3. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost

(c) v.l.n.r. Katharina Kögler (Bischofswerdaer FV), Lena Güldenpfennig (MFFC); (c) privat

Am dritten Spieltag in der FRL Nordost  beginnt sich Abzuzeichnen, dass die Vorjahresfavoriten sich langsam in die obere Hälfte der Tabelle bewegen. Neben B/W Hohen Neuendorf, 5:0 Sieger beim BSC Marzahn, sind auch die Thüringerinnen vom FF USV Jena II, 2:0 Sieg bei Stern 1900 in Berlin, in die Erfolgsspur eingebogen. Weiter an der Tabellenspitze bleibt der FC Viktoria Berlin, der sich mit den Rasenballerinnen aus Leipzig schwer getan hatte, aber letztendlich mit einem 2:1 Erfolg die Leipziger besiegten. Wenig Nerven zeigte der Trainer von Viktoria Berlin an der Seitenlinie, was sicher noch ein Nachspiel hat. Der 1. FC Union Berlin hatte wenig Mühe im Erzgebirge und schickte die Auer Frauen mit 5:0 in den „Schacht“. Beim Bischofswerdaer FV wurde die Erfolgsserie, bisher zwei Siege, unterbrochen und man unterlag dem Magdeburger FFC mit 1:2. Für die Fortunen aus Dresden wird es immer ungemütlicher, sogar beim Aufsteiger Eintracht Leipzig Süd gab es mit 4:1 eine derbe Niederlage. Somit tragen die Marzahner Frauen gemeinsam mit den beiden Sächsischen Vereinen aus Dresden und Aue in den nächsten 14 Tagen die rote Laterne, da erst am 16.09.2018 der 4. Spieltag in der Frauenregionalliga Nordost ansteht. 

Bericht: Spielleiter

 

3. Sp F-RL Nordost: MFFC gelingt zweiter Auswärtssieg und belohnt sich nach intensiven Spiel mit 3 Punkten, Lena Güldenpfennig erzielte beide Treffer.

Am dritten Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost reiste die Mannschaft von Johannes Fritsch und Bennet Fattroth vergangenen Sonntag im nunmehr dritten Auswärtsspiel hintereinander nach Bischofswerda, zum bis dahin ungeschlagenen Bischofswerdaer FV 08. Die Magdeburgerinnen gerieten früh in Rückstand, schafften jedoch kurz vor dem Pausenpfiff durch Lena Güldenpfennig den Ausgleich. Güldenpfennig war in Halbzeit zwei auch der Führungs- und Siegtreffer vorbehalten.

Bereits in der dritten Spielminute tauchte der Magdeburger FFC das erste Mal im Strafraum der Bischofswerdaerinnen auf, doch der Schuss von Tabea Alsleben ging am rechten Pfosten vorbei. Nur zwei Minuten später gelang Alsleben nach einem Angriff über rechts eine gefährliche Hereingabe in den Fünfer auf Antonia Schulz, deren Schuss von der Torhüterin Marie Riebe gehalten werden konnte. Wie aus dem Nichts fiel nach einem Standard das Tor für die Gastgeberinnen. Nach einer Ecke konnte der Ball nicht zwingend genug geklärt werden und Leonie Gries erzielte mit ihrem Treffer das 1:0 für die Bischofswerdaerinnen (10.) Die Elbstädterinnen blieben am Drücker und wollten den Ausgleichstreffer. Dies führte vermehrt zu Ungenauigkeiten und überhasteten Pässen. Nach einer guten viertel Stunde hatte der Magdeburger FFC das Spiel wieder besser im Griff. Antonia Schulz konnte sich hervorragend über die linke Seite durchsetzen und auf die einschussbereite Lena Güldenpfennig passen, doch Güldenpfennigs Schuss konnte Torfrau Riebe über die Latte lenken (26.). Auch ein sehenswerter Doppelpass von Güldenpfennig und Schulz führte nicht zum längst fälligen Ausgleich (36.). Wenige Minuten vor dem Pausenpfiff wurde Joy Spiller kurz vor dem 16er zu Fall gebracht. Für den fälligen Freistoß brachten sich Chantal Schmidt, Lena Güldenpfennig und Emily Hähnel in Position. Was nun folgte ist tauglich für ein Paradebeispiel aus dem Lehrbuch. Schmidt lief zunächst an und sprang dann über den Ball. Im Anschluss beförderte Güldenpfennig mit einem sensationellen Schuss das Leder über die Mauer direkt in den Kasten der Bischofswerdaerinnen und erzielte kurz für der Pause den wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1 (41.).

Mit dem Wiederanpfiff wechselte Coach Johannes Fritsch das erste Mal und brachte die gerade frisch vom DFB-Lehrgang zurückgekehrte Nicole Woldmann ins Spiel. Magdeburg nun von Beginn an zielstrebig mit Zug zum Tor. Emily Hähnel wurde der Ball über links in den Fuß gespielt. Hähnel konnte ungehindert in die Mitte ziehen und auf Karla Görlitz ablegen. Doch der Schuss von Görlitz war ebenso sichere Beute für die Torhüterin (59.), wie der von Hähnel (65.). Die Magdeburger Torfrau Jana Tauer konnte sich im Gegenzug mit einer Glanzparade auszeichnen, als sie im 1 gegen 1 den Schuss von Sarah Wilsch überragend parierte (71.). Magdeburg schaltete blitzschnell um. Karla Görlitz brachte mit einer Flanke das Leder auf Emily Hähnel, deren Kopfball von der Torhüterin zur Ecke geklärt wurde. (72.). Isabell Münch brachte den Ball herein, wo er zunächst durch die Gastgeberinnen aus dem 16er verdrängt werden konnte. Doch Emily Hähnel hatte aufgepasst, brachte das Leder erneut in den Strafraum, wo er von Lena Gülenpfennig mit dem Kopf zum 2:1 Führungstreffer in die Maschen gesetzt wurde (72.). Die Elbstädterinnen arbeiteten konzentriert am weiteren Treffer, doch die guten Möglichkeiten von Isabell Münch (76.) und Emily Hähnel (81.) blieben ungenutzt.

Das Team von Johannes Fritsch und Bennet Fattroth zeigte auf dem Platz eine ansprechende Leistung. In der ersten Hälfte passte noch nicht allles zusammen. Doch besonders in der zweiten Halbzeit trug die Arbeit von Coach Johannes Fritsch erste Früchte. Das Team war klar spielbestimmend, drückte den Gegner in die eigene Hälfte und erarbeitete aus dem Spiel heraus sehr gute Torchancen. In dem sehr robust geführten Spiel konnte sich sein Team mit der Zeit besser auf den Gegener einstellen und dagegen halten. Mit zunehmender Sicherheit sah man hier erste Ansätze von kreativen Lösungen mit Spielwitz. Die erst 15 jährige Marie Lene Oerlecke vom B-Juniorinnen Bundesligateam kam zu ihrem ersten Einsatz im Frauenteam.

Am kommenden Wochenende pausiert die Liga auf Grund des DFB-Pokals. Am 4. Spieltag der Regionalliga Nordost, 16.09.2018, empfangen die Elbstädterinnen im ersten Heimspiel der Saison den Ligaaufsteiger SV Eintracht Leipzig Süd. Der Anpfiff im Heinrich-Germer-Stadion ist 14:00 Uhr.

MFFC: Tauer-Schmidt, Hildebrand, Herbst, Schulz, Münch (90. Oerlecke) , Spiller (46. Woldmann), Wendt, Hähnel, Alsleben (55. Görlitz), Güldenpfennig

Die weiteren Begegnungen des dritten Spieltages:

FC Erzgebirge Aue gg 1. FC Union Berlin 0:5

FC Viktoria Berlin gg RB Leipzig 2:1

BSC Marzahn gg BW Hohen Neuendorf 0:5

Steglitzer FC Stern 1900 gg FF USV Jena II 0:2

SV Eintracht Leipzig Süd gg 1.FFC Fortuna Dresden 4:1

 

Bericht: Ines Hähnel 

 

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