht genug: In der 36. Minute machte sie ihren Dreierpack perfekt. Müller legte kurz darauf ihren zweiten Treffer nach (40.) – mit einem ungewöhnlichen 2:5 ging es in die Kabinen. Wer anschließend auf eine ruhigere zweite Hälfte gehofft hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Neele Abraham traf in der 49. und 61. Minute doppelt, ehe Lena Magas in der 80. Minute den achten Magdeburger Treffer folgen ließ. Zehn Tore, fünf verschiedene Torschützinnen und ein Dreierpack: Mehr Spektakel bot an diesem Wochenende keine Partie. Alle Treffer gibt es hier in dem ► Video im Rückblick, dank unseres Medienpartners der Mitteldeutschen Zeitung.
Vorgeholt: RB Leipzig II – 1. FFC Turbine Potsdam II 2:1
Ein Ergebnis des 8. Spieltags stand schon seit Ende September fest. RB Leipzig II hatte die Partie gegen Turbine Potsdam II vorgezogen und am 30. September mit 2:1 gewonnen. Über die Begegnung wurde bereits im Rahmen der damaligen Spieltagsberichterstattung ausführlich berichtet.
