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Foto: Worbser

 

Thomas Herbst: Einst mit „Auge“ und Lothar - Jetzt Trainer in der 4. Liga

 

Er kickte mit Klaus Augenthaler und Karl-Heinz Rummenigge für den FC Bayern München, mit Rekordnationalspieler Lothar Matthäus für Borussia Mönchengladbach. Jetzt kehrt Thomas Herbst (54) nach drei Jahren Pause als Trainer in die Regionalliga Nordost zurück, übernimmt wieder den FC Viktoria Berlin. Der 1. FC Lok Leipzig muss wegen heftiger Fanrandale eine Geldstrafe zurück und Kulttrainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz holt Eigengewächs Felix Geisler zum FC Energie Cottbus zurück. FUSSBALL.DE mit den wichtigsten News aus der Nordost-Staffel.

 

Keine Experimente bei Viktoria: Der FC Viktoria Berlin ist auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer für die kommende Saison fündig geworden. Thomas Herbst kehrt auf die Trainerbank der Viktoria zurück. Der 54-Jährige hatte den Hauptstadtklub schon von 2010 bis 2014 betreut, gewann mit den „Himmelblauen“ 2014 den Verbandspokal. Herbst tritt nun die Nachfolge von Ersan Parlatan an, der die Ausbildung zum Fußball-Lehrer in Hennef begonnen hat. Während seiner aktiven Zeit als Profifußballer hatte Thomas Herbst unter anderem für die U 19-Nationalmannschaft (Weltmeister 1981), für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach auf dem Platz gestanden. Insgesamt absolvierte der gebürtige Berliner 84 Einsätze in der Bundesliga, war außerdem achtmal im DFB-Pokal und neunmal im UEFA-Cup am Ball. „Wir wollen erfolgreich arbeiten und haben ganz klare Vorstellungen, wo unsere Reise hingehen soll. Dafür haben wir jemanden gesucht, der ‚Erfolg‘ kann und auch selbst nur zu gut kennt. Keine Experimente, kein langes Ausprobieren: Thomas Herbst wird das Team definitiv weiter nach vorn bringen“, so Viktoria-Sportdirektor Rocco Teichmann.

 

Auch Kisten und Senfeimer geworfen: Wegen erheblicher Zuschauerausschreitungen beim Sachsenpokal-Halbfinale in Bischofswerda (5:3 im Elfmeterschießen) muss der 1. FC Lokomotive Leipzig laut einem Urteil des Sportgerichts des Sächsischen Fußballverbandes (SFV) eine Geldstrafe in Höhe von 7500 Euro zahlen. Außerdem wurde eine Heimblocksperre für das nächste Lok-Heimspiel im Pokal-Wettbewerb verhängt, dieser Teil der Strafe allerdings für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Grund: Unmittelbar vor Spielbeginn sowie während der zweiten Halbzeit und der Verlängerung hatten Leipziger Anhänger Pyrotechnik gezündet. Außerdem begannen Gästefans in der 110. Minute, den provisorischen doppelreihigen Bauzaun zu demontieren und sich mit den Verstrebungsstangen zu bewaffnen. Nach Spielende begannen Lok-Anhänger mit dem Niederreißen der Bauzäune. Ferner wurden ein im Gästeblock stehender Bierwagen sowie ein Grillstand stark beschädigt. Die eingesetzten Sicherheitskräfte wurden mit allen im Gästeblock verfügbaren Gegenständen wie Kisten, Flaschen, Senfeimern und Pyrotechnik beworfen. Für das Fehlverhalten seiner Anhänger haftet der Verein. Dabei wurde die „reuige und geständige Einlassung des Vereins“ noch strafmildernd gewertet. „Wir werden das Urteil in Ruhe analysieren und dann zusammen mit unserem Rechtsbeistand entscheiden, welche Schritte wir einleiten“, sagt Lok-Geschäftsführer Martin Mieth.

 

Drei Neue auf einen Streich: Drei Zugänge auf einen Streich gab der ZFC Meuselwitz bekannt. So wechselt Angreifer Yanick Haag (22) vom SV Spielberg aus der Oberliga Baden-Württemberg zu den Thüringern, kommt mit der Empfehlung von 17 Saisontoren. Seine fußballerische Ausbildung hatte er zuvor bei der TSG 1899 Hoffenheim und beim SV Waldhof Mannheim absolviert. Vom Ligakonkurrenten FSV Budissa Bautzen kommt mit Daniel Barth (23) ein weiterer Stürmer, der auch schon für den FC Carl Zeiss Jena und RB Leipzig II am Ball war. Ebenfalls einen Einjahresvertrag beim ZFC unterschrieb Innenverteidiger Erich Jeschke (20), der seit 2010 sämtliche Nachwuchsmannschaften beim FC Energie Cottbus durchlaufen hatte. Weiterhin bauen kann Trainer Heiko Weber außerdem auf Mittelfeldspieler Francesco Lubsch, der in der abgelaufenen Saison 33 von 34 Partien bestritt und damit zu den Leistungsträgern gehörte. Er verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bis 2018. „Francesco ist eine große Stütze für das Team“, sagt Trainer und Ex-Profi Weber.

 

Wollitz holt Geisler zurück: Nordost-Vizemeister FC Energie Cottbus hat sich für die kommende Spielzeit die Dienste von Rückkehrer Felix Geisler gesichert. Der 20-jährige Offensivspieler kommt vom Drittligisten FSV Zwickau und unterschreibt in der Lausitz einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018, der sich bei einem möglichen Aufstieg in die 3. Liga automatisch um ein Jahr verlängern würde. Geisler stammt aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum des FC Energie und durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften. Der Stürmer ging für den FCE vor allem in der A- und B-Junioren-Bundesliga auf Torejagd, wurde aber in der Saison 2015/2016 auch schon sechsmal in der 3. Liga eingesetzt. Beim FSV Zwickau absolvierte Geisler in der abgelaufenen Spielzeit lediglich drei Drittligapartien. „Es ist kein Geheimnis, dass wir Felix vor einem Jahr beim Neuaufbau in der Regionalliga sehr gerne in Cottbus behalten hätten. Das kam leider nicht zustande, da er die Chance beim FSV Zwickau in der 3. Liga nutzen wollte“, sagt Energie-Cheftrainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz: „Nun wollen wir gemeinsam mit Felix in die neue Saison starten und erfolgreichen Fußball spielen, um unsere Ziele zu erreichen.“

 

Gerhardt hilft Hollerieth: Die TSG Neustrelitz hat ihr Trainerteam für die kommende Spielzeit um eine wichtige Position ergänzt. Robert Gerhardt übernimmt das Amt des Co-Trainers und unterstützt damit Cheftrainer und Ex-Bundesligatorhüter Achim Hollerieth. Der 40-jährige Gerhardt ist bei der TSG kein Unbekannter. In der vergangenen Saison betreute Gerhardt die B-Jugend der Residenzstädter in der Verbandsliga und gewann mit seinem Team den Landespokal. Außerdem ist der neue Co-Trainer zugleich auch Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle. Am Montag beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison.

 

Zugang aus der 3. Liga: Der SV Babelsberg 03 hat Lukas Wilton vom Drittligisten FSV Zwickau verpflichtet. Beim SVB unterschreibt der 22-jährige Verteidiger einen Ein-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Bevor ihn sein Weg im Sommer 2016 nach Zwickau führte, durchlief Wilton das Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten Hannover 96. Aus der Jugend schaffte Wilton den Sprung in den Kader der zweiten Mannschaft (Regionalliga Nord). „Mit seinen 22 Jahren hat Lukas schon viel Erfahrung gesammelt und eine sehr gute Ausbildung in Hannover genossen“, sagt Babelsbergs Trainer Almedin Civa: „Wir sind überzeugt, dass er bei uns an seine Leistungen aus der Regionalliga Nord anknüpfen kann und uns in der nächsten Saison helfen wird.“ mspw

 

 

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