Frauen und Mädchen

Drei NOFV-Teams ziehen ins Achtelfinale ein!

© Frank Hesse

Sieben Vereine aus dem Verbandsgebiet des NOFV waren in sechs Begegnungen der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals der Frauen gefordert. Für drei von ihnen geht die Pokalreise weiter: Der FC Carl Zeiss Jena, RB Leipzig und der 1. FC Union Berlin lösten ihre Aufgaben und stehen im Achtelfinale. Hertha BSC, der 1. FFC Turbine Potsdam, der 1. FC Magdeburg und der FC Viktoria Berlin schieden aus – teilweise erst nach packenden Pokalduellen.

Hertha BSC – 1. FC Köln 1:2 (1:1)

Vor 1.169 Zuschauern lieferte Hertha BSC dem Erstligisten aus Köln einen engen Pokalkampf. Die Gäste gingen in der 14. Minute durch Dora Zeller mit 1:0 in Führung. Hertha ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam noch vor der Pause zurück: Hertha-Torjägerin Elfie Wellhausen erzielte in der 37. Minute den 1:1-Ausgleich, mit dem es auch in die Halbzeit ging.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Köln wieder den besseren Start. In der 51. Minute brachte Pauline Marie Bremer den Bundesligisten erneut in Führung. Hertha blieb anschließend im Spiel, konnte den Rückstand aber nicht mehr egalisieren. So musste sich der Berliner Zweitligist mit 1:2 geschlagen geben und verabschiedete sich nach einer umkämpften Begegnung aus dem DFB-Pokal.

SV Eutingen – FC Carl Zeiss Jena 0:6 (0:3)

Der FC Carl Zeiss Jena hat seine „Pflichtaufgabe“ beim SV Eutingen souverän gelöst und vor 1.150 Zuschauern mit 6:0 gewonnen. Anna Olmala brachte die Thüringerinnen in der 14. Minute in Führung. In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhte Jena innerhalb weniger Minuten: Napsugar Sinka traf in der 31. Minute zum 0:2, ehe Olmala nur drei Minuten später mit ihrem zweiten Treffer für den 0:3-Pausenstand sorgte.

Nach dem Seitenwechsel hielt Eutingen den Rückstand zunächst konstant und kam selbst zu einigen Standardsituationen. Erst in der Schlussphase schraubte der Zweitligist das Ergebnis weiter in die Höhe. Elira Terakaj erzielte in der 78. Minute das 0:4, ehe die eingewechselte Sarah Wiesner mit einem Doppelschlag in der 82. und 83. Minute den 6:0-Endstand herstellte. Damit zog Jena ungefährdet ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

1.FFC Turbine Potsdam – VfB Stuttgart 2:3 n. V. (1:0, 2:2)

Ein echtes Pokaldrama erlebten 452 Zuschauer in Potsdam. Turbine hielt gegen den Bundesligisten aus Stuttgart nicht nur dagegen, sondern ging unmittelbar vor der Pause durch Madelyn Katherine Smith in Führung (45.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung umkämpft. In der 71. Minute erhöhte Leonie Preußler auf 2:0 und brachte den Zweitligisten dem Achtelfinale ein großes Stück näher. Dann kippte die Partie: Nach der Roten Karte gegen Thalia Dias de Souza in der 81. Minute musste Turbine in Unterzahl weiterspielen. Verena Wieder verkürzte vier Minuten zunächst auf 2:1. Bis tief in die Nachspielzeit verteidigte Potsdam den knappen Vorsprung, ehe die eingewechselte Ex-Potsdamerin Mira Arouna in der 90.+5 Minute doch noch zum 2:2 traf.

In der Verlängerung nutzte Stuttgart schließlich die Überzahl. Chantal Hagel erzielte in der 105. Minute das 2:3. Turbine kämpfte auch danach weiter, konnte die Partie aber nicht mehr drehen und schied nach 120 intensiven Minuten aus.

SF BG Marburg – RB Leipzig 0:2 (0:2)

Einen Start nach Maß erwischte RB Leipzig vor 2.000 Zuschauern in Marburg. Bereits in der 2. Minute brachte Annabel Schasching den favorisierten Erstligisten mit einer Bogenlampe in Führung. Leipzig blieb am Drücker und legte früh nach: Emanuela Pfister erhöhte in der 15. Minute nach einer Einzelaktion auf 2:0 und feierte damit ihren ersten Treffer für RB Leipzig.

Auch anschließend bestimmten die Leipzigerinnen weitgehend das Geschehen und erspielten sich weitere Möglichkeiten, während Marburg nur selten in gefährliche Räume kam. Weitere Treffer fielen vor der Pause jedoch nicht.

Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gastgeberinnen kompakter und machten es dem Favoriten deutlich schwerer. Leipzig ließ Möglichkeiten zum dritten Treffer ungenutzt, auf der anderen Seite suchte auch Marburg seine Chance und kam dem Anschlusstreffer nahe. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. Für einen zusätzlichen erfreulichen Moment aus Leipziger Sicht sorgte Marleen Schimmer, die nach langer Knieverletzung ihr Comeback feierte.

Damit brachte RB Leipzig den früh herausgeschossenen Vorsprung sicher über die Zeit und zog mit einem 2:0-Auswärtserfolg ins Achtelfinale ein.

1.FC Magdeburg – 1. FC Union Berlin 0:5 (0:3)

Im direkten Duell zweier NOFV-Vertreter hatte der 1. FC Union Berlin vor 1.906 Zuschauern früh die Weichen auf das Achtelfinale. Zahlreiche Fans waren aus der Hauptstadt mit nach Magdeburg gereist und unterstützten den Favoriten lautstark – entsprechend stimmungsvoll präsentierte sich die Kulisse. Schon in der 4. Minute brachte Nele Bauereisen den Bundesligisten in Führung.

Magdeburg stabilisierte sich anschließend und versuchte, eigene offensive Akzente zu setzen, doch Union blieb spielbestimmend. Sophie Weidauer erhöhte in der 27. Minute auf 2:0, ehe Lia Kamber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 3:0 erzielte (45.+1).

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, schlugen die Berlinerinnen erneut zu. Naika Reissner traf in der 46. Minute zum 4:0. Der Regionalligist gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf und kam ebenfalls zu zwei drei Abschlüssen. Den Schlusspunkt setzte jedoch wiederum Reissner, die in der 69. Minute ihren zweiten Treffer erzielte. Mit dem 5:0-Auswärtserfolg sicherte sich Union souverän das Ticket für die nächste Runde.

FC Viktoria Berlin – Bayer 04 Leverkusen 0:2 n. V. (0:0, 0:0)

Bis in die Verlängerung forderte Viktoria Berlin den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Vor 2.033 Zuschauern entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der Leverkusen zwar mehr Ballbesitz hatte, Viktoria jedoch kompakt verteidigte und selbst immer wieder offensive Akzente setzte.

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Berlinerinnen besser in die Partie. Leverkusen suchte nach Lücken, konnte die aufmerksame Viktoria-Defensive aber zunächst nicht überwinden. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Duell offen. Viktoria kam mehrfach gefährlich vor das gegnerische Tor und hielt das 0:0 bis zum Ende der regulären Spielzeit.

Erst in der Verlängerung gelang Leverkusen der Durchbruch. Maja Sternad erzielte in der 94. Minute das 0:1 und legte nur sieben Minuten später ihren zweiten Treffer nach (101.). Besonders bitter für Viktoria: Torhüterin Tsudini musste anschließend verletzt vom Platz, sodass Sarah Stöckmann in der Schlussphase zwischen die Pfosten rückte. Die Berlinerinnen gaben sich dennoch nicht geschlagen, konnten die Partie aber nicht mehr drehen.

Drei aus sieben – der Nordosten bleibt vertreten

Klare Siege, knappe Entscheidungen und gleich zwei Partien mit Verlängerung: Die Pokalrunde bot aus NOFV-Sicht reichlich Abwechslung. Drei der sieben gestarteten Vertreter haben den Sprung ins Achtelfinale geschafft: FC Carl Zeiss Jena, RB Leipzig und 1. FC Union Berlin. Turbine Potsdam und Viktoria Berlin fehlte gegen Bundesligisten erst nach 120 Minuten das bessere Ende, während für Hertha BSC und den 1. FC Magdeburg ebenfalls Schluss ist.

Achtelfinale: Drei Auswärtsspiele für das NOFV-Trio

Die nächsten Aufgaben stehen bereits fest. Bei der Auslosung des Achtelfinales erwischten alle drei verbliebenen NOFV-Vertreter ein Auswärtsspiel: RB Leipzig reist zum 1. FC Köln, der FC Carl Zeiss Jena ist beim SC Freiburg gefordert und der 1. FC Union Berlin tritt beim Hamburger SV an. Die Begegnungen des Achtelfinales werden zwischen dem 31. Oktober und 2. November 2026 ausgetragen.

Eine besondere Rolle nimmt dabei Jena ein: Der FC Carl Zeiss gehört neben der SGS Essen zu den nur noch zwei verbliebenen Zweitligisten im Wettbewerb. Für das NOFV-Trio warten damit drei interessante Auswärtsaufgaben im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale.

 

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