Frauen und Mädchen

NOFV-Regionalturnier der U 16-Juniorinnen

(C) NOFV. Glückliche Siegerinnen

Das NOFV-Regionalturnier dient sowohl bei den U 16-, als auch bei den U 14-Juniorinnen zur Vorbereitung auf den DFB-Länderpokal in Duisburg-Wedau und zur Sichtung von Talenten. Da der NOFV der Regionalverband mit den meisten Landesverbänden ist (sechs), ist das Turnier im Vergleich zu den anderen Regionalturnieren in der Organisation etwas umfangreicher, umfasst aber eben auch 108 Spielerinnen.

Allen Auswahlmannschaften werden drei Spiele, verteilt über die drei Tage, ermöglicht. Gespielt wird (wie beim DFB-Länderpokal) nach dem Hammes-Modell, welches dafür Sorgen soll, dass möglichst immer gleichstarke Mannschaften gegeneinander spielen. Bei sechs Mannschaften und drei Spieltagen bedeutet das automatisch, dass nicht alle Mannschaften aufeinandertreffen.

Morgenstund hat Gold im Mund

Alle drei Spiele finden am Vormittag (zwei ab 10 Uhr, eines um 11:30) statt. Das ermöglicht eine bessere Steuerung der Belastung und Regeneration und mehr Gestaltungsmöglichkeiten für beispielsweise Teambuilding am Nachmittag. So nutzten die Teams die freien Nachmittage zum Schwimmen, für Fußballtennis, einer Einheit im Kraftraum oder zu einer Kurzreise nach Berlin.

Das Sport- und Bildungszentrum Lindow verfügt über vielseitige Möglichkeiten die Freizeit zu gestalten. So durften sich die Spielerinnen am Freitagabend auch über ein Spiel zwischen den Trainern in der Halle amüsieren. Einen brandneuen Kunstrasen gibt es auch. Zur Einweihung des Platzes fand am ersten Spieltag die Partie Brandenburg gegen Mecklenburg-Vorpommern als Eröffnungsspiel statt. Beflügelt von der Premiere siegten die in Lindow „beheimateten“ 5:1.

Torreiche Spiele und Elfmeterschießen  

Parallel lief die Partie zwischen Sachsen und Thüringen, die mit acht Toren die torreichste des Turniers werden sollte. Nachdem das Spiel dreimal gedreht wurde, waren die Tore am Ende gleichmäßig verteilt – 4:4. Als Indikator für die Tabelle und der damit verbundenen Gegnerzuordnung nach Hammes-Modell gab es ein Elfmeterschießen, dass Thüringen 4:3 für sich entschied. So sicherte sich das Team von Trainer Christian Kucharz den Vorteil.

Ein Elfmeterschießen ist nur am ersten Spieltag möglich und hat für die punktuelle Tabelle keinerlei Bedeutung. Von einem solchen Kriterium war das Spiel zwischen Berlin und Sachsen-Anhalt weit entfernt. Das Team von Trainerin Andrina Braumann erspielte sich einen 6:0-Kantersieg gegen die FSA-Juniorinnen, die von Steffen Scheler betreut wurden und war damit nach dem ersten Spieltag Tabellenführer.

Tag der Überraschungen

Am zweiten Spieltag waren die Resultate knapper. Im „Sachsen Derby“ setzte sich Sachsen-Anhalt in letzter Minute gegen Sachsen 2:1 durch. Trotz Feldüberlegenheit des tabellarisch favorisierten SFV überzeugte der FSA durch eine kämpferische Leistung. Auf dem Nebenplatz überzeugte ebenfalls der Außenseiter. Mecklenburg-Vorpommern gewann 3:1 gegen Thüringen.

Das erste „Top-Spiel“ hielt was es versprach. Die Begegnung zwischen Berlin und Brandenburg war von Taktik geprägt. Nachdem das Team von Trainerin Tina Kopplin im ersten Drittel eigentlich näher an der Führung war, ging Berlin in Führung, aber die FLB-Juniorinnen glichen wieder aus. Letztendlich entschied der BFV das enge Spiel mit 2:1 für sich und blieb mit zwei Siegen aus zwei Spielen Tabellenführer.

 

Finaltag mit Kantersiegen

Deutlichere Ergebnisse kamen am Finaltag zustande. Vier Teams hatten noch Chancen auf den Turniersieg. Thüringen setzte sich mit 3:0 gegen Sachsen-Anhalt durch. Die Partie zwischen Sachsen und Brandenburg wurde aufgrund der Nässe der Rasenplätze auf Kunstrasen verlegt. Hier zeigte das Team von Trainer Fabian Grigat eine beeindruckende Leistung und feierte ein 5:1 gegen Brandenburg.

Im finalen „Top-Spiel“ hatte Berlin anfangs Mühe mit dem hochmotivierten Mecklenburg-Vorpommern, das von Tilo Berner betreut wurde. Am Ende spielten sich die Hauptstädterinnen aber ein 4:0 heraus. Mit drei Siegen aus drei Spielen bei 12:1 Toren haben sich die Spielerinnen den Turniersieg zurecht verdient. Herzlichen Glückwunsch an den Berliner Fußball-Verband!

 

 

Die Abschlusstabelle

 

Zweikämpfe

Hart aber fair. Das Turnier war ein Paradebeispiel für gesunde Zweikampfhärte und respektvollen Umgang der Spielerinnen untereinander. Eine Bilanz die immer alle freut: Es gab während des gesamten Turniers keine schwerwiegenderen Verletzungen.

Schiedsrichter

Die NOFV-Regionalturniere dienen auch immer als Fortbildung für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Im gemeinsamen Austausch und mit Unterstützung erfahrener Coaches (Schiedsrichter) werden, unter anderem auch durch Videoanalysen, nicht nur Entscheidungen analysiert sondern auch das Kommunikationsverhalten und der Führungsstil.

Sichtung

Am Freitag und Samstag besuchte DFB-Trainerin Anouschka Bernhard (r.) das Turnier. Im Fokus standen alle Spiele und alle Auswahlmannschaften. Eine gute Leistung bei den regionalen Sichtungsturnieren oder beim DFB-Länderpokal ist oft das Sprungbrett zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft. Doch auch für Gespräche mit den Schiedsrichterinnen und Funktionsteams blieb Zeit.

Fair Play

Nachdem Thüringen in der Begegnung mit Sachsen-Anhalt am dritten Spieltag ein schönes Fernschusstor gelang, fand sich der Ball außerhalb des Netzes wieder. Kurzerhand kam Zweifel über das erzielte Tor auf, was die Unparteiischen dazu bewog das Tor nicht zu geben. Als auf Abstoß entschieden wurde, spielten Sachsen-Anhalts Juniorinnen den Ball ins eigene Tor. Vorbildlich fair.

Das Wetter

Bescherte am ersten Tag noch schönsten Sonnenschein, aber dafür frische Temperaturen. Wer sich mehr Wärme wünschte, bekam diese an den beiden Folgetagen zu spüren. Mild aber leicht regnerisch setzte sich das Turnier fort, was für den letzten Spieltag bedeutete, dass zwei Spiele auf Kunstrasen stattfanden.

Premiere

Das Sport- und Bildungszentrum Lindow verfügt über einen komplett neuen Kunstrasen. Dieser fand eine würdige Einweihung am ersten Spieltag durch die Partie zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die die „heimischen“ Brandenburgerinnen für sich entschieden und als Sieger des Spiels einen Gutschein der erhielten.

Berichte der Landesverbände:

Berlin (BFV): "Siegerinnen beim U16 NOFV-Länderpokal"

Sachsen (SFV): "Titelverteidigung verpasst“

Thüringen (TFV): "Mit überzeugendem Sieg noch einen Podestplatz erreicht"

Brandenburg (FLB): "Optimaler Auftakt in Lindow"

 

(C) Copyright Bilder: Marcel Brauer und NOFV

 

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