Brandenburger Schiedsrichter im Team des Weltschiedsrichters Felix Brych

Mark Borsch, Dr. Felix Brych, Stefan Lupp (v. l.)

Diese Nachricht wurde auch bei den Schiedsrichtern im NOFV erfreut aufgenommen – die Insider wissen es natürlich: Mit dem Brandenburger Stefan Lupp ist ein Vertreter unseres Regionalverbandes im festen  Team mit Felix Brych sehr oft gemeinsam unterwegs in deutschen und internationalen Fußballstadien, oft zu den absoluten Highlights der jeweiligen Wettbewerbe.

Der Bayer Felix Brych erfuhr von seinem Glück in Abu Dhabi, wo er als Vertreter der UEFA und als erster deutscher Schiedsrichter bei der Club-WM agierte. Brych konnte sein Glück kaum fassen, als er von der Ehrung als Weltschiedsrichter erfuhr. „Die Wahl wird von internationalen Fachleuten durchgeführt, deshalb kommt ihr ein besonders hoher Stellenwert zu“, schätzt Stefan Lupp die Bedeutung ein. „Natürlich ist das auch eine Anerkennung für „meine“ Assistenten Stefan Lupp und Mark Borsch. Insofern betrachte ich das auch als Wertschätzung für das gesamte Team“, bezieht Brych auch seine Mitstreiter ein, „ohne verlässliche Assistenten wäre eine solche Ehrung sicher nicht denkbar.“

Seit 2012 besteht das Team Brych, Borsch, Lupp. Ursprünglich war es in dieser Konstellation nur als „Überbrückung“ für die Olympischen Spiele gedacht. Der eigentliche „Stammassistent“ Thorsten Schiffner fiel seinerzeit aufgrund einer Verletzung aus, die Genesung dauerte länger als geplant. Aber die FIFA wollte in Vorbereitung auf die WM 2014 feste Teams und so blieb es dann bei dieser Konstellation.

Damit war der Grundstein für eine überaus erfolgreiche Entwicklung gelegt. Neben den Einsätzen bei Bundesligaspielen folgte eine Reihe von besonderen und für das Team unvergesslichen Höhepunkten: Olympische Spiele 2012 in London,  FIFA Confed Cup 2013 in Brasilien, Endspiel UEFA-Euroleague 2014 in Turin, FIFA-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, Deutsches Pokalendspiel 2015, Europameisterschaft 2016 in Frankreich, Finale UEFA Championsleague 2017 in Cardiff, FIFA Klubweltmeisterschaft 2017 in Abu Dhabi.

Neben all diesen Höhepunkten erwähnt S. Lupp, angesprochen auf „besondere  Momente“ in dieser Zeit, zwei:

 „Einige Wochen vor der Nominierung zur WM 2014 gab es das „Phantomtor“ von Hoffenheim, da tauchte natürlich bei uns die Frage auf: ‚Wird man uns trotzdem nominieren?" Nun, die „Welt brach nicht zusammen“, die FIFA war wohl trotzdem überzeugt von Felix‘ und seines Teams Qualität.

„Dass Reisen zu den Spielen nicht immer einfach ist, haben wir im Zusammenhang mit der Spielleitung Neuseeland – Mexiko im Rahmen der Qualifikation zur WM 2014 erfahren dürfen: Ganze zehn Tage waren wir wegen eines Fußballspieles unterwegs. Das war schon sehr belastend und trotzdem eine unvergessliche Reise.“

Für das Team um Felix Brych ist diese Ehrung natürlich zugleich Verpflichtung. „Das Bestreben kann nur sein, auch nach so vielen gemeinsamen  Spielen und Erlebnissen unsere Leistungen auf konstant hohem Niveau zu halten. Aktuell wollen wir uns für die FIFA Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifizieren“, geben F. Brych und S. Lupp einen Ausblick in die Zukunft.

Heinz Rothe

 

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