Regionalliga Nordost
Fixpunkte: Reincke, Fritzsche, Dadashov
Nach einer Spielzeit zwischen Abstiegsangst, Trainerwechsel und verlorenem Pokalfinale richtet der DDR-Rekordmeister seinen Kader erneut grundlegend neu aus. Trainer Sven Körner soll aus vielen entwicklungsfähigen Spielern eine Mannschaft formen, die nicht wieder bis kurz vor Schluss um den Klassenerhalt zittern muss. Eine Aufstiegsansage vermeidet der BFC bewusst. Doch ein weiteres Übergangsjahr dürfte den Ansprüchen im Sportforum kaum genügen.
Der BFC Dynamo hat schon größere Schlachten geschlagen, aber selten war die Erleichterung über einen vergleichsweise kleinen Erfolg so deutlich zu spüren. Als die Berliner am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit 1:0 beim FSV 63 Luckenwalde gewannen, war der Klassenerhalt endlich gesichert. Nicht die Meisterschaft, nicht der Aufstieg und auch kein Pokalsieg wurden gefeiert – sondern die Gewissheit, auch 2026/27 in der Regionalliga Nordost antreten zu dürfen.
Für einen Verein, der zwischen 1979 und 1988 zehnmal in Folge DDR-Meister wurde und noch 2022 an die Tür zur 3. Liga klopfte, war das ein ernüchternder Maßstab. Dynamo beendete die Saison mit zehn Siegen, zehn Unentschieden und 14 Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 45:50 auf Platz zwölf. Lediglich die bessere Tordifferenz trennte die Berliner von Chemie Leipzig und Hertha BSC II, die ebenfalls 40 Punkte erreichten. Gerade einmal zwei Zähler lagen zwischen dem BFC und Rang 15. Die Tabelle dokumentierte keine entspannte Übergangssaison, sondern einen über Monate anhaltenden Überlebenskampf. Die Abschlusstabelle und die Saisonübersicht zeigen, wie eng das Feld hinter dem Tabellenmittelfeld zusammengedrängt war.
Dabei hatte die sportliche Leitung den vorangegangenen Sommer bereits zum Neustart erklärt. Geschäftsführer Sport Enis Alushi verjüngte den Kader erheblich. Viele Spieler kamen aus Oberligen, Nachwuchsleistungszentren oder von kleineren Regionalligisten. Das Konzept war nachvollziehbar: weniger kurzfristig verpflichtete Routiniers, mehr Tempo, Entwicklungspotenzial und möglicher Wiederverkaufswert. Doch aus Verjüngung wurde zunächst Verunsicherung.
Körner stabilisiert ein taumelndes Team
Nach 17 Spieltagen stand Dynamo mit 16 Punkten auf Rang 15. Einen Spieltag später waren es 17 Zähler und Platz 14. Fünf sieglose Ligaspiele in Serie führten im Dezember zur Trennung von Dennis Kutrieb. Dessen bisheriger Assistent Sven Körner übernahm eine Mannschaft, die weder konstant Druck auf den Gegner bekam noch in der Restverteidigung verlässlich stand. Der Verein begründete die Beurlaubung Kutriebs ausdrücklich mit der unbefriedigenden sportlichen Entwicklung.
Körner begann nicht mit einer taktischen Revolution, sondern mit Reparaturarbeiten. Im Winter nannte er Kompaktheit, passende Abstände, bessere Strafraumverteidigung und ein Pressing aus unterschiedlichen Höhen als zentrale Arbeitsfelder. Die Mannschaft sollte wieder gemeinsam verteidigen, anstatt dass einzelne Spieler den Gegner anliefen und hinter ihnen Räume entstanden. Diese Schwerpunktsetzung beschrieb Körner im Januar gegenüber rbb24.
Der Effekt war sichtbar. Unter Körner holte der BFC in 16 Ligaspielen sechs Siege und fünf Unentschieden bei fünf Niederlagen. Der Punkteschnitt stieg auf 1,44. In der Rückrundentabelle bewegte sich Dynamo im Mittelfeld, der Klassenerhalt wurde vor dem letzten Spieltag gesichert. Der Verein würdigte diese Entwicklung und verlängerte den Vertrag mit dem 44-Jährigen. Die offizielle Bilanz ist zugleich die Begründung dafür, warum Körner nun mehr sein soll als der Feuerwehrmann vom vergangenen Winter.
Seine Weiterbeschäftigung ist eine der wichtigsten Entscheidungen dieses Sommers. Körner kennt die Stärken, aber auch die mentalen und taktischen Bruchstellen der Mannschaft. Er muss keine fremde Gruppe übernehmen, sondern kann die begonnene Entwicklung fortsetzen. Dynamo will nach der verkorksten Vorsaison ausdrücklich nicht mit einer finanziellen Kraftanstrengung und einer großspurigen Aufstiegsparole reagieren. Die Linie lautet Aufbau statt »All-in«, wie der »Kicker« die strategische Ausrichtung zusammenfasste.
Das ist vernünftig, bedeutet aber nicht, dass sich der BFC mit einem weiteren zwölften Platz zufriedengeben könnte. Stabilisierung darf der erste Schritt sein. Wird sie zum Dauerzustand, klingt das Wort irgendwann nur noch wie die höflichere Umschreibung für Stillstand.
Externe Links:
BFC Dynamo: Der Verein begründet die Beurlaubung Kutriebs
rbb24: Der BFC Dynamo vor dem Neustart
BFC Dynamo: Die offizielle Bilanz
Kicker: Die Linie lautet Aufbau
Wieder ein erheblicher Kaderumbau
Trotz der beschworenen Kontinuität fällt der personelle Einschnitt erneut groß aus. Zwölf Spieler haben den Verein verlassen. Dazu gehören Leandro Putaro, Nicolas Ortegel, Lion Gantzke, Amiro Amadou, Jan Shcherbakovski, Can Karatas, Ivan Knezevic, Dominik Pestic, Antek Wrebiakowski, Lloyd-Addo Kuffour, Kevin Lebersorger und Moritz Polte. Bei mehreren Abgängen war die Trennung nach einer Saison mit begrenzter Wirkung nachvollziehbar. Andere wie Ortegel, Knezevic oder Shcherbakovski hatten zumindest zeitweise eine wichtige Rolle.
Der sportlich und wirtschaftlich bedeutsamste Abgang ist Moritz Polte. Der im BFC-Nachwuchs ausgebildete Innenverteidiger wechselt zum Drittligisten Waldhof Mannheim. Polte bestritt trotz seines jungen Alters bereits 39 Regionalligapartien, wurde auf Abruf für die deutsche U19 nominiert und verkörperte genau jenes Entwicklungsmodell, das der Verein künftig häufiger realisieren möchte: ausbilden, in der ersten Mannschaft etablieren und den nächsten Karriereschritt ermöglichen. Der BFC beschreibt Poltes Weg zu Recht als Beleg für die Arbeit seines Nachwuchszentrums. Kurzfristig verliert Dynamo allerdings einen schnellen, körperlich starken und entwicklungsfähigen Innenverteidiger.
Neun externe Zugänge sind offiziell bestätigt. Hinzu kommen mehrere A-Junioren, die bereits im Regionalligakader geführt werden. Die Transferpolitik lässt ein klares Muster erkennen: Spieler im Alter zwischen 19 und 26 Jahren, die entweder bereits Regionalliga-Erfahrung besitzen oder in der Oberliga mit auffälligen Leistungsdaten auf sich aufmerksam gemacht haben. Der ganz große Name fehlt. Das ist kein Versehen, sondern Teil des Konzepts.
Für die defensive Zentrale kommt Salmin Rebronja vom Wuppertaler SV. Der 21-jährige Sechser wurde beim SC Paderborn ausgebildet und hat bereits 73 Partien in der Regionalliga West absolviert. Er soll Zweikampfstärke und Ballsicherheit miteinander verbinden. Neben ihm könnte Justin Seven eine Schlüsselrolle übernehmen. Der 22-Jährige bringt aus den zweiten Mannschaften des FC St. Pauli, von Fortuna Düsseldorf und Mainz 05 insgesamt 86 Regionalligaeinsätze mit. Er bezeichnet sich selbst als Box-to-box-Spieler, der defensiv arbeitet, aber auch dynamisch in Abschlusspositionen stößt. Rebronjas Profil und Sevens bisherige Laufbahn passen zu Körners Wunsch nach einem beweglicheren, aggressiveren Zentrum.
Die vakante Führungsposition in der Innenverteidigung soll Viktor Miftaraj ausfüllen. Der 1,98 Meter große Linksfuß kommt vom SV Rödinghausen und verfügt über 141 Regionalligaeinsätze. Er bringt jene Robustheit und Kopfballstärke mit, die dem BFC gerade bei Standards und in der Verteidigung des eigenen Strafraums gefehlt haben. Der Verein weist ihm ausdrücklich eine Führungsrolle zu. Neben Tobias Gunte könnte Miftaraj das neue Abwehrzentrum bilden; John Liebelt bleibt eine weitere erfahrene Option. Die Verpflichtung Miftarajs ist auf dem Papier der Transfer mit der geringsten Eingewöhnungsunsicherheit.
Externe Links:
BFC Dynamo: Poltes Weg
BFC Dynamo: Rebronjas Profil
BFC Dynamo: Sevens bisherige Laufbahn
BFC Dynamo: Die Verpflichtung Miftarajs
Mehr Tempo und Breite für die Offensive
Auf den Außenbahnen setzt Dynamo auf unterschiedliche Profile. Califo Baldé kennt die Liga aus seiner Zeit beim ZFC Meuselwitz. Der dribbelstarke Linksfuß kam dort in der vergangenen Saison auf 28 Einsätze, vier Tore und drei Vorlagen. Willi Noack wechselt vom BSV Eintracht Mahlsdorf ins Sportforum. Der 21-Jährige kann links sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden und erzielte in 26 Oberligaspielen vier Tore, bereitete aber vor allem 13 Treffer vor. Seine Flanken, sein Tempo und seine Flexibilität könnten für eine Mannschaft wertvoll werden, die in der vergangenen Saison zu häufig durch das Zentrum spielen wollte. Baldés Leistungsdaten und Noacks Bilanz machen beide zu ernsthaften Stammplatzkandidaten.
Die auffälligsten Zahlen bringt Ludwig Bölke mit. Der 22-Jährige war beim VfL Halle 96 an zehn Toren als Schütze und an 20 weiteren als Vorbereiter beteiligt. Bölke kann mehrere Offensivpositionen bekleiden und soll mit Dynamik und Tiefenläufen für Unordnung sorgen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich die außergewöhnliche Oberliga-Ausbeute unmittelbar auf die Regionalliga übertragen lässt. Die Räume werden kleiner, die Gegenspieler schneller, die Zweikämpfe härter. Der BFC verweist bei seiner Vorstellung besonders auf Bölkes Ausbildung bei RB Leipzig, dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg.
Herdi Bukusu erhöht die Konkurrenz im Angriff. Der 26-Jährige kann im Zentrum und auf dem Flügel spielen, hat 96 Regionalligapartien absolviert und dabei 18 Tore sowie 19 Vorlagen gesammelt. Er ist robuster als viele der jungen Offensivspieler und gibt Körner die Möglichkeit, auch ohne klassischen Zielstürmer beweglich zu agieren. Mit Ali Ceesay vom FC Oberneuland und Stefan Savicevic aus der U19 der SG Unterrath wurden zudem zwei Perspektivspieler verpflichtet. Sie erweitern den Kader, sollten aber nicht von Beginn an mit der Last verbunden werden, die Mannschaft tragen zu müssen. Die Bukusu-Verpflichtung zeigt, dass der BFC bei aller Verjüngung nicht vollständig auf Erfahrung verzichtet.
Externe Links:
BFC Dynamo: Baldés Leistungsdaten
BFC Dynamo: Noacks Bilanz
BFC Dynamo: Verpflichtung von Bukusu
Reincke, Fritzsche und Dadashov bleiben die Fixpunkte
Wichtigster Spieler der vergangenen Saison war Willi Reincke. Der 23-Jährige bestritt alle 33 möglichen Ligapartien, erzielte acht Tore und war damit bester Berliner Torschütze. Er verbindet Physis, Laufstärke und Zug zum Strafraum. In einer Mannschaft, deren Offensivspiel lange von Einzelaktionen abhängig war, gehörte Reincke zu den wenigen Spielern, die konstant Torgefahr entwickelten.
Leander Fritzsche kam in 31 Begegnungen auf sieben Treffer. Der Angreifer ist beweglicher als Dadashov, arbeitet viel in den Halbräumen und kann mit seinem Anlaufen die erste Pressinglinie prägen. Gerade wenn Körner den BFC höher und aggressiver verteidigen lassen will, besitzt Fritzsche große Bedeutung. Im dramatischen Pokalhalbfinale bei Sparta Lichtenberg erzielte er drei Treffer und rettete Dynamo damit vor dem Ausscheiden.
Kapitän Rufat Dadashov bleibt das emotionale und spielerische Gravitationszentrum des Teams. Fünf Ligatore in 20 Einsätzen sind für seine Verhältnisse keine herausragende Quote, erklären sich aber auch durch Verletzungen und fehlenden Rhythmus. Wenn der 34-Jährige fit ist, bindet er Innenverteidiger, sichert lange Bälle und schafft Ablagen für nachrückende Mittelfeldspieler. Die Torjägerliste der vergangenen Saison führt Reincke vor Fritzsche und Dadashov.
Der Kapitän musste sich nach Saisonende einer Fußoperation unterziehen. Zunächst rechnete Geschäftsführer Sport Alushi erst am dritten oder vierten Spieltag mit seiner Rückkehr. Dadashov war jedoch schneller als geplant wieder auf dem Platz. Beim 5:0 im Test gegen Hertha 03 Zehlendorf absolvierte er gut 20 Minuten, verwandelte einen Elfmeter und traf per Seitfallzieher ein zweites Mal. »Dass ich so schnell wieder auf dem Platz stehe, damit habe ich nicht gerechnet«, sagte er anschließend. Der erfolgreiche Belastungstest macht Hoffnung, darf aber nicht dazu verleiten, den Routinier zu früh wieder über 90 Minuten einzusetzen.
Hinter den offensiven Fixpunkten sind Tobias Gunte, Levin Mattmüller, John Liebelt und der vielseitige Larry Oellers für die Balance wichtig. Joey Breitfeld bringt Erfahrung und Identifikation mit dem Verein ein. Außerdem stehen Américo Neves, Tim Windsheimer, Valdemar Sadrifar und Jamal Rogero weiterhin im Kader. Damit verfügt Körner über mehr Alternativen als im Winter. Quantität allein löst jedoch kein Qualitätsproblem. Vor allem im Tor ist die Situation noch nicht vollständig geklärt. Nach Ortegels Rückkehr zum 1. FC Nürnberg und dem Abgang von Gantzke werden auf der offiziellen Kaderseite bislang nur Paul Hainke und Routinier Kevin Sommer geführt. Ein dritter Torhüter wäre angesichts einer langen Saison sinnvoll. Den aktuellen Personalstand dokumentieren der offizielle Regionalligakader sowie die Transferübersicht des Vereins.
Externe Links:
BFC Dynamo: Dadashov und der erfolgreiche Belastungstest
BFC Dynamo: Der offizielle Regionalligakader
BFC Dynamo: Transferübersicht des Vereins
Vorbereitung liefert erste Hinweise
Die Testspielergebnisse ergeben bisher ein ordentliches, aber noch kein endgültiges Bild. Auf das 15:0 bei der Spielgemeinschaft Storkow/Vietmannsdorf folgte ein lehrreiches 0:3 gegen den polnischen Erstligisten Pogoń Stettin. Gegen den 1. FC Phönix Lübeck spielte Dynamo 1:1, bei Lok Stendal gewann die Mannschaft 1:0. Das 5:0 gegen Hertha 03 Zehlendorf war der bislang überzeugendste Auftritt. Mattmüller und Liebelt trafen vor Dadashovs Doppelpack, den Schlusspunkt setzte Testspieler Diren Günay.
Körner lobte, seine Mannschaft sei »vom Inhalt weiter als in den vergangenen Spielen« gewesen. Sie habe erneut zu null gespielt und keine zusätzlichen Verletzungen erlitten. Entscheidender als die Ergebnisse ist tatsächlich die Frage, ob sich bereits belastbare Abläufe erkennen lassen: kurze Abstände zwischen den Linien, klare Staffelungen nach Ballverlusten, frühes Gegenpressing und genügend Spieler im gegnerischen Strafraum. Die Generalprobe gegen den Berliner AK am 17. Juli soll weitere Antworten liefern. Die bisherigen Resultate und den vollständigen Sommerfahrplan führt die Vereinsseite auf.
Erwartungen zwischen Hoffnung und Vorsicht
Der Verein vermeidet eine konkrete Platzierungsansage. Die Botschaft lautet: eine Mannschaft entwickeln, Spieler besser machen und sich Schritt für Schritt wieder in höheren Tabellenregionen etablieren. Das ist auch eine Lehre aus früheren Jahren, in denen Dynamo den Angriff auf die 3. Liga personell und finanziell forcierte, ohne eine dauerhaft tragfähige Struktur aufzubauen.
Unter den Anhängern ist die Stimmung vorsichtig optimistisch. Einzelne Wortmeldungen in Fanforen sind nicht repräsentativ, zeigen aber eine verbreitete Erwartung: Platz zwölf darf sich nicht wiederholen. Zugleich wird der erneute große Umbau skeptisch betrachtet. Elf zunächst verkündete Abgänge seien »schon ein Schlag ins Kontor«, hieß es im viel frequentierten Nordostfußball-Forum; als Mindestforderung wurde eine bessere Platzierung als in der Vorsaison genannt. Andere Beiträge begrüßen den Weg mit jungen Spielern, warnen aber davor, Oberliga-Leistungen automatisch auf die Regionalliga zu übertragen. Die Diskussionen der Anhänger schwanken damit zwischen Vertrauen in Körners Entwicklungsarbeit und der Sorge vor einem weiteren Lernjahr im Tabellenkeller.
Der Auftakt wird diese Geduld sofort prüfen. Dynamo beginnt am 24. Juli bei Rot-Weiß Erfurt, empfängt anschließend Chemie Leipzig und muss bereits am 6. August zum Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue. Danach folgen Zwickau und Hertha BSC II. Es ist ein Programm, das früh Klarheit schaffen kann – oder früh Unruhe erzeugt. Gerade deshalb wäre ein stabiler Start mehr als eine Momentaufnahme.
Externer Link:
Nordostfussball.de: Die Diskussionen der Anhänger
Wird aus Aufbau ein belastbares Fundament?
Der BFC Dynamo verfügt über einen breiteren und in mehreren Mannschaftsteilen ausgewogeneren Kader als vor einem Jahr. Mit Miftaraj, Rebronja und Seven wurden Spieler verpflichtet, die trotz ihres Alters bereits reichlich Regionalliga-Erfahrung besitzen. Baldé, Noack und Bölke erhöhen Tempo und Kreativität auf den Außenbahnen. Bukusu entlastet Dadashov und Fritzsche. Reincke ist nach seiner starken Saison der naheliegende Kandidat für den nächsten Entwicklungsschritt.
Die Risiken liegen ebenfalls offen: ein erneuter personeller Umbruch, die noch ungeklärte Torhütersituation, der Verlust von Polte und die Frage, wie schnell die Spieler aus den Oberligen das höhere Tempo verkraften. Außerdem darf der BFC nicht wieder so abhängig von Dadashovs Fitness werden wie in Teilen der vergangenen Spielzeit.
Für den Aufstiegskampf erscheint Dynamo angesichts der Konkurrenz aus Leipzig, Jena, Halle, Zwickau und Aue derzeit nicht reif genug. Ein Platz zwischen sechs und neun ist jedoch realistisch, wenn Körner die defensive Stabilität der Rückrunde bewahrt und die neuen Offensivspieler für mehr Durchschlagskraft sorgen. Ein Rang im gesicherten Mittelfeld wäre kein triumphaler Schritt zurück in die große Fußballgeschichte. Nach der vergangenen Saison wäre er aber der notwendige Beweis, dass der BFC den Krisenmodus verlassen hat und dass aus dem angekündigten Aufbau tatsächlich ein belastbares Fundament entsteht.
Redaktion: Holger Elias
Recherchestand: 15. Juli 2026. / Bitte beachten Sie, dass die unterstrichenen Textstellen auf externe Links verweisen. Sie verlassen die Website des NOFV.
