Antwort auf den offenen Brief vom 25.07.2021

Antwortbrief der Verbandsführung; (c) NOFV

Organisierte Vereinsmitglieder, Anhänger und die Vereinsführung des FC Carl Zeiss Jena haben sich am 25.07.2021 mit einem offenen Brief an den Verband gewandt. Kritik gab es vor allem an den verschiedenen Anstoßzeiten in der Regionalliga Nordost. Die Ausführungen fokussierten sich aber auch auf den Erhalt von Fankulturen, die Partizipation der Anhänger und Mitglieder, die Attraktivität der Stadionbesuche zu Heim- und Auswärtsspielen sowie die Absicherung ehrenamtlicher Tätigkeiten im Rahmen der Spieltage.

Der Verband hat nun reagiert und dem Verein folgendes geantwortet:

Nachfolgend möchten wir auf Ihren offenen Brief vom 25.07.2021, den Sie gemeinsam mit Ihrer Fanszene an die Öffentlichkeit und an den Verband gerichtet haben, antworten. Zunächst einmal ist anzumerken, dass es immer gut und wichtig ist, die Dinge zu hinterfragen, zu überdenken und konstruktiv an Lösungen zu arbeiten. Hierbei gilt es, transparent zu kommunizieren und aufzuklären.

Nach der Beendigung des Vertrages durch den MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) konnten wir mit Ostsport.TV einen neuen Partner gewinnen, der weiterhin eine professionelle und flächendecken­de Berichterstattung von der Regionalliga Nordost gewährleistet. Der neue Rekord bei den Internet-Klickzahlen für ein Regionalligaspiel, der bei Ihrem Auswärtsspiel beim Berliner AK 07 aufgestellt wurde, unterstreicht, wie groß das Interesse an der RL Nordost ist. Diese umfassende Berichterstattung, schaut man über die Grenzen des NOFV-Verbandsgebietes hinaus, ist für die Regionalliga einzigartig. Für unsere Vereine bedeutet diese noch größere mediale Aufmerksamkeit enorme Chancen und Optionen.

Bereits mit Schreiben vom 03.06.2021 wie zur Staffeltagung haben Herr Karehnke, Geschäftsführer von Ostsport.TV, und wir als Verband umfangreich und transparent über Abläufe, Probleme und Möglichkeiten, gemeinsam mit dem MDR und weiteren öffentlich-rechtlichen Anstalten, der Partnerschaft informiert.

So haben wir u. a. erläutert, dass zu Beginn des Spieljahres, auf Grund des frühen Starttermins der Regio­nalliga Nordost und der langen Spiel- bzw. Wettbewerbspause, mit insgesamt fünf Livespielen am ersten Spieltag eine breite Öffentlichkeit und möglichst eine hohe Reichweite erzielt werden soll. Anstoßzeiten um 12:00 Uhr und 16:00 Uhr sollen selbstverständlich die Ausnahme bleiben, auch in dem Bewusstsein, dass der Großteil der Liga von seinen Zuschauereinnahmen lebt und frühe oder zu späte Anstoßzeiten für Fans und Sponsoren unattraktiv sind. Auch die Ansetzung von Montagsspielen werden von Seiten des Verbandes vermieden. In den genannten Fällen (3. Spiel­tag: FC Energie Cottbus – Optik Rathenow; 4. Spieltag: FSV 63 Luckenwalde – ZFC Meuselwitz) waren es ausdrücklich die Wünsche der Vereine, die zu diesen Ansetzungen geführt haben. Der NOFV weiß um seinen Regelspieltag und um die Sorgen und Nöte der Vereine und Fans. Grundlegend müssen jedoch auch Einsatzlagen der Polizei, die Möglichkeit der Umsetzung der Spielaufnahmen durch Ostsport.TV (begrenzte Anzahl an Kamerasystemen und Aufnahmekapa­zitäten), die möglichen Termine der Liveübertragungen von Spielen der Regionalliga Nordost im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und die Sperrtermine und Wünsche der Vereine beachtet werden. Ein Balanceakt, der nicht immer für alle zufriedenstellend sein kann.

Als Verband favorisieren auch wir zuschauerfreundliche Anstoßzeiten, um den Vereinen die volle Auslastung der Stadien und die Unterstützung der Fans von den Rängen zu ermöglichen. Die Fans und Fankulturen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Sports, die in der derzeitigen Corona-Pandemie bereits genug Einschränkungen hinnehmen mussten. Die Verbandsführung des NOFV hat sich daher offensiv für die Beteiligung von Zuschauern in den Stadien und die Erweiterung der Stadionauslastungen und -kapazitäten eingesetzt und wird dies auch weiterhin tun. Unser Ziel ist es, die Vermarktungsinteressen und die Interessen der Stadionbesucher zu vereinen, ohne Kompromisse wird es jedoch nicht möglich sein.

Wir hoffen, dass wir Ihnen und insbesondere der Fanszene die Sorgen der Spieltagszerstücke­lung“ nehmen konnten. Sollten Fragen offen sein, bitten wir Sie, sich an uns zu wenden, um sich ergebnisorientiert auszutauschen.

 

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