Frauen und Mädchen

50 Jahre Frauenfußball - Prägende Persönlichkeiten (Teil V)

© Landesfussballverband Mecklenburg-Vorpommern. Prägende Persönlichkeit: Marita Scharf (links).

In der Serie "50 Jahre Frauenfußball – Prägende Persönlichkeiten" möchten wir außergewöhnliche Charaktere vorstellen, die den Frauenfußball besonders geprägt haben.

Was Hannelore Ratzeburg für den DFB und Margit Stoppa für den NOFV an Vorreiterinnen und Wegbegleiterin des Mädchen- und Frauenfußballs sind, ist sie es im besonderen Maße für den LFV M.-V.: Marita Scharf.

Ganze Leben dem Sport und Fußball verschrieben

Seit Jahrzehnten engagiert sich die 1963 in Woggersin geborene Marita Scharf beruflich und ehrenamtlich für den Sport und Fußball. Dabei hatte sie im Verein, im Kreis, im Land und überregional zahlreiche Funktionen inne und unzählige Aufgaben mit Leben erfüllt. Dabei ist der Sport für sie mehr als eine echte Berufung und hielt etliche Herausforderungen bereit.

Ob es Aktionen wie "Sport statt Gewalt", "Bewegte Kinder" oder "Schule und Verein" waren oder zu organisierende Familiensportfeste und Ferienlager, es gab nichts, für das Marita sich zu schade war. Besonders für den Mädchenfußball engagierte sie sich seit 1999 als Landesauswahltrainerin, Co-Trainerin und Betreuerin der weiblichen U13- und U17-Mannschaften. Und bis heute ist sie die einzige Frau die jemals als Stützpunkttrainerin in Meck-Pomm tätig war.

© Landesfussballverband Mecklenburg-Vorpommern. Eine Frau die für den Sport kein Weg zu weit, keine Mühe zu groß oder keine Aufgabe zu unwesentlich ist.

Fußballstrukturen fernab von Erfolgs- und Zeitdruck

Dabei lag es ihr besonders am Herzen möglichst fernab vom Erfolgs- und Zeitdruck des Vereinstrainings viele Talente aus ihrem Bundesland zu Sichten und individuell zu Fördern. Als Vorsitzende im Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball organisierte Marita regelmäßig den Tag des Mädchenfußballs in allen Kreisen des Landes. Und entwickelte neben dem Mädchen- und Frauenfußball vor allem auch die Fußballstrukturen im Land weiter.

Marita Scharf war dabei immer eins ganz wichtig, nämlich dass Kinder und Jugendliche die Chance haben, sich bestmöglich zu entwickeln und ihre Begabungen und Talente zu entfalten. Das gilt im Sport und durch den Sport, gerade, wenn sie sozial benachteiligt sind. Deshalb gilt ihr großes Engagement seit jeher dem Jugend- und Mädchenfußball. 

Über Sport gilt es Werte zu transportieren

"Dabei geht sie mutig voran, bleibt beharrlich, kämpft unermüdlich für die Ziele und ist nie zufrieden mit dem Erreichten. Sie ist daher nicht nur für die Spielerinnen und Spieler ein Vorbild, sondern auch für ihre Wegbegleiter in den Ausschüssen und Gremien", erinnert sich Andrea Bickel. Das langjährige AFM-Mitglied ergänzt auch, "dass Marita bei allem inhaltlich immer top vorbereitet ist und trotzdem dabei keinen Spaß liegen lässt."

© Landesfussballverband Mecklenburg-Vorpommern. Marita Scharf (Mit Ball).

Vielfalt an Funktionen im Überblick (eine Auswahl)

90er Jahren       Trainerin für Jugendmannschaften des FSV 90 Altentreptow 01

1998 bis 2009    Vorsitzende im Kreisjugendausschuss Demmin

2000 bis 2011    Jugendleiterin Verein FSV 90 Altentreptow 01

2002 bis 2007    DFB-Stützpunkttrainerin im LFV M.-V.

2008 bis 2009    Mitglied im Spielausschuss

2008 bis 2009    Referentin für Frauenfußball

2009 bis 2014    Vorsitzende im Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball/Vorstand des LFV M.-V.

2012 bis 2014    Mitglied im Entwicklungsteam

bis 2018            Mitglied im NOFV

Zurück