Frauen und Mädchen

Die Frauen-Regionalliga geht in die Winterpause!

© 1. FFV Erfurt

Hinrundenrückblick der Frauen-Regionalliga Nordost 2025/26

Die Frauen-Regionalliga Nordost geht mit einer spannenden Tabellenstruktur in die Winterpause. Ein dominanter Spitzenreiter, ein dichtes Verfolgerfeld und ein intensiver Abstiegskampf prägen das Bild nach der ersten Saisonhälfte. Ein bereits absolvierter Spieltag der Rückrunde ändert an der Bewertung der Hinrunde nur wenig – die Kräfteverhältnisse sind klar, aber keinesfalls zementiert.

Das Spitzenquartett – Hertha voraus, Leipzig II & Magdeburg folgen, Union lauert

An der Tabellenspitze hat sich ein klares Führungsquartett mit engem Verfolger gebildet.
Hertha BSC geht als Tabellenführer in die Winterpause, getragen von großer Konstanz, starker Defensive und hoher Effizienz im Angriff. Ein kleiner Vorsprung sowie ein Spiel weniger verschaffen den Berlinerinnen eine hervorragende Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg. Zudem stellen sie wie im Vorjahr mit Sturmtalent Elfie Wellhausen erneut die Top-Torjägerin der Liga (14 Tore).

Dahinter bleibt RB Leipzig II der unmittelbare Herausforderer. Die junge, technisch starke Mannschaft zeigte eine sehr stabile Hinrunde und steht völlig verdient auf Rang zwei. Auch die Leipzigerinnen haben mit Natalie Grenz sowie Alexandra Scheffler treffsichere Stürmerinnen im Kader, die Wellhausen mit 11 bzw. 10 Treffern dicht auf den Fersen sind.

Dahinter folgt in unmittelbarer Nähe der 1. FC Magdeburg. Mit zielstrebigem Offensivspiel und dominanten Auftritten blieb der FCM über die gesamte Hinrunde hinweg in Schlagdistanz zur Spitze und mischt weiter im Titelrennen mit. Der Abstand auf Hertha BSC beträgt ebenfalls lediglich einen Punkt.

Der 1. FC Union Berlin II rangiert aktuell auf Platz vier und besitzt mit einem offenen Nachholspiel sogar das Potenzial, mit dem Tabellenführer nach Punkten gleichzuziehen. Das Team aus Köpenick spielte eine starke Hinrunde und kann sich dabei vor allem auf seine Heimstärke verlassen. In sechs Spielen holten die Eisernen sechs Siege und erzielten damit zuhause die perfekte Punktausbeute.

Das obere Mittelfeld – Jena II & Leipzig-Süd in Lauerstellung

Im oberen Mittelfeld liegt ein Duo, das den Kontakt zur Spitze hält und bei einer Serie noch oben anklopfen könnte. Der FC Carl Zeiss Jena II zeigte eine solide, reife Hinrunde und bewegt sich konstant in der erweiterten Spitzengruppe. Der Anschluss an die obersten Plätze ist durch knappe Niederlagen in den Topspielen aber etwas verloren gegangen. Am Ende des Jahres steht ein souveräner fünfter Tabellenplatz, auf dem sich in 2026 aufbauen lässt.

SV Eintracht Leipzig-Süd überzeugte durch mutigen Offensivfußball und arbeitet sich trotz kleinerer Schwankungen fest im oberen Mittelfeld ein. Als Aufsteiger kann sich die Hinrundenbilanz mit einem starken sechsten Platz aber sehen lassen. Insbesondere in den Partien gegen die Mannschaften von oben geben die Grün-Weißen eine gute Figur ab, wodurch sie bislang lediglich drei Saisonniederlagen kassiert haben.

Das breite Mittelfeld – Potsdam II, Türkiyemspor und Erfurt

Eine kompakte Gruppe im Tabellenzentrum sorgt für hohe Dichte und viel Bewegung.

Der 1. FFC Turbine Potsdam II hat sich nach holprigem Beginn stabilisiert und zeigt eine positive Entwicklungskurve. Mit bereits 16 geholten Punkten steht dem Team eine ruhige Restsaison bevor, wobei sich ganz auf die Entwicklung der jungen Spielerinnen konzentriert werden kann.

Türkiyemspor Berlin hat nur einen Punkt weniger als die Potsdamerinnen eingefahren, agiert aber meist wechselhaft. Das Team aus der Hauptstadt verfügt über ausreichend Qualität im Kader, um sich sicher in der Mitte zu halten und mindestens zwei Mannschaften hinter sich zu lassen.

Der 1. FFV Erfurt schwankt ebenfalls zwischen starken Momenten und individuellen Fehlern, bleibt dabei aber klar konkurrenzfähig. Allem voran die starke Defensive mit nur 21 Gegentoren macht Hoffnung auf mehr, wobei die Offensive mit nur fünf geschossenen Toren noch ausbaufähig ist.

Dieses Trio in der Tabellenmitte ist von Abstiegsnöten entfernt, hat aber gleichzeitig noch Luft nach oben. Für alle drei wird der Start ins neue Jahr von extremer Bedeutung sein, um nicht in die gefährliche Zone zu geraten.

Die Abstiegszone – Dresden, Rostock und Hohen Neuendorf unter Druck

Am Tabellenende zeichnet sich ein intensiver Dreikampf ab.

Der 1. FFC Fortuna Dresden befindet sich nach einer durchwachsenen Hinrunde auf Platz zehn und musste zuletzt im direkten Duell mit der Konkurrenz einen herben Rückschlag hinnehmen. Sieben Punkte aus 12 Spielen reichen nicht für einen ruhigen Saisonverlauf.

Punktgleich dahinter folgt der F.C. Hansa Rostock, der trotz einzelner positiver Auftritte weiter tief im Abstiegskampf feststeckt und die schlechteste Tordifferenz der gesamten Liga aufweist. Insbesondere die löchrige Abwehr war mit 47 Gegentoren in 12 Partien nicht wettbewerbsfähig.

Der zweite Aufsteiger SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf bildet das Tabellenschlusslicht, hat jedoch ein Spiel weniger absolviert – ein wichtiger Faktor, der im engen Kampf um die Plätze noch entscheidend werden könnte. Denn mit einem Sieg könnte die Mannschaft aus Brandenburg an den beiden Rivalen vorbeispringen und auf einem Nicht-Abstiegsplatz landen. Sieben erzielte Toren in der gesamten Hinrunde sind jedoch nicht regionalligatauglich.

Die Abstände zwischen den drei Teams sind gering, die Ausgangslage umkämpft und die direkten Duelle in der Rückrunde versprechen einiges an Spannung!

Ausblick auf 2026:

Die Hinrunde hat die Kräfteverhältnisse klar sortiert, doch die Rückrunde verspricht viel Bewegung:

  • Im Titelkampf ist trotz Herthas Führungsposition noch keine Vorentscheidung gefallen.
  • Das obere Mittelfeld lauert auf Schwächen der Topteams und könnte noch für die ein oder andere Überraschung sorgen.
  • Im Tabellenkeller wird jedes Ergebnis enorme Auswirkungen haben – jeder Punktgewinn ist Goldwert.

Die Frauen-Regionalliga Nordost startet dadurch mit hoher Spannung in das kommende Jahr 2026 – mit der Aussicht auf einen engen, bis zum Ende offenen Auf- und Abstiegskampf.

 

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